Das Gelbe Forum Forum nach Zeit sortieren Forum nach letzter Antwort sortieren die 150 neuesten Beiträge
Forum-Menü | Fluchtburg autark am Meer | Goldpreis heute | Zum Tode von Jürgen Küßner | Bücher vom Kopp-Verlag
ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Otto Lidenbrock

    E-Mail

    Nordseeküste,
    04.11.2019, 09:24
     

    Windkraftanlagen - es droht ein riesiges Entsorgungsproblem!

    Schon in Kürze wird auf die Windenergiebranche ein weiteres massives Problem zukommen, das bislang von allen Verantwortlichen still und heimlich an den Rand gedrängt wurde: Die ersten Windenergieanlagen sind am Ende ihrer Dienstzeit angelangt und stellen nach ihrer endgültigen Abschaltung ein riesiges Entsorgungsproblem dar.

    https://www.welt.de/wirtschaft/article202835056/Windrad-Schrott-Das-70-000-Tonnen-Problem-der-Energiewende.html

    Die Anlagen, bestehend aus hochproblematischen Verbundwerkstoffen, montiert auf einem riesigen, tonnenschweren Betonfundament, müssen wieder aus der Landschaft verschwinden und das gesamte Material nach Möglichkeit umweltverträglich aufbereitet oder entsorgt werden.

    Der Artikel spricht von 70.000 Tonnen Material, das auf die Betreiber von Windkraftanlagen zukommt. Und nicht nur, dass die massiven Betonfundamente mühsam und extrem aufwendig aus dem Boden geholt werden müssen und die Windmühle selbst abgebaut und zerlegt werden muss; viele der eingesetzten Materialen sind komplexe Verbundstoffe, in denen in großer Menge Carbonfasern zum Einsatz kamen. Diese Carbonfasern werden beim Zerteilen in großer Menge freigesetzt und sind ähnlich gefährlich wie Asbest.

    Da kommt auf die Stromkunden respektive den deutschen Steuerzahler wohl noch ein anständiger Zuschlag auf die ohnehin gigantischen Stromkosten zu.

    ---
    "Ich lege für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, dass ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwänglichen Dummheit verachte und mich schäme, ihr anzugehören."

    Arthur Schopenhauer

    Mandarin

    04.11.2019, 09:29

    @ Otto Lidenbrock

    Habeck hat dafür sicher eine Lösung. (oT)

    [ kein Text ]
    DT

    04.11.2019, 10:27

    @ Otto Lidenbrock

    Otto - wg. Carbonfasern. (mT)

    Woher stammt die wissenschaftlich belegte Aussage, daß Carbonfasern ähnlich gefährlich wie Asbest seien? Die werden einfach in Zementwerken verbrannt und gut ist. Kohlenstoff brennt. Das Epoxydharz verbrennt dabei gleich mit.
    Die giftigen Bestandteile (Zyanide etc. muß man dann eben aus dem Schornstein filtern, falls sie bei 2000°C nicht in ihre Bestandteile H, C, N zerfallen).

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstofffaser#Entsorgung_und_Recycling

    Zitat daraus:

    Durch die mechanische Bearbeitung von CFK entstehen allerdings keine „WHO-Fasern“ (Fasern die als potentiell Krebserregend gelten).

    Otto Lidenbrock

    E-Mail

    Nordseeküste,
    04.11.2019, 10:44
    (editiert von Otto Lidenbrock, 04.11.2019, 11:27)

    @ DT

    Studie des Umweltbundesamtes

    > Woher stammt die wissenschaftlich belegte Aussage, daß Carbonfasern
    > ähnlich gefährlich wie Asbest seien? Die werden einfach in Zementwerken
    > verbrannt und gut ist. Kohlenstoff brennt. Das Epoxydharz verbrennt dabei
    > gleich mit.

