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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Ergänzung Nachrichtenüberblick

    verfasst von Tempranillo, 12.02.2018, 13:46
    (editiert von Tempranillo, 12.02.2018, 14:43)

    Auf den VK-Seiten Dr. iur. Damien Viguiers bin ich auf einen Link zur Juristenzeitung *Dalloz actualité* (Paris) gestoßen, die Faurissons jüngsten Prozeß aufgreift, bei dem er ausnahmsweise nicht Beklagter sondern Kläger gewesen ist.

    Aus dem Artikel übersetze ich die interessantesten Passagen:

    *Das Gericht hört kurz Ariane Chemin (verklagt wegen Verleumdung, T.), die drei mal (den acht-Stunden-langen) Film Shoah von Claude Lanzmann gesehen und "die besten Lehrer gehabt hat". "Ich stehe voll hinter dem, was ich geschrieben habe (Faurisson sei professioneller Lügner und Geschichtsfälscher, T.). Ich habe das nach langer Überlegung getan. Das ist vielleicht der Artikel, den ich in meinem Leben am meisten gelesen und wiedergelesen habe, fünfzig mal." Sie besteht auf der Ernsthaftigkeit ihrer Arbeit. *Ich wollte nicht etwas Pamphlethaftes machen, ich wollte etwas Genaues machen.* Über Faurisson sagt sie mit einem genervten Seufzen: *Er zitiert immer die gleichen Quellen, ich kenne seine Methoden, ich kann ihn nicht einmal anhören.*

    Anhören kann sie ihn nicht, lesen vermutlich auch nicht, dafür kann das Betthäschen von Le Monde-Herauseber Louis Dreyfus jede Menge Dreck über den Herrn Professor auskübeln.

    Einmal hat sie sich sogar aufgerafft, Faurisson zu besuchen. Dort stellt sich schnell heraus, daß sie keinen blassen Schimmer von Raul Hilberg und seiner Erklärung des Holocausts als Folge eines *incredible meeting of minds* und *consensus-mind reading by a far-flung bureaucracy* hat.

    Weiter geht's mit dem Artikel aus der Juristenzeitung:

    *Es kam das Jahr 1976, in dem er sich die Pläne der Gaskammern von Auschwitz-Birkenau verschaffte, *ein wahrer Schatz*, so Faurisson. Die Richterin, mit jovialem Gesicht und permanentem Lächeln, sagt kein Wort. *Und hier*, erklärt Faurisson, *wenn Sie die Pläne haben, ist es vorbei, Frau Gerichtspräsidentin. Das paßt überhaupt nicht zu den Zeugenaussagen*.

    Richterin: *Aber die noch frischen Aussagen der Überlebenden, das erschüttert Sie nicht?*

    Faurisson antwortet mit einem Satz aus Célines *Voyage au bout de la nuit*, nachdem er ausführt, daß er diesen Aussagen ganz entschieden nicht glaube:

    * Le délire de mentir et de croire s’attrape comme la gale*, (Den Wahnsinn zu lügen und zu glauben holt man sich wie die Krätze).

    Sein Anwalt Rechtsanwalt Damien Viguier, entnehmen wir *Dalloz actualité*, habe viel Mühe in diesem Verfahren aufgewendet. Seiner Meinung nach gibt es eine Debatte über die Gaskammern und Faurisson tut nicht mehr, als im Rahmen eines rein wissenschaftlichen Vorgehens die Fakten zu befragen, was der Suche nach Wahrheit entspricht.

    Anwältin Catherine Cohen, Verteidigerin Ariane Chemins: *Ein weiteres mal hat er uns durch sein Reden bewiesen, daß er ein Fälscher ist. Der Beweis, daß er ein Fälscher ist, wurde durch die Aussagen von Historikern in der ersten Instanz beigebracht. Er versucht bei jeder Gelegenheit den kriminellen Charakter der Deportationen zu minimisieren, aber diese sind, ebenso wie der Genozid eine historische Tatsache, deren Negation vom Gesetz bestraft wird. Herr Faurisson ist ein Antisemit, der die Wahrheit seinen Wahnvorstellungen unterwirft.*

    https://www.dalloz-actualite.fr/flash/monsieur-faurisson-est-un-antisemite-qui-soumet-verite-ses-fantasmes#.WoFzGyXOWM9

    Das so unerhört Bezeichnende ist: in nicht einem Verfahren wurde Faurisson auch nur die geringste Verdrehung, geschweige denn Fälschung der Fakten nachgewiesen. Sollte die Darstellung der Pariser Juristenzeitung halbwegs korrekt sein, haben Chemin & Cohen gar nicht erst versucht, zur Sache zu argumentieren und Faurisson stattdessen mit Unterstellungen sowie Ad Hominems eingedeckt.

    Wie schon das IMT setzten sie voraus, in dem Fall die Fälschungen Faurissons, was erst zu beweisen gewesen wäre!

    Die gegen ihn von Ariane Chemin in der ach so seriösen Le Monde vorgebrachten Anwürfe entbehren jeder Grundlage. Wer gegenüber diesem System in echter Opposition steht oder ihm aufgrund von Staatsangehörigkeit und Ethnie im Weg ist, hat jeden rechtlichen Schutz verloren. Als Vertreter einer Köterrasse darf er zuerst straflos beleidigt und verleumdet, danach enteignet, abgemessert und totgeschlagen werden.

    Tempranillo

    

    gesamter Thread:

  • Bellum ante portas? - Barbara, 11.02.2018, 00:16

Wandere aus, solange es noch geht.


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