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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Was wir wissen ist, dass wir keine wirklich harten Fakten haben .....

    verfasst von NST Homepage E-Mail, Südthailand, 11.10.2018, 08:01
    (editiert von NST, 11.10.2018, 08:19)

    > > Würde jeder seinen Job machen, hätten wir keine Probleme.
    >
    > „Der Einzelne erbringt keinen größeren Beitrag zur Zivilisation,
    > als wenn er darauf verzichtet, wahnsinnig zu werden.“
    >

    > In Anlehnung an das Peter Sloterdijk Zitat von nemo möchte ich anmerken,
    > dass mich nichts wahnsinniger werden lässt als mein Job.

    Hallo

    Das mit dem jeder sollte seinen Job machen, bezog sich auf das Zitat von nemo.

    Ich muss erst mal eines klar stellen: ich habe keine wissenschaftliche Ausbildung, auch kein abgeschlossenes Studium - sondern ein abgebrochenes Informatikstudium in den späten 80ziger Jahren. Damals kamen mir die dortigen Studenten und Professoren komplett verwirrt vor.

    Was war meine Vergleichsbasis: Zu diesem Zeitpunkt hatte ich rund 10 Jahre Leistungssport hinter mir, davon ein Teil vom Staat finanziert, als ich in der Sportschule der Bundeswehr meinen Wehrdienst leistet. Dann wurde ich mit einer Krankheit aus heiterem Himmel konfrontiert, so sah ich das damals. Der damalige Wissensstand der Medizin, hätte mich zu einem lebenslangen künstlichen Bluter gemacht, denn ich sollte Medikamente schlucken, die eine natürliche Gerinnung des Blutes unterbinden - und das mein Restleben.

    Mich aus diesem Prozess auszuklinken, das hatte rund 3-4 Jahre gedauert, mit diversen Komplikationen, Rückfällen usw. Damals verliess ich die Intensivstation eines Krankenhauses, hatte zuvor alle Dokumente unterschrieben, dass das unter meiner Eigenverantwortung läuft. Meinen nächsten Zwangsaufenthalt in einem Krankenhaus hatte ich dann wieder 2010, nach einem Betriebsunfall, der mir den Oberarm gebrochen hatte.

    Als ich damals das Krankenhaus verliess, war der dokumentiert Befund folgender: die Vena Subcalvica auf Höhe des Schlüsselbeins, war komplett verschlossen durch eine Thrombose - und das war schon ein Rezidiv, schon eine oder sogar zwei Lungenembolien überlebt, genau konnte das niemand sagen. Eine weitere Lysetherapie, war erwartungsgmäss nach der ersten Lyse nicht mehr möglich, weil wie zu erwarten sich Antikörper gebildet hatten.

    Stand heute mehr als 30 Jahre später, die Vene Subcavila ist wieder vollkommen durchgängig, man kann allerdings Vorschädigungen erkennen ohne sagen zu können woher sie stammen, wenn man es nicht weiss. Dieser Zustand ist mir schon bekannt, seit meinem 30. Lebensjahr und ist medizinisch nicht erklärbar, laut Aussage des Professors der die alten und neuen Bilder gesehen hatte. (das im Detail zu erläutern erspare ich uns, Fakt ist, der bindegewebige Umbau hatte damals schon im Krankenhaus begonnen)

    Wer hatte mich damals geheilt, ich weiss es nicht wirklich, was ich weiss ist, dass der Körper alles selbstständig geregelt hatte. Mein Beitrag war, mein altes gewohntes Leben hinter mir zu lassen, ich begann ein neues Leben. Zuvor lebte ich in der Sportszene und in der grünen politischen Agitationsecke, alle Freunde und Bekannte kamen daher.

    Ich hatte noch keinen brauchbaren Beruf, mein erlernter war voll auf die Sportschiene ausgerichtet. So kam ich dann zum Informatikstudium, aber das war auch keine Lösung. So ging das dann konsequent weiter, Versuch und Irrtum, kein Mensch konnte mir klare Vorgaben machen, denn das war nicht mein Weg.

    Diese ganzen Lernprozesse führten mich letztendlich zu meinem aktuellen Lebensmittelpunkt - Thailand, unsere Lebensbasis ist eine Kautschukplantage. Wenn mir das jemand erzählt hätte, als ich 20 Jahre alt war, ich hätte ihn vollkommen für verrückt gehalten.

    Warum diese Geschichte, ganz einfach um zu verdeutlichen, dass es keinerlei gesichertes Wissen gibt. In dem Moment, wenn wir einen Standpunkt einnehmen, dass etwas bewiesen ist, kommen wir aufs Glatteis. Die Wahrscheinlichkeit ist dann sehr gross, dass wir ganz böse auf die Schnauze fallen werden.

    Meine Vermutung im Rückblick würde ich so formulieren: als ich mich langsam mental von den Vorgaben löste, die mir von meiner Umgebung vorgegeben wurden, begann der Körper sofort mit der Selbstheilung. Damals war ich noch sehr jung und auch in einer sehr guten körperlichen Verfassung, die Selbstheilung konnte aus dem vollen schöpfen. Mit zunehmendem Alter wird dieses Verhältnis ungünstiger.

    Wer noch nicht vollkommen irre ist in Anlehnung an das Peter Sloterdijk Zitat und noch halbwegs seine innere Balance aufrecht erhalten konnte, weiss von was ich rede. Wir selbst erzeugen unsere Hölle und niemand sonst. Vor unserer Hölle wird uns kein Sozialstaat der Welt retten können, sondern im Gegenteil das ist ein direkter Highway to hell. Wir leiden alle hochgradig an Spielsucht. Alles um uns herum baut auf diesem Prinzip auf. Wer da mental nicht aussteigen kann, hat niemals eine Möglichkeit seinen innere Balance zu finden.

    Fast alles ist analog Virtuellen Welten aufgebaut, inzwischen ist es fast unmöglich mit unseren Sinnesorganen einen Unterschied auszumachen. Dazu kommt noch, dass es aus meiner Sicht durchaus sehr wahrscheinlich sein kann, dass wir komplett in einer digitalen Simulation leben, so wie Thomas Campbell es vermutet. Wie gesagt, ganz am Ende, dort gibt es keine harten Fakten mehr. Die Wahrscheinlichkeiten sind die einzigen Navigationsmöglichkeiten in der Ungewissheit, darauf haben wir auch Einfluss über unser aktuelles tun.
    Gruss

    

    gesamter Thread:

  • Irgendwie komme ich mir völlig verarscht vor - helmut-1, 09.10.2018, 22:30

Wandere aus, solange es noch geht.


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