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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Ikonoklast

    E-Mail

    11.07.2019, 07:14
     

    Teilnahme erbeten: Wie sieht es in Euren Betrieben aus? Kurzarbeit? Gewinneinbruch? Auftragseingang? etc.

    Hallo Zusammen,

    ich habe gestern von einem Bekannten - in der Stahlbranche tätig - erfahren, dass die Belegschaft in seiner Firma zittert. Diese Woche wurde ihnen (der Belegschaft) von der Geschäftsführung eröffnet, dass wahrscheinlich auf noch unabsehbare Zeit Kurzarbeit eingeführt werden muss. Die Geschäfte in den USA und China laufen nicht mehr... Besserung scheint auch nicht in Sicht.

    Mein Bekannter bangt nun sogar um seinen Job, da er seinen Chef seit Jahren kennt und ihn meist gut einschätzen kann. So aufgewühlt hat er ihn noch nicht erlebt...

    Nun dachte ich mir, da hier ja relativ Viele mitlesen, wäre doch interessant ob es in anderen Branchen ähnlich aussieht. Deshalb mein Aufruf: Jeder der was zu berichten hat, soll berichten. Für Leser: Gerne per PN! (Briefsymbol, oben, neben meinem Namen)

    Vielleicht rollt das 'Große' gerade an... Und wir verpennen es. [[zwinker]] Und stehen anschließend wie das Schaf vor der DB-Ruine. [[zwinker]]

    ---
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    nereus

    11.07.2019, 07:52

    @ Ikonoklast

    In der Ferne ist das Donnergrollen schon zu hören.

    Hallo Ikonoklast!

    Um bei einem verwandten Thema zu bleiben.
    Der Bund-Future steht jetzt bei 172,6 und er zählte vor Tagen schon mehr als 173.
    Unverwüstliche Trader visierten dazu als neues Ziel die Marke von 182 an und ich würde nicht ausschließen, das wir das in den nächsten Monaten noch sehen.
    Es gilt bekanntlich: The trend is your friend.

    Eine (zwischenzeitliche) Erlösung könnte das x-Billionenschwere Seidenstraßenprojekt bringen, wo Rußland vor kurzem die Genehmigung für das Mega-Projekt der Meridian-Autobahn gab, die über 2.000 km durch die "Putinei" [[zwinker]] führt.
    Sie kommt von Kasachstan und mündet nach Weißrussland und soll ca. 10 Milliarden US-Dollar kosten, was mir ein wenig zu billig erscheint und ich da eher eine Null dran hängen würde, doch vielleicht haben mich deutsche Preise inzwischen etwas "blind" werden lassen.

    Da der Westen jedoch in Grabenkämpfen (siehe meine Beiträge zu den Ur-Logen) versinkt, könnte es sein, daß Europa zunächst völlig unter die Räder kommt, was auch das Seidenstraßen-Projekt zumindest teilweise gefährden würde.
    Zum Kampf der Giganten gab es auch bei Telepolis einen interessanten Artikel.
    Bitte hier entlang: https://www.heise.de/tp/features/Russland-und-der-Plan-eines-eurasischen-Wirtschaftsraums-4466640.html

    Auszug daraus:

    Aus der Sicht Washingtons ist der sich aufbauende eurasische Handelsraum, der die üblichen, von den USA noch kontrollierten Schifffahrtswege umgeht, ein Albtraum.
    Seit dem Zweiten Weltkrieg war es das Ziel, Europa von Russland abzukoppeln und den amerikanisch beeinflussten Raum durch die Osterweiterung der Nato und der EU weiter Richtung Russland vorzuschieben, um das Land einzudämmen.


    Wir erinnern uns an Herrn Friedman von Stratfor.

    Es bleibt spannend und "Verblödistan" [[sauer]] befindet sich im Auge des Taifuns.
    Unter diesem Aspekt kann man schon einmal oder auch mehrmals Schüttelfrost bekommen, oder? [[freude]]

    mfG
    nereus

    Ankawor

    E-Mail

    Pirmasens,
    11.07.2019, 08:12

    @ Ikonoklast

    Übersetzungsbranche stark eingebrochen

    Nach dem Auftauchen von deepl.com hatten die Übersetzer ein paar Monate sehr gute Geschäfte. Denn Deepl hat übersetzt und die Übersetzer bekamen das Geld. Inzwischen haben aber wohl alle Auftraggeber von Deepl gehört und verzichten nun immer mehr auf menschliche Übersetzer.

