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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    DT

    20.09.2009, 03:25
    (editiert von DT, 20.09.2009, 03:33)
     

    Aufruf an alle Bürger: Ruft bei den Wahlveranstaltung unserer Volkszertreter: "Wir sind das Volk" (mLuT)

    Die Ulmer haben schon mal einen guten Anfang gemacht.

    Siehe hier bei 8:49 und 8:50. Deutlich zu hören.

    Schreit es den Verrätern entgegen.

    Dann soll SSchäuble mal die Panzer schicken.

    http://www.youtube.com/watch?v=au5H7j4g9yI

    Siehe auch bei 3:50. Die "Menschen" wollen das wohl nicht so.

    Stoppt dieses politisch korrekte Gelaber.

    Nennt uns Bürger!

    Lacht bei 2:29!

    Wir sind das Volk!

    Gleich zu Beginn:

    http://www.youtube.com/watch?v=G0FNZroV8l4&feature=related


    Und hier noch Hamburg:

    http://www.youtube.com/watch?v=J_DRAIGbvUw


    WIR SIND DAS VOLK!


    Das erinnert mich an den 7.10.1989, als Honecker und Gorbi im Palast der Republik den 40. Jahrestag der DDR gefeiert haben, aber draußen das Volk Gorbi Gorbi und WIR SIND DAS VOLK gerufen haben. Die DDR II hat grad mal 20 Jahre länger durchgehalten, zum 60. Jahrestag bekommt es "WIR SIND DAS VOLK" vom eigenen, niedergetretenen, betrogenen und propagandaumlullten Volk, "den MENSCHEN", zu hören. Mal sehn, ob es diesmal eher auf die Ceaucescu-Variante rausläuft.

    Hier noch der SSchäuble:

    http://www.youtube.com/watch?v=3PI7NgHgadA&feature=channel

    DT

    20.09.2009, 03:45

    @ DT
     

    Damals anna '89 in Leipzig haben vor allem die Westmedien einen großen Einfluß (mT)

    gehabt durch die Ausstrahlung der Bilder. Heute bringt das Staatsfernsehen ARD und ZDF solche Bilder nicht mehr. Bevor SSchäuble Youtube und Twitter verbietet, ist das die einzige Chance, den Bürgern zu zeigen, daß sie nicht alleine sind und daß viele andere genauso die Nase gestrichen voll haben von dieser Plutokratie und Oligarchie.

    WIR SIND DAS VOLK.

    Eine Woche haben wir noch. Zeigen wir den Bonzen bei jedem öffentlichen Auftritt, wer das Volk ist!

    Brüllt es ihnen entgegen. Denen muß das Blut in den Adern gefrieren.

    George W mußte schon damals halb Mainz und Frankfurt incl. Autobahnen und Rheinschiffen sperren, als er sich frei bewegen wollte. Der ganzen Räuberbande und den Volkszertretern muß es genauso gehen. Sie sollen keinen Schritt mehr machen können, ohne Angst vor der unbändigen Wut des Volkes zu haben.

    DT

    20.09.2009, 03:55
    (editiert von DT, 20.09.2009, 03:57)

    @ DT
     

    Ansehen: das Ende des Politbüros der DDR 1989. Auch da stand das Land wirtschaftlich vor dem Kollaps! (mL)

    http://www.youtube.com/watch?v=c0rQxmdCyHs&feature=related

    WIR SIND DAS VOLK!

    Die Typen da, wenn ich die sehe, die sehen aus wie heute Pofalla, SSchäuble (Mielke II) und Schergen.

    Auch damals wurden Wahlen manipuliert. Mai 89. Das hat den Druck im Kessel gesteigert. Auch dieses Land war bankrott! Und der große Bruder im Osten (heute der im Westen) war auch bankrott.

    Geschichte wiederholt sich.

    Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

    Auch damals: der Betrug der Politiker am Volk.

    DT

    20.09.2009, 04:35

    @ DT
     

    Nehmt Euch ein Beispiel. Nur 20 Jahre her: (mL)

    http://www.youtube.com/watch?v=0KmYXNWtNJs&NR=1

    Bei 7:00.

    DT

    20.09.2009, 05:02
    (editiert von DT, 20.09.2009, 05:02)

    @ DT
     

    Angie, schau Dir das mal gut an! (mL)

    http://www.youtube.com/watch?v=4MpPIFzdb_I&NR=1

    Bei 3:20 min.

    Wickie

    20.09.2009, 07:34
    (editiert von Wickie, 20.09.2009, 07:35)

    @ DT
     

    Öltepich vor Australien und keiner meldets

    Also die Wahlen nehmen Dimensionen an, da meint man wirklich man wäre in der DDR. Was massiv auffält ist die Manipulation der Nachrichen: Ständig nur "Terrorgefahr, Gewalt in Schulen und U-Bahnen, Kinderschänder etc.."

    Es soll auf jeden Fall unterbunden werden, das kleinere Parteien Zulauf bekommen und die "Volksparteien" weiter abbauen (die letzte Wahl war diesbezüglich schon eine Katastrophe). Und man muss dieses mal bedenken das hunderttausende viel Geld verloren haben bei Kauphing und Lehman (was werden die wohl wählen?)

    Der Hammer ist nun, das wichtige Nachrichten über den Ölteppich in Australien gar nicht mehr gebracht werden (Die Grünen könnten ja spontan stimmen bekommen).

    Google-News zum Ölteppich - must see!

    Ich bin einfach nur noch genervt! Die Wahlen werden für die Politiker eine ordentliche Ohrfeige!!!!

    Günter

    E-Mail

    20.09.2009, 10:14

    @ Wickie
     

    Hier in Australien (fast) nix bekannt von

    Ich habe die Online-Nachrichten der letzten 10 Tage in den in SMH und news.com.au durchsucht.

    Zwei Meldungen, ok, da läuft wohl irgendwo Öl aus. Die Regierung will prüfen, was los ist. Ansonsten kein Thema.

    Warum wird das in D so hochgekocht. Habe ihr keine anderen Probleme?

