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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Dirk Pohlmann, Jan Karski und VT

    verfasst von nereus, 15.05.2018, 08:29

    Sehr geehrter Herr Pohlmann

    Ob Sie noch ab und zu im Gelben Forum mitlesen, weiß ich nicht, aber ich wende mich dennoch auf diesem Weg an Sie.
    Wenn Menschen, welche in der Öffentlichkeit stehen und ab und zu durch Staatsmedien Beschäftigung bekommen sich über eine bestimmte Epoche der deutschen Zeitgeschichte zurückhaltend äußern, kann ich das verstehen.
    Soweit ich weiß, besteht aber auch keine Pflicht sich besonders dazu zu exponieren.
    Und wenn das ein Mann tut, der über Jahrzehnte zum Tiefen Staat recherchierte und hochklassige Recherchen ablieferte, dann kann ich das nicht unkommentiert lassen.

    Hier geht es zum besagten Beitrag: https://youtu.be/wfxUgK3gsf4

    Sie führen in der VT-Holocaust Jan Karski als Zeugen an, der über die Vernichtungspolitik der Nazis beim US-Präsidenten kein Gehör gefunden haben will.
    Dazu lesen wie ergänzend auf der Website:

    Im Juli 1943 reiste der polnische Diplomat Jan Karski in die USA um Präsident Roosevelt als Augenzeuge über die Verbrechen an den jüdischen Bevölkerungen in Europa zu berichten.
    Davor hatte Karski, gekleidet in der Uniform eines ukrainischen Milizen, sich in das Sammellager Izbisca eingeschlichen von wo aus Güterzüge in das Vernichtungslager Belzec abfuhren.
    ..
    Obwohl Jan Karski in mehreren Sprachen von diesen Gräueltaten erzählen konnte wollte ihm die hohe Diplomatie in New York nicht glauben. Seine Berichte wurden als Kriegspropaganda abgetan die die USA in einen Krieg gegen Deutschland hineinzwingen sollten.
    Heute würde man ihn zusätzlich wohl noch einen Verschwörungstheoretiker nennen.


    Quelle: https://gruppe42.com/2018/04/12/verschwoerungstheorien-1-holocaust-mit-claire-schieffer-und-dirk-pohlmann/

    Nur kurz als kleiner Opener.
    Die DDR gehörte nicht zu den Staaten, denen man einen unsensiblen Umgang mit dem Holocaust vorwerfen kann. Dort gehörte es „zum guten Ton“ darüber informiert zu sein.
    Daher zitiere ich jetzt aus Meyers Universal-Lexikon (Band 1) vom VEB Bibliografisches Institut Leipzig aus dem Jahr 1979 – also noch allertiefster DDR.
    Dort lese ich auf Seite 251 u.a.:

    Belzec .. eines der berüchtigsten, faschistischen, deutschen Massenvernichtungsager, in denen 1942/43 fast 60.000 jüdische Menschen umgebracht wurden.

    15 Jahr später – die DDR war längst abgewickelt - schreibt das Bertelsmann-Lexikon, Verlagshaus Stuttgart Gmbh 1994 (Band 3 von 24) auf Seite 1012 u.a.:

    Vernichtungslager in dem 500.000 Menschen ermordet wurden.

    Die Opferzahl hatte sich mehr als VERACHTFACHT!
    Es gab sogar Angaben bis zu 3 Millionen, aber lassen wir das.

    Zu Jan Karski schrieb Walter Laquer in seinem Buch „Was niemand wissen sollte: Die Unterdrückung der Nachrichten über Hitlers Endlösung auf Seite 285 u.a. dies:

    Karski lebte 1941/42 im Untergrund in Warschau und beschäftigte sich mit schwarzer Propaganda unter den deutschen Soldaten, druckte und verteilte Flugblätter in deutscher Sprache.

    Karski modifizierte seine Aussagen zu Belzec mehrfach!
    Zuerst folgte er der offziellen Legende: Hinrichtung durch Strom.
    Wenig später (Dezember 42) will er ein naheliegendes Verteilungslager besucht haben, in dem die Menschen in Todeszügen durch am Boden liegenden gelöschten Kalk und Chlorin ermodet wurden.
    Dennoch blieb er bei seiner Strom-Hinrichtung, die er wie folgt beschrieb:

    Man befiehlt den Opfern, sich nackt auszuziehen – scheinbar zum Baden – und führt sie zu einer Baracke, deren Fußboden aus einer Metallplatte besteht. Dann wird die Türe geschlossen, elektrischer Strom wird durch die Opfer gejagt und ihr Tod tritt fast augenblicklich ein.

