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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Nachtrag zum (negativen) Flynn-Effekt...

    verfasst von Andudu, 10.11.2017, 12:02

    ...im arte-Video kommt das (typisch nachteiliger Suggestivcharakter von Filmen) so rüber, als könne man den überall feststellen.

    Die Kritik hat mich veranlasst nochmal ein bisschen zu suchen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Flynn-Effekt#Weiterf.C3.BChrende_Entwicklung_nach_1984

    Zitat:
    "Sundet und Kollegen (2004) studierten die Testergebnisse von zwischen Mitte der 1950er Jahre und 2002 getesteten norwegischen Wehrdienstpflichtigen. Während bis Anfang der 1970er Jahre ein starker Zuwachs verzeichnet wurde, verkleinerte sich dieser dann, bis er Mitte der 1990er Jahre verschwand. Der durchschnittliche Zuwachs wurde hauptsächlich durch eine Abnahme niedriger Testergebnisse verursacht. Die Autoren schließen, dass der Flynn-Effekt in Norwegen ein Ende erreicht haben könnte.[12] Laut Sundet und Kollegen (2008) ist dieses Ende des Flynn-Effekts in Norwegen nicht leicht zu erklären, möglich sei aber, dass ein höherer Anteil von Einwanderern[3] (die in den Niederlanden durchschnittlich schlechtere Ergebnisse erzielen[13]) unter den Wehrdienstpflichtigen verantwortlich sei."

    Das ist wohl die Hauptstudie, die erstmals die Umkehrung des Flynn-Effektes feststellte.


    Zitat:
    "Teasdale und Owen (2005) zeigten anhand von Testergebnissen von 500.000 jungen dänischen Männern zwischen 1959 und 2004, dass der IQ Ende der 1990er Jahre einen Höchststand erreichte, von dem er seitdem wieder auf das Niveau vor 1991 zurückgefallen ist. Eine mögliche Erklärung für die sinkenden IQ-Werte in Dänemark ist laut Teasdale und Owen ein Rückgang des Anteils der 16- bis 18-Jährigen in weiterführenden Schulen. Da aus Korrelation keine Kausalität abgeleitet werden könne, seien jedoch auch andere Erklärungen möglich.[4] Ein weiterer Faktor könne Immigration sein. So zeigen niederländische Daten, dass Kinder von Immigranten schlechter bei Intelligenztests abschneiden als ethnisch niederländische Kinder.

    Neben diesen Ergebnissen aus Norwegen und Dänemark stellten auch Studien aus Australien (2005) und dem Vereinigten Königreich (2007) eine Stagnation bzw. einen Rückgang des gemessenen IQs fest.
    "



    Es gibt also einigermaßen verlässliche Daten für Norwegen, Dänemark, Australien und GB, die, kombiniert mit Erkenntnissen aus den Niederlanden, nahelegen, dass Immigration eine Rolle spielt.

    Das ist (zumindest für die erste und zweite Generation der Immigranten) auch plausibel.

    Allerdings sind 4 Länder nicht die Welt, noch nichtmal der Westen. Kennt jemand von euch noch zusätzliche?

    Flynn selbst stellt wohl eine weitere Zunahme fest (selbe wiki-Quelle):
    "Flynn stellte dagegen in seinem 2012 erschienenen Buch Are We Getting Smarter? einen weiteren Anstieg der Intelligenz fest. Deutschland verzeichne einen Anstieg von 0,35 Punkten pro Jahr, Brasilien und die Türkei fast doppelt so viel. Verändert habe sich allerdings die Art der Intelligenz. So verbessere sich vor allem das visuelle und logische Denken der Kinder, der Wortschatz hingegen nur unwesentlich."

    Dass die Entwicklungsländer sich verbessern (bessere Nahrungsversorgung und Bildungschancen), ist naheliegend und steht auch nicht im Widerspruch dazu, dass Einwanderer hier den Durchschnitt senken, da diese Länder ja von einem niedrigeren Niveau kommen.

    Für Deutschland müsste man wohl heutzutage nochmal nachmessen, da ist gefühlt sehr viel passiert...

    

    gesamter Thread:

  • Was haben negativer Flynn-Effekt und Kalifornien gemeinsam? Sehr faszinierend! - Andudu, 09.11.2017, 11:22

Wandere aus, solange es noch geht.


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