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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    PPQ

    Homepage

    Pasewalk,
    06.10.2019, 18:14
     

    Gesellschaftliche Spaltung, Riss durch die Familie?

    Man liest ja immer wieder, dass es bei Familienfeiern knallt, dass verwandte nicht mehr miteinander sprechen und Freunde sich entzweien. Alles nur, weil die politischen Ansichten - wie früher auch schon - nicht identisch sind, heute aber jede abweichende Ansicht eines anderen bekämpft wird, als gebe es zu allem nur noch eine richtige Sicht.

    Tragisch, auch dieser Fall.


    Mein Sohn arbeitet beim "Tagesspiegel"

    ---
    Wir sprechen verschiedene Sprachen. Meinen aber etwas völlig anderes. www.politplatschquatsch.com

    helmut-1

    E-Mail

    Siebenbürgen,
    06.10.2019, 19:13

    @ PPQ

    Genau das habe ich in meinem Offenen Brief an die Kanzlerin angesprochen

    Das war anläßlich ihrer Neujahrsansprache zu Beginn des Jahres 2018.

    Die betreffende Passage aus diesem Brief:

    Dieser Riss geht nicht nur durch Institutionen wie Länderparlamente, nein, er geht durch Betriebe, durch Vereine und sogar durch die Familien. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass jemals eine Staatsführung in Deutschland ein Volk derart gespalten hat, wie es seit 2015 der Fall war.

    Dieses Beispiel, das Du angeführt hast, ist publiziert und dadurch für jeden lesbar. Ich könnte Dir an die 100 Beispiele von Zerwürfnissen in Familien nennen, aus ähnlichen Gründen, die eben nicht publiziert wurden, die aber real existieren.

    Rain

    06.10.2019, 19:38

    @ PPQ

    Riss durch Familien

    Ihr Lieben,

    den Riss durch die Familien kann ich bestätigen.

    Diejenigen, die früher politsch in der Mitte standen, stehen heute, ohne daß sie sich bewegt hätten, am rechten Rand. Diejenigen, die früher gemäßigt links waren, grün wählten, sind heute linksextrem, bejubeln Merkel, unterstützen die offenen Grenzen und die Migration, am besten von Steinzeitmuslimen.

    Dabei hängt das Verschieben der politischen Agenda nicht am Alter, auch alte, man möchte fast sagen: Fettgefressene, sind nach links abgewandert.

    In der Regel sind das Leute, die keine Kinder haben, deshalb auch kein Interesse an der Zukunft ihres Landes haben, die Migranten fast wie eigene Kinder sehen und in sie investieren, damit der Wandel zu einer globalen Welt vollzogen werden kann.

    Daß die Ausbildung dieser Leute nicht naturwissenschaftlich ist, sondern geisteswissenschaftlich, und sie Nutznießer dieses Systems sind, da sie nichts produzieren, sich nicht an der wirtschaftlichen Realität messen müssen, bedarf kaum der Erwähnung, so selbstverständlich ist es.

    Daß sich abgebrochene Jurastudenten im Besitz aller, wirklich aller wissenschaftlicher Wahrheit dünken, während sie alle Anderen, die anderer Auffassung sind, oder andere Quellen nennen, als "vergiftet" werten, wundert auch nicht.

    Dabei wird in aller Regel nur das, was ihnen die Medien in die Ohren blasen, wiedergegeben, als Quelle dient sogar Belltower.

    Aus Diskussion, der Grundlage der Demokratie, wird Missionierung.


    Beste Grüsse

    Rain

    ---
    Der Rechtsstaat ist wie die Luft: Unsichtbar aber essentiell.

    Ulli Kersten

    E-Mail

    06.10.2019, 20:18

    @ Rain

    Die meisten alten Satten sind keine Unrechten

    Ich bin auch nicht ganz jung und wäre vor 20 Jahren deutlich links der CDU gewesen. Deren Wanderung nach links habe ich jedoch nicht mitgemacht und bin jetzt plötzlich aus deren Sicht auf der rechten Seite.