    ---
    Klug und fleißig: Generalstab. Dumm und faul (90 % aller): Routineaufgaben. Klug und faul: höchste Führungsaufgaben, geistig klar, nervenstark. Dumm und fleißig: Richtet nur Unheil an. Kurt von Hammerstein-Equord

    Wickie

    20.09.2009, 10:20

    @ Günter
     

    150kg Uran

    das wird halt gar nicht hochgekocht, sondern in den Medien unterschlagen.


    Das ist doch ne Riesenkatastrophe mit diesem Leck. Aber was solls. Das in Frankreich 150 Kg Uran im Flußbett liegen, scheint auch niemand zu stören..

    neo

    20.09.2009, 10:50

    @ Wickie
     

    wo, wann liegen 150 kg Uran im Flussbett? danke (oT)

    [ kein Text ]
    Wickie

    20.09.2009, 11:00
    (editiert von CHEF, 20.09.2009, 11:09)

    @ neo
     

    Link dazu

    > da war in Frankreich ein Atomunfall .. Irgendwann im Frühjahr.

    http://www.handelsblatt.com/journal/nachrichten/expertenstreit-nach-atomunfall-in-frankreich%3B2009762

    day-trader

    E-Mail

    20.09.2009, 12:24

    @ Wickie
     

    Abgereichertes Uran = Depleted Uran mL

    http://www.n-tv.de/wissen/a-z/Abgereichertes-Uran-article347655.html

    Halbwertszeit 4,5 Milliarden Jahre!

    ---
    Best Trade!!!

    eddie09

    20.09.2009, 09:24

    @ DT
     

    Abraham Lincoln

    Er hat's gewusst, ich zitiere:

    " Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit zum besten haben, und man kann das ganze Volk zeitweise zum besten haben, aber mann kann nicht das gesamte Volk die ganze Zeit zum besten haben."

    "Warum soll man nicht geduldiges Vertrauen zu der endgültigen Gerechtigkeit des Volkes haben? Gibt es eine besseere Hoffnung in der Welt"

    Also DT, wie wir ja von Elli wissen, spielt sich alles in Wellen ab, auch für diese Volksverräter.

    Regierungen sind Segel, das Volk der Wind, der Staat das Schiff, die Zeit die See. Ist das Volk dazu da, dass sich die REgierungen blähen?

    Keine Sorge DT, irgendwann geht dem Volke in Form der Abgabenlast die Puste aus, wenn auch nur gefühlt, dann ist Schluss mit Lustig.


    Gruss

    ---
    Politik ist so beschaffen, dass faule Früchte nur vom Baum fallen, wenn darunter ein Korb steht, der sie auffängt.

    baisse-man

    E-Mail

    20.09.2009, 11:01

    @ DT
     

    Das Regime kann auch ohne Zustimmung desVolkes regieren

    Hallo DT,
    du glaubst doch nicht dass die Hanseln sich von ein paar Bauern oder anderen armen Schweinen beeindrucken lassen. Die Buh-Rufe und Pfiffe muss man abkönnen.
    In der aktuellen Kamera, 'tschuldigung, Tagessschau werde dann Blumenkinder und Soldatenehrungen gezeigt.
    Die können weitermachen wie sie wollen, solange das Geld fließt!
    Was kann der einzelne also effektiv tun?
    Ganz einfach:
    - ein bißchen Kunsumverzicht = weniger MWSt
    - ein bißchen weniger Arbeiten = weniger Lohnsteuer
    - besseren Steuerberater suchen= weniger Einkommensteuer
    - Tauschringe, Nachbarschaftshilfe
    - Geld von der Bank / Versicherung holen.

    Sammelbegriff: Autarkie
    Das wirkt, schafft mündige Bürger und ist für das Regime viel Gefährlicher als Terrorgefahr, Krieg und Wirtschaftskrise

    Gruß

    bm

    ---
    Erkenne dich selbst.

    Albrecht

    20.09.2009, 12:07

    @ DT
     

    Diese CDU Wahlveranstaltungen erinnern mich immer an...

    [image]

    Gruß
    Albrecht

    ---
    SCHEITERT DER €URO, ENDET DIE KNECHTSCHAFT!

    Die Großen werden aufhören zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen.
    Friedrich von Schiller (1759 - 1805)

    Leserzuschrift

    20.09.2009, 13:12

    @ DT
     

    "Wir sind das Volk" - Vergleich mit der DDR

    Ich möchte ja den Optimismus bzgl. des "Aufwachens" des unterdrückten Volkes nicht bremsen, jedoch nachfolgend einige Aspekte in die Diskussion einbringen, die die Ereignisse vor 20 Jahren in der DDR etwas anders darstellen.

    Die DDR war im Novemver 1989 wirtschaftlich nicht am Ende, entgegen aller Behauptungen der Medien. Die Staatsverschuldung war geringer als in der BRD, die widerum in einer tiefen Rezession stand und nur durch die Hinzugewinnung eines neuen Marktes jenseits der Elbe und willigen Nachschuldnern wirtschaftlich wieder auf die Beine kam.

    "In Wahrheit waren fünf Jahre Aufbau Ost das größte Bereicherungsprogramm für Westdeutsche, das es je gegben hat." H. Voscherau, Hamburger Bürgermeister, 1996 in der "Welt"

    Ähnlich der allgemeinen Auffassung, daß das Dritte Reich intellektuell ausgeblutet war (Emigration der jüd. Wissenschaftler nach 1933)und es nach der Nierlage dennoch zum größten Patentraub der Geschichte inkl. Fabrikdemontage und Wissenschaftlerentführung kam, so ist auch die mediale Auffassung von den maroden DDR-Betrieben nicht haltbar.

    In vielen Bereichen nachweislich Weltmarktführer, waren sie freilich optisch und austattungstechnisch nicht mit denen des Westens vergleichbar. Das sie aber Substanz hatten, beweist der Fakt, dass sofort nach der Wirtschafts-und Währungsunion westdeutsche Konzerne alles in Bewegung setzten, um die ungeliebten ostdeutschen Konkurrenten "auszuschalten", teils auch mit kriminellen Machenschaften.

