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ZITAT »Diese Irritation lässt jedoch nach, wenn man sich intensiv mit den Anfängen des Forums und den Sammlungen beschäftigt.«

    Unser ausgebrannter Planet - ich klage an ! Wir sind Opfer und Täter.

    verfasst von windstill, 01.10.2009, 21:08
    (editiert von windstill, 01.10.2009, 21:11)

    Guten Abend ins Forum, guten Abend wehrter Hopi,

    Öl - der Lebenssaft des modernen Homo Sapiens - ohne Öl sind wir (fast) nichts. Zumindest per Definition, Stand heute.

    zu den Fakten:

    1.) Öl wird es noch in 100, 200, 400 Jahren geben.
    2.) das billige Erdöl eben nicht.
    3.)Saudi Arabien: weltweit die Nummer eins in Förderung und Reserven:
    Peak noch ausstehend. Der einzige große Lieferant, der NOCH vorm Peak steht. Sagt zumindest die offizielle Datenlage, die an Armaco herausgegeben wird - ich bin skeptisch. Fällt jedoch Saudi Arabien als weltweiter Swing Producer in den Peak, dann ist es passiert. Dann kann KEIN anderes bekanntes Land und deren Quellen den Bedarf ausgleichen!!!

    Ergänzend Hopi[[zwinker]]

    Dein Link wahrheitssuche ist vollkommen in Ordung. Der Verfasser spricht die abiotische Enstehung des Erdöls an - ebenso vertritt dies Engdahl und diverse Forscher - nur, nehmen wir an es sei so - wie sollte ein Weltverbrauch von aktuell ca. 83 Millionen Barrel Öl pro Tag abiotisch neu entstehen. Dies ist schlicht einfach nicht möglich. Kein Wissenschaftler konnte je nachweisen, daß sich die vorhanden Giant Fields wieder aufgefüllt hätten. Für mich handelt es sich eher um den Stichpunkt Permeabilität - Öl fließt nach durch die Gesteinschichten. Ein Feld ist kein Tank mit Anfang und Ende[[zwinker]] . Im übrigen das "Geheimnis" von Saudi Arabiens Ölfelder. Das Gestein /Sandgemisch vefügt über eine sehr hohe Permeabilität. So, wäre ich vorsichtig, mit solchen Links.


    Peak Oil wird nach wie vor vollkommen unterschätzt, bildet mit größter Wahrscheinlichkeit die Krise nach der Krise. Kein TARP oder Bail Out wird uns davor schützen. Forget Globalization 2.0. Peak Oil wird uns treffen wie Thor´s Hammer - und (fast) keiner schaut hin - erkennt. Stichwort Hirsch Report, Stichwort Jevon´s Paradoxon.

    Peak Oil wird die Welt verändern - willkommen im Olduvai Tal.

    Ich klage an - wir sind Opfer und Täter. Unser Richter - der ausgbrannte Planet!



    ein alter verfasster Text dazu - der große Selbstbetrug



    Samstag, 7. Februar 2009

    Der grosse Selbstbetrug

    In der Financial Time Deutschland von heute - FTD - ist mir ein sehr interessanter Kommentar aufgefallen. Verfasser Sven Clausen beschreibt hier in "Der grosse Selbstbetrug" eine sich fortwährende Wiederholung der Systeme in Bezug auf uns selbst, dem Menschen. Zitat: "Nach jedem Absturz jammert die Menschheit über das böse Wesen des Kapitalismus. Sie fordert zu viel. Der Kapitalismus ist ein Wirtschaftssystem, kein humanistisches Erziehungsprogramm". So schaut´s aus.

    Ein bemerkenswerter Ansatz von Herr Clausen. Seine Gedanken gehen dahingehend, daß wir Menschen eben unsere selbsterschaffenen Komfortzonen ungern verlassen wollen. Exakt. Sind wir dazu gezwungen, wird alles sofort in Frage gestellt. Alles was jahrlang für uns in Ordnung war. Mit einer der besten Sätze seines Kommentars liest sich folgendermaßen: "Die meisten Menschen in der Wohlstandsgesellschaft leben ganz behaglich mit der Vorstellung, sich in einem Umfeld ständiger Verbesserung zu befinden". Ich darf hinzufügen, daß dies eben der vollkommene Irrglauben ist und werde dies gerne näher erläutern.


