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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Kann man so nicht pauschalieren

    verfasst von der_Chris, Nördl. Ruhrgebiet, 11.01.2019, 11:29

    > Hallo,
    >
    > zuallererst: persönlich kenne ich derartige Strukturen nicht, höchstens
    > aus der Ferne.

    Sehr gut! Es geht nämlich an die Substanz

    > Aber ich denke, falsche Autoritäten können sich auch in Kleinbetrieben
    > etablieren, zumindest für wenige Jahre. Die Kleinbetriebe sind dann
    > allerdings aufgrund dessen existenzgefährdet, was große Firmen mit ihrer
    > Marktmacht besser kompensieren können. Insofern können sich negative
    > Leitungs-Strukturen in Großbetrieben weit aus besser etablieren und
    > halten. Aber es gehören immer zwei Seiten dazu:

    Aus kleineren Unternehmen kenne ich eher den patriachischen Chef mit tlw. cholerischen Zügen. Auch unangenehm, aber sehr schnell durchschaubar - dann kann auch schnell gehandelt werden.

    > Und so frage ich mich allen Ernstes: Wieso arbeitet man jahrelang als
    > Arbeitnehmer in einem Umfeld, bei dem der Vorgesetzte keine natürliche
    > Autorität hat und das soz. Umfeld nicht paßt?
    > - nur des Geldes wegen, oder der Bequemlichkeit wegen, der
    > Arbeitsplatzsicherheit wegen ?

    Zum Einen dauert es häufig mehrere Monate, bis die Strukturen ersichtlich werden. Das Abchecken ist ein Prozess und bis offen aufbricht, das man einem Idioten gegenüber sitzt kann eine Weile Zeit ins Land gehen. Zum anderen sind Gründe für den Fortgang vielschichtig abzuwägen
    - pers. Lebensumstände (z.Bsp. Eigenheim anne Hacken)
    - Kinder, damit Gebunden an ortsnahen Job
    - Wieviele Wechsel will man im Lebenslauf haben?
    - Natürlich spielt Geld, Schmerztoleranz und Sicherheit auch bei vielen eine Rolle
    - adäquater Ersatz
    - Das Märchen vom Fachkräftemangel relativiert sich sehr schnell, wenn man Spezialist ist (enge Branche) oder gerade was bietet, was wenig nachgefragt wird, oder, oder...


    > Aus meiner Sicht sind das alles keine nachvollziehbaren Gründe. Normal
    > wäre doch, wenn man ein paar Monate, nachdem man negative
    > Strukturen/Fähigkeiten durchschaut hat, abzuhauen und das Risiko einer
    > Alternative eingeht.

    Der Mensch hofft auf Besserung und gerade eingesetzte Manager diskreditieren sich regelmäßig - wie oft haben wir als Kollegenkreis damit gerechnet, dass es der letzte Hammer war, den A.R.Schloch sich gerissen hat. Manchmal löste sich das Problem aber auch dahingehend, dass der Abteilungsleiter plötzlich zum Deutschlandchef wurde.
    Im konkreten Fall haben sich von 30 Büroleuten (300 Gesamtpersonal) innerhalb von 12 Monaten 15 verabschiedet.
    Getreu dem Motto: Schick deinen besten Mann - geh selbst![[zigarre]]

    > Gruß Dieter

    ---
    Gruß
    Der_Chris
    Die falschen Ehrlichen sind die wahren Gefährlichen

    

    gesamter Thread:

  • Der Dunning-Kruger-Effekt - software-engineer, 11.01.2019, 00:42

Wandere aus, solange es noch geht.


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