    Aus dem verlinkten Artikel in der Welt:

    „Aufgrund ihrer hohen Energiedichte sind Carbonfasern nur unter extremen Bedingungen verbrennbar“, heißt es in der Studie. Die elektrische Leitfähigkeit von CFK-Stäuben könne innerhalb der Verbrennungsanlagen „zu Kurzschlüssen, Stromausfällen oder Bränden führen“. Damit nicht genug: Zu vermuten sei, „dass Carbonfasern unter Sauerstoffeinfluss ab einer Temperatur von 650 Grad Celsius lungengängige Teilchen bilden, die nach Einatmung – ähnlich wie bei Asbestfasern – das Lungenkrebsrisiko erhöhen“.

    ---
    "Ich lege für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, dass ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwänglichen Dummheit verachte und mich schäme, ihr anzugehören."

    Arthur Schopenhauer

    XERXES

    E-Mail

    04.11.2019, 10:51

    @ Otto Lidenbrock

    Lustig wird der Rückbau auf hoher See....

    Auch hier müssen die Fundamente beseitigt werden...[[la-ola]]

    ---
    “And crawling on the planet's face,
    some insects called the human race.
    Lost in time, and lost in space.
    And meaning.”

    DT

    04.11.2019, 11:05
    (editiert von DT, 04.11.2019, 11:20)

    @ XERXES

    Ach was. (mT)

    Die meisten Anlagen sind ja für "Repowering" vorgesehen. Ohne die Windkraft bekommt man die Energiewende gar nicht hin. Und wo ist das Problem, die Betonfundamente einfach im Boden zu lassen? Die Bunker an der Atlantikküste liegen heute auch noch dort.

    Und wo sollen in einem großen Zementbrennofen bei den CFK Flügeln, wenn die in kleinere Stücke geschnitten sind, "Kurzschlüsse" entstehen?

    [image]

    [image]

    Der Zementofen ist so groß, daß da leicht 1 Flügel reinpaßt, wenn er in ein paar Teile geschnitten ist.

    Der Rückbau ist Teil des Vertrags und dafür sind Rücklagen gebildet, typischerweise 100 kEUR pro Windrad. Ob die dann in 10-20 Jahren dafür ausreichen, sei dahin gestellt. Auf den Feldern wird der Beton sicher nicht aus der Erde geholt. Jedenfalls sind die Teile leichter rückzubauen als die KKWs.

    XERXES

    E-Mail

    04.11.2019, 11:07

    @ DT

    Ob Sinn oder Unsinn...Rückbau der Fundamente ist Teil der Verträge. (oT)

    [ kein Text ]

    ---
    “And crawling on the planet's face,
    some insects called the human race.
    Lost in time, and lost in space.
    And meaning.”

    LLF

    04.11.2019, 11:13

    @ XERXES

    Ein Lebensraum für Fische

    > Auch hier müssen die Fundamente beseitigt werden...[[la-ola]]

    Fische brauchen einen Ort, wo sie sich vor den Fischkuttern verstecken und ungestört vermehren können. Deshalb werden manchmal künstliche Wracks als Schutzraum für Fische eingerichtet. Wenn die Fundamente eines Windrades als Versteck für Fische genutzt werden, wäre das doch gut für die Fische.

    Östliche Beringsee: Biomasse 4.600.000 Tonnen Alaska-Pollack ("Alaska-Seelachs"), Fangmenge 1.321.600 Tonnen (2016) bedeutet, dass jeder dritte Fisch gefangen und getötet wird. Würde man die Fangmenge verdoppeln, wäre der Fisch bald ausgerottet.

    XERXES

    E-Mail

    04.11.2019, 11:16

    @ LLF

    Große Löcher reinbohren?...;-) (oT)

    [ kein Text ]

    ---
    “And crawling on the planet's face,
    some insects called the human race.
    Lost in time, and lost in space.
    And meaning.”

    valuereiter

    04.11.2019, 11:19

    @ Otto Lidenbrock

    1. stromlose Zukunft??? und 2. brennt gut ...

    > Die Anlagen, bestehend aus hochproblematischen Verbundwerkstoffen,
    > montiert auf einem riesigen, tonnenschweren Betonfundament, müssen wieder
    > aus der Landschaft verschwinden und das gesamte Material nach Möglichkeit
    > umweltverträglich aufbereitet oder entsorgt werden.

    Warum?

    Wird zukünftig kein Strom mehr gebraucht?

