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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    In flagranti beim Lügen erwischt

    verfasst von Tempranillo, 13.04.2018, 23:54
    (editiert von Tempranillo, 14.04.2018, 00:06)

    > Augsteins Kronzeuge: Der Spiegel-Online-Kolumnist und der antisemitische
    > Klassiker (Louis-Ferdinand Céline: " Die Judenverschwörung in
    > Frankreich") http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/31256

    Das Buch habe ich dreimal gelesen, aber im Original, *Bagatelles pour un massacre*, nicht die verstümmelte und verhunzte deutsche Übersetzung, wobei man zugeben muß, die Pamphlete Célines sind durch ihre massive Verwendung des Argot möglicherweise unübersetzbar. Für diese Form von Wortschatz gibt es im Deutschen keine Entsprechung.

    Von dem, was die Jüdische Allgemeine schreibt, ist fast alles unrichtig. Wie immer wenn man mit Demokraten zu tun hat, werden einem glatte Lügen, Verdrehungen, absichtlich falsch konstruierte Zusammenhänge und das bekannte Repertoire der eristischen Winkelzüge serviert.

    Wer wie Michael Wuliger mit solchen Sachen ankommt, disqualifiziert sich selbst: *In seinem Buch mit dem Titel Die Judenverschwörung in Frankreich (1937) forderte er seine Landsleute auf, die Juden – »eine Kreuzung aus Niggern und asiatischen Barbaren« – zu vernichten.*

    Von einer Aufforderung, Juden zu vernichten, steht in den vier Pamphleten kein einziges Wort! Das Buch heißt auch nicht *Die Judenverschwörung in Frankreich*, sondern *Bagatelles pour un massacre*.

    Jacob Cohen gab in einem von mir teilüberesetzten Video zu, Céline zu bewundern, was er bestimmt nicht getan hätte, wäre auch nur ein Bruchteil dessen richtig, was die Jüdische Allgemeine bringt.

    Robert Faurisson interpretiert den Titel als *Massaker an Gojim*. Célines Frau Lucette Almansor zufolge wollte er, invalider WK1-Veteran, mit seinen Pamphleten vor einem neuen großen Krieg warnen, den er seit spätestens 1936 herannahen sah. Die Absicht des meiner Meinung nach größten Romanciers des 20.Jahrhunderts war so klar pazifistisch, wie sie klarer gar nicht sein konnte.

    Leider werden nur die wenigsten der deutschen abgestumpften Blödhammel auch nur den geringsten Verdacht schöpfen, daß Michael Wuligers Artikel, um es sehr vorsichtig zu formulieren, mit spitzen Fingern angefaßt werden muß.

    Sich mit französischen Autoren zu befassen, die nun mal wie Deutschlands Komponisten zum Besten gehören, was Europa in 2.000 Jahren an Kulturellem hervorgebracht hat, haben sie ja nicht nötig und bilden sich auf ihr Brett vorm Kopf auch noch wer weiß was ein. Hauptsache, es ist aus amerikanischer Eiche!

    In der bei uns allgemein üblichen bodenlosen Ignoranz und Arroganz sowohl gegenüber deutschen Komponisten als französischen Autoren sehe ich einen gewissen Zusammenhang, den ich mir erlaube, als Vertierung zu betrachten, deren wahre Triebfeder amerikanisch-demokratisch sein dürfte.

    Tempranillo

    

    gesamter Thread:

  • Schwarzer Freitag ;-) - Barbara, 13.04.2018, 23:16

Wandere aus, solange es noch geht.


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