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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Beobachtungen zu den 39 Toten im Kühlcontainer

    verfasst von helmut-1 E-Mail, Siebenbürgen, 03.11.2019, 19:14

    Wieder bekam ich einen Hinweis übern großen Teich zu dieser Sache, - genauer gesagt einen link zu den Nachrichten auf daily.mail.uk.

    https://www.dailymail.co.uk/news/article-7612461/Death-trap-lorry-container-crossed-Channel-twice-deaths-39-Chinese-people.html

    Was mir auffällt:
    Die "aktuelle" Berichterstattung der Medien in Schland. Gibt man das Thema ein, dann ist gerade der Münchner Merkur mit neueren Meldungen dabei, aber auch nur ungenau und nichts Konkretes.

    https://www.merkur.de/welt/england-essex-39-leichen-in-lkw-gefunden-festnahmen-auch-im-vietnam-zr-13154944.html

    Etwas umfangreicher sind die Schweizer, damit meine ich die NZZ:

    https://www.nzz.ch/panorama/britische-polizei-alle-39-opfer-aus-lastwagen-sind-vietnamesen-ld.1517236#subtitle-was-bis-jetzt-unklar-ist

    Die anderen deutschen Medien bleiben mit ihren Infos beim 26. oder 28. 10., - Aktuelleres ist nicht. Gut, ist ja auch nicht so wichtig, - es war ja kein Attentat, und die bei der Aktion dabei Umgekommenen tun ja keinem mehr weh, gibt keine besonderen Schlagzeilen mehr.

    Das für mich Komische dabei:
    Bei Daily-Mail ist das Ganze natürlich wesentlich aussagekräftiger. O.k., man kann das ja auch damit begründen, dass diese Tragödie im eigenen Land aufgedeckt wurde, - daher die genauere Berichterstattung. Selig ist der, der in Englisch die ausländischen Medien liest, - denn dann ist man informiert. Ich habe bei diesem link über eine halbe Stunde gelesen und denke, dass ich nun so informiert bin, dass ich weiß, was derzeit Sache und aktueller Stand ist. Komisch ist, dass der link von daily-Mail vom 25./26. 10. stammt, wo man schon über die Dinge berichtet hat, die erst viel später oder gar nicht in den deutschsprachigen Medien benannt werden.

    Wo ich klare Unterschiede feststelle, das sind die Details:
    Daily spricht klar davon, dass die Opfer erfroren und nicht erstickt sind. Dazu geht man bereits von einem Landweg aus, wo die Leute eingeschleust wurden, nicht (wie ich vermutet hatte) über den großen Teich. Dazu hat man ein Ehepaar Joanne und Thomas Maher als Organisatoren dieser Schleuseraktion im Visier.

    Liest man nichts davon, in den deutschsprachigen Medien. Man liest gerade noch die Richtigstellung, dass es sich um Vietnamesen und nicht um Chinesen handelt.

    Für mich stellen sich nun folgende Fragen:

    - Wie geht das vor sich, dass diese Leute über mehrere Länder (auch über die Türkei, Ungarn, usw.) mehrere Grenzen passieren und nicht im LKW entdeckt werden?

    - Wie geht das mit dem LKW mit Zulassung in BUL, dass der schon lange Zeit nicht mehr in BUL war. LKW über 12 to haben neben der jährlichen technischen Überprüfung z.B. in D auch eine halbjährliche Sicherheitsüberprüfung. Jetzt weiß ich natürlich nicht, welche Fristen da in den Benelux-Ländern, GB, etc. sind.

    Was ich aber weiß, das ist folgendes:
    Ich habe Fahrzeuge, die z.B. in BUL zugelassen sind, und mit denen ich in RO herumfahre. Ich kann diese Fahrzeuge auch in RO zur techn. Überprüfung geben, bekomme dann eine rumänische "TÜV"-Bescheinigung. Die ist i.d.R. ein Jahr lang gültig. Habe ich keine Originalprüfung aus Bulgarien, so legitimiert mich die rumänische Überprüfung bei Kontrollen in Rumänien.

    So weit - so gut. Der Haken: Fahre ich mit diesem Fahrzeug, mit bulgarischer Nummer und rumänischem TÜV, nach Ungarn, dann reißen die mir dort den A. auf. Darauf warten die nämlich nur. In A, D, etc. ist es nicht anders. Wie es bei der Einreise nach BUL wäre, ohne gültigen TÜV, dafür aber mit gültiger TÜV-bescheinigung aus RO, das weiß ich nicht. Hab ich noch nicht probiert. Könnte man aber auf die "übliche" Weise regeln.

    Warum: Der im "Ausland" erfolgte TÜV, obwohl er nach EU-Normen gemacht ist, gilt bei in anderen Ländern als im Zulassungsland gemachten Überprüfungen nur in dem Ausland, wo er gemacht wurde. In meinem Fall nur in RO. In Ungarn müsste ich dort einen extra TÜV machen, in A genauso, usw. Der Hintergrund: Nur der im Zulassungsland gemachte TÜV wird irgendwie EU-weit elektronisch gespeichert und weitergegeben. Offensichtlich gibt man auf irgendwelche TÜV-bescheinigungen oder sonstige Nachweise nichts, sondern der Polizeibeamte fragt den PC an den Grenzen oder bei anderen Verkehrskontrollen.

    Daher stelle ich mir die Frage, wie das der bulgarische LKW dann angestellt hat, ohne Beanstandung in IRL, GB, B, NL, usw. herumzugondeln. O.k., man kann jedes Mal bei einer Kontrolle einen 100 €-Schein in die Fahrzeugpapiere legen, - das geht solange, bis man an einen Falschen kommt. Der schraubt dann die Nummern ab und es ist Schicht im Schacht. Bei bulgarischen Fahrzeugen umso mehr, weil man die amtliche Autonummer von der bulg. Zulassungsbehörde angeschraubt und verplombt bekommt. Die kann man nicht einfach abnehmen und wieder dranschrauben.

    Dann stelle ich mir noch die Frage, allerdings als Nichtinsider, ob man bei der Polizei keine Fachkräfte hat, die bereits beim Hinsehen bemerken, dass es sich um Vietnamesen und nicht um Chinesen handelt. Leute, die in diesem Metier bei Personenkontrollen tätig sind, müssen das doch erkennen, denke ich mir. Oder sind die Physiognomien tatsächlich so verwechselbar? Ich weiß es nicht. Aber o.k., wenn man bei der Bundeswehr einen aus Deutschland stammenden Offizier als syrischen Flüchtling einstuft, dann kann das dort vielleicht ähnlich sein.

    

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  • Beobachtungen zu den 39 Toten im Kühlcontainer - helmut-1, 03.11.2019, 19:14

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