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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Wer rückt nach, sobald sich der Staat zurückzieht?

    verfasst von Tempranillo, 01.11.2018, 10:13

    Hallo Falkenauge,

    > Und auf staaliche Anordnung wird der junge Mensch schon seit Jahren nicht
    > mehr im Sinne der Humanitätsideale Europas allseitig zur autonomen, sich
    > selbst bestimmenden Individualität gebildet, sondern zu immer neuer
    > Anpassung an die abstrakten Anforderungen der Wirtschaft abgerichtet.

    Das kann man nur unterschreiben. Wenn ich denke, wie sie mich mit Latein geschunden haben, und was dafür auf der Strecke geblieben ist, könnte ich mich heute noch ärgern, sehr viel wichtigeres, sowohl, was Bildung und Information als auch Politisches betrifft, eine mögliche und für das weitere Leben nicht ganz unwichtige Distanz zur transatlantischen Gehirnwäsche.

    > Doch nicht "der Staat" handelt, sondern die jeweilig herrschenden
    > Politik-Akteure, bzw. die hinter ihnen stehenden wirtschaftlichen Kräfte
    > (ver-)formen die Jugend nach ihren perfiden Interessen.

    [[top]]

    > Nur ein freies, von Staat und Wirtschaft unabhängiges Bildungssystem kann
    > diese obrigkeitsstaatlichen und geradezu totalitären Entwicklungen
    > stoppen:

    Dem ersten Absatz stimme ich vorbehaltlos zu, beim zweiten hätte ich Einwände. Überall, wo sich der Staat zurückzieht, wird der freigewordene Raum von Privat- d.h. Finanzinteressen besetzt.

    Das ist der größte Irrtum der Libertarianer, anzunehmen, es würde zu mehr Freiheit, Wachstum und Wohlstand führen, baut man, wo immer möglich, den Staat zurück.

    Das Ergebnis wird ein noch entsetzlicherer Totalitarismus sein, der Finanztotalitarismus wie schon nach der Revolution von 1789.

    Man kann also entweder ein vom Staat oder wirtschaftlichen Interessen freies Bildungssystem anstreben, aber nicht beides gleichzeitig.

    Mir scheinen die schauerlichen Probleme ohnehin nicht im Staat an sich ihre Ursache zu haben, sie lassen sich sehr viel eher darauf zurückführen, daß wir es in unseren Zeiten mit einer singulär kriminellen Staatsmacht zu tun haben, die das Volk als Todeind betrachtet, als wäre sie der verlängerte Arm Roosevelts, Churchills, Stalins, Eisenhowers und Morgenthaus.

    Ohne einen durchgreifenden Systemwechsel kann man das Bildungswesen gestalten wie man will, es wird immer nur der Transmissionsriemen für die Interessen von Hochfinanz, Großkapital, Transatlantikimperium und einer geradezu genozidal kriminellen Staatsmacht sein.

    Sich unter diesen Umständen eine Verbesserung zu erhoffen, indem man auf ein von staatlichen Einflüssen freies Bildungswesen setzt, bringt gar nichts.

    Bei genauerer Betrachtung ist das Bildungswesen jetzt schon frei von staatlichen Einflüssen, da die BRD ja nur umsetzt, was ihr von privaten Interessen vorgegeben wird.

    Tempranillo

    

    gesamter Thread:

  • Die staatliche Schule ist ein Herrschafts- und Verformungs-Instrument - Falkenauge, 01.11.2018, 09:07

Wandere aus, solange es noch geht.


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