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ZITAT »Diese Verschwörer sind aber nicht die Wurzel allen Übels, sondern ausführende Kräfte des Zeitgeistes.«

    Leben in/ mit der Krise: Teil 1 Vorräte

    verfasst von Bär E-Mail, 10.10.2009, 15:38

    Krisenvorbereitung Teil 1 Vorräte

    Mit diesem Beitrag knüpfe ich an die bisherigen Beiträge zu diesem Thema an und handele die einzelnen Säulen der Krisenvorbereitung ab. Er ist gedacht als Mitmachbeitrag und lebt erst, wenn viel Wissen von vielen Köpfen zusammen kommt. Für jedes Wissen was hier einfließt schon jetzt herzlichen Dank, auch wenn ich nicht jeden einzelnen Beitrag würdigen kann.


    Teil 1 Vorräte

    Das Verständnis unserer Gesellschaft für die Verantwortung, besonders in Zentraleuropa, ist in den letzten 60 Jahren mehr und mehr abhanden gekommen. Romeos Beitrag zu dem Thema weiter unten ist weiter führend.

    1. Nahrung:

    Am Anfang steht die Bemessung des Bedarfs. Wie viele Personen sollen über welchen Zeitraum versorgt werden. Danach lässt sich die Menge an Kohlehydraten, Eiweiß, Mineralien und Fetten bemessen

    Für die Lagerung sollte man möglichst Produkte mit langer Haltbarkeit wählen. Ein rollierendes Verfahren stellt sicher, dass die Nahrungsmittel so frisch wie möglich sind. Nach meinen Recherchen ist Getreide als Grundlage das Beste. Getreide in größeren Mengen ist derzeit spottbillig und wird in den Kommenden Monaten nach EW noch eine schöne Welle 5 hinlegen. Da diese Entwicklung unsere Bauern den Kopf kosten wird, von 7 Cent (danke DcMontain für die Info), und künftig noch mehr machen sie das meiste Geld wenn sie nicht produzieren.

    Vergangene Krisen haben gezeigt, dass trotz Hunger es sich nicht lohnte Mais und Getreide zu ernten wegen des niedrigen Preises. Diese Tendenz sehe ich heute auch.

    1. 2 Kohlehydrate


    Aus Getreide können wir nicht nur Brot backen. Nudeln, Bier, Müsli sind eine gesunde Grundlage für die Ernährung. Auch Alkohole lassen sich herstellen und sind neben dem eigenen Verzehr auch medizinisch, zur Konservierung und zum Tauschhandel bestens geeignet.

    Bei der Lagerung ist darauf zu achten, dass trocken und dunkel gelagert wird und, dass Nager keinen Zugang finden. Die Lagerfähigkeit beträgt dann Jahre. Bewährt haben sich 200 l Maischebottiche. Ich habe sie bei ZG Raiffeisen erworben. Mein Biobauer empfiehlt, das Getreide regelmässig zu bewegen. Das ist gerade noch machbar mit 200 l.

    Darüber hinaus lässt sich Getreide gut einschweißen und ist dann ewig haltbar. 1 kg Pakete stellen sicher, dass nicht zu viel mit einem Mal verarbeitet werden muss und acu Mischbrote beliebig hergestellt werden können. Brot mit Sauerteig ist ohne Zusätze herstellbar. Hefe emfehle ich dennoch einzulagern, weil kompliziertere Teige mit Roggen, Dinkel oder Amaranth schwerer gehen und Hefe dabei hilft. Auch für Kuchen sind Hefeteige gut. Die Variationsbreite in der Küche ist mir wichtig.

    Ich habe mich für einen größeren Teil Weizen entschieden. Roggen und Amaranth für Brot zum beimischen sind ein sinnvoller Luxus wobei Amaranth enorm viel Magnesium enthält, welches wir durch unsere Nahrung und Wasser kaum genug bekommen. Körner wie Sonnenblumen etc. bringen zusätzlich Fette und Geschmack in die Sache. Leider ist die Haltbarkeit ölhaltiger Samen sehr eingeschränkt und sie müssen unbedingt verbraucht und erneuert werden.

