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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Gravitation vs. Elektromagnetismus + Plasma Physics

    verfasst von moneymind, 11.05.2009, 01:45

    Hi Maria,

    noch kurz hierzu:

    > Naja, den Katastrophisms würde es schon sehr voranbringen, wenn man die
    > bronzezeitlichen Katastrophen auch astronomisch absichern könnte. Nicht
    > zuletzt würde würde das die Veliskovskysche Konstruiertheit dämpfen und
    > allgemein den Katastrophismus stützen.

    Aktuelle Versuche dazu:

    Intro-Video zum Electric Universe
    Mehr dazu auf Thunderbolts.info

    Ich bin kein Spezialist und kann das im Detail nicht einschätzen. Ich kann allerdings meinen gesunden Menschenverstand und mein Verständnis für die menschliche Psyche und dafür, wie Menschen kulturell Bedeutungen (inclusive "Theorien") konstruieren, nutzen.

    Was mir sehr bedenkenswert vorkommt, ist folgender Gedanke:

    Velikovsky basierte seine Rekonstruktion auf einem systematischen Vergleich der Aufzeichnungen aller Kulturen. Talbott hat diese Methode weitergeführt, in folgendem Sinn:

    Wenn wir in allen Kulturen bestimmte visuelle Symbole finden, die sich auf bemerkenswerte Weise gleichen / ähneln, für die wir aber in unserer heutigen Natur und an unserem heutigen Himmel keine Entsprechungen finden und deren globale Verbreitung uns deshalb rätselhaft vorkommen muß, dann können wir entweder annehmen, daß solche Symbole tief aus der menschlichen Natur heraus produziert werden (Jung´sche Annahme) - oder, daß die Menschen in allen alten Kulturen etwas beobachtet und beschrieben haben, das heute nicht mehr zu sehen ist.

    Hält man dann die Befunde der Plasma-Forschung daneben und vergleicht die visuellen Prototypen, die Talbott kulturvergleichend herausgearbeitet hat, mit den Plasmaformationen, die sich im Labor experimentell erzeugen lassen und die sich mittlerweile mit Radioteleskopen beobachten lassen, stellt man bemerkenswerte Übereinstimmungen fest (siehe dazu auch mythopedia)
    .

    Und intuitiv schließe ich daraus: an dem Gedanken des "Electric Universe" könnte definitiv etwas dran sein - es lohnt sich, die Entwicklung dieses Forschungszweigs zu verfolgen, wenn man sich dafür interessiert, die antiken Religionen und Symbole (Götter, Himmelsleiter - Jacob´s Ladder, Stairway to Heaven - , Cosmic Serpent, Cosmic Mountain etc.), die u.a. in sakraler Architektur und in jeglichem Vollzug antiken Lebens (siehe Eliade) auftauchen, verstehen will.

    Die Entstehung der Hochkultur fällt nun mal in diesen Zeitraum, und das traditionale Staatsphänomen (wie es z.B. von Evola beschrieben wird), kann man nur in diesem religiösen Kontext verstehen. Dottores ökonomistische Rekonstruktion ist (aus meiner Sicht) völlig geblendet von aufklärerischen Vorannahmen und einer Ahnungslosigkeit gegenüber Ergebnissen der vergleichenden Religionswissenschaft, die von vorneherein verkürzte Hypothesen nahelegt.

    Ich werde da ganz anders vorgehen und eher der von Heinsohn gelegten katastrophistischen Spur folgen, die Religion/Wissenschafts-Dichotomie (historishc ein epistemologischer und sozialstruktureller Bruch ohnegleichen) beschäftigt mich eh schon lange, und ich habe mittlerweile einen bzw. kognitionstheoretischen Rahmen gefunden, aus dessen Sicht sich beide menschlich-kulturellen / kognitiven Phänomene in einem gemeinsamen Rahmen verstehen lassen und ich die übliche wissenschaftliche "Religionsskepsis", die eben auch ideologische Gründe hat, hinter mir lassen kann.

    Ich formuliere das mit Absicht subjektiv, da ich keine Wahrheiten zu verkünden habe (was für eine lächerliche Vorstellung), sondern nur Spuren verfolge, denen ich schon lange nachgehe.

    Ich kann das leider aus Zeitmangel nicht näher ausführen, daher hier nur - als Vorgeschichte zum "Electric Universe" -


    Teil der Vorgeschichte:

    Velikovskys Überlegungen zur Rolle elektromagnetischer Kräfte im Universum
    Seine Diskussionen mit Einstein dazu.

    Ich denke, man muß sich vor Augen halten, daß auch kosmologische Theorien Produkte menschlicher Kultur sind und ihre Entstehung (die Formulierung von Hypothesen) historischen und kulturellen Einflüssen unterliegt.

    Was mich interessiert, ist ein Denkrahmen und Weltbild, in dem sich sowohl Religion als auch Wissenschaft in einem gemeinsamen Rahmen verstehen lassen - nicht nur systematisch, sondern auch historisch; und in dessen Rahmen eben viele Rätsel auch heutigen menschlich-kulturellen Lebens (dazu gehört auch der Staat und seine Entstehung, aber eben längst nicht nur dieses Phänomen) schlüssig verständlich werden.

    Jedenfalls werde ich mich mit Velikovsky etwas näher beschäftigen, und darüber weiter nachdenken, um zu sehen, zu welchen Schlüssen ich dabei gelange. Vieles an Velikovskys Perspektive behagt mir nicht, viele Details teile ich auch nicht, aber ich meine, daß er doch wichtige und kaum zu bestreitende generelle Einsichten liefert.

    Ich erwarte aber nicht, mit diesen Überlegungen irgendjemanden zu überzeugen. Ich denke, es dauert noch einige Zeit, bis Dinge wie diese überhaupt auch nur breit diskutiert werden. Diese Zeit dürfte aber kommen, weil das aufklärerische Weltbild längst in sich zusammenfällt und der Platz, wo neue Modelle entstehen, die letztlich auch zur Legitimation einer neuen Gesellschaftsform benutzt werden werden, heute der freie Markt ist.

    > Oh, schon wieder so viel Lesestoff, aber bzgl. des Niemandsland ist mir
    > nicht bang.

    Schön. Hat alles seinen Preis, gerade bei solchen Außenseiterthemen, aber letztlich folgt jeder seiner Intutition und erfährt dann, "what happens".

    just a few thoughts +
    Gruß
    moneymind

    

    gesamter Thread:

  • "Der letzte Countdown", Hat die Bibel doch Recht? - Albrecht, 01.05.2009, 10:45

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