    --> die Fundamente sollten doch einige Jahrhunderte halten (und dauerhaft gebraucht werden) ... und die Anlagen müssen halt wenn verschlissen ab und zu runderneuert werden ...


    > ... viele der eingesetzten
    > Materialen sind komplexe Verbundstoffe, in denen in großer Menge
    > Carbonfasern zum Einsatz kamen. Diese Carbonfasern werden beim Zerteilen in
    > großer Menge freigesetzt und sind ähnlich gefährlich wie Asbest.

    ich denke nicht, dass da viel freigesetzt wird:
    die Fasern stecken ja in einer Polymermatrix ...

    und wenn ausreichende Mengen des Werkstoffes als Abfall anfallen, dann könnte es durchaus (ökonomisch) lohnend werden, diesen in niederwertigeren CFK-Produkten zu recyceln

    oder wenn/solange das nicht geht: einfach Polymermatrix UND darin eingebettete Carbonfasern zusammen thermisch zu "verwerten" ;)

    Friedrich

    04.11.2019, 11:54

    @ Otto Lidenbrock

    Was redet ihr da eigentlich?

    Irgendeiner behauptet einfach: CFK kann man verbrennen ...

    Die Rotorblätter sind aber aus GFK! Und nun? [[sauer]]

    valuereiter

    04.11.2019, 12:48

    @ Friedrich

    (auch) kein Problem

    > Irgendeiner behauptet einfach: CFK kann man verbrennen ...

    ja
    auf die Behauptung hin, "es droht ein riesiges Entsorgungsproblem!
    ... viele der eingesetzten Materialen sind komplexe Verbundstoffe, in denen in großer Menge Carbonfasern zum Einsatz kamen. Diese Carbonfasern werden beim Zerteilen in großer Menge freigesetzt
    "


    > Die Rotorblätter sind aber aus GFK! Und nun? [[sauer]]

    auch kein Problem:
    https://fiberline.de/news/miljoe/durchbruch-im-gfk-recycling
    ... der Zementhersteller Holcim nutzt den Heizwert sowie die mineralischen Komponenten zur Einsparung natürlicher Ressourcen.
    ...
    Zementwerke benötigen neben viel Energie große Mengen Sand, Hauptbestandteil von Glas und damit auch Glasfaser. Außer Sand enthält GFK den Kunststoff Polyester, der mit seinem hohen Heizwert viel fossile Primärenergie einspart.

    helmut-1

    E-Mail

    Siebenbürgen,
    04.11.2019, 13:12

    @ Otto Lidenbrock

    Ich versteh die Aufregung nicht

    Das heißt natürlich nicht, das ich über alle Informationen verfüge. Jetzt versuche ich, das alles durch die Brille des einfachen Menschen vom Bau zu sehen:

    Wir haben da ein Fundament aus Beton, das in der Erde schlummert. Bis das anfängt, weh zu tun, tut uns schon lange kein Bein mehr weh.

    Dann haben wir eine Art Stativ, wie einen Ständer, wo das sich drehende Windrad draufsitzt. Auch das wird vermutlich länger als 30 Jahre halten, - aus geprüftem Beton gemacht, gehe ich von 100 Jahren aus.

    Bleiben die sog. Verschleissteile. Das sind die Elemente, die sich drehen (Motor, Lager, etc.) sowie die Windräder selbst, die ja einem natürlichen Verschleiß der konfrontierten Luft unterliegen.

    Wo sehe ich Handlungsbedarf:

    Die Verschleißteile müssen nach einiger Zeit ausgetauscht werden, und dann läuft das Ding wieder. Wo ist denn da das Problem? Warum den Ständer entfernen und das Fundament ausbauen?
    Verstehe ich nicht.

    Otto Lidenbrock

    E-Mail

    Nordseeküste,
    04.11.2019, 14:12

    @ helmut-1

    Windkraftanlage ohne feste Einspeisevergütung

    > Wo sehe ich Handlungsbedarf:
    >
    > Die Verschleißteile müssen nach einiger Zeit ausgetauscht werden, und
    > dann läuft das Ding wieder. Wo ist denn da das Problem? Warum den
    > Ständer entfernen und das Fundament ausbauen?
    > Verstehe ich nicht.