    Ich bin nicht allein. Fast alle Satten in meinem Alter sind in der gleichen Situation. Sie sagen nur nichts dazu, außer beim Bier am Grill.

    Ich kenne auch ein paar alte Satte, die zu den Unrechten gezählt werden können. Die sind jedoch ausnahmslos die von dir erwähnten Nutznießer des Systems, und von daher sind sie auch zwingend links. Niemand kann erwarten, dass sie sich ihre Existenz gefährden.

    Mir könnte wie meinen "Kollegen" am A vorbeigehen, was abläuft. Das Radermachersche Szenario, dass bei schlechtem Wetter 300 E-Autos auf einer Alpenstraße im Stau die Batterie schwach macht und 1000 Leute erfrieren, ist nur ein lokales Ereignis.

    Was es aber zwingend macht, im Kampf gegen die Unrechten aktiv zu werden, ist deren Absicht, uns den Strom abzuschalten, nicht mal absichtlich, sondern aufgrund von Mängeln im technischen Verständnis.

    Dazu würde ich mir wünschen, dass mehr alte Satte sich dessen bewusst wären und aktiv werden. Kein Strom = Tod

    ---
    With borders - brains win. Without borders - breeders win.

    Oblomow

    E-Mail

    Leipzig,
    06.10.2019, 20:18

    @ PPQ

    Drei banale Ueberlegungen

    1. Genau das ist gewollt. Alles muss getrennt werden, damit die Energie nicht gesammelt gegen den wahren Feind gerichtet werden kann, wer immer es ist.

    2. Generationenkonflikt ist andererseits schon ok. Jede Generation muss ihre eigene Scheisse verzapfen. Ich muss als Vater nicht der beste Kumpel meines Sohnes sein.

    3. Politik, so Carl Schmitt hat mit Unterscheidung Freund Feind und Entscheidung zu tun, ergo kehrt endlich die Politik ins Leben zurueck. Aller Anfang ist schwer.

    Herzlich
    Oblomow

    PS: Was das Schoene ist, dass man jetzt so eine Art Rapid-Intelligenztest hat. Bei gewissen Themen merkt man sofort, ob sich weiteres Gespraech lohnt oder nicht. Man muss immer das Gute an dem Schlechten sehn.

    ---
    "In Wirklichkeit erkennen wir nichts; denn die Wahrheit liegt in der Tiefe." - Fragment 117

    (griechisch: "ἐτεῆι δὲ οὐδὲν ἴδμεν· ἐν βυθῶι γὰρ ἡ ἀλήθεια")

    Demokrit

    Dieter

    Didschullen + alto alentejo,
    06.10.2019, 20:42

    @ PPQ

    Es ist tendenziell auch ein Riß zwischen Stadt und Land. (oT)

    [ kein Text ]

    ---
    Wenn es eine Bundesregierung unter Beteiligung der Grünen gibt, ist Steuervermeidung erste Bürgerpflicht.

    helmut-1

    E-Mail

    Siebenbürgen,
    06.10.2019, 20:50

    @ Oblomow

    Alles recht und schön

    Bin auch weitestgehend Deiner Ansicht. Mein "aber" bleibt natürlich nicht aus, kriegst Du gleich geliefert:

    Ich muss als Vater nicht der beste Kumpel meines Sohnes sein.

    Nein, das ist kein "muss". Ist es aber zur Realität geworden, dann kann es sein, dass man bei der Erziehung im Großen und Ganzen alles richtig gemacht hat.

    Grad ist mein Jüngster bei mir. Die berufliche Veränderung, die er vorhat, nämlich nach jahrelanger Tätigkeit aus Deutschland wegzugehen und im Neuen Jahr in Österreich zu beginnen, das wollte er mit mir bis ins Detail besprechen, - meine Meinung und meinen Rat dazu einholen. Dazu fährt er 2000 km (einfache Wegstrecke) hin und zurück. Klar bleibt er auch ein paar Tage hier.