    Auch der Kampf um das Betriebsvermögen, welches von der Treuhand verscherbelt wurde, nahm teils extreme Züge an und war alles andere als der Beweis für eine zusammenbrechende Industrie ohne Substanz, wie man uns heute glauben machen will. Dahingehend sind gewisse Äußerungen eines Detlev K. Rohwedder interessant, was jedoch den hiesigen Rahmen sprengen würde.

    Nur dies: Allein die Auffassung des Treuhandchefs, daß viele DDR-Beriebe als quasi Volkseigentum könnten weitergeführt werden, und so nicht als Marktkonkurenten verschwänden, veranlaßte den Bundestagsabgordneten und Porzellanfabrikanten P. Rosenthal in einem Interview in der Berliner Zeitung zu folgder Schlußfolgerung:

    "Detlev Rohwedder - dem Chef der Treuhananstalt- machte ich den Vorschlag, allen ostdeutschen Arbeitern 10-15 Prozent ihrer Firma abzugeben. Rohwedder schrieb zurück, er sei absolut meiner Meinung. Tage später wurde er ermordet." (Hier ist auch das Buch "Das RAF-Phantom" erleuchtend)

    Rohwedders Nachfolgerin war bekanntlich eine gewisse Birgit Breuel, Privatbankierstochter mit besten Verstrickungen zum angelsächischen Finanzestablishment...

    Auch ist es nichts anderes als Traumtänzerei, wenn von einer friedlichen Revolution durch die demonstrierenden DDR-Bürger geredet wird. Es gab Massendemonstrationen mit teils über 100000 Teilnehmern, die ihre Forderungen lauthals dem SED-Regime entgegenbrachten. Na und?

    Gibt es diese denn heute nicht auch? Die Frage ist dabei nur, wie wird es medial verbreitet. Wie war denn die Resonanz der bundesdeutschen Medien auf die Anti-Überwachungsdemo in Berlin? Was waren denn die Erfolge der massenhaften Anti-Hartz IV- Proteste? Was war die Konsequenz des BRD-Regimes auf die Anti-Irakkrieg-Demos mit mehr als einer halben Million Demoteilnehmern (letztlich die Überflugrechte für die USA, die logistische Unterstützung, und die Nutzung des Flughafens Leipzig für die Truppentransporte) Oder umgekehrt gefragt, hätte das SED-Regime nicht auch leichtes Spiel mit den 1989-Marschieren gehabt, wenn es diese einfach hätte ins leere laufen lassen?

    Frei nach dem Motto: "die Luft geht denen irgendwann aus"!

    Nein, die Gründe des Zusammenbruchs der DDR sind ausschließlich im Umschwenken der Politik der UDSSR zu suchen und in deren Absichtserklärung, den Ostblock für den freien Markt zu öffnen, was einem "Dolchstoß" für den vom Export abhängigen industriellen Motor des Blocks, der DDR, gleichkam.

    Miesespeter

    E-Mail

    20.09.2009, 13:35
    (editiert von Miesespeter, 20.09.2009, 13:36)

    @ Leserzuschrift
     

    Dolchstoss (strategische Figur im grossen Pokerspiel)

    Danke fuer diesen Beitrag.

    > Die DDR war im Novemver 1989 wirtschaftlich nicht am Ende, entgegen aller
    > Behauptungen der Medien. Die Staatsverschuldung war geringer als in der
    > BRD, die widerum in einer tiefen Rezession stand und nur durch die
    > Hinzugewinnung eines neuen Marktes jenseits der Elbe und willigen
    > Nachschuldnern wirtschaftlich wieder auf die Beine kam.

    So ist. Ohne die Oeffnung des Ostens waeren wir bereits in den 90ern dort angekommen, wo wir heute sind.


    > Auch ist es nichts anderes als Traumtänzerei, wenn von einer friedlichen
    > Revolution durch die demonstrierenden DDR-Bürger geredet wird. Es gab
    > Massendemonstrationen mit teils über 100000 Teilnehmern, die ihre
    > Forderungen lauthals dem SED-Regime entgegenbrachten. Na und?
    >
    > Gibt es diese denn heute nicht auch? Die Frage ist dabei nur, wie wird es
    > medial verbreitet. Wie war denn die Resonanz der bundesdeutschen Medien auf
    > die Anti-Überwachungsdemo in Berlin? Was waren denn die Erfolge der
    > massenhaften Anti-Hartz IV- Proteste? Was war die Konsequenz des
    > BRD-Regimes auf die Anti-Irakkrieg-Demos mit mehr als einer halben Million
    > Demoteilnehmern (letztlich die Überflugrechte für die USA, die
    > logistische Unterstützung, und die Nutzung des Flughafens Leipzig für die
    > Truppentransporte) Oder umgekehrt gefragt, hätte das SED-Regime nicht auch
    > leichtes Spiel mit den 1989-Marschieren gehabt, wenn es diese einfach
    > hätte ins leere laufen lassen?
    >
    > Frei nach dem Motto: "die Luft geht denen irgendwann aus"!
    >
    > Nein, die Gründe des Zusammenbruchs der DDR sind ausschließlich im
    > Umschwenken der Politik der UDSSR zu suchen und in deren
    > Absichtserklärung, den Ostblock für den freien Markt zu öffnen, was
    > einem "Dolchstoß" für den vom Export abhängigen industriellen Motor des
    > Blocks, der DDR, gleichkam.


    Sehr schoen.

    Das wirft die Frage auf, koennte es diesmal in der BRDDR auch Kraefte geben, die an einem Zusammenbruch des Regimes interessiert sein koennten, und im Zweifelsfall ein wenig nachhelfen? Man kann das nicht ausschliessen.

    Wenn die Deutschen zb den Zahlungsbilanzausgleich fuer die Spanier, Englaender und Amerikaner nicht mehr leisten wollten, steht die deutsche Exportindustrie dann einem dortigen industriellen Wiederaufbau mit entsprechendem Beschaeftigungspotential nicht hinderlich entgegen? Koennte nicht andererseits Russland besseren Zugriff auf deutsches Industriepotential gebrauchen?