    Zum Bierbrauen, in geringen Mengen nur meldepflichtig beim Zoll aber steuerfrei, benötigt man Gerste, Hopfen und Hefe. Diese Zutaten lassen sich auch nur begrenzt lagern. Auf die Bierherstellung gehe ich nicht genauer ein. Das lässt sich bei Bedarf recherchieren.

    Unterstützende Gerätschaften sind eine gute mechanische, also stromunabhängige, Getreidemühle. 1 kg Mehl mit einer kleinen Mühle von Hand zu verarbeiten ist echt harte Arbeit. Ich empfehle die zwar teure, aber wenn man auf Basis von Getreide bleiben will, sinnvolle Anschaffung der Diamant 525.

    http://www.top-emma.de/top-getreidemuehlen/ka_diamant.shtml

    Diese Mühle kann auch mit Hilfe eines Fahrrades oder ähnlich betrieben werden.

    Eine Nudelmaschine erspart die verfallbedrohten Nudeln zu lagern. Zusätzlich ist für die Autarkie auch ein mechanischer Fleischwolf zu empfehlen. Neben Zerkleinerung lassen sich auch Würste usw. herstellen. Zeit könnte man im Extremfall ja genug haben.

    Ein Brotbackautomat ist heute sinnvoll, aber nur mit Strom zu benutzen. Das kann ins Auge gehen. Ich empfehle einen Holzbackofen anzuschaffen, wenn die räumlichen Möglichkeiten bestehen ihn zu stellen und anzuschließen. Die gibt es gebraucht bei Ebay für wenig Geld. Alternativ kann auch vielleicht Zarathustra seine Erfahrungen mit Fladenbrot in der Bratpfanne schildern. Als Minimalvariante ist es gut geeignet. Auf anderen Feuern kann mit Hilfe von Alufolie auch durchaus Essbares hergestellt werden.

    Die Ergänzung der Nahrung durch Kartoffeln spreche ich unter Subsistenz später an.

    Reis lässt sich ebenfalls gut lagern und ist ein sinnvolle Abwechselung. Zusammen mit einem Wok lassen sich asiatische Speisen energiesparend und gesund herstellen. Krise muss ja nicht heißen erbärmlich zu leben finde ich.

    Nicht zuletzt bitte auch an Hülsenfrüchte denken. Sie enthalten essentielle Aminosäuren und sind lebensnotwendig. Erbsen, Bohnen, Linsen haben nicht nur die bekannten Nebenwirkungen. Sie sind ewig haltbar, trocken und dunkel gelagert, und leicht zu zu bereiten. Und sie machen lange satt.

    Ein Wort noch zum Zucker. Zucker würde heute als Droge keine Zulassung bekommen da sehr schädlich. Dennoch empfehle ich viel Zucker ein zu lagern. In Russland war Zucker zeitweise Währungsersatz. Er ist als Energieträger geeignet, lässt sich zu Alkohol brennen und man kann damit konservieren. Darum gehört Zucker ins Vorratslager. Honig ist ebenfalls unbegrenzt haltbar und liefert noch wichtige Mineralien und viele weitere Stoffe.

    1.3 Fette

    Nun wird es komplizierter. Fette haben wir derzeit so im Überfluß in der Nahrung, dass ganze Industriegesellschaften kollektiv verfetten. In einer Krise sieht das anders aus. Fette enthalten Energie satt und sind ernährungsphysiologisch nötig zur Ernährung.

    Handelsübliche Öle sind kühl und dunkel gelagert etwa 1 Jahr haltbar. Danach entwickeln sich ungesunde Stoffe in den Fetten und es wird ungenießbar. Also hier besonders auf den regelmässigen Austausch achten oder einfach Schwund einkalkulieren.

