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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Notre Dame – die beiden Meinungen Anschlag oder Fahrlässigkeit gegenübergestellt

    verfasst von helmut-1 E-Mail, Siebenbürgen, 27.04.2019, 21:17

    Wie im Beitrag von Diogenes Lampe angekündigt, nun die detaillierte Aufstellung der Punkte:

    A)Punkte, die bei der Beurteilung einer Fahrlässigkeit oder eines Unglücks, das den Brand auslöste, untersucht werden müssten:

    1) Der Bauzeitenplan (welche Gewerke waren für welchen Tag/Woche vorgesehen), dadurch ergibt sich, welche Geräte dabei notwendig sind

    2) Das Baustellenberichtsbuch/Baustellenrapport. Hier wird Buch geführt, welche Arbeiten an welchem Tag verrichtet wurden, welche Firmen anwesend waren, mit welchen Arbeitern, etc.

    3) Die intensive Befragung des Baustellenleiters, sofern sich bei Pkt 1 zu Pkt. 2 Differenzen ergeben. Klar läuft am Bau nicht immer alles nach Plan. Aber auch zur Frage, ob das alles identisch mit der Realität ist.

    4) Die Unterlagen/Fotos des Consulters, der mit der Kontrolle der Arbeiten beauftragt war. Sollte kein Consulter impliziert sein, dann stellt sich automatisch die Frage nach dem „warum nicht?“.

    5) Welche Firmen (man spricht von 5) standen hier im Vertrag? Wer machte was oder sollte was machen?

    6) Wann resp. in welcher Zeit wurde das Gerüst erstellt? War der Gerüstaufbau abgeschlossen? Mit welcher Methode wurden die Gerüstteile nach oben transportiert (E-Motor, oder mit Diesel/Benzinmotor ausgestatteter Aufzug?) War der Antrieb des Aufzugs am Boden (Schubaufzug) oder an der jeweils obersten Plattform befestigt (Seilwindenaufzug)

    7) Wann wurden die Figuren entfernt, welche Firma machte das, mit welchen Leuten, mit welcher Methode (insbesonders der Aufzug interessiert da)

    8) Welche Arbeiten wurden außer den Gerüstarbeiten sowie die Entfernung der Figuren durchgeführt, angefangen, vorbereitet, von welcher Firma, mit welchen Leuten?

    9) An welcher Stelle ist der Brand ausgebrochen, wo war der Brandherd?

    10) Welche elektrischen Einrichtungen (Kabel, etc.) befanden sich im Innenbereich der Kirche, insbesonders in der Nähe des Brandherdes? Wenn Kabel, waren diese vorschriftsmäßig im Metallrohr verlegt, Verteilerdosen auf Metallplatte?

    11) Welche Rauchmeldesysteme waren im Einsatz (generelle, oder welche mit lokaler Aussage). Haben die Dinger auch funktioniert, wer hatte die Wartung, wann wurden die das letzte Mal überprüft?

    12) Welche Feuerschutzmaßnahmen wurden zu früherer Zeit angewandt/durchgeführt? Beispiel: Anstrich der Balken mit Wasserglas
    https://www.immodirekt.at/wissen/wasserglas.html

    13) Wurden die Angaben des Direktors überprüft (3 x täglich Brandschutzkontrolle)? Wer war die beauftragte Person/en, gingen die tatsächlich 3 x täglich auf der Dachetage herum? Auch am Brandtag? (Kommt mir unwahrscheinlich vor)

    14) Was genau passierte nach der ersten Brandmeldung, was hat man da kontrolliert? Warum wurde das als „falscher Alarm“ hingestellt?

    15) Was genau lief beim 2. Alarm ab? Welche Maßnahmen wurden getroffen, hatte man zu diesem Zeitpunkt den Brandherd schon lokalisiert?

    16) Wie verhielt sich das mit den Touristen genau? Wurden die aufgrund des Alarms hinausbefördert oder weil sowieso eine Hl. Messe in Vorbereitung war? Befand sich der Orgelspieler zum Zeitpunkt des Alarms (1. oder 2. Alarm??) bereits an der Orgel? (Ist nicht ungewöhnlich, oft sind die Orgelspieler schon eine ganze Weile vor Beginn der Messe oben, um sich einzuspielen resp. die Orgel in Gang zu bringen und die Noten vorzubereiten)

    17) Wo befand sich der Baustromkasten, welche Geräte/Motoren/Einrichtungen hat der versorgt, war er richtig geerdet?

    18) Warum hat man (angeblich) in der Sakristei eine Meldung hinterlassen, dass der Baustrom abgestellt sei? Was hat die Sakristei damit zu tun?

    B)Punkte, die bei Verdacht der Brandstiftung/ Attentat untersucht werden müssten:

    19) Hat man mit den einschlägigen Geräten Hinweise auf Brandbeschleuniger bekommen?

    20) Welche Leute waren bis zum Brandtag auf der Baustelle beschäftigt, welcher Religion/Nationalität gehörten sie an?

    21) Wurden diese Leute auch auf dem Gerüst eingesetzt oder nur am Boden?

    22) Hatte man von außen (von der Gerüstseite) eine Zugangsmöglichkeit ins Innere der Kirche/Dachetage?

