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ZITAT »Die Eliten und Politiker sind so abgehoben von der Realität, die kümmert wirklich nur noch ihre privaten Luxusprobleme, die sie nur in politische Korrektheit verpacken, um sie durchsetzen zu können.«

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    Zufall oder nicht?

    verfasst von Menschenkind, 24.08.2011, 17:27

    Hallo Francisco,

    > Nun, ich finde den Sachverhalt weder belustigend noch erschreckend, ich
    > sehe es nach wie vor emotionslos realistisch.

    Welchen Sachverhalt genau meinst Du?

    a) "Namhafte Makroökonomen vertreten öffentlich die Auffassung, Wirtschaftswachstum entstehe aus Zufallsbewegungen." ... Diesen Sachverhalt finde ich heute noch belustigender als gestern; und habe bereits Bauch- und Wangenweh davon.

    b) "Jemand bringt im offiziellsten debitistischsten Internetforum die unter c) genannte These in die Diskussion ein." ... Diesen Sachverhalt finde ich heute allerdings auch nicht mehr so wahnsinnig belustigend, da die darin enthaltene Komik doch etwas oberflächlich-flach war. Meine dahingehende gestrige Bemerkung war tatsächlich etwas niveau-arm; sorry dafür.

    c) "Wirtschaftswachstum entsteht aus Zufallsbewegungen." ... Bei allem Respekt, aber das ist alles mögliche, bloß kein Sachverhalt. Es ist genau genommen noch nicht einmal eine Aussage, die falsch oder wahr sein könnte und im zweiteren Falle dann einen Sachverhalt beschriebe. Es sind vier Wörter ohne jeden Sinnzusammenhang. Dazu weiter unten mehr...

    d) Es gibt da aber tatsächlich einen Sachverhalt, den auch ich weder belustigend noch erschreckend finde, sondern nach wie vor emotionslos realistisch sehe; und zwar den folgenden:

    "Nach der Beseitigung der vorökonomischen Solidaritäts- und Redistributionspflichten und -strukturen durch eine Bürgerliche Revolution werden diese durch ökonomische Strukturen und das Prinzip von Eigenverantwortlichkeit ersetzt. Die hierdurch entstehenden Freien Eigentümer sind nun gezwungen, ihren Lebensunterhalt zu erwirtschaften, in dem sie ihr Eigentum bewirtschaften. Dazu produzieren sie Waren, um diese auf dem Markt zu verkaufen; dies können sie aber nur, indem sie die Produktion (vor-)finanzieren. Hierbei entstehen Geld und Zins, wobei das zur Tilgung der Zinsschuld erforderliche Geld aber niemals existiert, sondern jeweils aus neuen (wiederum zinsbelasteten) Kreditkontrakten geschöpft werden muss. Daher steigen die gesamtwirtschaftliche Schuldensumme sowie die "Geldmenge" permanent an, d.h. die Wirtschaft wächst."

    So in etwa "entsteht" nämlich "Wirtschaftswachstum". Wer diese Zusammenhänge unter dem Begriff "Zufall" subsummieren möchte, kann das natürlich gerne tun, läuft dabei aber Gefahr, den Eindruck zu vermitteln, als seien Ihm die tatsächlichen Ursachen des Phänomens "Wirtschaftswachstum" gar nicht bekannt.

    > Ich kann nun hier aus zeitlichen Gründen nicht alle Werke, die sich mit
    > dem Zufallsprinzip - vor allem in der Ökonomie - auseinandergesetzt haben,
    > aufzählen.
    >
    > Stellvertretend also nur 2 Werke

    Ich kann die beiden Werke (aus zeitlichen Gründen) natürlich nicht jetzt auf die Schnelle durchlesen, habe aber auch so eine gut begründete Vermutung, wie die Jungs auf die Idee vom "zufälligen Wirtschaftswachstum" gekommen sind, und würde diese Vermutung hier mal kurz kundtun:

    Die Makroökonomen haben 250 Jahre lang versucht, das Phänomen "Wirtschaftswachstum" innerhalb der herkömmlichen (nicht-debitistischen/nicht-eigentumsökonomischen) Wirtschaftstheorien schlüssig zu erklären und zu verstehen, und sie sind 250 Jahre lang daran gescheitert. Das liegt ganz einfach daran, dass diese herkömmlichen Wirtschaftstheorien falsch sind und von daher ungeeignet, die tatsächlich beobachtbaren Phänomene zu erklären. Nun müssen Makroökonomen aber auch irgendwie ihren Lebensunterhalt verdienen, und dazu müssen sie Werke produzieren, Forschungsergebnisse, Bücher. Vor diesem Hintergrund sind nach 250 Jahren reiner Frustration beim Thema Wirtschaftswachstum nun halt ein paar Kollegen auf die Idee gekommen, einfach ein bisschen Literatur über "Wachstum durch Zufall" anzufertigen.

    Denn wenn ich von der These, dass ökonomische Phänomene doch irgendwie mit Nutzung oder Tausch von Gütern ursächlich zusammenhängen müssen, trotz all ihrer Unzulänglichkeit nicht abrücken kann oder will, dann werde ich nicht in der Lage sein, Phänomene wie Konjunkturzyklen oder Wachstumstrends zu erklären, sondern werde gezwungen sein, sie für zufällige Phänomene zu halten. Denn dass diese ökonomischen Phänomene existieren, ist wohl schwer zu leugnen. Da fällt ein bisschen eloquentes Bla über's Zufallsprinzip dann doch deutlich leichter. Noch leichter und vor allem erkenntnisreicher wäre es allerdings, einfach ein bisschen Heinsohn oder DGF zu lesen. Da steht nämlich drin, wie Wirtschaft entsteht, und warum die dann automatisch wachsen muss und immer wächst.


    Das Menschenkind grüßt.


    gesamter Thread:

  • Malik sieht Lösung der aktuellen Krise mit Bezug auf Debitismus und Elliott - zip, 23.08.2011, 10:25

Wandere aus, solange es noch geht.


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