    Der Kommentator kommt hier dem wahren Kern recht nahe. Somit absolut lesenswert. Einige Ergänzungen will ich dennoch aufgreifen. Sind gar zwingend um die Matrix besser zu verstehen. Auch ein Rückschluß, in welcher Situation wir uns den aktuell tatsächlich befinden! Was ist notwendig für eine Wirtschaft UND vor allem für diesen vermeintlichen Wohlstand um uns herum? Ich gebe diesem Wohlstand eine treffendere Bezeichnung. Dahingehend was er wirklich ist - purer "Illusionswohlstand". Die Erklärung ist so einfach, daß sie in keinem VWL oder BWL Buch zu finden ist. NOCH gravierender, eben auf keiner Universität oder Fachhochschule auch nur ansatzweise gelehrt wird. Hier fängt der eigentlich Selbstbetrug erst an.

    Aber von vorne. Was benötigen wir um nach einem heute gültigen UND gelehrten System zu wirtschaften:

    1.) den Menschen - physisch und psychisch.
    2.) Rohstoffe jeglicher Art um Produkte herzustellen.
    3.) billige, bezahlbare, ausreichende Umwandlungsenergie.
    4.) ein Tauscheinheitensystem, besser Geldsystem um bei den heutigen Begriffen zu bleiben.

    im Groben sind dies die wichtigsten Hauptfaktoren, unser Wirtschaftssystem zu umfassen. In der derzeitigen Finanz- besser Systemkrise, halten wir uns ausschließlich NOCH bei Punkt 4 auf. Hier brechen gerade reihenweise alte Paradigmen zusammen. Mehr und mehr. Mit Sicherheit lässt sich in naher Zukunft eine weitere Beschleunigung in den Gesichtern der Menschen um uns herum beobachten. Wie schon im ersten Artikel "Zeitenwende" angedeutet, ist für mich völlig klar: Unser momentanes Papiergeldsystem ist im Endstadium angekommen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der Patient in die finale Finanzgruft hinabsteigen muss - für immer in der aktuellen Form zu Grabe getragen wird.





    Um Rohstoffe wie unter Punkt 2 aufgeführt, brauchen wir uns faktisch keine Sorgen machen. Es sind genügend vorhanden. Über Jahrzehnte haben wir gelernt, sie effizienter wieder zu verwenden, zu recyceln. Immer noch unter der Betrachtung unseres derzeitigen Wirtschaftsystems. Eines Systems, welches ich nicht im Ansatz für haltbar erachte, da es Verschwendung, Leid und Verteilungswettkampf quasi "globalisiert". Zumindest jedoch, ist hier eine Form eines "gesunden" Kreislaufs entstanden. Auch, wenn es sich trotz allem in der gesamten Kette unseres aktuellen Systems als ein schwacher Trost darstellt. Nach meiner Schätzung dürfte dies in Summe für ca. 1,5 Milliarden Menschen von Nutzen sein - den Profiteuren, den Nutznießern. Auch der Verfasser und 98 % der Leser. Dem oberen Viertel der Pyramide "Weltbevölkerung". Maximal 2 Milliarden. Der Rest auf unserem Planeten geht leider leer aus. Ich komme nochmals darauf zurück. Vor allem in Bezug auf Punkt 1 - Faktor Mensch.


    Weiter zum Kern. Zu Punkt 3 - der sagenhaft billigen Umwandlungsenergie. Ab hier wird es richtig interessant. In keinem volkswirtschaftlichem Standardwerk wird darauf eingegangen. Es wird als Gott gegeben angenommen. Ab hier entsteht wohl die größte Illusionlehre über unseren so gerne hochgehaltenen Wohlstand. Der großen Fata Morgana, derer wir in großen Teilen unterliegen und dies mit FORTSCHRITT und "verdient" umschreiben. Mein erstes Klickerlebnis dazu - das es nicht so ist - bekam ich nach einer intensiven Leseeinheit des Buches "Unser ausgebrannter Planet - Von der Weisheit der Erde und der Torheit der Moderne"