    Butter lässt sich bevorraten als Ghee und, elektrische Versorgung vorausgesetzt, in der Kühltruhe bedingt vorhalten. Das schränkt die Krisenvorsorge aber ein. Also suchen wir nach Fetten, die länger haltbar sind. Fündig werden wir bei Ölsardinen und Thunfisch in Öl jeweils in Dosen. Die enthaltenen Öle sind zwar minderwertig, meist Sonnenblumenöl welches im Krebsverdacht steht, aber sind die einzige mir bekannte Alternative Fette über viele Jahre zu lagern.

    Im Rahmen der Selbstversorgung ist das Pressen von Fetten aus ölhaltigen Samen möglich. Solche Handpressen kosten rund 30 – 40 Euro und genügen durchaus für die Versorgung mit Öl zum Verzehr. Für den Betrieb ist ein Brennstoff nötig, der auch zu bunkern ist. Als Samen bieten sich neben Raps und Sonnenblumen bei uns verschiedene Nüsse an. Aus der Kriegszeit sind Bucheckern bekannt. Mischwald in der Nähe vorausgesetzt ist der Bedarf einer Familie so durchaus zu decken.

    1.4 Mineralien, Vitamine

    Wenn die Versorgung mit Mineralien und Vitaminen nicht hinreichend möglich ist empfiehlt sich die Anschaffung von heute noch sehr günstigen Pillen für den Notfall. Besonders Vitamin C lässt sich in 100 g Gebinden günstig erwerben, ein Multivitaminpräparat wie das von L.dl ist kostengünstig zu bekommen.

    Eine Diskussion ob solche Präparate sinnvoll sind können wir unter dem Aspekt der Krisenvorbereitung vernachlässigen.

    Für den täglichen Bedarf sollte man dennoch alle Möglichkeiten nutzen um an frisches Gemüse/Obst zu kommen. Beim Spaziergang kann man heute darauf achten wo solche Früchte, nicht nur Äpfel und Birnen, auch Hagebutten und Sanddorn wild wachsen. Häufig findet man sogar Quitten in der Innenstadt in irgendwelchen Beeten. Auch Kräuter aus der Natur helfen beim Mineral- und Vitaminhaushalt aus. Ich empfehle die Anschaffung entsprechender Literatur.

    Eine geniale Möglichkeit ist, sich einen Keimapparat, im Zweifel geht es auch ohne, anzuschaffen. Es gibt eine große Menge von Sämereien für jeden Geschmack, die sich auf der Fensterbank keimen lassen. Allein schon Weizenkörner sind eine Delikatesse. Der Vorteil liegt auch darin, dass die ganze Pflanze mit Wurzel und Blatt zur Verfügung steht. Ein paar Tropfen Wasser und die Ernährung ist erheblich bereichert. Man kann regelrecht süchtig werden nach dem täglichen Vitaminkick.

    Tomaten auf dem Balkon kann jeder ziehen und auch ansonsten sollten alle Möglichkeiten zum Anbau in Betracht gezogen werden, sofern sicher gestellt ist, dass man auch selbst ernten kann. Beim Schrebergarten bin ich mir da nicht so ganz sicher. Die Lösungen sind individuell.

    1.5 Eiweiß

    Auch hier bitte keinen Glaubenskrieg zwischen Fleischessern und Veganern. Eiweiß brauch der Körper. Wie das jeder anstellt ist seine Sache.

    Die oben bereits erwähnten Ölsardinen bringen neben Eiweiß und Fett auch Jod in die Nahrung. Im Falle einer Strahlenbelastung ist dies von erheblichem Vorteil wenn der Jodakku prall gefüllt ist. Nichts anderes wird mit Jodpräparaten erreicht. Thunfisch erfüllt ähnliche Funktionen.

    Die guten Heringe in Soßen bieten auch Fette, wenn auch in bescheideneren Mengen. Auch hier bietet zum Beispiel L..l sehr viele verschiedene Soßen und damit eine gewisse Vielfalt zu guten Preisen an.

    Viele Fleischkonserven haben, für mich unverständlich, ein kurzes Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben. Es ist halt ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Nach Ablauf ist das Zeug noch lange nicht giftig. Lediglich Farbe, Konsistenz und Geschmack gehen dann langsam verloren. Eine aufgeblähte Dose ist schlecht und ungenießbar. Ansonsten würde ich statt zu verhungern auch eine etwas abgelaufene Dose jederzeit essen.

