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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Vielleicht die falsche Fragenstellung

    verfasst von NST Homepage E-Mail, Südthailand, 14.03.2018, 08:02
    (editiert von NST, 14.03.2018, 08:12)

    > Aber wenn 280 000 der Leute gegangen sind, die im Endeffekt dazu
    > beitragen, dass in Deutschland der Laden brummt: Wieviele gibt es denn
    > davon insgesamt? Hat jemand Zahlen?

    Hallo,

    beginnen wir mit den Zahlen aus 2017. Der Bundeshaushalt 2017 belief sich auf rund 329 Milliarden Euro. Der Steuerzuschuss aus Bundesmitteln zur gesetzlichen Rente belief sich auf knapp 100 Milliarden Euro. Wie hoch die Pensionsansprüche noch waren und unter welcher Position das im Bundeshaushalt zu finden ist, weiss ich nicht.

    Jeder mit einem qualifizierten Job, der nicht in einem Beamtenverhältnis oder etwas vergleichbarem steht, wird sich nach anderen Alternativen umsehen. Wenn er dann noch jeden Tag beobachten muss, wie die Gelder heute an welche Klientel verteilt werden, macht diese Entscheidung leicht. Als meine Frau 2002 nach D kam, war ihre Absicht, hier zu bleiben. Als unser Sohn 2003 in D die Welt erblickte, wurde gerade die Firma in der ich arbeitete übernommen von Bosch, ich arbeitete in der Schweiz. Die Arbeitsbedingungen wurden Jahr für Jahr schlechter, viele Dinge änderten sich z.B Spesen, Flüge - früher war Business ausserhalb Europa normal, das wurde dann zur Ausnahme usw. Zusammengefasst es wurden halt deutsche Standards eingeführt. Bilaterale Verträge wurden geschlossen mit der EU, alles zum Nachteil der damaligen Grenzgänger. Da begannen wir, Frau und ich nach Alternativen zu suchen, ihre anfängliche Euphorie war auch vorbei. Meine Frau und Sohn verliessen D in 2010 ich machte noch fast 2 Jahre länger weiter, aber als klar war, dass die Optionen ausserhalb Europas besser waren, war die Kündigung einfach.

    Zwischen 2011, was ich damals schon grenzwertig empfand und heute, dürfte ein Unterschied wie zwischen Tag und Nacht sein. Deutschland erlebte seit meinem Weggang einen nie gesehenen Wirtschaftsboom. In D waren die Steuereinnahmen noch nie höher als aktuell. Der Sozialstaat versorgt Millionen Zuwanderer und immer mehr Rentner müssen Flaschen sammeln, weil die Rente nicht reicht. Die Rente wird aber jetzt schon mit fast einem Drittel aus dem Bundeshaushalt finanziert.

    Auswandern war noch nie einfach. Ich hatte das Glück, in einem soliden familiären Umfeld aufsetzen zu können, so etwas alleine zu erschaffen ist so gut wie unmöglich, weil Einwanderung in dem Land wo ich lebe überhaupt nicht erwünscht ist. Es gibt noch viele andere Länder wo das ähnlich läuft. Inzwischen würde ich behaupten die Mehrzahl der Länder wollen keine Zuwanderung mehr. Leute mit bestimmten Qualifikationen sind eine Ausnahme. Ich denke, jene die Deutschland den Rücken kehren wollten, sind alle schon weg. Es gibt jetzt noch Wanderungsbewegungen innerhalb der EU aber das bleibt ja dem EU Steuertopf erhalten.

    Die Fragen die sich jetzt stellen sind folgende: Wenn das gute wirtschaftliche Umfeld abkühlt und die Steuereinnahmen sinken, wie geht es dann weiter? Die Ausgaben sinken nicht, im Gegenteil sie wachsen. Täglich mehr Neubürger und eine täglich steigende Anzahl an Neurentnern, die grosse Welle der Babyboomer zieht in den Rentenhimmel .....

    Die Mehrheit hat die Beständigkeit gewählt ... es ist wieder Groko Zeit. Der beste Cartoon der eure Lage beschreibt heisst: Ich hock in meinem Bonker

    [[la-ola]]

    GFP wir kapitulieren nicht ...
    Gruss

    

    gesamter Thread:

  • In Schweden macht sich Anarchie breit - Otto Lidenbrock, 13.03.2018, 14:17

Wandere aus, solange es noch geht.


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