    Eine noch gruseligere Variante beschrieb übrigens Zeuge A. Silberschein.
    Bei ihm wuchsen die Baracken zu riesigen Hallen an.

    Die nackten Juden wurden in riesige Hallen gebracht. Mehrere tausend Menschen auf einmal konnten diese Hallen fassen. .. Der Boden dieser Hallen mit den Tausenden von Juden wurde in ein darunter liegendes Wasserbassin gesenkt – doch nur soweit, daß die Menschen auf der Metallplatte nicht ganz unter Wasser kamen. Wenn alle Juden auf der Metallplatte schon bis zu den Hüften im Wasser standen, wurde elektrischer Starkstrom durch das Wasser geleitet. Nach wenigen Augenblicken waren alle Juden, Tausende auf einmal, tot.
    Dann hob sich der Metallboden aus dem Wasser. .. Eine andere Stromleitung wurde eingeschaltet und die Metallplatte wurde zu einem Krematoriumssarg, heißglühend, bis alle Leichen verbrannt waren.


    Quelle: A. Silberschein „Hinrichtungs- und Vernichtungslager Belzec, Band 3, Genf 1944 bzw. A. Silberschein „Die Hölle von Belzec“.

    Wahnsinn! Mord und Kremierung an ein und derselben Stelle.

    Doch die Zeugin Zelda Metz erinnerte sich noch ein wenig anders.

    .. Man erstickte sie mit Chlor. Nach 15 Minuten waren alle erstickt. Durch ein Fensterchen prüfte man, ob alle tot waren. Dann öffnete sich der Fußboden automatisch. Die Leichen fielen in einen Eisenbahnwaggon, der durch die Gaskammer fuhr und die Leichen zum Ofen schaffte.

    Quelle: N. Blumental Dokumenty i materialy, Band 1, Lodz 1946

    Was lesen wir heute zu Belzec bei Wikipedia?

    .. und führte im Februar 1942 erste „Probevergasungen“ mit einem selbst erbauten Gaswagen und in einer Gaskammer mit Kohlenstoffmonoxidgas und Motorabgasen durch.[8] Im Rahmen der „Aktion Reinhardt“ traf am 17. März 1942 der erste Zugtransport mit Juden aus dem Ghetto Lublin in Bełżec ein und brachte wie die nächstfolgenden „arbeitsunfähige“ Menschen, Alte, Frauen und Kinder ins Tötungslager.[9]
    Innerhalb der nächsten vier Wochen wurden 75.000 Juden umgebracht, danach die Transporte vorübergehend eingestellt. Die Kapazität der Gaskammern wurde durch Neubauten vergrößert; ab Spätsommer 1942 wurde ein Bagger zum Erdaushub eingesetzt.[10]
    ..
    Der SS-Hauptsturmführer Höfle, ein wichtiger Mitarbeiter Globocniks, meldete im so genannten Höfle-Telegramm an die SS-Zentrale Anfang Januar 1943 für Belzec 434.508 Tötungen.
    ..
    Von den Entkleidungsbaracken führte der „Schlauch“, ein schmaler, von Stacheldraht begrenzter 70 Meter langer Weg, zu den Gaskammern. Anfänglich wurden die Opfer getötet, indem man – wie in den Tötungsanstalten der Aktion T4 – reines Kohlenstoffmonoxid-Gas aus Stahlflaschen einleitete.[16] Später wurden Motorabgase eingeleitet; die Angaben über die Art des Motors sind widersprüchlich[17] und nicht abschließend zu klären.


    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Vernichtungslager_Belzec

    Ja, widersprüchlich könnte man das durchaus nennen.

    Es gäbe noch mehrere Varianten, aber das soll an dieser Stelle genügen
    An einer Klärung der wirklichen Vorgänge scheint nach wie vor kein Interesse zu bestehen.

    Wozu auch?
    Deutschland schafft sich eh ab. [[sauer]]

    mfG
    nereus

    

    gesamter Thread:

  • Dirk Pohlmann, Jan Karski und VT - nereus, 15.05.2018, 08:29

Wandere aus, solange es noch geht.


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