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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Chart du Jour: Post-Euro-Abwertungpotential der Währungen von Griechenland, Portugal, Spanien, Italien

    verfasst von HuangJin E-Mail, 23.06.2012, 08:38
    (editiert von HuangJin, 23.06.2012, 08:57)

    Die Länder der europäischen Südschiene hatten bekanntermaßen in den Jahren und Jahrzehnten viele wirtschaftliche und fiskalische Ungleichgewichte durch gezielte und chronische Abwertung ihrer Währungen ausgeglichen. Nach dem Eintritt in den Euroraum ist dieses Regulativ für die Länder ausgefallen, was ja für immense Spannungen sorgt, die sich nun an anderer Stelle zu entladen drohen.
    Hier die Entwicklung der Süd-Währungen von Portugal, Italien, Griechenland und Spanien gegenüber dem US-Dollar als Referenz in den Jahren bis zum Euro-Eintritt:
    [image]
    Verschiedene Autoren haben in den letzten Monaten darüber räsoniert, um wieviel verschiedene Länder (insbesondere Griechenland) ihre neuen Währungen nach dem Euroaustritt abwerten würden. Oder abwerten müßten. Gesehen habe ich Zahlen zwischen 50 und 80%, allerdings leider ohne jegliche Erklärung zu diesen Prognosen.
    Ich habe daher mal wieder ein wenig mit Währungshistorien experimentiert. Meine Frage lautet: "Angenommen, die "Süd-Länder" hätten in den 12 Jahren seit der Euro-Einführung weiter so abgewertet wie sie das früher taten...: wo würden ihre Währungen dann heute ungefähr stehen?"
    Und: "Mal angenommen, das Land würde per heute aus dem Euro ausscheiden und der angestaute Abwertungsdruck würde sich entladen...: wie hoch wäre das Abwertungspotential?"

    So sieht das Ergebnis dann aus (Anmerkungen zum Schluß des Posts):

    A) Griechenland:
    [image]
    Abwertungspotential: 73%?

    B) Spanien:
    [image]
    Abwertungspotential: 65%?

    C) Portugal:
    [image]
    Abwertungspotential: 77%?

    D) Italien:
    [image]
    Abwertungspotential: 55%?

    Völlig anders sähe das möglicherweise für Deutschland bei einer Rückkehr zur D-Mark aus. Rein graphisch betrachtet hätte die Neue Mark sogar etwas Aufwertungspotential.
    [image]

    Anmerkungen:
    Dies sind nun alles reine Chart-Spielereien, die sozusagen graphisches ceteris paribus verkörpern. Das Ergebnis finde ich zunächst mal beeindruckend und einigermaßen schlüssig. Ich bin mir allerdings unschlüssig darüber, ob eine solche Extrapolation angesichts vieler völlig veränderter wirtschaftlicher und fiskalischer Parameter seit Euro-Einführung überhaupt grundsätzlich sinnvoll ist.
    Wenn ja, ist es der richtige Ansatz, wie oben dargestellt eine exponentielle Trendlinie durch die Währungshistorie zu legen?
    Oder wäre eine lineare Extrapolation eher angemessen, resultierend in einer entsprechend geringeren Prognose für das Abwertungspotential? Oder...?
    Ich bitte um Eure Meinungen und um konstruktive Kritik des Dargestellten!

    ein schönes Wochenende wünscht
    HuangJin

    ---
    故福之為禍,禍之為福,化不可極,深不可測也。 Thence, good fortune turns into bad fortune, and bad fortune turns into good fortune. These changes never reach an end, their complexity can never be fathomed.

    

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  • Chart du Jour: Post-Euro-Abwertungpotential der Währungen von Griechenland, Portugal, Spanien, Italien - HuangJin, 23.06.2012, 08:38

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