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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Lieber reich und gesund als arm und krank?

    verfasst von heller, 07.10.2011, 11:12

    > Die untersten vier Antworten geben einen Hinweis, wer uns die Sache
    > eingebrockt hat. (untere Balkengrafik)
    >
    > Ich finde in diesen Umfrageergebnissen weder viel falsches Bewusstsein
    > noch massenhafte Blödheit.
    >
    > frosch


    Lieber Frosch,
    Deine Grafiken schätze ich sehr, vielen Dank dafür!
    In diesem speziellen Fall finde ich aber keine aussagekräftige Schlussfolgerung.

    Du schreibst nur
    "Ich finde in diesen Umfrageergebnissen weder viel falsches Bewusstsein
    noch massenhafte Blödheit."
    Der Satz ist zwar vielleicht richtig. Doch sagt er nicht, was Du tatsächlich gefunden hast (nur was Du eben nicht gefunden hast). Der Einleitung Deines Beitrages zufolge bist Du ja auf der Suche nach der Klugheit und nach dem "richtigen Bewusstsein".
    Und Klugheit oder richtiges Bewusstsein lässt sich aus den Umfrageergebnissen eben genau nicht ableiten. Vielmehr sind die Prozentzahlen ohne Kraft und Biss. Es ist ja logisch, dass man gerne ein besseres Gesundheitssystem hätte und weniger Stress mit der Wettbewerbsfähigkeit (mich wundert eher, dass es nur um die 50% sind, und nicht 80%). Und wieviel Klugheit muss man besitzen, um höhere Steuern vorauszusehen?

    Ebensowenig lässt sich allerdings aus den Ergebnissen herleiten, dass die Masse ein falsches Bewusstsein hätte oder blöd wäre. Ich selbst bin ein Verfechter direkter Demokratie und halte die Entscheidungsfähigkeit der Masse für wesentlich reifer als die von Parteipolitikern. Ich hätte also eigenlich gerne in Deiner Grafik eine Bestätigung gefunden.

    Doch es lässt sich eigentlich überhaupt nichts aus der Umfrage ableiten - jedenfalls nicht aus der knappen Zusammenfassung, die Du gegeben hast. Die Originalstudie habe ich nicht gelesen.

    Ich hielte es für viel interessanter, Korrelationen zu untersuchen:
    Sind z.B. die Antworten zum Gesundheitssytem vom Gesundheitszustand des Befragten abhängig, von der Höhe des eigenen Krankenversicherungsbeitrages, vom Wahlverhalten usw.?
    Alle Befragten in einen Topf zu werfen, führt zu lapidaren Ergebnissen und eben genau NICHT zu einer Prüfung, ob eine Oberschicht oder die Politikerkaste signifikant anderes entscheiden würde als andere Teile der "Gesamtmasse".

    Sehr typisch und gleichzeit sehr dumm finde ich den
    > "[...] Hinweis, wer uns die Sache eingebrockt hat [...]"
    Logisch, dass die, die am weitesten weg sind am meisten "schuld" sind.

    Leider wurde gar nicht danach gefragt, ob vielleicht die Bevölkerung selbst was ändern könnte / sollte und daher eine gewisse Verantwortung trägt. Auch was der Befragte selbst tut, um die Kommunalpolitiker, Bundespolitiker etc. umzustimmen, wäre interessant. Oder ob er außer "Aktueller Kamera" und Stammtisch noch andere Kanäle nutzt, um die Vorgänge um ihn herum zu verstehen und selbst Einfluss darauf zu nehmen: von konzentrierten Diskussionen ohne Alkohol über Bücher und Vortragsveranstaltungen bis zur Mitarbeit bei einer Tafel oder bei Robin Wood. Vom Verhalten "auf Arbeit" bis zur Suche nach einem geeigneteren Arbeitsplatz. U.s.w. und so fort....

    Genug geschrieben!

    Mit Spannung warte ich auf Deine nächsten Grafiken,
    Heller

    

    gesamter Thread:

  • froschgrafik: Bertelsmann-Umfrage zur sozialen Marktwirtschaft - frosch, 07.10.2011, 08:53

Wandere aus, solange es noch geht.


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