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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Fast ausschließlich deutsche Aktien.… Na dann herzliches Beileid

    verfasst von Palstek, 11.10.2018, 22:01

    > Was die Elliot Wellen und deren Vorhersagequalitäten betrifft, so habe
    > ich mich damit noch gar nicht beschäftigt, höchstens mit Interesse die
    > Kurven bestaunt.

    Mit dem Bestaunen kannst Du es m.E. belassen, Elliott schreibt sich übrigens mit Doppel-t. Hatte mich mit EW schon vor 20 Jahren beschäftigt, bei Elli ein Abonnement und ihm persönlich gelauscht, Prechter gelesen usw. Für den langfristigen Börsenerfolg waren und sind für mich EW unwichtig. Anders sah es mit EW beim Intraday-Kursmuster-Spekulieren an Tagen mit erhöhter Volatilität aus ….

    > Selber habe ich fast ausschließlich in deutschen Aktien insbes. Dax Werte
    > und Maschinenbau investiert.

    Na dann herzliches Beileid!
    DAX-Werte und dann noch Maschinenbau. Hast du dir eigentlich jemals die Langfristcharts deiner Papiere angeguckt? Thyssenkrupp z.B. war schon vor 20 Jahren da wo sie heute stehen. Den Kaufkraftverlust hast du auch mit den Dividenden nicht reingeholt. Oder die Geldvernichter aus den anderen Branchen wie Daimler, E.ON, RWE, Siemens, Dt. Telekom, Lufthansa, Dt. Bank, Cobank usw. Das mögen wichtige und vielleicht auch mehr oder minder gute Unternehmen sein, aber sie taugen nicht zum Geldanlegen oder als Langfristanlage.
    Verallgemeinert sind Deutsche gute Techniker und Ingenieure aber keine guten Wirtschaftsleute und Börsianer (von Ausnahmen abgesehen) => Nur weil ein Unternehmen was Interessantes macht ist es noch lange keine gute Aktie.
    Schau dir Langfristcharts von Aktien an. Die von lohnenden Investments gehen meistens von links unten nach rechts oben (natürlich unter Schwankungen).

    > Für die deutschen Aktien sieht es m.E. noch weit schlechter aus:
    > Die Technikfeindlichkeit der Regierung und massgeblichen
    > Gesellschaftskreisen.
    > Die überbordenden bürokratischen und Umweltauflagen, die wie beim NO und
    > CO2 keinen Bezug zur tatsächlichen Realtität haben.
    > Die feigen CEOs der deutschen Grosskonzerne, die alle sinnlosen
    > Regierungsschlenker begrüssen und mitmachen.
    > Der schon lange vollzogene Rückzug der Jugend aus den MINT Fächern,
    > insbesondere den Ingenieurfächern.
    > Die starke Zuwanderung von Kräften, die durchaus die auch gebrauchten
    > „einfachen“ Handwerks Hilfs- und Handelsberufe ausfüllen können
    > vermutlich aber (noch) nicht als Tüftler, Bastler, Ingenieure und Erfinder
    > auftreten. In dem Zusammenhang der Entzug an Volksvermögen via
    > Sozialetat (grösster Etatposten)
    > Die Gründer(Startup)-Scheinblüte, wo z.B. irgend halbwegs neues
    > Programm vermarktet wird oder ein neuer gender-grüner Lieferservice
    > gegründet wird.

    Ja, und die Liste ließe sich noch problemlos verlängern. Zum Beispiel hat dazu vorgestern DT auf ein herausragend gutes Interview hingewiesen (www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=471557):
    https://www.youtube.com/watch?v=n0Et7SudXb0

    > Für den privaten Anleger wäre m.E. der Amerikanische oder Asiatische
    > Markt sinnvoll. Allerdings sind mir bisher die Modalitäten zu
    > umständlich/undurchsichtig und persönlich zu risikoreich

    Umständlich, undurchsichtig und risikoreich; wo lebst Du? Heutzutage geht der Kauf einer amerikanischen Aktie genau so einfach wie einer deutschen oder italienischen ….
    Deutsche Aktien sind bei mir deutlich unterrepräsentiert. Längerfristig hat sich für mich herausgestellt, dass zur Geldanlage nur Länder in Frage kommen, die sowohl in technischer und(!) auch in kaufmännischer/juristischer Hinsicht auf Augenhöhe kämpfen können und – das ist das Wichtigste! – auch eine jahrzehntelange Aktienkultur haben und seitens der politischen Elite Aktienbesitz fördern, unterstützen und von Haus aus tendenziell eher „wirtschaftsfreundlich“ eingestellt sind (also ganz im Gegensatz zum heutigen Deutschland). Zum Investieren bleiben daher hps. die Länder USA, GB und mit kleinen Abstrichen CH. Das Ganze noch garniert durch handverlesene Titel aus NL, B, A, F und D und ggfs. noch skandinavische Länder. Natürlich wäre Asien interessant; das Problem für mich ist, dass man kaum an brauchbare Nachrichten kommt und eine Recherche zeitlich zu aufwendig ist (das ist natürlich schade wegen China, Japan und längerfristig Indien; vielleicht ändert sich da was in den nächsten 20 Jahren).

    > mal abwarten.
    Ja, ich vermute auch, dass jetzt noch nicht der richtige Zeitpunkt gekommen ist den Helden zu spielen.

    Gruß
    Palstek

    

    gesamter Thread:

  • Wie geht es weiter mit dem Dax - aliter, 11.10.2018, 11:07
    • Wie geht es weiter mit dem Dax - SevenSamurai, 11.10.2018, 14:01
    • Fast ausschließlich deutsche Aktien.… Na dann herzliches Beileid - Palstek, 11.10.2018, 22:01

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