    Deepl ist eine Deep Learning-Software, künstliche Intelligenz, von einer Firma in Köln entwickelt. Die Software liefert je nach Thema sehr gute Übersetzungen. Im Zuge der sprachlichen Niveauabsenkung wird es für viele Auftraggeber sowieso ausreichen in Zukunft, nehme ich an.

    Siehe auch "Leichte Sprache": https://www.bundestag.de/leichte_sprache

    Das kann der Computer locker, und dereinst werden alle so sprechen.

    eastman

    Paltz,
    11.07.2019, 08:23

    @ Ikonoklast

    Hier grollt es an anderer Stelle,

    und zwar an Kompetenz und Sachverstand der Geschäftspartner. Als selbständiger Bauplaner auf einem Spezial-Nischengebiet, abhängig vom Auftragseingang der grossen Marktplayer, kann ich nur sagen, dass wir in Arbeit fast ersticken. Liegt daran, dass es auf dem Markt immer weniger Sachverstand gibt und Planer wie wir händeringend gesucht sind.
    Was immer auffälliger ist, dass es an fachkundigen Partnern zunehmend mangelt. U.A. planten wir eine Aussentreppenanlage. Kommt doch jemand, und sagt mir vorwurfsvoll, Herr K., wo soll denn hier für den Lastfall Wind der Wind herkommen? Oder so Sprüche - was in der Automobilindustrie hält, das hält auch hier usw.
    Unser Land, das ehemalige Land der Tüftler, Erfinder, Techniker, Vorwärtsbringer - heute nur noch empfundenes unteres Mittelmass, wenn überhaupt.
    Ihr habt mich nach meiner Einschätzung gefragt, ich könnte noch seitenlang schreiben, in einem Wort: Frust.

    ---
    Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.

    Ikonoklast

    E-Mail

    11.07.2019, 08:36

    @ eastman

    Erinnert mich an "Der Audi-Dachschaden?"

    Oder so Sprüche - was in der Automobilindustrie hält,
    > das hält auch hier usw.
    > Unser Land, das ehemalige Land der Tüftler, Erfinder, Techniker,
    > Vorwärtsbringer - heute nur noch empfundenes unteres Mittelmass, wenn
    > überhaupt.
    > Ihr habt mich nach meiner Einschätzung gefragt, ich könnte noch
    > seitenlang schreiben, in einem Wort: Frust.

    Hab' ich damals beim Danisch gefunden... [[top]]

    ---
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    nereus

    11.07.2019, 08:45

    @ Ankawor

    Die Dinge ändern sich.

    Hallo Ankawor!

    Du schreibst: Inzwischen haben aber wohl alle Auftraggeber von Deepl gehört und verzichten nun immer mehr auf menschliche Übersetzer.

    Von dieser Software habe ich Jahrzehnte geträumt, weil mein Sprachtalent eher schwach ausgeprägt ist und ich immer ewig brauchte, etwas zu übersetzen/verstehen. [[zwinker]]

    Deepl ist eine Deep Learning-Software, künstliche Intelligenz, von einer Firma in Köln entwickelt. Die Software liefert je nach Thema sehr gute Übersetzungen.

    Richtig.
    Unverschwurbelte Zeitungsartikel gehen fast beim ersten Versuch durch die Gütekontrolle.
    Bei Buchtexten wird es schon schwieriger, weil man da die Satzabschnitte und Einrückungen berücksichtigen muß, was mich vor allem bei der Übersetzung meines Ur-Logen Buches von Gioele Magaldi fast in den Wahnsinn treibt, weil es dort Schachtelsätze gibt, die über eine halbe Seite reichen.
    Da hilft nur Zerlegen und dann wieder Zusammensetzen – wenn die Portokasse nicht für den Übersetzer reicht. [[zwinker]]

    Im Zuge der sprachlichen Niveauabsenkung wird es für viele Auftraggeber sowieso ausreichen in Zukunft, nehme ich an.

