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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Nachschuldner

    verfasst von Diego2, 09.10.2019, 14:26

    > > Gibt es eigentlich eine Wirtschaftsform, ein ökonomisches System, das
    > > ohne Wachstumszwang auskommt ? Der Goldstandard wurde ja hier schon
    > einmal
    > > von den Debitisten verworfen, gibt es andere Lösungen ?
    >
    > ...im Prinzip ergibt sich der Wachstumszwang, so wie ich das verstehe, aus
    > der Verzinsung und dem Nachschuldnerproblem.

    Das sehe ich genauso.
    >
    > Die Verzinsung dient (in normalen Zeiten) wiederum der Steuerung, soll das
    > Geldmengenwachstum und die Inflation also drosseln.
    >
    > Das Nachschuldnerproblem wird wiederum dadurch erheblich verschärft, dass
    > Geldvermögen an die Finanzmärkte fliesst und große Mengen dort
    > vermutlich als Spekulationsreserve gehalten werden und damit der
    > Realwirtschaft nicht mehr zur Verfügung stehen.
    >
    > In Krisen kommt dieses System m.E. wenn die einen sehr viel Geld haben und
    > es nicht mehr in die Realwirtschaft investieren, weil sich das nicht mehr
    > lohnt, da ein Großteil der Bevölkerung überschuldet ist.
    >

    >
    > Es gäbe also verschiedene Ansätze, die Besserung bringen könnten
    > (vollkommen wertungsfrei aufgezählt):
    >
    > a) Spekulation und damit Spekulationskassen auf ein Mindestmaß
    > reduzieren (schwierig)
    >
    > b) Umverteilung von oben nach unten (leert auch die
    > Spekulationskassen und mindert die Verschuldung, bringt aber eine Vielzahl
    > Probleme mit sich: moralische, den Anreiz und die Bürokratie betreffend)
    >
    > c) die Staatskasse (heutzutage Zentralbank, also Geld drucken)
    > stellt evtl. fehlende Nachschuldner (Inflations- und Mißbrauchsrisiko)
    >
    > In Vorschlag c steckt m.E. das größte Potential. Wichtig ist jedoch,
    > dass man dafür gänzlich vom Wachstumsgedanken weg kommt. Nicht Wachstum
    > (auch nicht Minuswachstum oder Stagnation) dürfen Thema sein, sondern es
    > müssten Kriterien definiert werden, die festlegen, wann und wieviel Geld
    > vom Staat in den Markt fließt und auf welchen Wegen! Politischer
    > Mißbrauch muss ebenso ausgeschlossen sein, wie explodierende Inflation
    > oder eine Verdrängung der Privatwirtschaft durch Behördentätigkeit.

    >
    > Und da wird es echt kniffelig!
    >
    > Bevor ich das weiter ausführe: stimmst du/ihr soweit zu? Habe ich was
    > vergessen? Sehe ich das vollkommen falsch?
    >
    c) ist interessant.

    d) Und wie sieht es (ganz neutral) aus, wenn Geld nur noch Tauschfunktion hat und keine Aufbewahrungsfunktion ? Nur durch Ersparnisse entsteht der Zwang, dass später mehr produziert werden muss, um diesen Ersparnissen einen Wert gegenüberzustellen. .... geht wahrscheinlich nur theoretisch ist auch knifflig...

    

    gesamter Thread:

  • Wachstumszwang, Debitismus, EROI, Game over - Diego2, 09.10.2019, 13:02

Wandere aus, solange es noch geht.


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