    Der industrielle Fleiss des naiv-treuglaeubigen Michels ist ein schoener Enjeu, allemal einen deftigeren Zock wert als Georgien, Moldawien oder Korea.

    ---
    Everything is ok

    Zandow

    20.09.2009, 15:46

    @ Leserzuschrift
     

    Linke Propaganda im DGF (@Chef)

    Hallo Chef,


    dieses Leserzuschrift-posting dürfe ja wohl der Tiefpunkt des immer mehr an Substanz und Niveau verlierenden DGF sein!

    Sehen wir dem Marsch der Linken und DDR-Nostalgiker durch DGF entgegen?


    Zandow (aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr rauskommend)

    Angel

    20.09.2009, 16:21

    @ Zandow
     

    > Hallo Chef,
    >
    >
    > dieses Leserzuschrift-posting dürfe ja wohl der Tiefpunkt des immer mehr
    > an Substanz und Niveau verlierenden DGF sein!
    >
    > Sehen wir dem Marsch der Linken und DDR-Nostalgiker durch DGF entgegen?
    >
    >
    > Zandow (aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr rauskommend)

    ... aber über die wirtschaftliche Seite lässt sich sicher vorurteilsfrei diskutieren. ;)

    ddr wirtschaft vergleich

    Heute und in diesem Land bekommt man keine 100 Leute zusammen, die zusammen für eine Sache stehen. Zu groß sind die "kleinen" Vorteile, die sich jeder gegen den andren ausmalt.

    Der Arbeitslose freut sich nix machen zu müssen und trotzdem Geld zu bekommen, der Chef freut sich, dass seine Gewinne immer weiter steigen und die Arbeiter denken, sie bekommen mehr als der Arbeitslose obwohl die an Lohnzuwachs im letzen Jahrzehnt nur Nasse gemacht haben.
    Gabs mal ne Grafik, hab ich jetzt aber gerade nicht zur Hand.

    Also mit dem "wir" sind das Volk, das wird wohl erst was, wenn das Brötchen 2,50 € kostet und Benzin 20,-/l .

    Grüße,
    Angel

    Chef.

    20.09.2009, 16:21
    (editiert von Chef., 20.09.2009, 16:22)

    @ Zandow
     

    links, rechts,...

    > Hallo Chef,
    > dieses Leserzuschrift-posting dürfe ja wohl der Tiefpunkt des immer mehr
    > an Substanz und Niveau verlierenden DGF sein!

    Ja, ja, diese Sprüche lese ich seit Jahren. Dem Einen ist es zu weit links, dem Anderen zu weit rechts, dem Nächsten wird zu viel zensiert, usw.
    Sorry, ich kann das nicht mehr ernst nehmen.

    > Sehen wir dem Marsch der Linken und DDR-Nostalgiker durch DGF entgegen?

    Am besten bringen wir sie alle um, oder?

    > Zandow (aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr rauskommend)

    Ebenso.

    aliter

    20.09.2009, 17:00

    @ Leserzuschrift
     

    genehmigte Revolution

    Vielen Dank für diese klaren Worte, ich kann Ihnen als Wessi nur zustimmen, die sog. Revolution war eine genehmigte Revolution , z.b. hat die BRD viel grössere und gewälttätigere Kundgebungen der 68 und nach 68 Jahre locker ausgesessen, dies hätte die DDR auch gekonnt. Spätere Historiker haben eine Menge (üble) Hintergründe aufzudecken. Wie eine andere Lösung ausgesehen hätte weis ich nicht, Zitat von einem Sachsen - jetzt Rentner: "Wir wollten die DM" (sonst nichts). mfg

    Tassie Devil

    Tasmania, Australia,
    23.09.2009, 20:11
    (editiert von Tassie Devil, 23.09.2009, 20:33)

    @ Leserzuschrift
     

    Wenn Export-Motoren ins Stottern geraten

    > Ich möchte ja den Optimismus bzgl. des "Aufwachens" des unterdrückten
    > Volkes nicht bremsen, jedoch nachfolgend einige Aspekte in die Diskussion
    > einbringen, die die Ereignisse vor 20 Jahren in der DDR etwas anders
    > darstellen.

    Und ich erlaube mir, nach knapp 20 Jahren "Wende" derartigen Legenbildungen ein wenig den Wind aus den Segeln zu nehmen, die u.a. zu den unsaeglichen 6 Millionen gefuehrt haben, womit sich ebenfalls knapp 20 Jahre spaeter die Siegermachtsjustiz II bei den in FFM abgefeierten sog. Auschwitzprozessen beschaeftigte, nachdem die Siegermachtsjustiz I ab 1946 in den sog. Nuernberger Kriegsverbrecherprozessen nicht voellig unaehnliche Feiern abgehalten hatte.

    > Die DDR war im Novemver 1989 wirtschaftlich nicht am Ende, entgegen aller
    > Behauptungen der Medien.

    Naja, ein solches wirtschaftliches Ende ist nie punktgenau zu bestimmen, aber ohne einen nochmaligen Milliardenkredit von den reichen Schwestern und Brueder im goldenen Westen wie 1984 haette sie es keine 5 Jahre mehr gemacht.

    > Die Staatsverschuldung war geringer als in der BRD,

    Nicht nur die damalige Ostmark kann einem Vergleich mit der damaligen DM nicht standhalten, das gilt fuer das gesamte Wirtschaftssystem DDR contra BRD, weshalb die nominal geringere Staatsverschuldung der DDR nicht als Argument herhalten kann.

    Ich moechte mir an dieser Stelle die Schreibarbeit ersparen, um damit aufzuzeigen, zu welchen grotesken Ergebnissen in der Westvaluta DM solche Gleichbehandlungsweisen der Ostmark gefuehrt haben - darunter der Waehrungsumtausch 1:1 sowie die Uebernahme des Ostbankensystems durch das Westbankensystem.

    > die widerum in einer tiefen Rezession stand

    Diese Aussage ist voellig verdreht und somit falsch.

