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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Gold is not the answer

    verfasst von Miesespeter E-Mail, 11.03.2009, 11:33

    > Konkret: Ein echter Goldstandard bedeutet, dass Geld nicht beliebig
    > vermehrt werden kann, da Gold nicht beliebig vermehrt werden kann. Der USD
    > wurde aber nahezu beliebig vermehrt ...

    Ein echter Goldstandard bedeutet noch viel mehr, naemlich dass Geld ueberhaupt gar nicht vermehrt werden kann, es sei denn, man schafft neues Gold aus der Erde.

    Wie also wuerde dann bspw Deutschland neues Gold herbeibringen? Die Goldminen in D beinhalten nur Russgold.....was meinst Du, warum man mit dem Kolonialismus ueberhaupt angefangen hat?

    Desweiteren: Der Debitismus lehrt uns eine einfache, schlaue Sache: Wenn man eine fixe Geldmenge hat, kann in der Gesamtwirtschaft kein (monetaerer)Gewinn existieren. Im Debitismus kommt er von aussen ins System, per Neuverschuldung. Bei einer fixen Geldmenge hat man jedoch ein monetaeres Nullsummenspiel, was der eine gewinnt verliert der andere. Was meinst Du, warum auch Goldwaehrungen in der Geschichte immer inflationiert wurden?

    Knappe Gueter sind teuer. Steht daher nicht zu erwarten, dass bei knappster Waehrung und eingeschraenkten Gewinn der relative Preis/Wert von Kapital extrem ansteigen wird?

    Da fixe Geldmengen eindeutig wachstumshemmend sind, wie sollte man verhindern, dass die Politik auf Druck der Buerger nicht das macht, was sie immer getan hat: die fixe Geldbindung aufheben und Geldschoepfung erlauben?

    Wie goodnight so schoen bei wgn schrieb:

    ''=>Nope: Wie ist er denn, der Gebrauchswert von Gold? Kann man es essen? Damit heizen? Den Wagen tanken? Nee, das einzige, was der gemeine Bürger mit Gold anfangen kann, ist der Tausch gegen Waren. Yep, und damit ist Gold nichts anderers als Papiergeld, d.h. ein Konstrukt, d.h. ein gesellschaftlich anerkanntes Kommunikationsmedium. D.h. nur weil Gold in gewissen Branchen als Ware gilt, so ist es für den Großteil der Gesellschaft noch immer ein Klumpen Metal, d.h. keine Ware, kein Tauschmittel, sondern Geld, d.h. Zwischentauschmittel.
    Ergo: Gold ist eigentlich auch nur “Fiat money”, der einzige Unterschied ist seine phyische Knappheit, was zu einer Begrenzung der Geldfunktion führte, d.h zum Konflikt ziwschen Wachstum und Sicherheit…und Anfang er 70er Jahre haben wir uns alle für Wachstum entschieden…und in Zeiten der Krise wollen wir alle zurück zur Sicherheit''

    http://www.weissgarnix.de/?p=71

    oldgedeckten Währungen basieren.
    > >
    >
    > Ja, Keynes hatte natürlich feuchte Träume davon, seine Vorstellungen von
    > "Geld" - als ein vom "Staat" völlig und beliebig manipulierbares "Gut" -
    > ganz offiziell und mit staatlichem Gewaltmonopol einzuführen ("bancor").
    > Die Bankster und die von ihnen bewirtschafteten "demokratisch gewählten"
    > Po-Litiker haben die völlige und beliebige (natürlich im Sinne von
    > "renditestark"!) Manipulation des Geldes ja nun auch ohne die offizielle
    > Umsetzung von Keynes Vorstellungen hinbekommen !

    Man braucht weder Goldstandard noch globale Zentralbank. WAs man wirklich braucht, ist eine funktionierende Waehrung. Solange Banken ihren Aufgaben nachkommen, und Sorge dafuer tragen, dass vergebene Kredite auch aus neuer Wertschoepfung zurueckgezahlt werden, solange ist die umlaufende Waehrung auch wertstabil. Dies ist die eigentliche gesellschaftliche Aufgabe von Banken, sie sind die Gatekeeper des Geldes.

    Je groesser und internationaler die Banken werden, desto unubersichtlicher werden die Finanzierungen, bis letzten Endes nicht mal die Bank selber noch weiss, welche Guete die vergebenen Kredite haben, und es sie auch nicht mehr interessiert: nur noch statistische Quotienten werden von Kreditcontrollern mit Mathematiknobelpreisen verfolgt, nicht die Kredite selbst. Das geht halt in die Hose.

    Ebenso wie jegliche Form von Staatsfinanzierung, da diese ja auch nie zurueckgezahlt wird. Da ber ohne Staat kein GZ, ist es nicht ganz einfach, diesen vom Zugriff auf jenes abzuhalten, was ohne ihn nicht exisiteren kann....


    >
    >>
    > Vielleicht haben wir ja "Glück" und der Weltpräsident und seine
    > Untergebenen, wie das DDR-System-Zuchtgewächs Angela K., errichten für
    > uns eine solche Weltzentralbank (und eine Weltwirtschaftsregierung, eine
    > Weltwährung, eine Weltstaatssicherheit, eine Weltgewerkschaft, eine
    > Weltpresse, eine Weltreligion, ...)
    >
    > Brave new world ! [[sauer]]
    >

    Der ganze Weltbankunsinn wird die Herrschaften nicht mehr weiterbringen, es hilft hoechstens, noch ein paar Monate zu verlaengern. Solange die Schuldner sich tot stellen oder sterben, ist es egal, ob die Banken sich ihr ZBG bei einer nationalen, uebernationalen oder globalen ZB besorgen.

    Globalisation has ended! Jetzt beginnt die Post-Globalisation, nur die Traumtaenzer haben es noch nicht gemerkt, sie glauben, man koennte sich da noch irgendwie rauswinden, wenn man nach 'globalen Loesungen sucht' 'internationaler Kooperation den Vorzug gibt' 'Protektionismus eine Absage erteilt' uswusf.

    Alles Unsinn. Eine Frage, keine Antwort:

    Wo sind die guten Schuldner? Welche profitablen Projekte finanzieren sich selbst?

    Die Antwort ist lokal, nicht global.

    ---
    Everything is ok

    

    gesamter Thread:

  • @dottore Kreditgeldsystem vs. Goldstandard - Phoenix5, 03.03.2009, 20:47

Wandere aus, solange es noch geht.


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