    Bei Handbüchern und Anleitungen finde ich die einfache Sprache sinnvoll und IBM arbeitet damit seit Jahrzehnten, wenn ich @Tassie einst richtig verstanden habe.
    Ganz anders ist das bei komplexen Themen wie Politik, Geschichte und spezieller Technik oder bei Satire, wo es auf ein „Mehrfach-Verständnis“ ankommt.
    Aber die Zeiten der Wandstraße (das war die Übersetzung für die Wallstreet) sind offenbar vorbei - wobei, so ganz falsch war es ja auch nicht. [[lach]]

    Nichtsdestoweniger werden Übersetzer bei Spezialfällen auch in den nächsten Jahren noch gebraucht, aber vermutlich werden die dann sündhaft teuer und kostbar wie Fünf-Sterne-Köche.

    mfG
    nereus

    Ikonoklast

    E-Mail

    11.07.2019, 09:31

    @ Ikonoklast

    Leserzuschrift: Kurzarbeit Raum Coburg/Kronach

    im Raum Coburg/Kronach sind einige Firmen von Kurzarbeit/Einsparungen betroffen bzw. werden es in kürzester Zeit sein:

    3 Firmennamen [[zwinker]]

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    Mephistopheles

    Datschiburg,
    11.07.2019, 10:11

    @ nereus

    Da kommt doch noch etwas

    > Auszug daraus:
    >
    > Aus der Sicht Washingtons ist der sich aufbauende eurasische
    > Handelsraum, der die üblichen, von den USA noch kontrollierten
    > Schifffahrtswege umgeht, ein Albtraum.
    > Seit dem Zweiten Weltkrieg war es das Ziel, Europa von Russland
    > abzukoppeln und den amerikanisch beeinflussten Raum durch die
    > Osterweiterung der Nato und der EU weiter Richtung Russland vorzuschieben,
    > um das Land einzudämmen.

    >
    > Wir erinnern uns an Herrn Friedman von Stratfor.
    >
    > Es bleibt spannend und "Verblödistan" [[sauer]] befindet sich im Auge
    > des Taifuns.
    > Unter diesem Aspekt kann man schon einmal oder auch mehrmals
    > Schüttelfrost bekommen, oder? [[freude]]

    https://de.wikipedia.org/wiki/Orient-Express

    Kaum war die Fertigstellung der Bagdadbahn in greifbare Nähe gerückt - Deutschland hättte damit das dringend benötigte Öl aus dem nahen Osten beziehen können und dies als Industrienation auch locker bezahlen können - brach überraschend der 1. Weltkrieg aus. Zufälle gibt es aber auch.
    [image]
    https://de.wikipedia.org/wiki/Bagdadbahn

    Die Bagdadbahn wäre das Ende des britischen Empire gewesen.
    Von Paris über Berlin, Wien, Konstantinopel (Istanbul gab es damals noch nicht) nach Bagdad,

    Gruß Mephistopheles

    ---
    „Wenn sich die Welt selbst zerstört, dann fängt es so an: Die Menschen werden zuerst treulos gegen die Heimat, treulos gegen die Vorfahren, treulos gegen das Vaterland. Sie werden dann treulos gegen die guten Sitten, gegen den Nächsten, gegen Frauen

    Ikonoklast

    E-Mail

    11.07.2019, 10:23

    @ Ikonoklast

    Leserzuschrift: WMF-Sitz Geislingen

    heute in der Online-Ausgabe der Geislinger Zeitung:
    https://www.swp.de/suedwesten/staedte/geislingen/wmf-muss-60-millionen-euro-einsparen-31775743.html
    400 Mitarbeiter von über 6000 sind zwar nicht nicht Welt, aber ob da alles kommuniziert wird was kommen soll ist die andere Frage.

    ---
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    lowkatmai

    E-Mail

    11.07.2019, 11:02

    @ Ikonoklast

    Gewerbeimmobilien (Vermietung+Verkauf)

    läuft aktuell ruhig. Auch bzw. eher den Ferien geschuldet.

    Hohe (überhöhte?) Preisforderungen der Verkäufer werden nicht mehr akzeptiert.

    Anderes Thema: Oldtimer

    Eine Kollegin war vergangene Woche auf einer Auktion/Verkaufsveranstaltung.

    Da wurde angeblich kein einziges Mindestgebot erreicht. Auch bei Standardfahrzeugen (Ferrari, keine Ahnung welches Modell) die bislang immer gegangen sind.

    Hier geht es wohl schon massiv abwärts.