    Einmal ganz davon abgesehen, dass bereits im Jahr 1986 zukuenftige Aenderungen im europaeischen Wirtschaftsgeschehen ihre zu diesem Zeitpunkt nicht mehr unsichtbaren Schatten gerade auch in der BRD vorauswarfen, war es das Jahr 1988, in welchem die BRD das erste Mal und somit 43 Jahre nach dem Kriegsende 1945 den Pokal des Exportweltmeisters noch vor den USA und Japan errang.

    Um den Platz des Exportweltmeisters zu den damaligen Zeiten zu erlangen waren noch ganz andere Hausnummern zu schieben, wie das in diesem Jahrzehnt aufgrund der gesamten weltweiten wirtschaftlichen Aenderungen inzwischen zutrifft.

    Als ein grober Vergleichsmassstab mag z.B. das gymnasiale Abitur sueddeutscher Laender Mitte der 1960-er Jahre und die damals dabei von den Kandidaten zu erbringenden Leistungen herhalten, wenn man dieses Szenario auf die neuzeitlichen Abiturfeiern der Pisa-Spass-Generationen projiziert. Abitur ist zwar Abitur, aber dazwischen liegen Welten.

    Im Jahr 1989 holte die BRD gleich ihren naechsten Pokal der Exportweltmeisterschaft mit der DM als damalige Weltleitreservewaehrung hinter dem USD. Ein alter Kaufmannsspruch sagt nun, dass wenn "es" richtig laeuft, dann soll man "es" laufen lassen, und mit etwas anderen Worten hat das damals bedeutet, dass die BRD als Exportweltprofi nicht umhin konnte, als diesen Pokal erneut zu holen, alles andere waere damals als Stuemperei zu beurteilen gewesen.

    Wie nun unter diesen Umstaenden unmittelbar vor der "Wende" der DDR die BRD in einer tiefen Rezession gestanden haben soll und kann, das ist mit Logik nicht zu erklaeren und steht im uebrigen auf dem exakt gleichen Niveau wie die TV-Sendungen eines gewissen Sudel-Ede im DDR-Ferntasten.

    > und nur durch die Hinzugewinnung eines neuen Marktes jenseits der Elbe und
    > willigen Nachschuldnern wirtschaftlich wieder auf die Beine kam.

    [[euklid]] [[euklid]] [[euklid]] [[euklid]] [[euklid]]

    Dieser Witz ist echt gut!

    In manchen Irrenanstalten stellt sich zuweilen auch die Frage, ob und wie das Pflegepersonal darin noch von den einsitzenden Patienten zu unterscheiden ist, im allmaehlichen Zeitablauf erwaechst solches manchmal zu einem grossen Problem.

    > "In Wahrheit waren fünf Jahre Aufbau Ost das größte Bereicherungsprogramm
    > für Westdeutsche, das es je gegben hat." H. Voscherau, Hamburger
    > Bürgermeister, 1996 in der "Welt"

    Naja, auch der Hummel-Hummel-Voscherau hat schon so manche Sozenwahrheit ausgespuckt, hinter denen letztlich immer die alte Sozenweisheit zum Vorschein kam, und die da lautet:

    Wir, die Sozen, koennen fast alles, wir koennen leider nur nicht richtig rechnen, hierbei insbesondere mit dem Geld anderer Leute namens SteuerzahlerIn.

    Wurde eigentlich Voscheraus IM-Name inzwischen aufgedeckt?

    > Ähnlich der allgemeinen Auffassung, daß das Dritte Reich intellektuell
    > ausgeblutet war (Emigration der jüd. Wissenschaftler nach 1933)und es nach
    > der Nierlage dennoch zum größten Patentraub der Geschichte inkl.
    > Fabrikdemontage und Wissenschaftlerentführung kam, so ist auch die mediale
    > Auffassung von den maroden DDR-Betrieben nicht haltbar.

    Darf ich daraus nun schliessen, dass die BuergerInnen der DDR mit ihrem deutschen Kulturhintergrund zu einem sehr hohen Prozentsatz nicht sehr weit entfernt von der 100%-Marke tatsaechlich Anhaenger juedischer Glaubenslehren sind?

    > In vielen Bereichen nachweislich Weltmarktführer,

    Mit Sicherheit trifft diese Weltmarktfuehrerschaft auf die Ost-Produktionschlager Trabi und Robotron-Computertechnik zu, aber auch der Begriff "viel" ist wie vieles andere auch recht relativ zu interpretieren.

    > waren sie freilich optisch und austattungstechnisch nicht mit denen des
    > Westens vergleichbar.

    Das ist freilich richtig, genau wie in der Angelegenheit der DDR-Staatsschulden.

    > Das sie aber Substanz hatten, beweist der Fakt, dass sofort nach der
    > Wirtschafts-und Währungsunion westdeutsche Konzerne alles in Bewegung
    > setzten, um die ungeliebten ostdeutschen Konkurrenten "auszuschalten",

    [[euklid]] [[euklid]] [[euklid]] [[euklid]] [[euklid]]

    Auch dieser Witz ist geradezu koestlich!

    > teils auch mit kriminellen Machenschaften.

    Dabei vermag ich nicht zu lachen, weil sich im Zuge des Anschlusses der DDR an die BRD - bis heute faelschlicherweise als "Wiedervereinigung" gefeiert (was allerdings zur Folge hat, dass bis dato eine gemaess dem GG deutsche Wiedervereinigung (sic!) immer noch aussteht) - eine ungeheure Menge an teilweise hoechstleistungskriminellen und schwerstverbrecherischen Machenschaften sicherlich nicht nur seitens westdeutscher Konzerne ereigneten.

    Jedoch, von einer wirtschaftlichen Substanz der in der Tat recht maroden und ziemlich abgewirtschafteten Betriebe des einstigen Arbeiter- und Bauernparadieses DDR, wie sie der Leserbeitrag als Fakt zu insinuieren versucht, kann ueberhaupt keine Rede sein!

