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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Danke, Michael Klonovsky

    verfasst von Tempranillo, 09.09.2019, 19:18

    > Hervé Ryssen hat darüber 10 Bücher geschrieben, die so gehaltvoll und
    > erhellend sind, daß alle anderen Methoden, die Wirklichkeit zu erklären,
    > sich ausnehmen, wie der Versuch, auf Oswalds Glatze Locken zu drehen.

    Oswald Spengler: "Selbstbestimmungsrecht des Volkes' ist eine höfliche Redensart; tatsächlich hat mit jedem allgemeinen – anorganischen – Wahlrecht sehr bald der ursprüngliche Sinn des Wählens überhaupt aufgehört. Je gründlicher die gewachsenen Gliederungen der Stände und Berufe politisch ausgelöscht werden, desto formloser, desto hilfloser wird die Wählermasse, desto unbedingter ist sie den neuen Gewalten ausgeliefert, den Parteileitungen, welche der Menge mit allen Mitteln geistigen Zwanges ihren Willen diktieren, den Kampf um die Herrschaft unter sich ausfechten, mit Methoden, von denen die Menge zuletzt weder etwas sieht noch versteht, und welche die öffentliche Meinung lediglich als selbstgeschmiedete Waffe gegeneinander erheben. Aber eben deshalb treibt ein unwiderstehlicher Zug jede Demokratie auf diesem Wege weiter, der sie zu ihrer Aufhebung durch sich selbst führt." ("Der Untergang des Abendlandes", München 1919, S. 796)

    Diesen Absatz, für den ich Michael Klonovsky danke, möchte ich häppchenweise kommentieren.

    > "'Selbstbestimmungsrecht des Volkes' ist eine höfliche Redensart;

    Das ist eine von den Demokraten, vor allem Futruf Wilson (Achtung, Genitalsprache!) in die Welt gesetzte freche Lüge.

    > tatsächlich hat mit jedem allgemeinen – anorganischen – Wahlrecht sehr bald der ursprüngliche Sinn des Wählens überhaupt aufgehört.

    Phrasengeschwalle. Was war denn der ursprüngliche Sinn des Wählens?

    > Je gründlicher die gewachsenen Gliederungen der Stände und Berufe politisch ausgelöscht werden, desto formloser, desto hilfloser wird die Wählermasse,

    Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Die Hilflosigkeit der Wählermasse geht in erster Linie auf Geldherrschaft, soziales Elend, permanente Lügenpropaganda, Kriege und immerwährenden Verrat von Oben zurück.

    > ... desto unbedingter ist sie den neuen Gewalten ausgeliefert, den Parteileitungen, welche der Menge mit allen Mitteln geistigen Zwanges ihren Willen diktieren,

    Richtig. Spengler vergißt, zu schreiben, in wessen Auftrag die Parteileitungen agieren.

    > ... mit Methoden, von denen die Menge zuletzt weder etwas sieht noch versteht, und welche die öffentliche Meinung lediglich als selbstgeschmiedete Waffe gegeneinander erheben.

    Ausgezeichnet, wenn auch formuliert wie unter Alkoholeinfluß.

    > Aber eben deshalb treibt ein unwiderstehlicher Zug jede Demokratie auf diesem Wege weiter, der sie zu ihrer Aufhebung durch sich selbst führt."

    Unverdaulicher Phrasenstampf. Die Demokratie strebt ihrer Vollendung zu, dem Weltstaat mit Hauptstadt Jerusalem.

    Seit Meph dieses Zitat gebracht hat, *Einen langen Krieg ertragen wenige, ohne seelisch zu verderben; einen langen Frieden erträgt niemand*, weiß ich, weshalb ich für Oswald Spengler nicht alleine nur Ekel und Verachtung übrig habe, für Typen wie ihn empfinde ich Todhaß. Solche *Menschen* sind für mich Abfall!

    Wer profitiert vom Krieg, wer zahlt drauf?

    Zu den Profiteuren gehören vor allem Banken und Rüstungsindustrie, das Volk dient lediglich als Kanonenfutter.

    Es ist auch ein Zynismus ohnegleichen, Friedenszeiten als Auslöser der Verderbnis zu betrachten, wenn 80-90 % der Bevölkerung größte Probleme haben, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten und sich vielleicht noch ein wenig Vergnügen zu leisten.

    Man könnte das ohne weiteres als Kriegszustand bezeichnen, aber einen Krieg, in dem es nicht um Leben und Tod geht, nur die materielle Existenz.

    Den Satz, daß lange Friedenszeiten niemand ertrage, schreibt Spengler nach 43 Jahren Frieden und einem deutschen Aufstieg sondergleichen, Erfolgen noch und nöcher, insbesondere auf den Feldern von Wirtschaft und Wissenschaft, die ohne größte Anstrenungen und äußerste Disziplin nicht zustandegekommen wären.

    Falls lange Friedenszeiten jemanden seelisch verderben, dann sicher nicht die Völker, sondern Regierende und Eliten, die die Jahre zwischen den Kriegen nutzen, um Reichtümer anzuhäufen, ihre Macht zu vergrößern und die große Masse gleichzeitig systematisch zu verblöden, damit die von nichts etwas mitbekommt. Die BRD und ihre lange Phase eines relativen Wohlstands wäre hierfür ein exemplarisches Beispiel.

    Ich betrachte diesen Satz Spenglers als Bestätigung für meinen Verdacht, daß sich diese typisch deutsche Ratte mit ihrem Opus Magnum bei Regierenden und Eliten einschleimen wollte, möglicherweise von ihnen sogar finanziert wurde.

    Tempranillo

    https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna

    

    gesamter Thread:

  • Steuert die Reichskanzlerin Europa in eine bolschewistisch-faschistische Diktatur? - nereus, 09.09.2019, 09:57

Wandere aus, solange es noch geht.


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