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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Kapitän Reisch und die Seenotrettung - Spendenaufruf

    verfasst von helmut-1 E-Mail, Siebenbürgen, 12.10.2018, 06:07

    Ich habe gezögert, ob ich meinen Artikel nicht gleich in den Thread unterhalb reinstellen soll. Da hatte ich aber Bedenken, dass er vielleicht untergeht, und ich möchte doch damit erreichen, dass es mehrere der Leser mir gleichtun und auch ein Mail schreiben oder meine Zeilen in anderen Foren veröffentlichen.

    Anlass war der erneute Spendenaufruf nicht nur von Böhmermann, sondern von Herrn Reisch direkt:

    https://twitter.com/goagoazwerg/status/1016028384785240064

    Der Aufruf wurde aber auch in mehreren Medien veröffentlicht, und auch kontrovers diskutiert:

    https://www.mdr.de/investigativ/seenotrettung-logbuch-umstrittene-mission-lifeline100.html

    Daraufhin habe ich ein Mail an seine Organisation geschrieben, - hier die Mailadresse:



    Mein Schreiben:


    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich habe ihren Spendenaufruf aufmerksam gelesen. Auch ich habe dazu eine positive Einstellung, zumal in meinen Augen ein Menschenleben den höchsten Stellenwert im Leben hat. Jeder Mensch hat ein Recht auf Leben, gleichgültig, ob er ein Heiliger oder ein Verbrecher ist. Schließlich wurde jeder Mensch von einer Mutter unter Schmerzen geboren.

    Allerdings sehe ich diese Seenotrettungsaktionen unter einem anderen Aspekt, der mich zu folgender Aussage führt:

    Ich bin bereit, eine bestimmte Summe zu spenden, wenn mir Herr Kapitän Reisch garantiert, dass die Schiffbrüchigen nach erfolgter Rettung wieder zu der Küste zurückgebracht werden, von der sie aus losgefahren sind.

    Der Grund für meine Überlegung:

    Die Tatsache, dass doch ein kleiner Teil dieser Menschen das gesteckte Ziel erreicht, nämlich nach Europa zu kommen, verleitet natürlich wieder andere, gleichfalls so eine Aktion zu starten. Da verschulden sich ganze Familienclans, um einem jungen Mann diese Fahrt zu finanzieren, und die Schlepperorganisationen leben prächtig davon. Ohnehin wird meist nur ein junger Mann mit ungenügender Schulausbildung sich einreden, dass gerade er zu denen gehört, die dieses Vorhaben positiv beenden werden, ein älterer mit größerer Lebenserfahrung wohl kaum.

    Das aber bewirkt dreierlei:

    1) ein weiteres Ansteigen der Schleppertätigkeit
    2) eine sich weitere steigende Zahl von Schiffbrüchigen, die im Mittelmeer ihr nasses Grab finden
    3) die Familien der Zurückgebliebenen stürzen ins Unglück

    Zu 1) Hier sehe ich die Grundlage dafür, wenn sich manche fragen, ob es möglich ist, dass die sog. Seenotretter mit den Schlepperorganisationen Hand in Hand arbeiten, - und sogar von den Schleppern mit Informationen versorgt werden, wann und wo wieder ein Boot in See geht. Würden diese Leute zurückgebracht werden, dann wären die Schlepper gezwungen, auf ihre Kosten eine erneute Aktion durchzuführen, und das wäre für die Beteiligten aus den Herkunftsländern unproduktiv.

    Zu 2) Da durch den Transport der Schiffbrüchigen nach Europa die Hoffnung bei manchen geweckt wird, dieses Ziel zu erreichen, sehe ich eine zumindest sekundäre Schuld bei den Seenotrettern am Tod von Schiffbrüchigen. Das erklärt sich durch zwei logische Aspekte: die Überfahrt wird zum Einen bei Unschlüssigen attraktiv gemacht und die Seenotretter können zum Anderen nicht überall präsent sein, um zu retten.

    Zu 3) Den Angehörigen der Familien, die denjenigen im Mittelmeer verloren haben, der nach Europa wollte, werden sämtliche Zukunftsperspektive genommen. Das Ziel, dass der Geschickte aus den europäischen Sozialunterstützungen wieder Geld zu seiner Familie schickt, um die Schlepper bezahlen zu können, wurde nicht erreicht. Die Schuldsumme aber bleibt bestehen. Dadurch aber wird der Lebensstandard der Familie weiter nach unten gedrückt; - manche geben dann die Mädchen in eine finanziell attraktive Zwangsverheiratung, wenn nicht sogar in die Prostitution ab, - man spricht auch von Selbstmordraten.

    Da ich diese Gesamtheit sehe, bin ich zu dem Schluss gelangt, nur unter der von mir genannten Garantie eine Spende vorzunehmen. Ich werde mir auch erlauben, mein Schreiben in mehreren Foren zu veröffentlichen, um denjenigen, die hier zu blauäugig die Sache beurteilen, etwas von Verantwortung klarzumachen.

    Mit freundlichen Grüßen



    (Editiert von NeuerChef: Emailadresse entfernt)

    

    gesamter Thread:

  • Kapitän Reisch und die Seenotrettung - Spendenaufruf - helmut-1, 12.10.2018, 06:07

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