    Grüße

    l[[zwinker]]

    Centao

    11.07.2019, 11:10

    @ nereus

    Das Nachfrage- und Nachschuldnerproblem mit der Seidenstraße

    Hallo nereus,

    die neue Seidenstraße und auch eine Meridan - Autobahn sind im Bereich Nachschuldnersuche äusserst hilfreich, da Anreiner-Staaten und Private sich ebenfalls dafür schwer verschulden und neue Infrastruktur und Zwischenmärkte enstehen können. Für manche Staaten wie Griechenland (Piräus - Terminals) und evtl. Italien bieten sich neue Chancen zum Ausgleich ihrer Bilanzdefizite.
    Probleme werden auch Währungsverrechnungen machen, da keine Weltleitwährung mehr stabil ist.

    Ich hoffe dies ist so im Gros i.O.

    Ich möchte zwei Punkte kurz einbringen, die mir u.a. in Gail Tverberg Blog und bei Harry Dent (Demografie- und Konsumforschung) besonders aufgefallen sind, und ich der Meinung bin, das die westliche hochverschuldete Volkswirtschaft ihren inneren Wirtschaftssubjekten immer mehr die Luft zum Atmen nimmt, bzw. der Verschuldungsfähigkeit für den Konsum nun mehr sinkt. Diese Punkte unterstützen m.E. somit Deine Argumentation erheblich.

    1.) Indirekte subventionierte Energieexporte aus China/Fernost an Europa durch energie-subventionierte (HE), i.d.R. thermische hergestellte und veredelte Waren.
    Hier wird mglw. bald Peak Kohle und das ETP-Modell für das Erdöl eine Rolle spielen. kurz: Ende der billigen Energie = Aus Seidenstraße.

    2.) Demografie und Vermögensentwicklung im Westen ist verheerend (Harry Dent).
    Die Generationen Y und Z und teilweise X sind - so sie nicht erben, nicht in der Lage den Lebensstandard der Boomer aufrecht erhalten zu können. Dies ist auch Ergebnis einer seit den 70ern anhaltenden Steuerpolitik im Sinne von Steuerung von Vermögenswachstum gegen die Statistik. Es fehlt also auch an Nachfrage /-Können und zwar demnächst erheblich (aus Makrosicht). Andere Felder wie Migration, Bildung, Kultur, Geldpoltik etc. spielen dort massiv rein. kurz: Keine Nachfrage = Aus Exporte.

    Viele Grüße,
    CenTao

    Centao

    11.07.2019, 11:21

    @ Ikonoklast

    Wie @Eastman, aber ohne großen Frust..

    Hallo Ikonoklast,

    als Teil durchaus politisch geförderter Wirtschaftsentwicklung (EE, Medizin, Logistik) also deren technischer Arm, geht es uns noch recht gut.

    Dazu kommt die abnehmende technische Kompetenz der oft entscheidenen Y-Generation, die glauben das mit einem Software bug Appchen alles machbar sei... Dies macht aber einiges einfacher.., nur must Du rechtlich besser bescheid wissen, als noch vor Jahren[[top]].

    Aus der Warenlogistik kommen allerdings klare und ungute Signale..[[sauer]]

    Viele Grüße,
    CenTao

    Ikonoklast

    E-Mail

    11.07.2019, 11:42

    @ Ikonoklast

    Leserzuschrift: Konjunktur in der Elektronikbranche / mit Antwort an @lowkatmai

    ich arbeite sporadisch im Elektronikverkauf einer bekannten Marke, und wir haben -25% bis -50% Einbussen.
    War früher 200-300 Euro die Schwelle, sinds jetzt 100,-.
    Auch wurden schon 15% der Angestellten entlassen. Früher gab es bei jeder grossen Produktfamilie einen Infostand, heute gibt es jetzt nur mehr einen einzigen fürs gesamte Sortiment.

    Auch das mit den Oldtimern kann ich im kleinen Maßstab bestätigen.
    Es gibt genauso einen Sammlerkreis für altes Spielzeug, auch hier sind die Preise komplett eingebrochen.
    Muslime und Afrikaner fangen nichts mit altem Blech was an.
    Das sammeln alter Autos, Briefmarken, Spielzeugs oder anderem ist eher ein Hobby des weissen Mannes.
    Die Interessen der Jugend und jungen Erwachsenen ändern sich zusehends.
    Darunter werden noch viele kleine Branchen zu leiden haben.
    Hier sehe ich auch viele Werksschliesdungen auf uns zu kommen.

