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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Nur mediales Gekreische, keine Anstalt...

    verfasst von Andudu, 01.12.2017, 14:14
    (editiert von Andudu, 01.12.2017, 14:15)

    > Es wird Zeit, dass wir die Dösbaddel in der geschlossenen Anstalt unter
    > sich lassen und zusehen, dass wir rauskommen hier ... wir sind hier drin
    > fehl am Platze und können das Innere dieser Anstalt nicht ändern.

    ...abgesehen von Berlin und evtl. NRW und den Folgen Merkelschen Irrsinns läuft alles noch weitgehend beschaulich und normal.

    Auch wenn der träumende Deutsche sich gelegentlich in Alpträumen wälzt, gut möglich, dass er bald mal wieder aufwacht, hoffentlich noch bevor er "entschläft".


    Kein neues Phänomen übrigens:

    "1.
    Ich bin ein Allerwelts-Professor,
    Ich kann und lehre mancherlei,
    Aus allen Ländern hab' ich Schüler,
    Von Deutschland bis zu der Türkei!
    Mein Lieblingschüler, der heißt Michel,
    Ich geb' ihm Gratis-Unterricht,
    Denn, stammt er auch vom Deutschen Reiche,
    Sehr reich ist dieser Deutsche nicht.
    Doch er ist lieb und ungefährlich –
    Doch ehrlich ist er – leider viel zu ehrlich,
    Nur träumt er gern den ganzen Tag,
    Da wecke ich ihn oft und sag':
    „Michel hat schon wieder mal geträumt!
    Michel hat schon wieder was versäumt,
    Michel wartet mit der Arbeit bis zu letzt
    Nächste Ostern wirst Du nicht versetzt!“

    2.
    Jüngst hat ich geograph'sche Stunde,
    Hab' meinen Schülern da gesagt:
    „Nennt jeder mal 'ne fremde Gegend,
    Die euch besonders gut behagt.“
    Da zeigt ein Belgier nach dem Kongo –
    Und auf Marokko ein Franzos' –
    Und nun ein Schüler gar aus England,
    Der ließ den Globus gar nicht los.
    Erstaunt sprach ich zum Engeländer:
    „Laß ab, was willste für'ne Menge Länder?“
    Nur Michel träumt in süßer Ruh'.
    Da weckt' ich ihn und rief ihm zu:
    „Michel hat schon wieder mal geträumt!
    Michel hat schon wieder was versäumt.“
    Da erwacht' er und zeigt mit dem Finger da,
    (in kleinen Finger zeigend)
    Auf so'n kleines bisschen Afrika.

    3.
    Von Kunst versteht der Michel alles,
    In Religion da hat er "gut",
    sechs Sprachen spricht er - Deutsch am schlecht'sten,
    Liest er - packt ihn 'ne Redewut.
    Er schreibt auch richt'ger als die andern,
    "Verdienen" klein und "Steuern" groß,
    Nur rechnen könn' die andern besser –
    Darin hat Michel gar nichts los.
    Jüngst frug ich ihn: „Wenn 5 Milliarden
    Im Jahre 70 einst Dein Eigen warden,
    Wie hoch müßt' heut' die Summe sein?“
    Da schlief der Kerl beim Rechnen ein.
    Michel hat schon wieder mal geträumt!
    5 Milliarden hat der Kerl versäumt,
    Endlich rechnet er und was war's End' vom Lied?
    Er hat 5 Milliarden – – Defizit.

    4.
    Im Turnen ist er sehr geschmeidig,
    Er tut oft mehr als seine Pflicht,
    Beim Bücken und beim Knieebeugen,
    Den Aufschwung nur, den kann er nicht.
    Er schwärmt für Vaterlandsgeschichte,
    von Siebzig kennt er jede Schlacht,
    jedoch an 1806
    hat er weit seltener gedacht.
    Die Krisis auf dem Balkanstaaten,
    die hab'n die andern Schüler schnell erraten
    nur Michel schließt –, ich weckt' ihn auf
    und vorwurfsvoll sagt' ich darauf:
    „Michel hat schon wieder mal geträumt!
    Michel hat schon wieder was versäumt,
    Michel, gibt hübsch acht und lern' noch mancherlei,
    sonst setz' ich dich hinter die Türkei"

    5.
    Jetzt wird's bald kritisch, denn zu Ostern
    hab' ich die Prüfung eingesetzt.
    Nun lernen alle doppelt eifrig,
    der eine hilft dem andern jetzt
    der Engeländer kommt zu jedem
    und sagt: „Hilf mir, dann helf' ich dir
    seit mit mir eins – lasst Michel'n träumen,
    dann fällt er durch – dann siegen wir!“
    Selbst Michel's Freund, 'nen Italiener,
    ruft er: „Komm her, bei uns da ist's viel schöner.“
    Der schwankte schon, weil Michel schlief,
    war schon halb dort und alles rief:
    „Michel hat schon wieder mal geträumt,
    Michel hat den Anschluß jetzt versäumt.
    Seht mal bloß da sitzt der Michel ganz allein,
    Und er singt im Traum die "Wacht am Rhein".

    6.
    Doch trotzdem ist mir gar nicht bange,
    der Michel stellt schon seinen Mann.
    Erst kürzlich hat er ja bewiesen,
    dass er sich noch begeistern kann.
    Er ahnt oft selbst nicht seine Stärke –
    die spürt er, wenn Gefahr ihn schreckt.
    Dann träumt er nicht – und wenn er aufwacht –
    dann ist er riesig „aufgeweckt“.
    Deshalb entschuld'ge ich sein träumen,
    kommt das Examen, wird er nichts versäumen,
    denn zur Gefahr ein Träumer sein,
    das fällt ihm nicht im Traume ein.
    Drum sei unbesorgt, wenn Michel träumt,
    der holt nach, was er bisher versäumt.
    Halt' ich Prüfung, werd'n die andern Schüler seh'n:
    er wird jede Prüfung übersteh'n."

    http://www.otto-reutter.de/index.php/couplets/texte/120-der-michel-hat-schon-wieder-mal-getraeumt.html

    Das Lied
    https://www.youtube.com/watch?v=-KAnGD1nr20

    Ist von 1908. Aufgewacht sind wir dann bei der Einkreisung und der russischen Mobilmachung. Bestanden haben wir die Prüfung aber ebensowenig wie die Nachprüfung einige Jahre später :-(

    Zuviel Schlaf tut halt doch nicht gut.

    

    gesamter Thread:

  • Das hatte gerade noch gefehlt – das Märchen Dornröschen ist frauenfeindlich. - nereus, 01.12.2017, 13:38

Wandere aus, solange es noch geht.


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