    Die tatsaechlichen Gruende, weshalb westdeutsche Konzerne und Betriebe schliesslich auch ein relativ starkes Interesse daran hatten und haben mussten, ostdeutsche Betriebe entweder moeglichst billig in ihr Eigentum zu ueberfuehren oder sie ansonsten zumindest weit ueberwiegend zu plaetten, ist vor allem darin zu suchen, dass sie aufgrund der an sie in damaligen Zeiten gestellten Ansprueche sowohl seitens der BRD-Regierung einerseits wie auch der Ossis andererseits nicht dazu gewillt waren, ueber ggf. sogar langjaehrige Steuergeldtransferzahlungen ihre eigene momentan voellig am Boden liegende Pseudo-Konkurrenz in den Laendern der Ex-DDR zuerst wirtschaftlich hochpaepeln zu duerfen, um spaeter gegen die hochgepaepelten Ossis als zukuenftig wohl ernst zu nehmende echte Konkurrenz mit den dann neuesten oder zumindest neueren Produktionsmethoden auch auf den Weltmaerkten konkurrieren zu muessen.

    Manchen der auch auf den Weltmaerkten konkurrierenden Wessis steckte noch der riesige Schreck in ihren Knochen, welcher ein zeitweilig gehandelter Plan zwecks einem echten Aufbau Ost - also nicht nur als Konsumzone - hervorgerufen hatte (Herrhausen-Plan), gemaess welchem die 5 neuen Bundeslaender ueber einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren zu einer weitgehendst steuer- und abgabenbefreiten Wirtschaftszone erklaert worden waeren, nachdem die Ossis in einem ersten Schritt selbst ins Eigentum ihrer vorherigen VEB-Wirtschaft gesetzt worden waeren, das Ganze wiederum mit grundsaetzlicher Kreditbuergschaft seitens des Bundes abgesichert, dabei vom sog. Laenderfinanzausgleich ganz zu schweigen.

    Solcherart Traumkonditionen waren die wahren Gruende, die mancher Westkonkurrenz Schweissausbrueche verursachten, aber doch nicht nicht die abgewirtschafteten VEB-Kombinate am Boden der Ex-DDR als nur vermeintliche "Konkurrenz"!

    > Auch der Kampf um das Betriebsvermögen, welches von der Treuhand
    > verscherbelt wurde, nahm teils extreme Züge an und war alles andere als
    > der Beweis für eine zusammenbrechende Industrie ohne Substanz, wie man uns
    > heute glauben machen will.

    In diesem Zeitraum wurde dann ein Plan umgesetzt, dem zuvor letztlich der Vorzug gegeben worden war: das weitgehende Plaetten der VEB-Wirtschaft in den Laendern der Ex-DDR, darueber kann kein Zweifel bestehen.

    Jedoch, alles in allem war die DDR-Wirtschaft nach 40 Jahren Laufzeit trotz mancher Hilfen seitens der reichen Schwestern und Brueder im goldenen Westen ziemlich heruntergewirtschaftet mit zuweilen richtig schlechter Substanz, dagegen hilft weder Schoenreden noch Schoenschreiben, mag es andererseits auch durchaus noch einige im Verhaeltnis dann jedoch recht wenige Betriebe am Ende der DDR gegeben haben, die sich mit ihrer eigenen Substanz weitgehend selbststaendig am Weltmarkt haetten hochkaempfen koennen, die Masse der VEB der Ex-DDR waere hierzu jedoch voellig ausserstande gewesen.

    > Dahingehend sind gewisse Äußerungen eines Detlev K. Rohwedder interessant,
    > was jedoch den hiesigen Rahmen sprengen würde.

    Ja.

    > Nur dies: Allein die Auffassung des Treuhandchefs, daß viele DDR-Beriebe
    > als quasi Volkseigentum könnten weitergeführt werden, und so nicht als
    > Marktkonkurenten verschwänden, veranlaßte den Bundestagsabgordneten und
    > Porzellanfabrikanten P. Rosenthal in einem Interview in der Berliner
    > Zeitung zu folgder Schlußfolgerung:
    >
    > "Detlev Rohwedder - dem Chef der Treuhananstalt- machte ich den Vorschlag,
    > allen ostdeutschen Arbeitern 10-15 Prozent ihrer Firma abzugeben. Rohwedder
    > schrieb zurück, er sei absolut meiner Meinung. Tage später wurde er
    > ermordet." (Hier ist auch das Buch "Das RAF-Phantom" erleuchtend)

    Auch das ist ueberhaupt keine Frage, dass Rohwedder vom Herrhausenplan durchinspiriert war, weshalb auch er abgeschossen wurde.

    > Rohwedders Nachfolgerin war bekanntlich eine gewisse Birgit Breuel,
    > Privatbankierstochter mit besten Verstrickungen zum angelsächischen
    > Finanzestablishment...

    Ja, SMH und IBH sind 2 auch von mir nicht vergessene Kuerzel, aber dafuer hat Graf Galen ja auch einige Zeit gesiebte Luft in der BRD atmen und geniessen duerfen, nachdem dieser Bloedmann 1985? aus seiner Linienmaschine aus den USA kommend in FFM heraussprang...

    > Auch ist es nichts anderes als Traumtänzerei, wenn von einer friedlichen
    > Revolution durch die demonstrierenden DDR-Bürger geredet wird. Es gab
    > Massendemonstrationen mit teils über 100000 Teilnehmern, die ihre
    > Forderungen lauthals dem SED-Regime entgegenbrachten.

    Ja.

    > Na und?

    Dito.

    > Gibt es diese denn heute nicht auch?

    Es fehlt leider noch etwas an der energischen Lauthalsigkeit.

    > Die Frage ist dabei nur, wie wird es medial verbreitet.

    Jein, die noch unterentwickelte Mundpropaganda ist eigentlich das Hauptproblem, um den BuergerInnen in der BRDDR die luegenden wie heuchelnden Massenmedien zu verglasen, obwohl es inzwischen etwas mehr oder weniger ueberall bereits recht viele Leute mit irgendwelchen mafiastaatsinduzierten Problemen gibt, an denen sie herumkauen und -nagen muessen.