    ---
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    Ikonoklast

    E-Mail

    11.07.2019, 11:46

    @ lowkatmai

    Antwort von Leser zwecks Oldtimern

    hier entlang, bitte

    ---
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    bürgermeister

    11.07.2019, 12:34

    @ Mephistopheles

    Zwei Fliegen mit einer Klappe

    gleichzeitig zur Bagdadbahn hat ein gewisser Alexander in Russland die Transsibirische Eisenbahn gebaut.

    Auszug Wiki "Aber Zar Alexander III. entschied sich auf Anraten von Verkehrsminister (ab 1892 Finanzminister) Sergei Juljewitsch Witte, der selbst Erfahrungen in der Eisenbahnwirtschaft hatte, für eine durchgehende Bahnstrecke, die Transsib.

    Witte kalkulierte, dass Russland durch die Transsib einen leichteren Zugang zum chinesischen Markt hätte, so dass auch der europäische Handel mit China zum Teil auf diesen Weg verlagert werden könnte. So war z. B. beabsichtigt, den chinesischen Teehandel, den Großbritannien durch den indischen Tee zerstört hatte, wieder zu beleben. Ebenso wurde es durch eine Eisenbahn wirtschaftlich, sibirisches Getreide in den europäischen Teil Russlands und nach Russisch-Mittelasien zu transportieren. Dazu kam die Erwartung, dass die Bahn die sibirische Wirtschaft ankurbeln und ausländische Investitionen anlocken würde."

    Gruß bm

    ---
    Indoktrination ist keineswegs inkompatibel mit der Demokratie. Vielmehr ihre Essenz. Ohne Knüppel, ohne Kontrolle durch Gewalt muss man das Denken kontrollieren. Dazu greift man zu dem, was in ehrlicheren Zeiten Propaganda genannt wurde.

    N. Chomsky

    Tempranillo

    11.07.2019, 12:44
    (editiert von Tempranillo, 11.07.2019, 12:52)

    @ Ikonoklast

    Ehemalige Nummer Zwei der New Yorker Börse: *Weltwirtschaftskrise ab Ende 2020.*

    In seinem Buch *La Descente aux enfers de la Finance* (Vorwort von Jean-Claude Trichet) warnt Georges Ugeux vor einer noch nie dagewesenen Finanzkrise und nennt als Ursache die überbordende Staatsverschuldung.

    Ein Zinsanstieg werde die Refinanzierungsmöglichkeiten der Staaten abwürgen, dann sei Schicht im Schacht. *Ab Ende 2020 werden wir einen Finanztsunami erleben. Verglichen damit, was uns erwartet, war die Lehman-Pleite eine Sache im Lliliputanerformat.*

    *Nous vivons une perversion du capitalisme où les entreprises parviennent à faire faire aux États à peu près ce qu’elles veulent alors qu’elles contribuent peu aux besoins de l’État.*

    *Wir erleben eine Perversion des Kapitalismus, in dem es den Unternehmen gelingt, die Staaten mehr oder weniger tun zu lassen, was sie wollen, wobei sie wenig zu den Bedürfnissen des Staates beitragen.*


    Wie nennt man das oder sollte es wenigstens?

    Natürlich DE-MO-KRA-TIE!

    Tempranillo

    https://www.egaliteetreconciliation.fr/La-finance-va-vivre-un-tsunami-d-ici-fin-2020-selon-l-ex-no2-de-Wall-Street-55429.html

    Olivia

    11.07.2019, 17:30

    @ nereus

    Und die müssen gut Deutsch (Muttersprache) können, weil sie sonst "Feinheiten" nicht übersetzen können.

    Da in den Schulen die Feinheiten der Sprache nicht mehr gepflegt werden, wird es für meisten "Übersetzer" sicherlich schwierig werden.

    Diejenigen, die noch mit Sprache umgehen können, die werden möglicherweise wirklich - so wie du sagst - dann bezahlt wie Gourmet-Köche.... wobei man der Ehrlichkeit halber sagen muss, dass sich Gourmet-Restaurants überhaupt nicht auszahlen für die Eigentümer. Geld verdienen die nur dann, wenn sie bekannt werden und "Werbeverträge" bekommen. Ansonsten geht alles drauf für die teuren Rohrstoffe und das Personal.... :-))

    Da könnten es die Übersetzer besser haben, die haben ja die Rohstoffe im Kopf... :-))

    ---
    Das Destruktive meiden - Das Konstruktive suchen!