    Der Autor des Buches Thom Hartmann spricht über fossile Energien wie Kohle, Öl, Gas aber auch Uran, von einem einmalig geschenkten Sonderakku aus gespeichertem Sonnenlicht. Nichts anderes ist Öl und Kohle. Aufgebaut über Jahrhundert Millionen Jahre. Verbraucht, verschwendet in Rekordzeit. Die Förderung von Kohle, Erdöl und Gas ist Erdgeschichtlich betrachtet auf einem Zeitstrahl nicht einmal sichtbar. In knapp 300 Jahren haben wir quasi die Hälfte dieses einmalig erhaltenen Geschenks - dem Sonderakku - verbraucht. Auch hier in einer exponentiellen Kurve. Wir rühmen uns mit Fortschritt, mit der Nutzbarmachung des Atoms. Wir verschwenden diese kostbare Energie jeden Tag, jede Sekunde. Dabei sonnen wir uns weiter im vermeintlichen Illusionswohlstand der Neuzeit. UNSERER selbsterschaffenen Komfortzone. Niemand möchte hier freiwillig heraus. Aufwachen aus der Matrix. Es fühlt sich selbstverständlich gut an. Ausstieg gefällig? Nicht heute...


    In der aktuellen Krise, werden die Grenzen des Wachstums, seit Beginn der industriellen Revolution, Jahr um Jahr wie rote Ampeln überfahren. Vollkommen ignoriert. Ein fataler Fehler unserer weltweiten Führungseliten, der sich vollkommen absehbar, in naher Zukunft, bitter rächen wird. Jegliche Population kann ausschließlich natürlich wachsen und gedeihen, aufgrund der ihr zur Verfügung stehenden Nahrungsmittelangebote. Dazu empfehle ich mal einen Blick auf die Olduvai Theorie-1 , Olduvai-2 und Olduvai-3 zu werfen. Mit dieser Theorie wird dieser Zusammenhang sehr gut beschrieben. Folglich stellt sich natürlich die weitere Frage, WIE haben wir denn über die letzten 300 Jahre gehandelt!? Thom Hartmann geht in seinen Buch noch wesentlich weiter. Er dringt vollkommen zum Kern vor - ohne eine Zeigefinger zu erheben. Brillant und verständlich ausformuliert. Es ist klar ersichtlich, daß unsere tatsächlich verfügbaren Nahrungsmittel, unsere Bevölkerungswachstumskurve, einzig und alleine der irrwitzigen, selbstzerstörerischen Verschwendung dieses Sonderakkus zu Grunde liegt. Wir alle leben in einem permanenten Vorgriff zu Lasten unserer nachfolgenden Generationen. Jedes hergestellte Produkt - ob Tisch, Stuhl, jegliche Nahrungsmittel - in all diesen Produkten stecken wertvolle Energieeinheiten. Ohne diese Umwandlungsenergie ist jegliches VWL und BWL Buch für die Katz. Unsere Papiergeldsysteme sind mit Schmerzen austauschbar. Im übrigen gab es seit dem Jahr 1200 n.Ch. über 300 Staatsbankrotte in der Aufzeichnung. Somit ein völlig normaler Vorgang. Der Sonderakku ist es leider nicht. Zumindest hat mir noch niemand einen gangbaren Weg aufzeigen können, freie Energie zu erhalten. Auch wenn es darüber diverse Theorien gibt, die den Namen "Tesla" tragen.


    Zitat Ludwig von Mises: „Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur ob die Krise früher durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll, oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems kommen soll“


    Meine gravierendste Kritik über die aktuelle keynesianische Wachstumslehre ist aber auch anders sehr gut darstellbar. Das Kernargument seiner Lehre - quasi der zweite Teil von Keynes , welcher im Übrigen nie in den letzten Jahrzehnten angewandt wurde. Nicht in der breiten Masse, nicht von Unternehmen, nicht von Privathaushalten und schon gar nicht von irgend einem Staat weltweit.

    ==>> sparen in guten Zeiten, für schlechte Zeiten.