    Irgendwann kommt der Zeitpunkt, da ist die Windkraftanlage buchtechnisch abgeschrieben und die Instandhaltungskosten steigen aufgrund zunehmenden Verschleißes der Komponenten stark an. Darüberhinaus gibt es keine garantierte Einspeisevergütung mehr, d.h. für den erzeugten Strom werden Marktpreise bezahlt. Dann lohnt es sich weder wirtschaftlich noch technisch, den Apparat weiter zu betreiben.

    Soll der hässliche Spargel dann so lange in der Landschaft rumstehen, bis irgendwann der Rotor abfällt? Der das Gelände zur Verfügung stellende Landwirt möchte ggf. auch seine Fläche wieder anderweitig nutzen, kann bzw. darf das aber nicht, weil der unbeachtet vor sich hin rottende Windspargel eine Gefahr darstellt.

    ---
    "Ich lege für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, dass ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwänglichen Dummheit verachte und mich schäme, ihr anzugehören."

    Arthur Schopenhauer

    Kaladhor

    E-Mail

    Münsterland,
    04.11.2019, 14:36

    @ valuereiter

    Kleiner Denkfehler

    > Wird zukünftig kein Strom mehr gebraucht?

    > --> die Fundamente sollten doch einige Jahrhunderte halten (und dauerhaft
    > gebraucht werden) ... und die Anlagen müssen halt wenn verschlissen ab und
    > zu runderneuert werden ...

    Das Problem ist, dass die heute noch dort stehenden WKA wesentlich leistungsschwächer sind als die aktuell errichteten WKA. Die Vorhandenen Fundamente wären daher schlicht zu unterdimensioniert.
    Desweiteren werden WKA in Parks mit bestimmten Abständen zueinander errichtet, bei kleineren, leistungsschwächeren WKA sind diese aber geringer als bei aktuellen Modellen.

    > > ... viele der eingesetzten
    > > Materialen sind komplexe Verbundstoffe, in denen in großer Menge
    > > Carbonfasern zum Einsatz kamen. Diese Carbonfasern werden beim Zerteilen
    > in
    > > großer Menge freigesetzt und sind ähnlich gefährlich wie Asbest.
    >
    > ich denke nicht, dass da viel freigesetzt wird:
    > die Fasern stecken ja in einer Polymermatrix ...
    >
    > und wenn ausreichende Mengen des Werkstoffes als Abfall anfallen, dann
    > könnte es durchaus (ökonomisch) lohnend werden, diesen in
    > niederwertigeren CFK-Produkten zu recyceln

    Wo willst du fertig geformte CFK-Teile einsetzen? Wenn das verwendete Harz einmal ausgehärtet ist, war es das, dann bleibt nur noch

    > oder wenn/solange das nicht geht: einfach Polymermatrix UND darin
    > eingebettete Carbonfasern zusammen thermisch zu "verwerten" ;)

    Grüße

    ---
    Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!

    Kaladhor

    E-Mail

    Münsterland,
    04.11.2019, 14:50

    @ helmut-1

    ist leider nicht ganz so einfach

    > Wir haben da ein Fundament aus Beton, das in der Erde schlummert. Bis das
    > anfängt, weh zu tun, tut uns schon lange kein Bein mehr weh.

    Mit den Fundamenten gibt es zwei Probleme:
    1. Man kann es nicht weiterverwenden, denn moderne Anlagen sind wesentlich größer und
    2. müssen die Fundamente entfernt werden. Ist vertraglich festgelegt.

    > Dann haben wir eine Art Stativ, wie einen Ständer, wo das sich drehende
    > Windrad draufsitzt. Auch das wird vermutlich länger als 30 Jahre halten, -
    > aus geprüftem Beton gemacht, gehe ich von 100 Jahren aus.

    Die Masten sind nicht weiterverwendbar, da neuere Anlagen einfach zu groß sind, und es ist kaum zu erwarten, dass irgendein WKA-Hersteller die abgebaute Anlage 1:1 bauen wird. Vermutlich existieren die "Gußformen" für die Rotoren nicht mal mehr.... wer legt sich sowas schon 20 Jahre auf Lager?

