Das Gelbe Forum Forum nach Zeit sortieren Forum nach letzter Antwort sortieren die 150 neuesten Beiträge
Forum-Menü | Fluchtburg autark am Meer | Goldpreis heute | Zum Tode von Jürgen Küßner | Bücher vom Kopp-Verlag
ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Elliott-Grundkurs, Teil 10: Der Goldene Schnitt / die Goldene Spirale / Fibonacci-Relationen in den Wellen

    verfasst von -ELLI- Homepage E-Mail, 04.03.2012, 18:01
    (editiert von -ELLI-, 08.09.2013, 18:51)

    Die bisherigen Lektionen: Teil 1 - Teil 2 - Teil 3 - Teil 4 - Teil 5 - Teil 6 - Teil 7a - Teil 7b - Teil 8 - Teil 9


    -----------------------------------

    Das berühmte Fibonacci-Verhältnis, auch genannt Goldener Schnitt, findet sich in vielen von Menschen geschaffenen (Bau-)Werken, aber auch in der Natur, zum Beispiel in den Proportionen des menschlichen Körpers oder im DNA Molekül:

    Bild 62:
    [image]

    In den Pyramiden ist der Goldene Schrift auch irgendwo verarbeitet, aber ich weiß nicht mehr, wie bzw. wo.
    Es gibt jedenfalls unzählige Beispiele; bei Interesse bitte danach googeln.

    -----------------------------------

    Neben dem Goldenen Schnitt geht es auch die Goldene Spirale...

    Bild 63:
    [image]

    ... der die Fibonacci-Zahlen zu Grunde liegen.

    -----------------------------------

    Die Goldene Spirale in der Natur - ein(e) Nautilus aus der Familie der Perlboote:

    Bild 64:
    [image] [image]

    -----------------------------------

    Weitere Beispiele:

    Bild 65:
    [image]

    ----------------------

    Nun wieder der Praxisbezug zu den Wellen.

    Bild 66:
    [image]

    Die typischste und harmonischste Korrektur-Relation der Welle 2 beträgt 61,8 %. Das ist der Idealwert, den man gerne immer sehen möchte, aber punktgenau findet man ihn äußerst selten. Ich sage: Alles im Bereich von 50 % (bzw. 1/3 - 2/3) ist häufig. Unter 38 % sollten es nicht sein, über 99,9 % dürfen es nicht sein.

    ------------------------

    Und für Welle 4...

    Bild 67:
    [image]

    ... werden 38 % als Idealwert angegeben, aber häufig sind es weniger, manchmal nur wenige Prozent-Punkte. Und nur ganz selten mehr als 50 %.

    ------------------------

    So, liebe Leser, das war schon der Grundkurs in aller Kürze. Ich hatte ursprünglich gedacht, es würden mehr als zehn Teile werden, aber nun bin ich schon durch.

    Mit den Elliottwellen ist es so ähnlich wie mit dem Schachspiel: Es gibt nur ein paar wenige Regeln, aber die Möglichkeiten sind endlos. Übung, Übung, Übung macht den Meister. Auch eine Geige hat nur vier Saiten, aber sie zu beherrschen ist eine Kunst. Aber es gibt Menschen, denen "liegt" diese Elliott-Technik sehr und sie können sich sehr schnell einarbeiten und ein Marktgefühl entwickeln. Mustererkennung ist das Zauberwort.

    Ich hatte es schon mal erwähnt, dass die Elliott-Wellen selbstverständlich keine hundertprozentige Erfolgsquote liefern können, auch nicht bei meisterhafte Anwendung. Ich persönlich halte 75 % aber für absolut realistisch. Die Quote allein ist allerdings nur "die halbe Miete" - mindestens genauso wichtig ist eine absolute (ich möchte sagen: emotionslose) Konsequenz bei der Anwendung, einschließlich eines strikten Moneymanagements. Bei sehr, sehr vielen Trades ist einfach die Position zu groß, um noch einen kühlen Kopf zu behalten - auch und gerade, wenn die Position mal in die falsche Richtung läuft. Gerade dann nämlich kommt es darauf an, an einer vorher definierten Stelle auszusteigen. Und genau das schaffen die wenigsten, einen Verlust zu begrenzen und zu realisieren, solange er noch klein ist. Verluste lähmen wie ein Nervengift.

    Die meisten Elliott-Bücher und -Lehrgänge stecken ungeheuer viel Ehrgeiz in die Unterscheidung verschiedener Korrektur-Wellen in allen Feinheiten, in der Hoffnung, mithilfe dieser Eingruppierung eine Korrektur besser "in den Griff" zu bekommen. Meine Erfahrung aus vielen Jahren hat mir gezeigt, dass - und ich wiederhole mich - Korrekturen in ihrer internen Struktur unberechenbar sind, alles ist möglich.

    Und auch das Folgende habe ich schon angedeutet, aber es ist so wichtig, dass ich es wiederholen möchte:

    Es kommt bei der Elliott-Methode in aller erster Linie darauf an, Impulse (= Trendrichtung) von Korrekturen (= gegen die Trendrichtung) zu unterscheiden. Und wenn man dann, ganz wichtig, immer das übergeordnete Bild im Hinterkopf hat, kann man mit einer erstaunlichen Zuverlässigkeit den weiteren Verlauf prognostizieren. Wobei es gar nicht darauf ankommt, wo ein bestimmtes Kursziel liegen könnte. Die RICHTUNG muss stimmen, der Rest ist zweitrangig. Wenn ein Kursziel erreicht ist, kann man das anhand der Muster bis dahin erkennen, vorher oft sowieso nicht.

    Wenn dagegen Muster nicht sehr deutlich sind - auch das habe ich schon gesagt - dann lässt man in die Finger von diesem Markt; es gibt genügend andere und heutzutage auf alles Mögliche Instrumente.

    Ich werde mal in der nächsten Zeit auf meiner Festplatte nach passenden Elliott-Beispielen aus dem früheren Abo suchen - auch wenn sie alt sind, darauf kommt es ja beim Lernen nicht an. Sie können aber auch nach den von mir hier im Forum schon gezeigten Grafiken suchen, zum Beispiel hiermit:
    http://www.dasgelbeforum.de.org/search.php?search=.gif&ao=and&u_name=-ELLI-

    Und jetzt...

    [image]



    P. S.: Der Kurs kommt natürlich demnächst in die Sammlung.

    

    gesamter Thread:

  • Elliott-Grundkurs, Teil 10: Der Goldene Schnitt / die Goldene Spirale / Fibonacci-Relationen in den Wellen - -ELLI-, 04.03.2012, 18:01

Wandere aus, solange es noch geht.


CoinInvest – Ihr Edelmetallhändler










441154 Postings in 53250 Threads, 946 registrierte Benutzer, 780 User online (8 reg., 772 Gaeste)

Das Gelbe Forum: Das Forum für Elliott-Wellen, Börse, Wirtschaft, Debitismus, Geld, Zins, Staat, Macht (und natürlich auch Politik und Gesellschaft - und ein wenig »alles andere«) | Altes Elliott-Wellen-Forum

Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahren Sie alles zum Datenschutz