    Andersherum gefragt, WENN sich diese sicher ehrvolle Tugend des sparens - von ca. einem Fünftel unserer Industriewelt gelebt UND gerne bei jeder Gelegenheit mit Stolz unterstrichen - bei den restlichen Vier Fünfteln durchsetzen würde, wäre Wachstum wie bisher "vorgelebt", selbst nach Keynes und Co. oder jeglicher aktuellen VWL Lehre gelehrt, überhaupt möglich? Klares NEIN. Unsere Systeme sind auf eine permanente Verschuldung bezüglich Wachstum angewiesen. Auf ein Leben im Vorgriff. DER PLANET JEDOCH IST ENDLICH. Eine bittere Erkenntnis, wenn man sie endlich verstehen lernen will. Seinen Rezeptoren diesen Raum der Erkenntnis Platz schafft. Denn so ist es. Die vielen gewachsenen Betriebe landauf, landab brauchen dieses fortwährende Ungleichgewicht zwischen Sparern und Schuldnern. Sie benötigen diese fortwährenden Schuldverkettungsbriefe für allerlei sicher auch unnützes Zeug. Die "Sparer", die Betriebe hätten ihre Illusionsvermögen gar nicht anhäufen können, wenn alle auf einmal sparen würden. Zumindest nicht in der aktuellen illusionären Größenordung. Nachhaltigkeit ist eine eher unbequeme Anpassung an reales Wirtschaften. Wohlstand für alle zu propagieren - wenn man nur will - in der aktuellen BANDBREITE, ist ein weiterer grosser Selbstbetrug unserer aktuell gelehrten modernen Volkswirtschaftslehre. Eine Illusion von Nutzniessern an die Schafherde, die im Gutglauben folgt. Die ebenfalls in Abstufungen nach unten einen Nutzen erhält - quasi den Bonus, somit treu und brav im System mitzuziehen. Dieses Schema funktioniert in Bezug auf die menschliche Gier wie ein schweizer Uhrwerk, seit es die industrielle Revolution möglich gemacht hat. Auch dieser Zusammenhang fehlt mir im Kommentar der FTD. Wenn man in die Matrix hineinkriecht, sie wahrhaftig durchleuchtet, kann man auch zum Schluß kommen, daß VWL, BWL in der Nachbetrachtung, der Erfahrung, mehr und mehr zu einer Lehre der puren Umverteilung von Geldeinheiten genutzt wurde. Nach wie vor wird - der eigentliche Betrug, den wir eventuell nur zu gerne verdrängen! UND auch von jeglichen an Schreibtischen entstandener VWL Theorien.



    Somit mein Fazit über den Kommentar von Sven Clausen. Ein sehr guter Ansatz. Jedoch, unsere Systeme benötigen fortwährendes exponentielles Wachstum. Dies zwingend, dem Zins geschuldet. Dieses im Grundsatz verheerende, nicht nachhaltige Wachstum, generieren wir seit ungefähr 300 Jahren. Dies verstärkt in jüngster Vergangenheit, mit dem Verbrauch dieses einmalig, von der Natur geschenkten Sonderakkus aus gespeicherter Sonnenenergie. Um das System weiter am laufen zu erhalten kam das Uran hinzu. All diese Ressourcen sind jedoch absolut vergänglich und haben fast durchweg ihren Peak gesehen. Wir diskutieren jedoch immer noch um den Begriff des Kapitalismus, oder deren Abwandlungen. Um bunte Farbenirrlehren der Politik - egal welche. Vor allem um den Erhalt unserers Illusionswohlstandes.


    Um einen der Best Of Blogs zu zitieren:

    Das Ende der Kreditexzesse, Gelderschaffung ohne Wertschöpfung, Spekulation statt Produktion, zukünftiger Rohstoff- und Energiemangel (Peak Oil-Gas-Uranium) und ein dramatischer Klimawandel als deutliche Warnungen vor einem "Weiter so"! „Jeder der glaubt, dass exponentielles Wachstum in einer endlichen Welt für immer weitergehen kann, ist entweder verrückt oder ein Wirtschaftswissenschaftler.“ Kenneth Boulding


    Wir sind dringend aufgefordert hinzuzulernen. Natur ist kein Diskussionspartner. Wir haben keine Möglichkeit für einen weiteren runden Tisch, für ein neues Gesetz oder irgendein Bail Out Programm. Vor allem keine Zeit. Stichwort: Hirsch Report (Drei Szenarien-must read). Nein. Natur ist reines Handlungsorgan. Aktion = Reaktion, ohne Wertung, ohne Pardon. Es geschieht einfach. Wir sollten dies auf unsere Tagesagenda setzen. Nachhaltigkeit vor jeglichem selbstzerstörersichem Wachstum. Jetzt. Dies kann aktiv nur bei einem selbst geschehen. In der eigen machbaren Lernkurve. Die Nutzniesser der Systeme, die breite Masse des einen Fünftels, unsere weltweite Führungselite, wird dies mit Sicherheit nicht für uns tun. Nein, sie werden uns wieder das alte System verkaufen wollen. Diesmal wird die Begrüdnung lauten - wir haben durch die alten Fehler gelernt, dieses mal haben wir verstanden. Alles wird besser. Auch dies ein Relikt der Geschichte. Somit beginnt - ohne einen NEUEN, mir noch nicht bekannten Zaubertrick des exponentiell gestützten Wachstums, sprich der Wiederaufnahme der alten Schuldverkettungsbriefe - die wahre Krise. Die Krise nach der Krise. Auf diesen Trick zu hoffen, gehört wohl ebenfalls in den großen Pool des Selbstbetrugs.