    Hier mal ein kleines Bildchen, dass die Entwicklung der Größe der WKA dokumentiert:
    [image]
    Ich hoffe, der Irrsinn von dem Ganzen wird dadurch greifbarer.

    > Bleiben die sog. Verschleissteile. Das sind die Elemente, die sich drehen
    > (Motor, Lager, etc.) sowie die Windräder selbst, die ja einem natürlichen
    > Verschleiß der konfrontierten Luft unterliegen.

    Das wäre in der Tat noch ein sinnvoller Ansatzpunkt, aber auch hier stellt sich die Frage, inwiefern die Hersteller die alten Generatoren noch auf Lager haben oder in der Lage sind, diese nachzuproduzieren. Immerhin ist das alles auch 20 Jahre alt...

    > Wo sehe ich Handlungsbedarf:
    >
    > Die Verschleißteile müssen nach einiger Zeit ausgetauscht werden, und
    > dann läuft das Ding wieder. Wo ist denn da das Problem? Warum den
    > Ständer entfernen und das Fundament ausbauen?
    > Verstehe ich nicht.

    Weil es sich schlicht nicht rentiert. So einfach ist das.

    Grüße

    ---
    Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!

    Konstantin

    Homepage

    Waldhessen,
    04.11.2019, 15:05

    @ Otto Lidenbrock

    Windkraft-Fundamente werden z.T. nur bis 1m unter Erdoberfläche rückgebaut!

    Hallo,

    der vollständige Rückbau der Fundamente wird wohl gelegentlich gemacht, jedoch lange nicht überall.

    Landkreis Cuxhaven:
    Die hohen Kosten seien nicht ausschlaggebend dafür gewesen, dass die Fundamente im Landkreis Cuxhaven nur bis zu einer Tiefe von 2,5 Metern entfernt werden müssen. Vielmehr ginge vom Rückbau eine Gefahr für das Grundwasser aus. Die Pfahlgründungen reichten bis zu 40 Meter in die Tiefe und durchstießen verschiedene Wasser führende Schichten. Würden die Pfähle entfernt, bestünde nicht nur die Gefahr, dass Salzwasser ins Trinkwasser gelange, sondern auch Pestizide aus der Landwirtschaft. Eickmann: „Die Löcher sind eine Autobahn in den Untergrund.“
    https://www.weser-kurier.de/region/niedersachsen_artikel,-fundamente-ausgedienter-windraeder-bleiben-oft-im-boden-stecken-_arid,1721424.html

    Schleswig-Holstein:
    "Wir reden hier im Moment von drei Millionen Quadratmetern in Schleswig-Holstein, die wir durch Fundamente der Windkraftanlagen versiegelt haben!"
    "Also bisherige Rechtsauffassung ist, dass, [...] ein Rückbau bis mindestens einen Meter unter Flur durchaus reicht"

    https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Rueckbau-bei-Windraedern-oft-mangelhaft,windkraft920.html

    Da werden die Archäologen in 1000 Jahren wohl großes Rätselraten haben: Was waren das nur für Kultstätten, alle kreisrund, und so weitflächig übers Land verstreut, und tiefer vergraben als zu vermuten, die Oberseite ganz rauh (vom Rückbau), die Seite glatt (von den Schalbrettern beim Bau) - waren das alles Gräber von Fürsten oder Priestern?

    Drüber Ackern mag technisch möglich sein, aber bei fortschreitender Erosion liegt das Teil nach ein paar Jahren wieder nah an der Oberfläche, diverse Kulturpflanzen haben weitaus tiefere Wurzeln als 1 Meter und brauchen durchaus auch Wasser das aus tieferen Schichten hoch steigen kann. Bei Standorten im Wald ist es noch drastischer: Da ist 1 Meter Tiefe gar nichts. Da werden Bäume vom starken Wind umgeworfen, wenn sie sich nicht tiefgründig im Boden verankern können.

    Grüße
    Konstantin

    ---
    "Es ist noch nie ein Mensch an Altersstärke verstorben ..."

