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ZITAT »Diese Verschwörer sind aber nicht die Wurzel allen Übels, sondern ausführende Kräfte des Zeitgeistes.«

    AMEN! oder "Die Kunst es nicht gewesen zu sein!"

    verfasst von Ashitaka, Düsseldorf, 09.05.2009, 19:44

    Die Kunst es nicht gewesen zu sein hat einen noch nie da gewesenen Höhepunkt erreicht. Billionen Dollar wurden verspielt und keiner der Spieler bekennt sich dazu es gewesen zu sein. Die Probe dieser Kunst liegt bereits über 3000 Jahre zurück. Als Odysseus auf seiner Irrfahrt den einäugigen Riesen Polyfen geblendet hat rief er ihm beim Abschied zu: Niemand, Niemand hat dich geblendet und verschwand in die Unbelangbarkeit.

    Fragt man heute die Menschen wer all das Geld verspielt hat, so heißt Peter Sloterdijks Antwort: Niemand, Niemand hat das fehlende Geld zu verantworten und kann dafür belang bar gemacht werden!

    Ist die Finanz- oder Systemkrise durch ihr aufgeblähtes Wesen und im Zeitpunkt des Rückzugs vom Scheitern in die Belanglosigkeit eine männliche Krise; getreu dem Motto: Die Stärke signalisieren und die Schwäche trivialisieren?

    Bodo Kirchhoff bezeichnet die kurzfristige Ausrichtung des wirtschaftlichen Handelns als typisch männliche Belanglosigkeit; es tauchen keine verantwortungsbewussten Subjekte auf die für das anstößige, gescheiterte System hervortreten. Eine leistungslose Gesellschaft mit trivialen Werteglauben, der ewigen Schatzsuchermentalität, löst sich aktuell in NICHTS auf und wirft der Gesellschaft keine SCHULDIGEN vor. Die Schuldbefreiung (Gewinnerzielung) der kurzfristig Handelnden gegenüber den ihr treuen Subjekten ist misslungen und die ihr gegenüber stehenden Forderungsausfälle (Verluste) der Gläubiger steigen in ungeahnte Höhen. Die Dimension unseres Handelns macht’s möglich!

    Die fallenden Männerherden liegen bereits auf der Intensivstation und werden ohne Unterbrechung mit Sauerstoff versorgt. Sind es die fehlenden Regulierungen der Finanzmärkte, welche wie Schwerter und Speere unsere Vorzeigeheere durchbohrt haben?

    Die Vernunft liegt nicht auf der Kommandobrücke (Regierungsebene), sondern in dem eigenen Prozess des Men-schen (Min, Men; Menes ägyptischer Gott), den man sich entwickeln lassen muss. Eben durch diese Argumentation sind die Speere und Schwerter (fehlende Regulierungen) verteilt worden und haben unseren Patienten bis zum klinischen Tode in ein Wachkoma gestoßen. Das Leveragen gab den Männern einen Spielball aus vergiftetem Schnee. Das Zuwerfen von gebündelten Schuldpaketen hat das größte Heer der jüngeren Geschichte enorm verletzt. Der Schmerz dieser Verletzungen lässt sich eventuell durch kurzzeitige Überbewertungen (Fehlende Abschreibung der Verluste, Fair Value, mediale Irreführung) stillen, trifft jedoch umso stärker ein wenn das schmerzstillende Mittel aufhört zu wirken.

    Dies soll eine Zusammenfassung einer wirklich interessanten Unterhaltung beim philosophischen Quartett sein.

    Was mir bei dieser Betrachtung wieder vollkommen fehlt ist neben der Dimension die Frage nach der Basis unseres Handelns. Die Men-schen eigenverantwortlich handeln zu lassen bedarf zuvor einer klaren Erklärung der tragenden Basis; des Debitismus. Wenn sich Subjekte untereinander Schulden auferlegen und zur Regulierung dieser kapitalistisch verstandenen Handlungsräume Verbunde und Staaten begründen, so muss den teilnehmenden Menschen zuallererst aufgezeigt werden das die Schuldbefreiung immer zu Lasten einer Schuldauferlegung des Anderen ergeht, sich bei diesen Prozessen/Terminen keine fassbaren Zeiträume ergeben. Alle ernannten Ökonomen der breiten Lehren verirren sich in eindimensionalen Ebenen der stetigen Gewinnmaximierung. Nach Vorstellung unserer Regierenden ist der Wohlstand/Gewinn durch ewige Schuldweiterreichung untereinander möglich; ein Zirkelschluss der NICHTIG ist.

    Desweiteren muss die Dimension unseres Systems verstanden werden. Die Dimension wird wahrhaftig keiner zweidimensionalen Chartpräsentation gleichen, was auch Sloterdijk schon anmerkte. Vielmehr dürfte es sich um einen vorzustellenden Raum aus „Urschuld, Abgabenzwang, Preisniveau, Beleihungsmaximum und Sinn unseres Konsum“ handeln. Unsere Urvölker hatten lediglich mit der ersten Dimension zu kämpfen; statt diesen Kampf zu gewinnen schuf sich der Mensch eine unendliche Dimensionsfülle die es zu befriedigen gilt. Umso ersichtlicher wird uns das sich eine Wiederkehr der Zeit des großen Echnaton abzeichnet! Eine Abkehr vom Aberglauben des möglichen Profits an ALLEM und der ewigen Maximierung der systemischen Dimensionen. Schaut auf die Finanzwirtschaften mit ihren selbst erträumten Dimensionen; eine Umgehung der Beleihungsgrenzen durch eine ungeahnte Bewertungsperversion. Die Unmöglichkeit alle Dimensionen zu befriedigen ist weltweit erkennbar und wird in den kommenden Monaten/Jahren bewusst werden.

    Dann ist es an der Zeit das "AMEN" aus unseren Gebeten zu streichen.

    In THE NEW ENCECLOPEDIA BRITANNICA steht: Amen (Egyptian God): see Amon. Amon/Amun gehörte fast ein Jahrtausend zu den bedeutensten Göttern der Ägypter. Erst der Pharao Echnaton brach diese Gottesanbetung, welche dem ungebändigten Kapitalismus und der Profitsucht der Oberschicht dienste. Echnaton verbot dem Amen zu dienen, weil die Amenpriesterschaft das Volk mit Lüge, Angst, Zauberei und Gier unterdrückte und in Armut hielt.

    Sechs Jahre führte Echnaton einen Bürgerkrieg gegen die Amenpriesterschaft. So wurde unter Echnaton der Stier, das Wappentier Amens, durch eine Stiertötung ersetzt. So blieb die Stiertötung wie in Spanien bis in unsere heutige Zeit erhalten. Doch nach Echnaton tanzten die Ägypter wieder um das Kalb, das Wappentier Amens, und verehrten ihn unter Hinzunahme des Wortes "Amen" nach jedem Vers der Anbetung.

    "Ja so ist es" zeigt das Amen immer noch der mächtigste Gott ist!
    Auch wenn das Scheitern seiner Anbetung erst wenigen bewusst ist,
    es wird sich wiederholen.

    Herzlichst,

    Ashitaka

    ---
    Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
    Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
    die Welt im Innersten funktioniert.


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  • AMEN! oder "Die Kunst es nicht gewesen zu sein!" - Ashitaka, 09.05.2009, 19:44

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