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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Danke für die Gedanken

    verfasst von Ashitaka, 08.11.2017, 20:45
    (editiert von Ashitaka, 08.11.2017, 20:58)

    Hallo Uwe,

    > ein interessanter Ansatz den Du vorstellst, der wohl in die Richtung eines
    > Mustervergleiches führen wird, denn anders kann ich deine Frage
    > bezüglich der unterschiedlichen Entwicklung der Preisausbildung der
    > beiden vorgestellten Papiere nicht verstehen.

    Der Mustervergleich dient sicherlich als ein Einstieg bzw. zur Orientierung. Ich will aber auf mehr hinaus als eine bloße Mustererkennung und daran ausgerichtete Zählung. Ich will das Entfaltungspotential des Preises begreifen.

    > Die Idee, die Elliottwellen an den gleitenden (exponentiellen)
    > Durchschnittslinien zu zählen, ist für den Überblick und als
    > „Einführung“ sicher
    > ein guter Weg, führt aber im Detail dazu, dass Regeln der Elliottmuster
    > nicht mehr stringent kontrolliert werde können (so darf z.B. die
    > Preisspanne der Welle 2 nicht die Preisspanne der Welle 1 überschreiten,
    > die Preisspanne der Welle 3 darf in einem Impuls niemals die
    > kleinste Welle im Vergleich zu den Wellen 1 und 2 sein, die Preispannen
    > der Wellen 2 und 4 dürfen sich nur bedingt den gleichen Preisraum
    > einnehmen).

    Die EMAs und von mir im unteren Bereich dargestellten Steigerungswerte sind zeitunabhängig, d.h. die Steigerungswerte verändern sich nur dann, wenn sich der Preis über oder unter eine bestimmte Mindestspanne bewegt. So können Wellen erkannt werden, die bei zeitabhängigen Kerzen nur schwer erkennbar sind.

    Dass die Preisspannen nicht über- bzw. unterschritten werden dürfen ist mir klar. Ansonsten wäre halt noch ausreichend bzw. zu wenig Auftrieb der EMAs vorhanden, um eine Elliott-Zählung fortzusetzen. Die Richtung der EMAs ist meiner Ansicht nach von einer natürlichen Harmonie ihrer Steigerungswerte abhängig (Fibonacci-Relationen).

    > Du stellst nun die Frage zur Diskussion, ob es eine Erklärung dafür
    > gibt, weshalb die Kursentwicklungen, nach einem abgeschlossenen
    > Korrekturmuster in den jeweiligen von Dir vorgestellten Charts (BTCUSD vs.
    > APPLE), so unterschiedlich in ihrer Mächtigkeit sind.
    >
    > Nur mit der Sicht auf Dein eingestelltes Bild vermute ich, dass die
    > vorrausgegangene 5 (Mitte Sep. 2017 für BTCUSD und Mitte Juni 2017 für
    > APPLE)
    > in unterschiedlichen Wellengraden zu zuordnen sein werden.
    >
    > Hier könnte es hilfreich sein, auf Divergenzen in der Wertereihe der
    > Differenz von zwei gleitenden Durchnistlinien zu achten (z.B. die Differenz
    >
    > EMA(5)-EMA(34), wobei ich mehr die Erfahrung mit einfachen gleitenden
    > Durchschnittszahlenreihen habe) , die mitunter die Einschätzung erlauben,
    >
    > ob ein Endpunkt 5 den übergeordneten Wellenpunkt III markiert hat und
    > somit die aktuelle Welle, nach der abgeschlossenen Korrektur
    > (Wellenpunkt IV, die von Dir markierte c) eine übergeordnete Welle V
    > ausbildet. Hier könnte dann eine Erklärung dafür liegen, warum die
    > Dynamik
    > der Preisentwicklung sich verlangsamt.

    Tolle Gedanken. Ich suche die Harmonie, glaube erkannt zu haben, dass die Prüfung aller Abstände der auf den Fibonacci-Zahlen basierenden Steigerungswerte der EMAs einen ganz klaren Blick auf die Kraft der Welle (ihr Entfaltungspotential) ermöglicht. Wenn du da die ABC-Korrekturen vergleichst, wird deutlich, dass die Steigerungswerte von Apple im Vergleich zu BTCUSD zwar ähnlich verlaufen, aber eben nicht harmonisch genug im Sinne der Fibonacci-Relationen. Das führt später dazu, dass den Steigerungswerten der Apple-EMAs während der Welle 3 die Harmonie im Sinne der Fibonacci-Relationen fehlt. Die Ursache dieser fehlenden "Mächtigkeit" liegt also in der Vergangenheit, nicht allein in der Gegenwart. Sehr deutlich ist dies am Steigerungswert des 89 tägigen EMA zu beobachten.

    Ich behaupte: Der Preis ist ein Verhältnis, welches durch die Ausdehnungsfolgen der Vergangenheit (hier exemplarisch von EMA 377 und kürzer) und den gegenwärtigen Marktaktivitäten (ab EMA 1 und länger) begründet wird. Der Preis ist also etwas, was durch die Aktivitäten der Vergangenheit und Gegenwart hin und hergerissen wird. Das macht es so schwer, sich eine Vorstellung über die Ursachen der Wellenbewegungsmuster zu machen. Und ich will eine Vorstellung davon gewinnen, die es mir möglich macht, ohne Kenntnis der zukünftigen Marktaktivitäten das gegenwärtige Entfaltungspotential des Preises zu begreifen, der Wahrscheinlichkeit des Erfolgs wegen.

    Das ist unheimlich faszinierend und für mich schwer in Worte zu fassen. Ich würde mich PM gerne mit weiteren Analysen bzw. Prognosen erklären und mich gedanklich austauschen. Egal wer Interesse hat.

    Herzlichst,

    Ashitaka

    ---
    Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
    Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
    die Welt im Innersten funktioniert.

    

    gesamter Thread:

  • Elliott Wellen Analysen aus einer tiefergehenden Perspektive (Am Beispiel BTCUSD und AAPL) - Ashitaka, 06.11.2017, 20:50

Wandere aus, solange es noch geht.


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