    Hinweis für Allergiker:
    Meine Beiträge können Spuren enthalten von: links, rechts, weiblich, männlich, arm, reich,

    Otto Lidenbrock

    E-Mail

    Nordseeküste,
    04.11.2019, 15:16

    @ Konstantin

    Windenergieanlagen sind ein Umwelfrevel und völlig ineffektiv

    Diejenigen, die sich jetzt für den Schutz des Klimas stark machen, betreiben dabei einen Raubbau an Natur- und Umwelt, wie ihn die Welt seit den großflächigen Waldrodungen der Griechen und Römer in Mitteleuropa nicht mehr gesehen hat. Gleichzeitig beklagt man sich über Waldbrände im Amazonas-Becken ...

    https://www.berliner-zeitung.de/wissen/umweltverschmutzung-in-der-antike--schon-die-alten-roemer-und-griechen-zerstoerten-die-natur-795306

    Die Windkraftanlagen sind für jeden, der auch nur einen kurzen Moment darüber nachdenken möchte, Umweltzerstörung in Reinform:

    - Zerstörung des Landschaftsbildes durch riesige Bauten

    - Wirkung als Vogel- und Insektenschredder

    - Gesundheitsbeeinträchtigung durch Infraschall

    - Problematischen Verbundstoffe

    - Betonfundamente im Boden

    Dazu kommen die enormen Kosten für die Endkunden sowie die Destabilisierung unseres Stromnetzes.

    Die Krönung ist allerdings, dass sie zur Stromversorgung nur wenig beitragen.

    https://www.eike-klima-energie.eu/2019/11/03/trotz-netz-chaos-laufend-rekordmeldungen-die-erneuerbaren-gaukelei/

    ---
    "Ich lege für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, dass ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwänglichen Dummheit verachte und mich schäme, ihr anzugehören."

    Arthur Schopenhauer

    valuereiter

    04.11.2019, 15:40

    @ Otto Lidenbrock

    (mindestens) zur Hälfte Unsinn!

    Unsinn ist:

    > Die Windkraftanlagen sind ... Umweltzerstörung in Reinform:
    >
    > - Zerstörung des Landschaftsbildes durch riesige Bauten

    das ist ein ästhetisches Problem für (manche) Menschen

    der Natur bzw. der Umwelt ist es schnuppe, wie die Landschaft ausschaut!

    wichtiger sind Stoffkreisläufe, Lebensräume für eine möglichst große Vielzahl an Arten, ...

    --> Biogas aus riesigen Maismonokulturen ist eher eine größere Umweltzerstörung!


    > - Problematischen Verbundstoffe
    >
    > - Betonfundamente im Boden

    letztere können über Jahrhunderte genutzt werden - und erstere lassen sich (wie an anderer Stelle kürzlich verlinkt) problemlos in Zementwerken verwerten!


    > Dazu ... die Destabilisierung unseres Stromnetzes.

    Du hättest wohl 1898 gegen Autos - noch dazu solche mit mehr als 5 PS - argumentiert, dass
    - die wenigen Apotheken diese niemals mit genug Benzin versorgen können
    - weder die Straßen noch die im Kutschenbau üblichen Bremsen für Geschwindigkeiten jenseits der 30 km/h ausgelegt sind!

    --> klar muss im GESAMTEN Stromnetz - inklusive des darin Kraftwerksparks - alles aufeinander abgestimmt sein!

    denkbar wäre aber, dort wo mit Gas (z.T. aus North Stream II) geheizt wird, Brennstoffzellen zu verwenden - mit ausreichend dimensioniertem Wärmespeicher - so dass der hier anfallende Strom über 48 bis 72 h flexibel nach Bedarf eingespeist werden kann

    jede Öl- oder Gasheizung ist ja im Grunde ein Kleinstkraftwerk, dem der Generator fehlt und das nur Abwärme erzeugt ...


    nicht einschätzen kann ich bzw. zu klären wäre (wenn dies noch nicht erfolgt ist):

    > - Wirkung als Vogel- und Insektenschredder
    >
    > - Gesundheitsbeeinträchtigung durch Infraschall

    Otto Lidenbrock

    E-Mail

    Nordseeküste,
    04.11.2019, 16:08

    @ valuereiter

    Argumente suchte ich leider vergebens (oT)

    [ kein Text ]

    ---
    "Ich lege für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, dass ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwänglichen Dummheit verachte und mich schäme, ihr anzugehören."

