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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Chlorgas taugt aufgrund seiner Eigenschaften ausschließlich für False-Flag-Operationen

    verfasst von Vatapitta, 14.02.2018, 13:13
    (editiert von Vatapitta, 14.02.2018, 14:13)

    Moin moin Naclador,

    mich hat dieses widerliche Thema schön des öfteren beschäftigt. Ich danke Dir für deinen Beitrag und nutze ihn, um meine Sicht auf die Dinge zu formulieren.

    > Jetzt müssen sie sich schon mit Chlorgas behelfen, um die "rote Linie"
    > ein weiteres Mal in einer False-Flag-Operation zu reißen.
    >
    > Wer gibt denen eigentlich die Befehle? Wenn die letzten "Giftgasattacken"
    > mit angeblich Sarin schon keine Reaktion aus Washington gezeitigt haben,
    > außer ein paar Tomahawks auf einen fast leeren Flugplatz, was glauben die
    > denn jetzt mit
    > 200 m³ Chlor erreichen zu können?
    >
    > Grüße,
    > Naclador

    Es scheint so zu sein, dass man von Seiten der USA/Israels immer noch Rechtfertigungen für Angriffe auf Syrien benötigt. Dazu kommt dann die Propaganda mit den Giftgaseinsätzen, damit bei uns das Feindbild nicht verloren geht, wo mittlerweile auch andere Informationen über die Lage in Syrien die Öffentlichkeit erreichen.


    Chlorgas wurde ab 1915 im 1. Weltkrieg zunächst von deutschen Truppen eingesetzt. Der Einsatz von Giftgas eskalierte bis 1918 und es kamen zunehmend andere Stoffe und Mischungen zum Einsatz.
    Wiki: "Fritz Haber propagiert Chlorgas, das bei der BASF in großen Mengen als Abfallstoff anfiel.
    ….
    Der erste gesicherte Einsatz von Chlorgas erfolgte am 22. April 1915 durch das Pionierregiment 35 in der Zweiten Flandernschlacht bei Ypern und gilt als eigentlicher Beginn des Gaskrieges. Das Gas wurde in 6.000 Flaschen zu 40 kg und in 24.000 Flaschen zu 20 kg an die Westfront geliefert. (Chlor wird verflüssigt (20 °C: Dampfdruck 6,7 bar) in Stahlflaschen gehandhabt, da es – wasserfrei – Eisen nicht angreift.) Ab dem 10. März 1915 waren die Randbedingungen für den Einsatz des Gases beim südlichen Ypernbogen getroffen worden, wurden aber wegen technischer Probleme, Feindbeschuss, Reparaturen und Einbaus zusätzlicher Flaschen in den Nordbogen bei Ypern verschoben. Die Vorbereitungen wurden am 11. April 1915 endgültig fertiggestellt. Am 22. April 1915 um 18:00 Uhr konnte das Gas bei Nordostwind abgeblasen werden (Karte des Frontverlaufs). Den Befehl zum Einsatz gab General Berthold Deimling – entgegen dem Rat aller seiner Regimentskommandeure, aber vor Ort technisch unterstützt durch Haber und weitere Wissenschaftler. Deimling (ab 1913 Kommandeur des XV. Armee-Korps) wurde als 'Schlächter von Ypern' bekannt. Seine Truppen ließen bei günstiger Windrichtung 150 Tonnen Chlorgas abblasen. Es bildete sich eine 6 km breite, 600–900 m tiefe Gaswolke, die auf die französischen Truppen zutrieb. Die Folge waren mehrere tausend Mann Verluste auf alliierter Seite und ein Mehrfaches an Schwerverletzten. Deutsche Sturmtruppen, die selbst nur mit Natriumthiosulfat- und Sodalösung getränkten Mullkissen geschützt waren, starteten einen erfolgreichen Angriff. In Deutschland wurde das als „Tag von Ypern“ gefeiert, selbst Lise Meitner gratulierte „zu dem schönen Erfolg“. Habers Frau Clara Immerwahr dagegen, die nicht nur die erste promovierte Chemikerin in Deutschland, sondern auch Pazifistin war und vergeblich gegen das Giftgasprogramm ihres Mannes protestiert hatte, nahm sich kurz darauf aus Trauer darüber das Leben."


