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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Ein Versuch, die Sache klarer darzustellen

    verfasst von Odysseus, 09.05.2019, 19:26

    > für Ware aus EU keine? Es ist doch klar, dass das ein Einfallstor für
    > Arbitrageure ist. Und ein Steuereinnahme-Ausfall noch dazu.

    Ein Beispiel der legalen Methode, hier Arbitragegewinne zu realisieren ist der EU-Automarkt.
    "EU-Import"- Fahrzeuge dürfte fast jedem ein Begriff sein.

    Ansonsten :

    Privat:
    Du zahlst die MwSt in dem Land der EU wo die Ware verkauft wird, egal ob du da im Laden stehst oder von zu hause im EU-Ausland online bestellst.
    Der Verkäufer führt in dem Land MwSt. ab, wo er sein Unternehmen hat. Ende.

    Gewerblich: angelehnt an das Video:

    Firma A in Frankreich beliefert seinen Kunden B in Deutschland netto ohne heimische, französische MwSt als "innergemeinschaftlicher Netto-Lieferung".

    Das gibt Firma A dem französischen Finanzamt an.

    Das meldet dem ausländischen Fiskus in DE diese Lieferung an Firma B (dafür hat jedes EU-Unternehmen spezielle Kenn-Nummern) welcher nun weiß, dass die Firma B die Ware zu netto am Lager hat.

    Verkauft nun diese Firma B die Ware IM LAND, also national(DE) an C weiter, erhebt sie die entsprechende Mwst auf die Ware - das belieferte Unternehmen C zahlt an B.

    Dann liefert C national(DE) die Ware an Firma D.

    D zahlt an die Firma C den Kaufpreis incl. MwST.

    Nachdem Firma D an Firma E in den Niederlanden die Ware als "innergemeinschaftliche Netto-Lieferung" verkauft hat und so deklariert hat,
    holt sich D die zuvor an C gezahlte Mwst. zurück.

    Firma C und D stehen sauber da.

    B führt seine Mwst aber nie ab und verschwindet nach einigen Durchläufen.

    Möglich wird der ganze Betrug vor allem wegen der Meldefristen und Laufzeiten, Fristen für 1. und 2. Mahnung etc. die den Unternehmen zur Meldung ihrer Lieferungen und der Begleichung ihrer MwSt. eingeräumt werden.
    Dazu die Zeit, bis die Meldungen zwischen den Ländern über innnergemeinschaftliche Lieferungen gelaufen sind.
    Dazu die Länge der Zahlungsziele/ -Fristen) zwischen den Unternehmen selbst.
    Dazu die begrenzten personellen Möglichkeiten des Finanzamt und des Zolls, die realen Netto-Warenlager zu überprüfen.

    Das ergibt sozusagen die "zeitliche Elastizität",in der der Betrug laufen kann.

    Benötigt werden natürlich auch noch die Geldgeber bzw. das Kapital für die realen Zahlungen und die Karussell- Ware, quasi um das Karussell anzustoßen. Hier kommt dann schnell die organisierte Kriminalität ins Spiel. Dazu dann die Möglichkeiten durch (korrumpierte) Komplizen in Behörden die "zeitliche Elastizität" erheblich auszuweiten.

    Je schneller das Karussell läuft, je höher die umgesetzten Werte bzw. je höherwertig die Ware, umso mehr kann in dem begrenztem Zeitfenster erschlichen werden. Danach mit eingespielter Truppe auf ein Neues.

    Die vorgeschlagene einfache Lösung:

    Hier müßte das niederländische Unternehmen E dann die deutsche MWST (19%) nicht an Firma D zahlen sondern direkt auf ein EU-Mwst-Verrechnungskonto.


    Aber schon Firma B hätte die MwSt-Rechnung von Firma A aus Frankreich (20%) an das EU-MwST-Verrechnungskonto zahlen müssen.

    Dann sind die Finanzämter raus und diese Karussell-Nummer ist Geschichte.

    Problem:
    Die unterschiedlichen MwSt-Sätze müssen berücksichtigt werden. Tendenziell sind die Unternehmen in Ländern mit hoher MwSt gegenüber den Ländern mit niedrigerer MwSt. benachteiligt.
    Firma B muss 1% mehr MwSt abführen beim Einkauf als es bei Verkauf in DE erheben kann.
    Da muss man sich also einigen bzw. Verrechnungsschlüssel zum Ausgleich entwickeln.

    Da uns Scholz ja heute gerade von kommenden drastischen Steuerausfällen berichtet, macht sehr gut deutlich, wie sie uns lachend ins Gesicht spucken und dann mit ernster Miene sagen: "Die fetten Jahre sind vorbei"

    Nur so ein Gedanke: Könnten sich mit der Nummer nicht auch leicht schwarze EU-Kassen füllen lassen, mit denen im Hintergrund agiert werden kann?
    In jedem Fall gibt es mächtige Kreise, die fast schon auf Gewohnheitsrecht pochen könnten und alles tun werden, das diese Geldmaschine für Schattenmächte aller Coleur weiter läuft.


    Gruß Odysseus

    

    gesamter Thread:

  • Steuerraub von 50 Mrd. euro pro Jahr in der EU -- mit nur einem Betrugsmodell- (mT,mV) - Odysseus, 09.05.2019, 00:28

Wandere aus, solange es noch geht.


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