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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Danke, sehr interessant! Ein befreundeter Chefarzt meinte vor Jahren schon

    verfasst von azur E-Mail, 10.01.2016, 21:40

    Hallo Helmut,

    danke sehr, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, uns das mal so aufzubereiten. Das sind ja Informationen, die man so schnell sonst nicht zusammenfindet.
    Und vor allem gute Besserung!

    Habe es ja schon oft aus eigener Erfahrung geschrieben: Ostheopathie ist klasse. Denn wenn der Körper nicht im Lot ist, dann schlagen die Problem logischerweise an den überlasteten Stellen "durch". Muss wegen meiner Krankheiten jede Woche gerichtet werden, und das ist "der Bringer" schlechthin.

    Weiter: Es ist ja bekannt, dass vieles in Deutschland teuer ist, als anderenortes. Handytelefonate, Benzin usw. Erkläre mir das so, dass bei so vielen Verbrauchern bei den entsprechenden Lobbys, Verbänden, Konzernen usw. soviel Geld zusammenkommt, verglichen mit z. B. einem Wirtschaftsraum von z. B. 5,7 Mio in der SK (danke sehr für die super Zuschrift über die Slowakei - sehr schade, dass dies nicht hier im Forum steht!!). Also können diese Großgesamtheiten auch ganz anderes wirtschaften, bis hin eben zur Einflussnahme. Denn Einflussnahme bedeutet vor allem Arbeit (und Schmieren). Wer also viele Leute und Medienvertreter (und Entscheider, wie Politiker) beschäftigen kann (und bezahlen kann), der hat mehr Einfluss.

    Nehmen wir an, der slowakische Verband kann pro Nase 0,5 Euro einnehmen und verwenden und der deutsche, wegen eines anderen Preisniveaus (allerdings auch der zu benutzenden Gewerke, Entscheider usw.) 2 Euro, dann kommt bei den einen ein Budget von rund 3 Mio, bei den anderen 160 Mio zusammen. Also hat ein deutscher Verband, selbst wenn er nur einen Teil vom Kuchen abbekommt, zig Mal mehr zur Verfügung, um seine Interessen durchzusetzen. Das scheint mir (zumindest mit-) entscheidend, wer was durchgesetzt bekommt.

    Und das gilt natürlich nicht nur im Bereiche der Gesundheit.

    Wir wissen ja auch, dass es eine Vielzahl von lokale Managern mehr verdienen, als der BK. Chefs von Krankenhäusern, Nahverkehr, Stadtwerken etc. pp. Ein Menge reicher CEOs, die bei Fehlern mit irren hohen Abfindungen gehen, gemessen an dem, was dafür erst mal erwirtschaftet werden muss.

    Ein befreundetet Chefarzt sagte mir, dass es natürlich einerseits die teure Gerätetechnik wäre, aber vor allem auch, dass so viele sehr alt werden und dabei sehr lange teuer versorgt würden (Pflegeeinrichtungen, die die "Kostenerzeuger" lange zu Gewinnen machen). Bin aber nicht vom Fach und kann das nicht so einschätzen, wie z. B. Gaby, die ja schon oft darüber schrieb (das ist ja ein sehr altes Thema im Forum).

    Und das bezahlten dann eben alle anderen mit.

    Umlagemodelle kennt jeder Unternehmer.

    Aber wie gesagt: Hier haben die "Großen" ganz andere Mittel zuzulangen und Preise zu gestalten. Es ist ja nichts Neues, dass die Medikamentenpreise in Deutschland absurd hoch wären. Und da viele "nur Kassenpatienten" sind (denn die sind nicht weniger wert, als andere! - und es ist auch t. w. ein Luxusproblem, denn eine Gesundheitsversorgung wie hierzulande, würden sich viele, viele andere herbeisehnen), werden sie so behandelt, wie Du es von den Kindern und Senioren in Rumänien beschreibst. Die bekommen es umsonst.

    Kostenfrei war es auch in der DDR, und zwar für jeden. Und soweit ich mich entsinne, war auch vieles noch ohne Zuzahlung im Westen", als wir hinzu kamen. Und auch Westler sagten, nunr wo das Gegengewicht und der Wettkampf damit weg ist, würde abgebaut. Und so war es ja auch. Zumal die Neocons ja 2ihren" Systemsieg als Rechtfertigung für alle möglichen Schweinereien benutzten.

    Allerdings war es in der DDR auch einfacher: Ein Kasse für alle. Jeder zahlte da ein. Keine teueren Werbeetats von zig Kassen fielen an. Vor allem aber auch kein Aufwand sich mit Kassen auseinander zu setzen. Mir fiel schnell auf, dass die Bürger im Westen unheimlich viel mit Steuern und Krankenkassen beschäftigt waren. Ein Haufen Lebenszeit geht dafür drauf. Und es paralysiert ja auch. Wer sich mit Kassen und Finanzämtern (kannte man im Osten nicht) rumschlagen muss, der hat in der Zeit kein Auge und Nerv für z. B. gesellschaftliche Fragen. Ob das gewollt ist?

    Schlussendlich: Wie auch andere sagen: Die Apparate kosten, und zwar nicht nur viel Geld, sondern auch Zeit und Kraft.

    Vorteilhaft ist aber, dass Märkte, wo sich viel verdienen lässt, die Entwicklung von Geräten und Medikamenten befeuern. Das sah ich auch in den USA, wo ich mit meinen Reiseversicherungen versorgt wurde und dabei oft Dinge erlebte, die hier erst später 'normal' wurden. Allerdings eben nur für einen Teil der Bevölkerung, der dann eben länger lebt und auch gesünder. Gute Pflege, Herr Doktor...

    Ein sicher schwieriges Thema. Vor allem auch, wie man es so gestaltet, dass es gerecht zugeht. Also die Krankenschwester, die hart schuftet, aber wenig verdient, genauso gut versorgt wird, wie ein Chefarzt. Unser Freund hat eine seltene Krankheit und braucht irrsinnig teure Medikamente, die wirklich helfen. Da er ein begnadetet Operateur sein soll, wird man eventuell leichter entscheiden haben, dass er es bekommt. Zumal er viel verdient und viel einzahlt.

    Hohe Umsätze sind zum Glück für alle Kassen usw. von Vorteil, und so spart man zum Glück nicht wie an einem, der nicht mehr viel einspielen kann, weil die Gesundheit es schwierig macht.

    Eigentlich müssten ja Dinge in einem großen Markt günstiger werden, als in einem kleinen...

    Wie kann man erreichen, dass alle gut versorgt werden. Auch die, die z. B. keine Gattin oder Kinder von Schwerverdienern sind (die oft auf ärmere herabschauen, ohne die Leistung von diesen zu erbringen). Wie sollen Krankenschwester und deren Kinder gut versorgt werden oder Leute, die z. B. die Schicksalsschläge nicht Medizin studieren konnten, auch wenn sie Voraussetzungen dafür hatten.

    Dies nur ein paar Überlegungen dazu.

    Viele freundliche Grüße

    azur

    ---
    ENJOY WEALTH
    (Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

    Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

    

    gesamter Thread:

  • Kosten im Gesundheitswesen (Megabeitrag) - helmut-1, 10.01.2016, 20:22

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