    Warum erzähle ich das:
    Glaubst Du mir, dass mir das runtergeht wie Öl?

    Generationenkonflikt? Auch, wenn Jahrzehnte zwischen unsern Geburtsdaten liegen, - wir gehen immer noch von Fall zu Fall zusammen "um die Häuser".

    Rain

    06.10.2019, 21:16

    @ helmut-1

    Bester Kumpel

    Lieber Helmut,

    wenn Dein Sohn Deinen Rat und Deine Nähe sucht, Dich als Ratgeber schätzt, die Dinge genau so sieht, wie Du, hast Du alles richtig gemacht.

    Ich schätze, man hat alles falsch gemacht, wenn die Söhne alles anders machen wollen als ihre Väter, sich in Totalopposition stellen, im Ergebnis aber genau so denken und leben wie die Väter, sich das aber nicht eingestehen, weil sie dann sich dann ihrer Kindheit und ihren Verletzungen stellen müssen.

    Wir schieben es immer gerne beseite, aber: Unsere Eltern waren schwerst traumatisiert vom Krieg. Konnten nicht darüber reden, sondern mussten funktionieren. Und gaben ihre Traumata, ohne das zu wollen, an ihre Kinder weiter. Und die wiederum an ihre Kinder.

    Nicht umsonst sind die radikalsten Linken die, deren Eltern Nazis waren.

    Wenn die ganze Situation einen positiven Nutzen hat, dann den, daß dieser ganze Nazimist-Eiter aus der Wunde schwärt und die Heilung beginnen kann.


    Beste Grüsse

    Rain

    ---
    Der Rechtsstaat ist wie die Luft: Unsichtbar aber essentiell.

    Oblomow

    E-Mail

    Leipzig,
    06.10.2019, 21:25

    @ Rain

    Drei weitere banale Überlegungen

    > Lieber Helmut,
    >
    > wenn Dein Sohn Deinen Rat und Deine Nähe sucht, Dich als Ratgeber
    > schätzt, die Dinge genau so sieht, wie Du, hast Du alles richtig gemacht.

    Ich möchte dezidiert nicht, dass mein Sohn die Dinge genau so sieht wie ich. Da ich selber Schwachsinn veranstalte, wäre das ja lächerlich. Er hat das Recht seinen eigen Schwachsinn zu machen und die Pflicht, mir meinen Schwachsinn vor Augen zu halten.

    > Ich schätze, man hat alles falsch gemacht, wenn die Söhne alles anders
    > machen wollen als ihre Väter, sich in Totalopposition stellen, im Ergebnis
    > aber genau so denken und leben wie die Väter, sich das aber nicht
    > eingestehen, weil sie dann sich dann ihrer Kindheit und ihren Verletzungen
    > stellen müssen.

    Es hängt vom Alter ab. In einem gewissen Alter müssen die Söhne alles anders machen. Das gehört zur seelischen Gesundheit sowohl des Vaters wie des Sohnes. Das darf man niemanden vorenthalten.
    >
    > Wir schieben es immer gerne beseite, aber: Unsere Eltern waren schwerst
    > traumatisiert vom Krieg. Konnten nicht darüber reden, sondern mussten
    > funktionieren. Und gaben ihre Traumata, ohne das zu wollen, an ihre Kinder
    > weiter. Und die wiederum an ihre Kinder.
    >
    > Nicht umsonst sind die radikalsten Linken die, deren Eltern Nazis waren.
    >
    > Wenn die ganze Situation einen positiven Nutzen hat, dann den, daß dieser
    > ganze Nazimist-Eiter aus der Wunde schwärt und die Heilung beginnen kann.

    Das stimmt nur zum Teil, denn der brainwash führt selbst bei denen, deren Eltern/Großeltern normale Oppurtunisten waren, zu Schuldgefühlen.