    > Wie war denn die Resonanz der bundesdeutschen Medien auf die Anti-
    > Überwachungsdemo in Berlin? Was waren denn die Erfolge der
    > massenhaften Anti-Hartz IV- Proteste? Was war die Konsequenz des
    > BRD-Regimes auf die Anti-Irakkrieg-Demos mit mehr als einer halben Million
    > Demoteilnehmern (letztlich die Überflugrechte für die USA, die
    > logistische Unterstützung, und die Nutzung des Flughafens Leipzig für die
    > Truppentransporte) Oder umgekehrt gefragt, hätte das SED-Regime nicht auch
    > leichtes Spiel mit den 1989-Marschieren gehabt, wenn es diese einfach
    > hätte ins leere laufen lassen?
    >
    > Frei nach dem Motto: "die Luft geht denen irgendwann aus"!

    Nein, das SED-Regime haette gegen Ende 1989 seine bereits offen schwaerenden Probleme allein schon deshalb nicht mehr auszusitzen vermoegen, weil die Schwestern und Brueder direkt in der westlichen Nachbarschaft weithin sichtbar florierten und prosperierten.

    So etwas erzeugt anderswo Unwillen und zuweilen auch Neid.

    > Nein, die Gründe des Zusammenbruchs der DDR sind ausschließlich im
    > Umschwenken der Politik der UDSSR zu suchen

    Die UDSSR und der gesamte Comecon, dazu gehoerte die DDR, waren in Kredite involviert und verstrickt, die sie bei ihren westlichen Klassenfeinden gezogen hatten, und das brach ihnen letztlich ihr Genick.

    > und in deren Absichtserklärung,

    Eine letztlich herbeigezwungene Absichtserklaerung.

    > den Ostblock für den freien Markt zu öffnen, was einem "Dolchstoß" für den
    > vom Export abhängigen industriellen Motor des Blocks, der DDR, gleichkam.

    Womit Du konzedierst, dass die DDR im wirtschaftlich geschuetzten Ostblock zwar der dorthinein exportierenden Motor dieser gesamten Comecon-Veranstaltung war, nur leider war dieser industrielle Motor namens DDR nicht in der Lage, ungeschuetzt auf dem freien Weltmarkt seine zum Ueberleben nun einmal notwendigen Drehzahlen zumindest erreichen zu koennen.

    Welche Gruende moegen es wohl gewesen sein, dass dieser Export-Motor DDR dann auf dem freien Weltmarkt zunaechst schwer ins Stottern gekommen waere?

    Ich bleibe dabei und wiederhole mich von weiter oben:

    Naja, ein solches wirtschaftliches Ende ist nie punktgenau zu bestimmen, aber ohne einen nochmaligen Milliardenkredit von den reichen Schwestern und Brueder im goldenen Westen wie 1984 haette sie es keine 5 Jahre mehr gemacht.

    ---
    Gruss!
    TD

    Die StaSi tobt und Tassie kichert,
    denn er ist Schaeuble abgesichert!

    Zweistein

    E-Mail

    23.09.2009, 20:42

    @ Tassie Devil
     

    Was mich ehrlich beschäftigt:

    wovon unterscheidet sich deine Auffassung über die Lage in der "DDR", ihren Beitritt zur "BRD", den Erwartungen der Bürger hüben wie drüben .... ect. von den Auffassungen des " mainstreams " ?

    Ich kann da keinen Unterschied feststellen, oder gibt es da auch keinen ?

    Nachdenklich

    Zweistein

    ---
    Am besten man kommt gar nicht erst auf die Welt, dann muss man auch nicht sterben.

    Tassie Devil

    Tasmania, Australia,
    24.09.2009, 08:17
    (editiert von Tassie Devil, 24.09.2009, 08:28)

    @ Zweistein
     

    Getuerkte Verhandlungen und Vertraege

    > Was mich ehrlich beschäftigt:
    > wovon unterscheidet sich deine Auffassung über die Lage in der "DDR",
    > ihren Beitritt zur "BRD", den Erwartungen der Bürger hüben wie drüben
    > .... ect. von den Auffassungen des " mainstreams " ?
    >
    > Ich kann da keinen Unterschied feststellen, oder gibt es da auch keinen ?

    Ich vermag es Dir leider nicht zu sagen, Zweistein, weil ich die neuzeitlichen Auffassungen dieses Jahrzehnts des "Mainstreams" zumindest nicht en Detail kenne.

    Meine Ansichten und Auffassungen als sueddeutscher (Ex-)Wessi, die ich auch hier im Forum nach wie vor weitgehend unveraendert vertrete, ueber die Lage in der DDR bis zum Jahresende 1989 naehrt sich hauptsaechlich aus den Westmedien der damaligen Zeiten, welche mit Sicherheit bei den allermeisten Themen einen noch erheblich objektiveren Journalismus zur Grundlage hatten wie insbesondere in den letzten soeben vergangenen Jahren.

    Darueber hinaus hatte ich allein in den 1980-er Jahren etwa 1/2 Dutzend Mal die Gelegenheit fuer ein jedesmal laenger andauerndes Gespraech mit Ossis, die jeweils alle eine nur recht kurze temporaere Besuchserlaubnis fuer die BRD hatten, bevor sie wieder zurueck mussten.

    Auch nach dem Fall der Mauer habe ich mich mehrfach mit Ossis z.T. recht detailliert dann ueber die Ex-DDR unterhalten, darunter war z.B. ein Jens, der bereits 1985 im Alter von etwa 25 Jahren unter abenteuerlichen Umstaenden ruebergemacht hatte.

    Natuerlich sagen mir auch Namen und Begriffe wie "Ulbricht", "Vogel", "ASG", "Swing" usw. usf. etwas, und der Ulli Melkus (oder Melgus?) haette damals wohl auch lieber einen Ferrari pilotiert...

