Das Gelbe Forum Forum nach Zeit sortieren Forum nach letzter Antwort sortieren die 150 neuesten Beiträge
Forum-Menü | Fluchtburg autark am Meer | Goldpreis heute | Zum Tode von Jürgen Küßner | Bücher vom Kopp-Verlag
ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Bitcoins und Altcoins realistisch sehen...

    verfasst von Andudu, 13.09.2017, 10:09
    (editiert von Andudu, 13.09.2017, 10:14)

    ...sie sind reines Spekulationsobjekt. Keine "Währung" im klassischen Sinne (auch wenn es wohl einige Shops gibt, die sie akzeptieren), nur bedingt zur Wertaufbewahrung geeignet, da der spekulative Charakter überwiegt.

    Bitcoin und Bitcoin-Cash sind dabei das "Gold" der Szene, da am weitesten verbreitet und unterstützt, sie haben sozusagen eine "Marke" und ein gewisses Vertrauen, es gibt Handelsplätze, nennenswerte Umsätze und ausreichend KnowHow. Bei Altcoins muss man oft mühsam recherchieren, wie die Generierung aussieht, wieviele es maximal geben kann (Inflationierungsgefahr der jeweiligen "Währung"!), ob die Algorithmen was taugen, ist auf zwilichtige ausländische Handelsplätze angewiesen etc. Wer es schafft eine zu etablieren ist reich! Daher werden die Versuche nicht abnehmen, allerdings gehe ich nicht davon aus, dass es oft gelingen wird.




    > Gründe: Es verstoße zum einen gegen die eigenen Regeln der Bank und zum
    > anderen seien solche Personen dumm. Beides sei gefährlich für das
    > Geldhaus.

    Die Banken sind da viel schlauer, die investieren lieber in Spekulationsimmobilien...

    Macht auf mich eher den Eindruck, dass die ein bisschen Panik haben.


    > http://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/devisen-rohstoffe/china-drohendes-bitcoin-handelsverbot-sorgt-fuer-verwirrung/20311476.html
    > 11.09.2017 - Drohendes Bitcoin-Handelsverbot sorgt für Verwirrung
    > Ein chinesisches Wirtschaftsblatt berichtete am Freitag, dass der
    > Bitcoin-Handel im Reich der Mitte verboten werden könnte. Eine offizielle
    > Erklärung des Regulierers steht noch aus. Börsianer rätseln weiter über
    > die Zukunft des boomenden Handels mit Bitcoin & Co. in China. „Die Leute
    > warten immer noch auf eine offizielle Erklärung des Regulierers“,

    China ist wichtig, allerdings vermutlich ausreichend korrupt und löchrig, so dass da immer wieder Geld rauskommt. Wenn du dir den Chart anschaust: er geht gerade steil nach unten. Gab es in der Vergangenheit auch schon. Mich würde es nichtmal wundern, wenn das der chin. "Regulierer" macht, um da selbst einzusteigen oder um einen Teil des chinesischen Devisenberges da strategisch unterzubringen oder zu verteilen...

    Denn der große Vorteil dieser Währung ist doch: man sieht nicht, von wem, zu wem da Geld geschoben wird, da beliebig viele anonyme Konten dazwischen sein können. Optimal um etwa strategische Investitionen zu verschleiern oder andersweitig Geld zu waschen.

    Mein Fazit ist: solange man IRGENDWO auf der Welt eine solche "Währung" in reale Werte (oder echte Währung) tauschen kann, so lange werden (zumindest die etabliertesten) Coins überleben. Schon weil sowohl Opposition (Wikileaks und Co) wie auch das organisierte Verbrechen und Steuerbetrüger das am Leben halten.


    > Arthur Hayes, Chef der Handelsplattform BitMEX. Da offenbar nicht alle
    > Anleger dem Medienbericht über ein geplantes Verbot glaubten, hielten sich
    > die Kursverluste bislang in Grenzen. Sollte es allerdings doch dazu kommen,
    > müsse mit einem Bitcoin-Kursrutsch unter 4000 Dollar gerechnet werden.

    Eine
    https://de.wikipedia.org/wiki/Selbsterf%C3%BCllende_Prophezeiung


    > Aufgeschreckt wurden die Anleger durch einen Bericht des chinesischen
    > Wirtschaftsblatts „Caixin“ vom Freitag, wonach die Behörden eine
    > Schließung der Handelsplattformen für Cyber-Geld erwägen. Wenige Tage
    > zuvor hatte China die sogenannten Initial Coin Offerings (ICO) verboten.
    > Über dieses Vehikel werden analog zum Initial Public Offering (IPO) –
    > dem Börsengang eines Unternehmens – neue Digital-Währungen geschaffen.

    Meine Vermutung: die wollen vor allem neue Konkurrenz zum Bitcoin verhindern.


    > Einem Insider zufolge gibt es in der chinesischen Regierung Überlegungen
    > zum Verbot des Handels mit Bitcoin & Co. Die Handelsplattformen OkCoin und
    > Huobi hatten demnach keine zusätzlichen Informationen zu diesem Thema. Die
    > Zentralbank war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

    Spannend.


    > Chinesische Anleger versuchen offenbar, ein mögliches Verbot zu umgehen.

    Jede Wette :-)


    > Co. weiter zu handeln. Den chinesischen Börsen zufolge laufen 90 Prozent
    > des weltweiten Handels mit Cyber-Währungen über ihre Plattformen.

    Das wäre bemerkenswert... so es denn stimmt.



    > diese Währungen steht keine Regierung oder Zentralbank ein, daher wird ihr
    > Kurs allein durch Angebot und Nachfrage bestimmt.