    Ich wähle Fleischkonserven nach ihrem MHD und danach, ob ich das Fleisch mag, aus. Auch sinnvoll ist, darauf zu achten, wie viel Fleisch drin ist. Häufig sind Soßen dabei und die bringen nicht das erwünschte Eiweiß. Ich achte also neben der Fleischmenge auch darauf ob das Fleisch zu einer Hauptmahlzeit kompatibel ist. Nudeln mit Tomatensoße können statt mit Hackfleisch auch mit Putenfleisch aus der Dose angereichert werden.

    Auch Gulasch in Dosen wird teilweise mit viel Fleischanteil angeboten. Mit frischen Kräutern von der Fensterbank, Knoblauch und einem Schuß Wein aus dem Lager lässt sich das Schlimmste für den Gaumen verhindern.

    Neben der Tiefkühltruhe zur Lagerung von Fleisch, die aber abhängig ist, bietet sich auch die Trocknung an. Mageres (!!!) Muskelfleisch lässt sich durch Trocknung gut konservieren. Nicht nut Hunde lassen sich mit getrockneten Pansen, Rinderherz (Fett immer abtrennen weil es schnell ranzig wird) und Muskelfleisch füttern. Beef jerky ist eine bekannte Delikatesse und die Herstellung ist einfach.

    Eingeschweißt ist es lange haltbar. Um mir größere Bestände anzulegen warte ich ab bis die Landwirtschaft, sorry Landwirte, ich wünsche euch als meinen Ernährern alles erdenklich Gute, die großen Bestände keulen muss. Dann ist das Rohmaterial für eine gewisse Zeit billigst zu haben.

    Sicher ist es so eine Sache mit getrocknetem Fleisch, aber in der Not frisst der Teufel Fliegen.

    Nicht nur Kinder mögen Milch. Milch bietet Eiweiß, ist aber als H-Milch nur begrenzt haltbar. Prinzipiell kann man so viel Milch vorhalten wie verbraucht wird bevor das MHD abgelaufen ist. Das ist etwa so 3-4 Monate. Ich empfehle zusätzlich Trockenmilchpulver. Gute 100 Gramm geben einen Liter Milch. Auch hier bitte rechtzeitig austauschen und verbrauchen. Trockenmilch ist nicht der Hit aber bevor gar keine Milch verfügbar ist nehme ich sie halt.

    2. Getränke/Wasser

    2.1 Wasser


    Alle Vorbereitung ist nichts ohne Wasser. Nach drei Tagen sind wir ohne Wasser am Ende.

    Wasser lässt sich lagern. Ohne Zusatzstoffe ist bei 3 Monaten etwa die Grenze erreicht. Der Mensch brauch etwa 3 Liter täglich. Das macht im Jahr 1.000 Liter. Pro Person und Jahr einen 1.000 Literbehälter vor zu halten übersteigt die Grenzen der Meisten. Außerdem ist hier auch zur Verhinderung von Verkeimung Micropur oder gleichwertig nötig.

    Das Bedürfnis sich zu betäuben sollte nicht vernachlässigt werden in einer Krise. Diese oder jene Flasche Schnaps ist auch als Tauschmittel sehr begehrt.

    Aber zurück zum Wasser. Katadyn bietet einen für 50.000 Liter ausreichenden Filter an mit Silberbeschichtung der Membran. Für mich stellt er das Optimum dar weil er autark zu betreiben ist, jede Krise überdauert und keine Ersatzteile braucht.

    Schon heute sollte man sich Gedanken machen woher das Rohwasser zu beziehen ist. Eine Quelle hat nicht jeder, einen Brunnen oder Gebirgsbach auch nicht. Aber vielleicht lässt sich eine Regenwasserleitung anzapfen, Grundwasser ist erreichbar oder gibt in der Nähe einen Fluß.