    Arthur Schopenhauer

    helmut-1

    E-Mail

    Siebenbürgen,
    04.11.2019, 16:42
    (editiert von helmut-1, 04.11.2019, 17:13)

    @ Otto Lidenbrock

    Ist natürlich nicht meine Spielwiese, deshalb frage ich so penetrant

    Bezieht sich natürlich nicht nur auf Deine Antwort, sondern auch auf die von Kaladhor.

    > Irgendwann kommt der Zeitpunkt, da ist die Windkraftanlage buchtechnisch
    > abgeschrieben

    O.k., dann steht sie mit 1 € in den Büchern. Du kannst Dir gar nicht vorstellen, was bei mir alles mit 1 € in den Büchern steht und richtig Geld bringt.



    > und die Instandhaltungskosten steigen aufgrund zunehmenden Verschleißes der Komponenten stark an.

    Da lese ich immer wieder den Begriff "Repowering". Da wird propagiert, die Anlage komplett zu überholen und dadurch energieeffizienter zu machen.



    > Darüberhinaus gibt es keine garantierte Einspeisevergütung mehr, d.h. für
    > den erzeugten Strom werden Marktpreise bezahlt. Dann lohnt es sich weder
    > wirtschaftlich noch technisch, den Apparat weiter zu betreiben.

    Das bedeutet, dass die Anlage nicht mehr die geplante Lebensdauer von 20 Jahren stehen bleibt, sondern bereits nach 13 Jahren abgebaut wird? Dann fällt nämlich die Einspeisevergütung weg.

    Aus: http://www.diplomarbeitsboerse.info/wp-content/uploads/Der-Einfluss-der-Raumplanung-auf-Windkraft.pdf

    Es ist der Einspeisetarif gültig, der zum Zeitpunkt der Genehmigung gerade aktuell ist, bei der Projektidee kann dieser noch anders sein. Der Tarif gilt für den Windpark dann 13 Jahre, für die restliche Nutzungsdauer gilt der Marktpreis (Parrer 2013: mündliche Mitteilung).

    Die Tabelle für die Einspeisevergütung ist ziemlich kompliziert, - sicher gibt es da auch Unterschiede im Vergleich zu Österreich.

    https://www.swe-windenergie.de/unternehmen/vergutungssatze-windkraftanlagen.html

    > Soll der hässliche Spargel dann so lange in der Landschaft rumstehen, bis
    > irgendwann der Rotor abfällt?

    Da hab ich was aus diesem link herausgenommen:

    https://wind-turbine.com/magazin/ratgeber/weiterbetrieb/47254/richtlinien-fuer-den-weiterbetrieb-von-windenergieanlagen.html

    Allerdings haben diese Anlagen der alten Schule, die im Windkraft-Fachjargon liebevoll als „Eisenschweine“ tituliert werden, andere Qualitäten: Ihre aus heutiger Sicht überdimensionierte Bauweise sowie ihr hoher Materialeinsatz. Aufgrund mangelnder Erfahrung über die möglichen Einwirkungen auf eine Windkraftanlage im Laufe der Betriebszeit, wurde mit Verstärkungsblechen & Co. nicht gespart – Sicherheitsaufschläge, die den tragenden Strukturen zugute kommen. Sind die Windlasten am jeweiligen Standort entsprechend gering, lassen sich bei einem Weiterbetrieb solcher Oldschool-Windräder mit relativ wenig Wartungsaufwand jahrelang zusätzliche Erträge erzielen. Ein Beispiel: Seit dem 3. Februar 1993 leistet eine Bürgerwindanlage in der Gemeinde Bärnau in der Oberpfalz noch zuverlässige Dienste – bis zum heutigen Tage, so einer der Mitgesellschafter.


    > Der das Gelände zur Verfügung stellende Landwirt möchte ggf. auch seine
    > Fläche wieder anderweitig nutzen, kann bzw. darf das aber nicht, weil der
    > unbeachtet vor sich hin rottende Windspargel eine Gefahr darstellt.