    Gegenfrage: wenn 90 Prozent des Umsatzes weg ist, sinkt dann zwangsweise der Kurs? Nein. Ein Kursanstieg hängt nämlich nur davon ab, wieviele Netto-Neukäufe dazukommen und den Preis treiben. Solange der Umsatz einfach komplett abgeknippst wird, kann es sein, dass der Kurs unbeeindruckt bleibt, er könnte sogar steigen, wenn mehr Verkäufer als Käufer ausgeschalten wurden.

    Wer den Kurs durchaus runterprügeln kann, sind aber die Chinesen, die Bitcoin und Co verkaufen, um wieder rechtzeitig in reale Währungen investiert zu sein. Kommt das Verbot explizit nicht, ist aber mit einer Rally Zurückkehrender zu rechnen, evtl. kommt die Rally auch schon durch Leute, die das Verbot umgehen. In der Vergangenheit war es immer so.

    Beliebte Spekulationsobjekte zu verbieten, ist für eine Regierung nicht einfach und ein großes Unruherisiko. Deshalb schätze ich, dass die lediglich ein bisschen Druck ausüben und Unsicherheit schaffen wollen, sonst hätten sie schon gehandelt. Aber wissen kann man es nicht.



    > ein paar Jahren befragte ihn der US-Fernsehsender CNBC zu der
    > Kryptowährung. „Haltet euch von Bitcoin fern. Es ist eine Fata
    > Morgana“, sagte der Milliardär 2014.

    Welche Spekulationsblase ist das nicht? Welchen realen "Wert" hat z.B. Gold?
    Nur den, dem man ihm beimisst. In einer krisenhaften Welt, kann der enorm sein.



    > „Es ist nur eine Methode, Geld zu
    > übermitteln, eine effektive Methode, die auch anonym funktioniert. Aber
    > das kann ein Scheck auch. Sind Schecks viel Geld Wert?

    Barschecks werden m.W. nur von der Bank akzeptiert, die sie ausgestellt hat. Man ist abhängig von der Bank und oft vermutlich national gebunden. Man kann sie nicht online transferieren und kann, anhand der Summe, sie relativ einfach zuordnen, zumal heutzutage kaum noch genutzt. Außerdem sind sie nicht als Spekulationsobjekt geeignet.

    Buffett wird alt...


    > dass Bitcoin überbewertet sei. „Der Glaube, dass Bitcoin einen großen
    > Eigenwert hat, ist meiner Meinung nach ein Witz.“

    "Eigenwert" ist ein Witz. Selbst Aktienunternehmen haben immer nur einen temporären und wackeligen "Eigenwert", der vom gesamten Marktumfeld, von Angebot und Nachfrage der Produkte, vom aktuellen Wert der Immobilien etc. abhängig ist. Welchen Eigenwert hat z.B. eine popelige Webseite wie Facebook? Oder Ebay? Sie haben nur den Wert, dass sie von (fast) allen genutzt werden.

    Theoretisch könnte das über Nacht vorbei sein, aber die Leute sind halt träge und Quasimonopole langlebig, selbst wenn es längst bessere Alternativen gäbe...


    > http://www.faz.net/aktuell/finanzen/kommentar-bitcoin-taugt-nicht-als-
    > Bitcoin als Spekulationsobjekt als von ihrem Nutzen als Währung. Als
    > Währung ist Bitcoin im Moment aus vielen Gründen schlichtweg ungeeignet.

    Wird es immer sein, zumindest im Sinne einer echten nationalen Währung. Seine begrenzte Anzahl macht es deflationär. Würdest du in einer guten Wirtschaftsphase einen Bitcoin-Kredit aufnehmen, könntest du ihn vermutlich niemals zurückzahlen, da sein Wert immer mehr steigt...

    Für Spekulationen ist aber genau das der ausschlaggebende Nutzen :-)



    > So geht es in der Wirtschaft um Menschen, da geht es um Vertrauen –
    > Wirtschaft ist viel mehr als Mathematik und Zahlenfolgen.

    "um Menschen" *pruuust*, ja den Eindruck habe ich auch immer an der Börse...
    Sowieso kein Argument gegen Bitcoin, das soll ja nicht "die Wirtschaft" ersetzen.


    > wurde durch die zuletzt erfolgte Abspaltung in zwei Währungen – Bitcoin
    > Cash und Bitcoin – nachhaltig erschüttert.

    Kann ich nicht erkennen. Würde vielleicht passieren, wenn das öfter passiert, dann wären die Macher aber dumm. Zur Zeit ist es eher so, dass die technisch Verunsicherten mit Bitcoin-Cash Morgenluft wittern, während der alte Bitcoin nicht wesentlich eingebüßt hat.

    

    gesamter Thread:

  • Die Zukunft von Bitcoin und Altcoins ?! - Mr.Dux, 13.09.2017, 08:50
    • Bitcoin - EinSportfreund, 13.09.2017, 09:55
    • Bitcoins und Altcoins realistisch sehen... - Andudu, 13.09.2017, 10:09

Wandere aus, solange es noch geht.


CoinInvest – Ihr Edelmetallhändler










436197 Postings in 52817 Threads, 944 registrierte Benutzer, 1805 User online (24 reg., 1781 Gaeste)

Das Gelbe Forum: Das Forum für Elliott-Wellen, Börse, Wirtschaft, Debitismus, Geld, Zins, Staat, Macht (und natürlich auch Politik und Gesellschaft - und ein wenig »alles andere«) | Altes Elliott-Wellen-Forum

Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahren Sie alles zum Datenschutz