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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Frohe Weihnachten!

    verfasst von helmut-1 E-Mail, Siebenbürgen, 25.12.2018, 08:18

    Ich denke, wir tun gut daran, der Tradition mit den Weihnachtswünschen weiter zu huldigen. Es sind seit längerer Zeit viele Tendenzen festzustellen, die darauf hinauslaufen, uns das, was einmal von Bedeutung und gewissermaßen Eckpfeiler im Leben war, zu nehmen. Wir diskutieren ja laufend darüber, hier im Gelben, und auch anderswo.

    Egal, ob es die Identität unserer Herkunft ist, die man mit geplanter Vermischung "bekämpft", oder ob es das Bargeld ist, das man uns nehmen will, - es wird auf vielen Ebenen versucht, das, was einmal "etwas wert" war, zu beseitigen. Würde dadurch Platz gemacht werden für etwas Besseres, das man als Ersatz willkommen heißen kann, dann wäre das sogar zu begrüßen. Das Gegenteil ist aber der Fall.

    Die sukzessive Abkehr von den christlich-abendländischen Traditionen merkt man am besten von den Repräsentanten eines Landes. Sie geben ja schließlich die Marschrichtung vor. Der Bundespräsident, Herr Steinmeier, hat am 30. November, am 1.Advent, nicht in irgendeiner Stadt, oder gar in Berlin, die erste Kerze am Adventskranz entzündet, um die Bevölkerung an die Tradition des "Erwartens" der Christi Geburt zu erinnern.

    Nein, anstelle dessen hat er kurz darauf in Berlin die Kerzen zum jüdischen Lichterfest "entzündet", und das demonstrativ.

    https://www.tagesspiegel.de/berlin/juedisches-lichterfest-europas-groesster-chanukka-leuchter-steht-in-berlin/23709172.html

    Prinzipiell habe ich ja nichts dagegen, wenn unsere jüdischen Mitbürger ihre Traditionen hochhalten und das vom Präsidenten eines Landes unterstützt wird. Dann soll es aber nebeneinander und zumindest gleichrangig mit den verwurzelten Traditionen eines Landes sein. Wenn das eine aber nur auf Kosten des anderen geht, wie in diesem Fall, dann lehne ich das ab. Nicht deshalb, weil es sich um das jüdische Lichterfest handelt, sondern deshalb, weil man dadurch unterschwellig dem Antisemitismus Nahrung gibt.

    Deshalb ist es angesagt, in einer Zeit, in der man große Teile der Jugend schon soweit gebracht hat, den Weihnachtsabend besser in der Disco als in der Familie zu verbringen, an den alten Traditionen unseres Volkes festzuhalten. Viele, die einmal den Zenit des Lebens überschritten haben, kenne ich, die sagen, - ich hab schon lange keinen Weihnachtsbaum mehr, - die Kinder sind groß, für was denn.

    Nein, bei uns gibts immer noch den Weihnachtsbaum, der bis an die Decke geht, so wie ich es als Kind gewöhnt war. Genauso wird er von der Familie, auch vom Jüngsten, der schon lange erwachsen ist, geschmückt, auch mit Süßigkeiten bis oben hin bespickt. Es wird die Weihnachtskrippe in der Ecke der Sitzbank im Esszimmer aufgestellt, am Abend wird traditionell das gegessen, was wir immer an Weihnachten gegessen haben, und danach werden neben dem Weihnachtsbaum die Weihnachtslieder gesungen.

    Am nächsten Tag gehen wir - so wie immer - in die Kirche zum Gottesdienst. Es mag jedem selbst überlassen bleiben, der das tut, aus welchem Grund, - sei es ein religiöser, oder ein traditioneller, oder auch eine Form der Akklamation. Letzteres gewinnt in unserer heutigen Zeit immer mehr an Bedeutung.

    Vielleicht sollten wir auch über unsern Sprachgebrauch etwas nachdenken. Da haben wir als Österreicher noch einen gewissen Vorteil:

    Beispielsweise wird in Österreich nicht der "Weihnachtsbaum" zum Verkauf angeboten, sondern der "Christbaum". Genauso gibts es im österreichischen Kalender nicht die Bezeichnung des " 1.Weihnachtsfeiertages", sondern dort heißt es "Christtag". Es sind eben auch die Kleinigkeiten, die für das "Gerüst des Lebens" wichtig sind.

    Was ich aber seit einigen Jahren mit Erfolg abgeschafft habe, das ist diese leidige Schenkerei zu Weihnachten. Der Druck, der Stress, immer darüber nachdenken zu müssen, was schenke ich dem oder dem, was hat denn der mir letztes Jahr geschenkt, usw. das konnte ich über Bord werfen, Gottseidank. Klar, bei kleinen Kindern geht es oft nicht anders, aber den Erwachsenen in meinem Umfeld konnte ich klarmachen, dass man mich regelrecht böse macht, wenn man mir zu Weihnachten was schenkt, weil man mich dadurch in Zugzwang bringt.

    Seitdem kann ich den Advent richtig genießen, - und gerade dieses Jahr war ich in der Lage, bereits am 3. Advent den Schlüssel für meine geschäftlichen Aktivitäten umzudrehen. Das, was ich in den Jahrzehnten meines beruflichen Alltags gewöhnt war, wo ich mich oft mit hängender Zunge und außer Atem neben dem Weihnachtsbaum eingefunden habe, das habe ich beendet. Ich brauche nicht mehr am 24. Dezember noch schnell in ein Kaufhaus zu laufen, weil ich vergessen habe, für die Schwiegermutter ein Geschenk zu kaufen. Ich konnte dem Weihnachtsfest ruhig entgegensehen, in der Erwartung, - ganz im Sinne des "Advents".

    Nun, das waren so einige Gedanken zum Fest. In diesem Sinne wünsche ich allen Beteiligten dieses Forums, - dem Betreiber, den Organisatoren, den Schreibern und den Lesern, - ein friedliches und geruhsames Weihnachtsfest. Vor allem wünsche ich jedem genügend Zeit für die Familie.

    Natürlich denkt man da auch an diejenigen, die nicht mehr unter uns sind. Ohnehin sind sie nicht vergessen. Wir zuhause halten das dann so, dass neben der Weihnachtskrippe ein Foto steht. Auf diese Art wird jeder zu Weihnachten mit eingeschlossen. In diesem Sinne geht mein Weihnachtsgruß auch an die Familie von Jürgen Küßner.

    Nochmals alles Gute zu den Feiertagen und vor allem Gesundheit für das Neue Jahr!

    

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  • Frohe Weihnachten! - helmut-1, 25.12.2018, 08:18

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