    Herzlich
    Oblomow

    ---
    "In Wirklichkeit erkennen wir nichts; denn die Wahrheit liegt in der Tiefe." - Fragment 117

    (griechisch: "ἐτεῆι δὲ οὐδὲν ἴδμεν· ἐν βυθῶι γὰρ ἡ ἀλήθεια")

    Demokrit

    helmut-1

    E-Mail

    Siebenbürgen,
    06.10.2019, 21:31

    @ Rain

    Klitzekleine Korrektur

    die Dinge genau so sieht, wie Du,

    Nein, das tut er nicht. Aber er wiegelt die Argumente, die andere vielleicht als unzeitgemäß hinstellen, weil sie von einem Älteren kommen, nicht und Bausch und Bogen ab, sondern hört sich das an und denkt darüber nach.

    Danach erst entscheidet er. Nicht immer so, wie ich es mir wünsche, aber jedenfalls überlegt. Genauso ist es im Beruf. Das größte Dilemma ist, wenn der Vater selbständig war und sich dann zurückzieht. Wenige können das in konsequenter Form. Ich gebe meinem Sohn den Hammer in die Hand (bildlich gesprochen), aber wie er ihn dann benützt, das muss er selbst herausfinden.

    Falkenauge

    06.10.2019, 21:31

    @ Oblomow

    Gezielte Spaltung

    > 1. Genau das ist gewollt. Alles muss getrennt werden, damit die Energie
    > nicht gesammelt gegen den wahren Feind gerichtet werden kann, wer immer es
    > ist.

    Zustimmung. Das ist eine gezielte Strategie, die mit Hilfe der Medien durchgeführt wird.
    Wenn man genau beobachtet, merkt man, dass nicht nur eine Spaltung in zwei große Gruppen stattfindet, sondern multipolare Konfrontationen hergestellt werden, indem die großen Gruppen in immer weitere kleinere, sich bekämpfende aufgespalten werden.
    Das bedeutet, dass die Menschen in der Summe immer weniger in der Lage sind, zusammenzuarbeiten. Nur durch Zusammenarbeit können aber von der Bevölkerung gesellschaftliche Veränderungen und Reformen erreicht werden. Sie verschwinden daher immer mehr aus dem Bereich des Möglichen.

    Rain

    06.10.2019, 21:33

    @ Oblomow

    Erziehung

    >
    > Es hängt vom Alter ab. In einem gewissen Alter müssen die Söhne alles
    > anders machen. Das gehört zur seelischen Gesundheit sowohl des Vaters wie
    > des Sohnes. Das darf man niemanden vorenthalten.
    > >

    Ja, lieber Oblomow,

    in einem gewissen Alter. So bis Mitte 20, meinetwegen.

    Dann sollten Sie aber die Kurve kriegen.

    Obwohl: Ich mache alles anders als meine Mutter. So sehr, daß sie an ihrer Erziehung (und manchmal meiner Abstammung)zweifelt. Trotzdem ist die Zielrichtung die Gleiche. Also doch alles richtig gemacht.


    Beste Grüsse

    Rain

    ---
    Der Rechtsstaat ist wie die Luft: Unsichtbar aber essentiell.

    helmut-1

    E-Mail

    Siebenbürgen,
    06.10.2019, 21:35

    @ Oblomow

    Wieder mit Einschränkungen

    Er hat das Recht seinen eigen Schwachsinn zu machen

    Muss er auch, weil wenn er niemals die Hand auf die heiße Herdplatte gelegt hat, kann er ja nicht wissen wovor er sich zu hüten hat.


    und die Pflicht, mir meinen Schwachsinn vor Augen zu halten.

    Umgekehrt wird ein Schuh draus:

    Man hat als Vater die Pflicht, ihm den selbst verzapften Schwachsinn zu erklären und als warnendes Beispiel hinzustellen.