    23) Wurden Leute (Arbeiter) beobachtet, als sie vom Innenbereich der Kirche zur Dachetage hochgestiegen sind?

    24) Welche Firma hat bis um wieviel Uhr mit welchen Leuten auf der Baustelle gearbeitet, wann hatten die Leute die Baustelle verlassen?

    25) War es möglich, unbemerkt von außen auf das Gerüst zu kommen, konnten Unbeteiligte unbemerkt auf das Gerüst steigen?

    26) Hatte man dort einen Wachdienst zur Sicherung und Bewachung der Baustelle eingesetzt? Wenn nicht, warum nicht? (Bei solchen Bauvorhaben ist es üblich, Wachpersonal zur Sicherung der Baustelle einzusetzen, damit nicht die neugierigen Touristen in Gefahr durch die Bauarbeiten kommen). War der Wachdienst, sollte er existiert haben, zum Zeitpunkt des Brandes an der Baustelle oder grade zum Kaffeetrinken?

    27) Gibt es im Umfeld der Kathedrale irgendwelchen festinstallierten Videokameras, durch die man feststellen kann, wer sich auch Stunden vor dem Brandausbruch in der Nähe der Kirche/des Gerüstaufstiegs befunden resp. von dort entfernt hat?

    Ich weiß nicht, ob ich alle Punkte aufgezählt habe, - sicher gibt es auf den einen oder anderen Punkt schon eine Antwort. Allerdings habe ich den Eindruck, dass man mit nachprüfbaren und abgeklopften Aussagen nur sehr spärlich an die Öffentlichkeit geht, - das meiste, was man über die Medien bekommt, sind Mutmaßungen.

    Fakt ist meiner Meinung nach, dass es Unsinn und auch irreführend ist, zu einem Zeitpunkt, wo das Feuer noch nicht einmal gelöscht ist, bereits die absichtliche Brandstiftung auszuschließen. Fakt ist aber auch, dass man sich keine konkrete Meinung bilden kann, solange nicht die aufgelisteten Fragen klar beantwortet sind.

    Ich bin irgendwie überzeugt davon, dass die letztendliche offizielle Version die des Unglücksfalles durch „höhere Gewalt“ sein wird (schadhafte Elektroleitung oder sonst was), weil da alle aus dem Schneider sind.

    Die Reaktion von Macron ist ja auch seltsam, - ich verweise da auf einen Artikel von Egon Kreutzer in epoch times:

    https://www.epochtimes.de/meinung/gastkommentar/egon-w-kreutzer-fragt-bei-notre-dame-nach-dem-zweck-des-feuers-a2864666.html#

    Insbesonders seine Überlegungen zu Macron machen nachdenklich, ich zitiere:

    Zu der ersten Frage, warum der Katastrophe keine Schuldzuweisung, kein sauber präpariertes Feindbild folgte, gesellt sich nun die zweite: Warum hat Macron nichts daraus gemacht?

    Ich biete drei Erklärungen an:

    a) Es hat Macron tatsächlich kalt und vollkommen unvorbereitet erwischt. Von Emotionen übermannt war er weder willens, noch in der Lage, die Katastrophe in irgendeiner Weise zu instrumentalisieren. Dass ausgerechnet Notre-Dame Ziel eines Anschlags gewesen sein könnte, war ihm vollkommen unvorstellbar. Seine Reaktionen waren die Reaktionen des Bürgers Macron, und bis er als Präsident wieder aus dem Albtraum erwachte, war die Chance, etwas daraus zu machen, schon lange verflogen.

    b) Nach vielen vorangegangenen Kirchenschändungen und Brandstiftungen in jüngster Zeit, die vermutlich von islamistischen Feinden des Christentums verübt wurden, fürchtete Macron unkontrollierbare Reaktionen der Franzosen, sollte dieser große Anschlag öffentlich den Islamisten zugeschrieben werden. Noch mehr Unruhe, als sie von den Gelbwesten sowieso schon ausgelöst wird, konnte er absolut nicht gebrauchen und hat sich daher ohne Kenntnis der wahren Ursachen/Verursacher entschieden, jeglichen Verdacht einer Brandstiftung von vornherein auszuschließen und, um nicht selbst zum Ziel von Verschwörungstheorien zu werden, ansonsten kein zusätzliches Kapital daraus zu schlagen.

    c) Es ist etwas schiefgegangen. Womöglich ist der Brandstifter, der der Öffentlichkeit präsentiert werden sollte, auf bisher ungeklärte Weise rechtzeitig entwischt, ohne wenigstens ein Bekennerschreiben und seinen Pass im Brandschutt zu hinterlassen. Die vorbereitete Schuldzuweisung konnte mangels beweiskräftiger Leiche nicht verwendet werden – und jede Äußerung eines Verdachts in Bezug auf einen Anschlag, könnte vollkommen unerwünschte Nachforschungen auslösen, die wiederum neue Probleme aufwerfen könnten.

    

    gesamter Thread:

  • Notre Dame – die beiden Meinungen Anschlag oder Fahrlässigkeit gegenübergestellt - helmut-1, 27.04.2019, 21:17

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