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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    ”Ökologisch instabilere Monokulturen”

    verfasst von Kosh, 19.02.2018, 12:49

    - Nach 20 Jahren intensiver Forschung steht auch fest, dass die Bäume damals nicht nur unter dem "Sauren Regen" litten, sondern auch durch einige überaus trockene Sommer und einen extremen Winter in Mitleidenschaft gezogen wurden. Hinzu kam die forstwirtschaftlich bedingte Umwandlung vieler Wälder in ökologisch instabilere Monokulturen mit nur einer einzigen Baumart. Weitere Beeinträchtigungen durch Luftschadstoffe wie das Ozon, Nährstoff-Mangelerscheinungen und Insektenbefall gaben den Bäumen den Rest.

    Stichwort ”ökologisch instabilere Monokulturen”: Die sind auf den Punkt gebracht nicht instabiler, sondern ganz einfach instabil, wenn am Standort von der Natur Primärwald vorgesehen ist. Selbst unter Einsatz ortspezifischer Pionierbäume würde Monokultur nur bis zur Entstehung eines Sekundärwalds funktionieren. Zusätzlich erschwerend kommt hinzu, dass man auf Renditebäumen besteht, welche die oder die Holzeigenschaft haben, aber weder im Primär- noch im Sekundärwald lange überleben würden - ohne “Pflege”. Jeder Hobbygärtner kann, ja muss das nachvollziehen, zumindest innerhalb seines Reiches.
    Bei uns in der Schweiz ist seit Jahren bekannt, dass die Fichte in tieferen Lagen auch deshalb PRobleme hat, weil sie sich in montanen bis subalpinen Bereichen wohler fühlt. So passiert es, dass Weihnachtsbäume in tiefen Lagen spezielle PRobleme haben, die sie in höheren Lagen nicht hätten.
    Es ist unverkennbar, dass auch die Forstwirtschaft nur durch Schaden klug wird resp. werden könnte, wenn sie nicht jammern würde über all die Unbill, die ihr aus Ignoranz entgegen schlägt.

    vgl. z.B.
    https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6henstufe_(%C3%96kologie)
    http://www.wikiwallis.ch/index.php/Vegetationsstufen

    - Unser Wald ist also immer noch schwer krank. Heute wie damals ist eine Mischung aus natürlichen und menschlichen Einflüssen dafür verantwortlich. Dazu zählen die Pflanzung falscher Baumarten, die vielerorts noch vorherrschenden Monokulturen, die unverändert hohen Belastungen mit Luftschadstoffen aus Verkehr und Landwirtschaft sowie der unbestreitbare Klimawandel. Damit der Wald eine Chance hat, sich auf diese Veränderungen einzustellen und nicht wieder auf das Sterbebett zurück zu sinken, müssen wir diese Belastungen entschieden reduzieren.

    Für mich ist diese Betrachtung der Waldgesundheit nicht zielführend, weil entweder ist ein Wald mit den “korrekten” Baumarten krank, oder er wehrt sich gegen “inkorrekte” Baumarten, die dann eben krank werden. Beides unter einen Hut zu bringen, ist zwar möglich, z.B. durch veränderte Standortbedingungen wie eben auch in Tschechien oder langfristige Umweltveränderungen, aber unter den Bedingungen der fast vollständigen Ausrottung unserer Urwälder erschwert sie einen freien Blick erheblich.

    Im Unterschied zur Klimadebatte und einem diffusen CO2-Ausstoss hatten wir bei Waldsterben ziemlich klare und bebilderte Vorstellungen von Hotspots und man konnte Ursachen eingrenzen und dingfest MACH(T)en. Ähnlich verlief es beim Ozon, wobei man in letzter Zeit wieder vermehrt von einer Schwächung hört, allerdings in der unteren Stratosphäre -> https://www.nrz.de/panorama/ozonkonzentration-schrumpft-zum-teil-doch-weiter-id213342949.html
    In solchen, von Wissenschaftlern begleiteten Fällen haben Massnahmen Sinn gemacht, zumindest sieht es danach aus. Damals fragte man auch noch Experten, nicht Leute, die sich für welche halten und keine sind oder einfach schlechte Experten, die ihren Job nur haben, weil sie von keiner Forschungsanstalt angenommen wurden.