    Oblomow

    E-Mail

    Leipzig,
    06.10.2019, 21:48

    @ helmut-1

    Der blinde Fleck oder Man ist nicht der Kranich, der den Kranich beobachtet, wie er einen Kranich beobachtet

    > und die Pflicht, mir meinen Schwachsinn vor Augen zu halten.
    >
    > Umgekehrt wird ein Schuh draus:
    >
    > Man hat als Vater die Pflicht, ihm den selbst verzapften Schwachsinn zu
    > erklären und als warnendes Beispiel hinzustellen.

    Ich glaube, wie sind uns sowas von nahe und ich klügele hier um. Pardon.

    Herzlich
    Oblomow

    ---
    "In Wirklichkeit erkennen wir nichts; denn die Wahrheit liegt in der Tiefe." - Fragment 117

    (griechisch: "ἐτεῆι δὲ οὐδὲν ἴδμεν· ἐν βυθῶι γὰρ ἡ ἀλήθεια")

    Demokrit

    Falkenauge

    06.10.2019, 21:59

    @ helmut-1

    Der väterliche Freund

    > Er hat das Recht seinen eigen Schwachsinn zu machen
    >
    > Muss er auch, weil wenn er niemals die Hand auf die heiße Herdplatte
    > gelegt hat, kann er ja nicht wissen wovor er sich zu hüten hat.
    >
    > und die Pflicht, mir meinen Schwachsinn vor Augen zu halten.
    >
    > Umgekehrt wird ein Schuh draus:
    >
    > Man hat als Vater die Pflicht, ihm den selbst verzapften Schwachsinn zu
    > erklären und als warnendes Beispiel hinzustellen.

    Wenn man väterlicher oder mütterlicher Freund(in) geworden ist und die großen Kinder bei einem Rat suchen, hat man, so meine ich auch, in der Erziehung das Meiste richtig gemacht. Das schließt eine zeitweilige pubertäre Opposition nicht aus.
    Aber wenn sie den Rat des älteren Freundes suchen, bedeutet das ja nicht, dass sie wie der Vater oder die Mutter handeln müssen.
    Man muss also zwei Dinge unterscheiden:
    a) das freundschaftliche Verhältnis zum Vater,
    b) das eigenständige Entscheiden und Handeln des Sohnes.
    An beidem muss ein guter Vater ein Interesse haben.

    Rainer

    Homepage E-Mail

    El Verger - Spanien,
    06.10.2019, 22:51

    @ Falkenauge

    Spaltung der Gesellschaft

    > Wenn man genau beobachtet, merkt man, dass nicht nur eine Spaltung in zwei
    > große Gruppen stattfindet, sondern
    > multipolare
    > Konfrontationen hergestellt werden, indem die großen Gruppen in
    > immer weitere kleinere, sich bekämpfende aufgespalten werden.

    Bei der Gelegenheit möchte ich auf den leider viel zu früh verstorbenen Professor Kruse hinweisen. Es gibt auf Youtube einen eindrucksvollen Film, auf der er die Spaltung der Gesellschaft analysiert und zu dem Ergebnis kommt, dass eine Kommunikation zwischen den verschiedenen Gruppen überhaupt nicht mehr möglich ist.
    https://www.youtube.com/watch?v=3mpgYBKig5M
    Der Vortrag dauert leider eine Stunde. Kürzer ist so etwas aber vermutlich nicht rüberzubringen. Ich habe ihn mir den Beitrag schon mehrfach angesehen. Die Erkenntnis daraus muss man einfach sacken lassen.

    Um einen Eindruck von Professor Kruse zu bekommen, hier ein kürzerer Beitrag
    BundestagTV, Peter Kruse - Revolutionäre Netze durch kollektive Bewegungen 3:33min
    https://www.youtube.com/watch?v=e_94-CH6h-o

    Rainer

    ---
    Ami go home!
    WikiMANNia
    WGvdL Forum

    NST

    Homepage E-Mail

    Südthailand,
    07.10.2019, 06:50
    (editiert von NST, 07.10.2019, 07:07)

    @ Rain

    Das kann ich unterstreichen .....