    In einem Faß Rohöl steckt die Energie von 25.000 Stunden Mannarbeit. Das ist in etwa so, wenn sie ihr Fahrzeug von hier weit ins spanische Hinterland ziehen müssten. Fast 2000 km - von Hand. Oder anders, wenn ca. 10 Menschen ein Jahr lang, Tag für Tag, 8 Stunden lang, einen Sandhaufen von links nach rechts schaufeln müssten und wieder zurück. Dies für einen lächerlichen Betrag von gerade mal aktuell 39 Dollar...


    Unser wahres Problem ist der zunehmende Wegfall dieser billigen Energieeinheiten. Es wird nach wie vor vollständig verdrängt. Eben auch durch die aktuelle Finanz- bzw. Systemkrise. Ausgedrückt durch einen nachfrageschwachen Markt im Öl und somit folglich im Preis. Ein gefährliches, fatales Signal, der falschen Sicherheit wird so an die Menschen gesendet. Auch wenn ein Grossteil von uns immer eine Lösung im technischen Fortschritt sieht. Gelingt dies wirklich? Ich bin mehr als skeptisch. 40 % unser Weltmarktprodukte sind Öl basierend. Unsere ganze Nahrungskette ist ölbasierend. Selbst Kunstdünger benötigt Öl als zwingenden Bestandteil. Unser wahrer Gott ist nicht das Geldsystem, sondern Punkt 3 in der Agenda - die billige, verfügbare Umwandlungsenergie. Der Krieg um diese Energieeinheiten wird in eine neue Runde gehen. Mit Sicherheit.


    Der Mensch als Verdränger. Es war bisher Teil unserer Programmierung... es stellt sich zwangsläufig die Frage, was uns fortwährend veranlasst, die jüngste Vergangenheit immer und immer wieder in die Zukunft projektieren zu wollen !... dazu meine Empfehlung, diesen Artikel zu lesen... Erneuerbare Energie - falsche Religion



    In der Gesamtbetrachtung ist dies der eigentliche grosse Selbstbetrug. Die wahre "Wohlstandsillusion" die wir noch erkennen, besser verdauen müssen. Die Matrix ist allgegenwärtig. Es liegt bei jedem selbst, welche Pille geschluckt werden will. Die Rote oder die Blaue. Wer sich mit Peak billiger Energie beschäftigt und dies ins Verhältnis der Olduvai Theorie setzt, für den ist diese Finanzkrise nur ein Husten im wahren Kampf des Überlebens - der aktuell knapp 7 Milliarden Menschen - welcher bald beginnen wird. Dabei spielt die zu erwartende Zeitschiene des Szenarios - in 4 oder 10 Jahren überhaupt keine Rolle mehr. Das ein verlassen der alten Illusion nicht einfach ist, versteht sich von selbst. Das dies nicht im Ansatz von einer "modernen" Gesellschaft erwünscht wird ebenfalls. Hier ist ein Blick in den Spiegel, mitunter sehr hilfreich.... aber haben wir eine Wahl? Immer...


    Entweder freiwillig mit der kleinsten Einheit beginnend - jeder einzelne von uns - oder eben per Dekret in einer uns nicht bekannten Zeitschiene. Mit uns nicht bekannten Folgen. Der Verfasser dieses Dekrets ist Planet Erde selbst. Ein ONE-WAY-TICKET, ohne Rückantwortschreiben. Ein gefährliches, mit Sicherheit schmerzliches Experiment, was hier der Mensch eingeht, nicht wahr!? Wie in der gesamten Geschichte gilt - grosser Intellekt schützt vor Torheit nicht!


    mit herzlichen Grüßen von windstill[[zwinker]]


    gesamter Thread:

  • Peak Oil - BP Report zu den World Energy Reserves 2009 - Sligo, 01.10.2009, 18:53

Es gibt keinen Planeten B, aber einen Plan B: die Finca Bayano Preisvergleich Gold & Silber

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