    2.2 Getränke

    Getränke sind, wenn genug Wasser vorhanden ist entbehrlich, tragen aber nicht unerheblich zum Wohlbefinden bei. Hier möge jeder für sich entscheiden. Ich empfehle Getränke bereits heute ausreichend an zu schaffen und rollierend zu ersetzen. Coca Cola, Bier, Säfte, was auch immer heute verbraucht wird kann gelagert werden.

    Wer sich schwer tut nur Wasser zu trinken, kann mit gelagertem Sirup ab und an aufpeppen.

    Ob nun eine Kiste Bier im Keller steht oder 5 gestapelt auf der gleichen Fläche ist nicht wichtig. Gibt es kein Bier ist es gut den Vorrat zu haben, besonders für Bären. Wer es sich zutraut, kann die Komponenten zum Brauen vorhalten. Das ist platzsparend und beschäftigt sinnvoll z.B. bei lang anhaltender Arbeitslosigkeit.


    3. Medizin

    Viele medizinische Produkte sind nur aufwändig her zu stellen. Eine Versorgung zu angemessenen Preisen, wir wollen unsere Kruegerrand und Maple Leafs ja nicht gleich für unsere Pillen ausgeben, ist nicht gesichert. Ich unterscheide verschiedene Arten.

    3.1 Medikamente zum Hausgebrauch.

    Kopfschmerztabletten, Bepanthensalbe und Monatsbinden/Tampons lassen sich frei und reichlich erwerben. Ein Vorratshaltung ist recht einfach. Jeder kann den Bedarf seiner Familie ermitteln und da vorsorgen.

    Eine Brille auf Vorrat lässt sich häufig beschaffen. Man kann, wenn die Sehstärke sich verändert, auch da vorsorgen indem man eine Sichtstärke nimmt, die man künftig braucht. Im Zweifel gibt es in vielen Supermärkten für wenig Geld auch Brillen zu kaufen

    3.2 Medikamente für bestehende Krankheiten

    Hier wird es schwierig wenn sie verschreibungspflichtig sind. Ich versuche als Privatpatient die Rezepte immer etwas zu früh zu holen und auch hier rollierend aus zu tauschen. Wer Kontakte zu einem Tierarzt und ein Tier hat kann auch manchmal da auf Verständnis hoffen. Ansonsten bieten sich für viele Krankheiten auch Bachblüten, Naturheilmittel wie Schwedenkräuter, Schüsslersalze und Globuli für die verschiedensten Zwecke usw. bedingt an.

    Vielleicht lässt sich der Hausarzt überzeugen „für den Urlaub“ etwas mehr zu verordnen oder man bescheißt ein wenig und nimmt die Hälfte bis der Arzt das Doppelte verschreibt. Sorry, ist nicht meine Art, aber es geht um meinen Hintern.

    3.3 Medikamente für den akuten Gebrauch


    Hier fallen insbesondere Antibiotika an. Diese lassen sich schlichtweg für Nichtmediziner nicht bunkern da sie zu speziell sind und verschreibungspflichtig.

    Hierzu habe ich im Selbstversuch ein Gerät getestet welches für mich nicht nur einen vollwertigen Ersatz sondern sogar etwas Besseres als Antibiotika darstellt. Nach einem Hundebiss eines Fremdhundes hatte ich eine deftige Entzündung in der Hand. Die Infektionsstelle zeigte deutliche Reaktionen und ich musste zur OP. An Tag zuvor habe ich einen Zapper nach Dr. Clarke benutzt. Ob es das Gerät: Concept Clark Type CL-300 von der Firma Holistic Health Products NL noch gibt, kann ich nicht sagen. Das möge jeder selbst bei Bedarf in Erfahrung bringen.

    In der OP wurde jede Menge nekrotes Gewebe entfernt was aufzeigt, dass eine deftige Entzündung vorhanden war. Der Befund des Abstriches zeigte aber das keine, absolut keine, Bakterien wie die übliche Streptokokken mehr in der Wunde waren. Nachweisbar waren sie durch das Gerät abgetötet worden und der Chefarzt stellte nach dem Ergebnis sofort die Antibiotika ein. Das wäre eigentlich nach drei Tagen ein Kunstfehler, aber sie waren schlichtweg tot.