    > Wir schieben es immer gerne beseite, aber: Unsere Eltern waren schwerst
    > traumatisiert vom Krieg. Konnten nicht darüber reden, sondern mussten
    > funktionieren. Und gaben ihre Traumata, ohne das zu wollen, an ihre Kinder
    > weiter. Und die wiederum an ihre Kinder.

    ..... das beschreibt meine Kindheit. Wirklich verstanden hab ich das erst nach dem Tod der Eltern.

    Mein Vater hatte mich in meiner frühen Jugend sehr oft massiv geschlagen. Als ich mit 15 Jahren einem Kampfsportverein beitreten wollte, hatte er das aber bezahlt, war damals nicht billig. Danach hat er mich auch nie wieder versucht zu schlagen. Was ich heute glaube zu wissen, dass die Schwestern meines Vater, möglicherweise auch die Grossmutter Opfer von Vergewaltigungen waren - nach Kriegsende durch die franz. Besatzungsarmee in unserer Region. Klar geredet wurde darüber nie, allerdings wurde ein Kind geboren mit Jahrgang Dez. 1945 von einer Schwester meines Vaters, die damals Flakhelferin war. In unserer Region waren die Alliierten knapp 2 Monate vor offiziellem Kriegsende.

    Nach dem Tod des Vaters, kam meine Schwester einmal und sagte zu mir: ich kann das was dein Vater mit dir gemacht hat, ihm nie verzeihen. Meine Schwester lernte Bankkauffrau, dann Erzieherin .... war früher gertenschlank und ist heute schwerst übergewichtig - und war sobald sie volljährig war, damals nach Berlin geflüchtet. Heute lebt sie wieder im Elternhaus - hat aber mehr Probleme als meine Mutter und Vater zusammen hatten. Für mich war das offenbar die richtige Therapie, es verschaffte mir den nötigen Abstand.

    Helfen kann man ihr nicht, ich habe es versucht. Ich glaube, diese Familiengeschichte ist sehr typisch für D - ein Spiegelbild der Baby Boomer Generation. Die Nach-Baby Boomer hatten noch gestörte Eltern. Nach dem was wir hier wissen, in diesem Forum, verwundert das nicht.

    Ich weiss es nicht mit Sicherheit, aber ich glaube das ist eine der Ursachen warum ich eine so grosse Entfernung zwischen Geburts - und aktuellem Lebensmittelpunkt habe, es ist eine Instinkthandlung . Ich hatte auch früher Beziehungen mit deutschen Frauen, das hatte aber nie funktioniert, ich hielt mich dabei für das Hauptproblem. [[freude]]

    Schwierig bin ich immer noch, aber eine Frau ohne diesen kulturellen Hintergrund hat damit offenbar weniger Umgangsprobleme und für mich wurde vieles einfacher. Das Trauma der Deutschen wird offenbar von Generation zu Generation weiter vererbt und wird bei jeder Nachfolgegeneration irrationaler im Ausdruck.

    Ich habe da ja so eine seltsame Theorie, wie Evolution arbeitet - kann sie sich nicht entwickeln, wird automatisch in den Selbstzerstörungsmodus geschaltet, was wir derzeit beobachten können.

    Evolution arbeitet nur mit den Gewinnern .... ist eigentlich klar, denn die Verlierer haben langfristig keine Nachkommen mehr. Damit ist auch die Verbindung zu den anderen Fäden - Todeswillen und Baby essen hergestellt.
    Gruss

    ---
    Buntschland bald platt?
    Mir doch egal, solange mein Geld aus dem Bankomaten, mein Strom aus der Dose, mein WiFi aus der Luft, mein Wasser aus dem Hahn und meine Fressalien auf den Tisch kommen! [[freude]]
    ©n0by

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