    Damals wie heute heizen politische Hysteriker mit Weltuntergangsdrang - ausgesprochen ignorante Pessimisten - die Debatte an, die grösste Diskrepanz ist aber, dass eine positive CO2-T-Korrelation nicht nur nicht eindeutig ist, sondern je nach betrachtetem Zeitabschnitt sogar eindeutig falsch. Realpolitisch sind die Bedinungen allerdings hervorragend, diesen Fehler PRopagandistisch mehr als wett zu MACH(T)en.
    Ironischerweise braucht man noch nicht mal Experte zu sein, denn jeder der will, kann diese PRopaganda selbst - z.B. an dem von von @FOX-NEWS gelieferten Chart - nachvollziehen und sich allenfalls fragen, ob denn evt. eine negative Korrelation treffender wäre, wenn wir unbedingt einen Zshg. herstellen wollen.
    Aber so weit sind wir noch lange nicht, dass wir die Daten nüchtern betrachten.

    Mit falschen Daten falsche Massnahmen zu ergreifen, ist aber nicht nur simpel, sondern kann auch nie und nimmer zielführend sein, egal ob das mit CO2-Zertifikaten oder Emissionsgrenzwerten geschieht. Wären die Daten korrekt, hielte ich auch keine der genannten Massnahmen für indiskutabel, ”Augenwischerei oder sogar Betrug”. Wenig begeistert wäre ich allerdings von die Fantasie anregenden Quersubventionen, auch dann nicht, wenn allseits beliebte Kinderhilfswerke & Co. PRofitieren würden.

    Deinen andernorts angebrachten Vergleich mit Steuern halte ich insofern für unangebracht, als ich nicht prinzipiell gegen Steuersubstrat bin, weil öffentliche Ausgaben irgendwie finanziert werden müssen, sofern man öffentliche Ausgaben wünscht.
    Dann wünsche ich aber dahingehend informiert zu werden, dass Abgaben unter Ausschluss von falschen Gründen erhoben werden. Entweder korrekte Gründe samt zweckgebundener, korrektiver Ausgaben oder konsequent allgemein gehaltene Abgaben zur Erhaltung des Staatshaushalts.

    - … ich plädiere dafür, dass jeder für sich selbst versucht, schonend mit seiner Umwelt umzugehen.

    Der wirtschaftliche Selbstversuch hat noch selten funktioniert, mir fällt auf Anhieb auch kein Fall ein, abgesehen von kulturell bedingten ungeschriebenen Gesetzen, deren Ein- und Erhaltung der MASSE geschuldet ist.
    Auf staatlich verordnete, verbrauchsärmere Motoren wurden stärkere in grösseren und schwereren Autos entwickelt, die letztlich wieder gleich viel verbrauchten wie vorher - in der Causa CO2 wurde wenig bis nichts gewonnen, weil Wirtschaft immer anders funktioniert als Funktionäre sich das vorstellen können. Einen 5-Liter Benziner hatten wir schon Anfangs 90-er und dachten uns nicht viel dabei, während ich heute wegen politischer Launen einen Neuwagen anschaffen soll, um unter 5L zu kommen oder besser gleich einen Atomer.

    Sicher, nebenbei konnten diverse Schadstoffe eingedämmt werden. Hier komme ich aber auf die Eigenschaft der meisten Homo sapiens zu sprechen, denen ernsthaft recht ist, Menschen in einer Sache zu belügen, um etwas anderes zu erreichen - bezeichnenderweise Menschen auch aus grünsozialen Milieus und das nicht zu knapp. Was mich auf den Punkt bringt: Wenn sie Lügen wünschen es so wünschen, wie können sie dann gleichzeitig dagegen sein, belogen zu werden? Auf diese Idee sind nämlich schon andere gekommen, aber die sitzen im Lager der Feinde. Es sind immer die Lügen der anderen, die einem nicht genehm sind.

    Somit kannst Du vielleicht nachvollziehen, dass ich die CO2-Hysterie durchaus verstehe, weil man mit falschen Ansätzen mehr erreichen kann als mit richtigen und damit komme ich schliessliclh auf die Wirtschaft zu sprechen: Wer mehr erreicht, ist der Gewinner - oder wie wir Schweizer sagen: “Dä schnäller isch dä gschwinder”. Also versuchen Wirtschaftssubjekte mehr zu erreichen, das gilt auch für wirtschaftspolitische Subjekte, denn Politik ist von Wirtschaft nicht zu trennen und umgekehrt.

    Die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh

    ---
    PS: Man tut was man kann und man kann was man tut.

    

    gesamter Thread:

  • Wir sollten mehr Treibhausgase verballern, es wird kühl - Dieter, 12.02.2018, 11:02

Wandere aus, solange es noch geht.


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