    Um es jetzt auf den Punkt zu bringen, mein Eindruck von der DDR in der 2. Haelfte der 1980-er Jahre bis zum Herbst 1989 mit ihren damals etwa 17-18 Millionen Ossis im Vergleich zur damaligen BRD mit ihren knapp 61 Millionen Wessis ist mir auch immer wieder von den Ossis, mit denen ich mich unterhalten hatte, etwas mehr oder weniger bestaetigt worden: die DDR hatte sich von der SBZ "Ostzone" der 1950-er Jahre zu einer weitgehend biederen hausbackenen Planwirtschaftsrepublik entwickelt, welche zwar ihre frueheren teilweise schweren Noete ueberwunden hatte, jedoch vermochte sie mit ihrer gesamten Produktpalette im Grunde nur auf sportlichen Gebieten so richtig zu ueberzeugen, ohne jetzt dabei einige wenige wirklich namhafte weltmarktfaehige Produkthersteller in der DDR uebersehen zu wollen.

    Ich kann es drehen und wenden wie ich will, trotz keinesfalls unerheblicher Westunterstuetzung insbesondere seit der ersten Haelfte der 1970-er Jahre war ein massgraedlich keinesfalls zu uebersehender oder vernachlaessigbar zu uebergehender abgewirtschafteter und maroder Zustand der DDR gegen Ende der 1980-er Jahre zutreffend, welcher jedoch, und das muss ich betonen, in sehr weitgehenden Umfaengen zumindest primaer eben NICHT durch Faulheit und Phlegma der Ossis verursacht worden war, sondern allein am sozialistischen Planwirtschaftssystem der DDR eingebunden in die gesamte Wirtschaft des sozialistisch-kommunistischen Ostblocks lag.

    Es war und ist nunmal so wie es war und ist, Zweistein, und um die Kirchen zumindest halbwegs in ihren Dorfmitten zu lassen, muss zunaechst der Umstand beruecksichtigt werden, dass die beiden deutschen 1949 gegruendeten "Staaten", namentlich die BRD ("Trizonesien") und die DDR ("Ostzone"), beide als Kriegsverlierer auf und mit weitgehend zerstoerten Resourcen ihren Wiederaufbau innerhalb ihres kriegssiegermaechtlichen Wirtschaftsblocks zu bewerkstelligen hatten.

    Unter diesen Bedingungen und Umstaenden spricht schon allein das Verhaeltnis von 17-18 Millionen Ossis gegen rund 61 Millionen Wessis dafuer, dass letztere irgendwann in nicht sehr ferner Zukunft die wirtschaftliche Fuehrungspitze beim Wettbewerb beider allein schon deshalb uebernehmen werden, weil die Leistungspower im Verhaeltnis von rund 1:3,5 zu ihren Gunsten spricht.

    Dieses Verhaeltnis der Leistungspower basierend auf der Mannschaftsstaerke "Teilnehmeranzahl" wurde nun aufgrund weiterer Faktoren im Zeitablauf erheblich zu Ungunsten der DDR verstaerkt, hierbei muessen insbesondere auch die Felder der gesamten technischen Entwicklungen und deren Anwendungen im Westblock sowie der Rueckgriff bzw. Zugriff auf diese Felder beruecksichtigt werden, die die Leistungspower der BRD-Mannschaft erheblich verstaerkten.

    Auch Du, mein lieber Zweistein, wirst es drehen und wenden koennen wie Du willst, die DDR hatte 1949 insgesamt einfach die schlechteren Karten gezogen, und steter Tropfen hoelt bekanntlich JEDEN Stein, da kann sich der Stein dagegen auflehnen und machen was er will, er zieht im Wettbewerb auf Dauer das kuerzere Holz, insoweit hierbei wirtschaftlich schlechtere Konditionen gleichfalls auf Dauer massgebend und masstragend sind.

    Last but not least sollte DIR auf alle Faelle klar sein, dass wenn ein kleinerer Marktmitbewerber bei seinem groesseren Konkurrenten insgesamt kreditverschuldet ist, dann vermag der letztere den ersteren zur Minna oder zur Schnecke zu machen, je und ganz nach Bedarf, denn keiner von beiden unterlag jemals dabei dem gegenseitigen Zwang oder Anrecht auf einen solchen Kredit.

    Was nun den Beitritt der DDR zur BRD betraf sowie die allgemeinen Buergererwartungen hueben wie drueben, ich vermochte mich bereits Ende 1989 nicht den allgemein oeffentlichen vor allem auch emotionalen Euphorien beider Seiten anzuschliessen, jedoch war meine aus Erfahrungen gepraegte Skepsis dennoch mit einer ordentlichen Portion Optimismus fuer das nun langerwartete Kommende unterlegt, Emotionen sind vor allem in wirtschaftlichen Belangen zumeist sehr schlechte Ratgeber, welche in zeitlicher Abfolge zumindest gelegentlich veritable Porzellanmanufakturen zu zerschlagen vermoegen.

    Ein Jahr spaeter jedoch zur BTW 1990, an der ich bewusst nicht teilnahm, hatte mein vorheriger Optimismus in keinesfalls unerheblichen Umfaengen bereits abgenommen, weil da nach meinem damaligen Geschmack und Dafuerhalten sowohl BRD-seitig bei den Wessis wie auch DDR-seitig bei den Ossis einiges irgendwie nicht oder nicht mehr richtig tickte, und ansonsten hatte ich gleichfalls bereits weitere ziemlich komisch knackende Geraeusche vernommen...

    Weisst Du, Zweistein, ich gehoerte und gehoere zu den Leuten, die ihre Ansichten und Entscheidungen retroperspektivisch so gut wie nicht aendern und wechseln, dieses ganz im Gegensatz zu den eigenen Hemden, womit ich sagen moechte, dass einmal geschlossene Vertraege nach bestem Vermoegen zu halten sind, was jedoch im Falle getuerkter Verhandlungen insbesondere auf beiden Seiten fast immer vorzeitig in die Hosen und/oder Oefen geht...

    > Nachdenklich

    Fast immer dito.

    > Zweistein

    ---
    Gruss!
    TD

    Die StaSi tobt und Tassie kichert,
    denn er ist Schaeuble abgesichert!

    neo

    23.09.2009, 21:37

    @ DT
     

    Oder ruft: Wir sind Piraten :-) (oT)

    [ kein Text ]

Wandere aus, solange es noch geht.


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