    Über Diskussionen zur Schweinegrippe kann ich nur lächeln, weil ich mit dem Teil, seitdem ich es nutze, keine Infektion mehr hatte. Die Problematik der Antibiotika hat sich erledigt für mich. Ich habe ein paar Geräte auf Vorrat gekauft und genug Batterien in Blechbehältern.

    Ist die medizinische Versorgung nur noch eingeschränkt vorhanden empfiehlt es sich Gerätschaften für kleine und im Zweifel auch mehr, Operationen zur Verfügung zu haben. Nadel, Faden, Skalpell, Zangen, Arterienklemmen, Mittel zur Wunddesinfektion (ja auch trotz Zapper) und wichtig auch zur Lokalanästhesie, sind sinnvoll.

    Auf Germanium 132 möchte ich kurz hinweisen. Bei Bedarf bitte die Google-Maschine nutzen. Ein von mir sehr geschätzter Spezialist in Krisenvorbereitung (Basey) schwört darauf.

    3.4. Literatur

    Gute Fachliteratur, nicht nur zu Medizin, sollte in keinem Haushalt fehlen.

    Beispiel:
    Wo es keinen Arzt gibt, David Werner


    3.5 Hygiene

    Hygiene als eine Voraussetzung für Gesundheit ist ein wichtiger Faktor, umso mehr in Krise. Welche persönlichen Vorstellungen jeder hat ist weniger wichtig, im Zweifel lässt sich mit einem üppigen Vorrat an Kernseife, Körperpflege, Wäsche waschen, Geschirr spülen, selbst Zähne putzen unter einen Hut bringen. Nur es muss genug davon da sein.


    4. Sonstiges

    Alles, was sonst regelmäßig gebraucht wird, bitte einmal gründlich durchgehen. Geschirrspülmittel, Salz für die Geschirrspülmaschine, Nähnadeln (kommen heute aus China), Faden, Feuerzeuge, Kerzen (satt bitte und ich meine wirklich satt), Gas, Butan, Lampenöl, Brennpaste, Spiritus und sonstige Brennstoffe zur Nahrungszubereitung auf Gaskocher, Wok und Mogolentopf...die Liste ist individuell.

    Vorräte an Treibstoffen und Ölen sind gesetzlich eingeschränkt. Wie jeder für sich damit umgeht, muss jeder selbst entscheiden. Dass das Auto nicht wochenlang mit leerem Tank rumsteht, dass ein Heizöltank auch voll sein sollte ist selbstverständlich. Ideen gibt es genügend. So kann der Heizöltank durchaus nach Umbau der Heizung auf Holzheizung noch voll sein. Ob da nun Diesel für den Allradwagen, der auch als Schlepper im Notfall oder den Dieselgenarator gedacht ist, drin ist, oder Heizöl weiß ja keiner.



    Mein Zwei-Finger-Adler-Augen-Such-System ist gestern um 50% kastriert worden durch einen Gips. Ich bitte um Nachsicht wenn ich mich aus der Diskussion weitgehend heraus halten muss. Dieser Beitrag war zum Glück schon fertig.


    Die zweite Säule Edelmetalle/Wertgegenstände und Teil Drei Subsistenz/Wohnen in der Krise erscheinen bald möglichst. Teil 3 wird auch voraussichtlich Sicherheitsaspekte genauer beleuchten.





    Grüße aus dem Schwarzwald

    vom Bären

    ---
    "Der Preis der Freiheit ist das Leiden, das Böse. Denn die Freiheit der Wölfe ist der Tod der Lämmer"

    Wolfgang Sofsky


    gesamter Thread:

  • Leben in/ mit der Krise: Teil 1 Vorräte - Bär, 10.10.2009, 15:38

Es gibt keinen Planeten B, aber einen Plan B: die Finca Bayano Preisvergleich Gold & Silber

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