    Stellt sich die Frage, ob der Bauer das überhaupt will. Ich entnehme da mal die Zahl aus dem erstgenannten link:

    Vom Umsatz des Windparks gehen 3,5% an die Menschen vor Ort, mindestens jedoch 25.000 Euro pro Anlage und Jahr. Dieser Betrag entfällt zu 40 % an die GrundbesitzerInnen, zu 40% an die Gemeinde und zu 20% an die gesamte Region (Bezirksblätter Niederösterreich GmbH 2013c: Online).

    Sei aber so nett, und stell mich jetzt nicht als jemanden hin, der an den Windrädern einen Narren gefressen hat. Ich mag die Dinger auch nicht. Kenne aber das Metier zu wenig und gehöre einfach zu den Menschen, die das, was sie nicht kennen, generell hinterfragen.

    Aktuelle Ergänzung:

    Hab grade was auf meinem Mail entdeckt, - danke dafür:

    Das Problem ist, dass die Fundamente Mikroschwingungen ausgesetzt sind, wegen der Rotoren. Deshalb halten die Fundamente bautechnisch nur 20 Jahre - denn darauf wurden sie unter Beachtung der Schwingungen ausgelegt. Eine längere Haltbarkeit hätte wesentlich höher Herstellungskosten verursacht. Das sparen sich die Betreiber natürlich, denn die Förderdauer beträgt auch nur 20 Jahre. Nachzulesen in folgendem Artikel, leider hinter PayWall:

    https://www.faz.net/aktuell/technik-motor/technik/erneuerbare-energien-wie-lange-haelt-eine-windkraftanlage-16080702.html


    O.k., das erklärt Einiges. Trotzdem bleiben da immer noch Fragen für mich offen, - s.o.

    Mephistopheles

    Datschiburg,
    04.11.2019, 23:02

    @ Otto Lidenbrock

    Genau so wird es kommen

    > Soll der hässliche Spargel dann so lange in der Landschaft rumstehen, bis
    > irgendwann der Rotor abfällt? Der das Gelände zur Verfügung stellende
    > Landwirt möchte ggf. auch seine Fläche wieder anderweitig nutzen, kann
    > bzw. darf das aber nicht, weil der unbeachtet vor sich hin rottende
    > Windspargel eine Gefahr darstellt.

    Wer hat das hier zurückgebaut?
    Irgendwann verliert das seine soziale oder ökonomische Funktion, dann kümmert sich keiner mehr darum. Gilt auch für Kernkraftwerke und Castoren.
    Die nachfolgenden Generatinen werden vermutlich nicht einmal mehr wissen, wozu das gut war.
    [image] [image] [image] [image] [image]

    Gruß Mephistopheles

    ---
    „Wenn sich die Welt selbst zerstört, dann fängt es so an: Die Menschen werden zuerst treulos gegen die Heimat, treulos gegen die Vorfahren, treulos gegen das Vaterland. Sie werden dann treulos gegen die guten Sitten, gegen den Nächsten, gegen Frauen

    helmut-1

    E-Mail

    Siebenbürgen,
    05.11.2019, 19:45

    @ Otto Lidenbrock

    Hoffentlich habe ich jetzt niemanden erschreckt

    Mein abschließender Satz vom letzten Kommentar steht noch:

    Trotzdem bleiben da immer noch Fragen für mich offen, - s.o.

    Eines soll doch klar sein: Mit den Argumenten, die hier gefallen sind, bläst mich jeder halbwüchsige Grünschnabel, der die Winddinger anbetet, vom Diskussionspodium herunter.

Wandere aus, solange es noch geht.


CoinInvest – Ihr Edelmetallhändler










496971 Postings in 57911 Threads, 956 registrierte Benutzer, 0 User online ( reg., Gaeste)

Das Gelbe Forum: Das Forum für Elliott-Wellen, Börse, Wirtschaft, Debitismus, Geld, Zins, Staat, Macht (und natürlich auch Politik und Gesellschaft - und ein wenig »alles andere«) | Altes Elliott-Wellen-Forum

Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahren Sie alles zum Datenschutz