    Da Chlorgas (3,2 kg/m3) eine mehr als 2,5 fache Dichte als Luft (ca. 1,2 kg/m3) hat, kriecht es in Schützengräben, Senken und Höhlen. Wenn die ersten Chloratome auf die Nasenschleimhaut treffen, hält der Betreffende sofort die Luft an und alle seine Ressourcen richten sich auf Flucht aus und das Erreichen von nicht mit Chlorgas verseuchtem Gelände, bevor er wieder atmen muss. Aufgrund der relativen Schwere des Gases, dürfte eine Flucht nach oben z.B. ein mit feuchten Tüchern abgedichteter Raum in der 1. Etage am ehesten zur Rettung führen. Das hängt natürlich von der eingesetzten Menge und den Windverhältnissen ab.
    Da Chlorgas eine extreme Bindungsfähigkeit hat, kann bei niedriger Konzentration ein feuchtes Tuch die Überlebenschance verbessern. Am ehesten trifft das Gas Menschen, die zu Flucht und raschem Handeln nicht fähig sind, also Alte, Kranke und Kleinkinder.

    Genau diese "Selektion" macht den Einsatz von Chlorgas in bewohnten Gebieten militärisch völlig sinnlos. Militärische Einheiten, die mit einem Gasangriff rechnen müssen, haben oft entsprechende Schutzvorrichtungen. Daraus lässt sich m. E. ableiten, dass die Ermordung von Zivilisten durch Chlorgas durch die Amerikaner bzw. mit amerikanischer Unterstützung ausschließlich der Propaganda und der Rechtfertigung von Angriffshandlungen dient.

    200 m3 Chlorgas (woher hast Du diese Zahl?) entspricht ca. 660 kg. Das Gas könnte in 33 Flaschen a 20Kilo enthalten sein. Im 1. Weltkrieg wurde zunächst das Abblasverfahren verwendet später wurden überwiegend mit Gas gefüllte Granaten verschossen. (siehe Wiki)


    Dieses Video zeigt laut Focus den Abwurf von Fassbomben. Bei der ersichtlichen Konstruktion/Undichtigkeit kann ich mit Sicherheit ausschließen, dass diese Bomben Chlorgas enthalten können.

    Ein Artikel bei Voltairenet.org klärt über die diesbezüglichen Falschinformationen auf. Und wer kann sich dieser Logik widersetzen:

    "Präsident Bachar el-Assad antwortete auf Fragen zu diesem Thema gegenüber BBC und France2, dass seine Armee keinen Grund habe, Fassbomben einzusetzen, da sie über konventionelle Bomben verfüge, die ansonsten wirksamer seien [1]."


    Wenn man Schwachsinn oft genug wiederholt, glauben das sogar Qualitätsjournalisten vom Focus.[[kotz]]


    Gruß Vatapitta

    PS: Die Giftigkeit von Chlorgas - Wiki: Sicherheitshinweise
    Chlor wirkt als Gas vorwiegend auf die Atemwege. Bei der Inhalation reagiert es mit der Feuchtigkeit der Schleimhäute unter Bildung von hypochloriger Säure und Chlorwasserstoffsäure. Dadurch kommt es zu einer starken Reizung der Schleimhäute, bei längerer Einwirkung auch zu Bluthusten und Atemnot, sowie Erstickungserscheinungen. Bei höheren Konzentrationen kommt es zur Bildung von Lungenödemen und starken Lungenschäden. Ein Gehalt von 0,5–1 % Chlor in der Atemluft wirkt tödlich durch Atemstillstand.[22] Die letalen Dosen über eine Stunde (LC50) liegen bei 293 ppm für Ratten und 137 ppm für Mäuse.[22] Flüssiges Chlor wirkt stark ätzend auf die Haut. Bei chronischer Einwirkung von Chlor kann es zu chronischer Bronchitis, bei höheren Konzentrationen auch zu Herz- und Kreislaufschäden, sowie Magenbeschwerden kommen.[5]

    Mit den 660 kg können "bei optimalem Einsatz" ca. 1.3 Mio. Kubikmeter Luft vergiftet werden, Was ungefähr einem Würfel von 110 x 110 x 110 Metern entspräche. Aufgrund der Schwere von Chlorgas lässt sich daraus eine Fläche (bei einer Höhe von 4 Metern) von 33275 m2 errechnen = 182 x 182 Meter mit einer tödlichen Konzentration von 0,5 Gramm/m3. In dicht besiedelten Gebieten wäre mit einer hohen Opferzahl zu rechnen. Eine Chlorgasvergiftung sollte leicht eindeutig zu identifizieren sein. - Der Tod durch eine Chlorgasvergiftung ist extrem qualvoll!

    ---
    Chronisch sind die Schmerzen dann, wenn der Doktor sie nicht heilen kann. http://www.liebscher-bracht.com/

    

    gesamter Thread:

  • Offenbar haben die syrischen Weißhelme Probleme mit dem Sarinnachschub. - Naclador, 14.02.2018, 09:40

Wandere aus, solange es noch geht.


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