    Ikonoklast

    E-Mail

    11.07.2019, 20:12

    @ Ikonoklast

    Leserzuschrift: Stellenstreichungen (sehr lange Liste ;-) , danke!)

    wie es der Zufall so will, führe ich seit ca. 2 Wochen eine Word-Datei mit Links zu Artikeln, die über Stellenstreichungen berichten, weil mir dies beim Durchblättern meines newsfeeds bei Fake book seltsam vorkam, daß diese Meldungen in den letzten 2 bis 3 Wochen immer häufiger auftraten:

    Zu der ersten Summenzahl 50.000 Stellen habe ich nur die betreffenden Konzerne und die Anzahl der zu streichenden Stellen aufgelistet, leider noch keine Links dazu gefunden (auch, weil ich sie nicht gesucht habe).

    Zu der zweiten Summenzahl 40.392 gibt es die Auflistung der betreffenden Firmen sowie die Anzahl der Stellen und anschließend die Links zu den entsprechenden Online-Artikeln.

    Ich hänge den Text meines Word-Dokuments hier einfach an.
    Hoffentlich helfen die gesammelten Zahlen, den Leser im Forum zu erhellen.

    ================



    Arbeitsplatzabbau



    - VW 7.000
    - Mercedes 10.000
    - Bosch bis 15.000
    - BMW xx.000
    - Siemens 10.400
    - Bayer 4.500
    ++++++++++++++++++
    Gesamt mind. 50.000


    - WMF 400
    - Deutsche Bank 18.000
    - Deutsche Bank/ Postbank 750
    - Kaufhof 1.100
    - Philip Morris 950
    - BASF 3.000
    - Audi 10.000
    - Ford 5.000
    - Loewe Insolvenz über 400
    - Unser Heimatbäcker/ Lila Bäcker 430
    - Paypal x00
    - Mahle Autozulieferer Werk Öhringen 240
    - H&M München 122
    ++++++++++++++++++
    Gesamt mind. 40.392

    +++ und so weiter

    Innerhalb von zwei Wochen werden mal eben so mind. 90.000 neue zukünftige Arbeitslose angekündigt.


    400 Arbeitsplätze betroffen WMF schließt Kochtopf-Produktion am Stammsitz
    https://www.stern.de/wirtschaft/news/400-arbeitsplaetze-betroffen-wmf-schliesst-kochtopf-produktion-am-stammsitz-8795516.html?utm_campaign=wirtschaft&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard
    http://archive.fo/lpvZ9
    https://www.swp.de/suedwesten/staedte/geislingen/wmf-muss-60-millionen-euro-einsparen-31775743.html


    Deutsche Bank 18.000 Stellen fallen weg
    Zudem streicht die Deutsche Bank im Zuge des Sanierungsplans, dem der Aufsichtsrat am Sonntag zustimmte, rund 18.000 Stellen.
    https://www.focus.de/finanzen/boerse/neuausrichtung-deutsche-bank-streicht-investmentbanking-und-rechnet-mit-verlust-von-2-8-milliarden_id_10904810.html?fbclid=IwAR3XryvZ6ZRn4yDewUhFOqAUdvE3b6D-MIF3gQUSnLzWUrmJx_oYixF4ZF8
    http://archive.fo/j1YMt


    Deutsche Bank und Postbank bauen 750 Stellen ab
    http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/wirtschaft/region/Deutsche-Bank-und-Postbank-bauen-750-Stellen-ab-article4135948.html
    http://archive.fo/tVGcM


    Hiobsbotschaft für die Logistikmitarbeiter bei #Kaufhof - über 1100 der 1600 Mitarbeiter in #Dietzenbach, #Frechen, #Neuss und in #Erfurt könnten ihre Arbeitsplätze verlieren, da bis auf 1 Standort die Schließung droht
    http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/wirtschaft/region/Kaufhof-droht-massiver-Stellenabbau-article4135951.html
    http://archive.fo/9eHfD


    Einer der größten Arbeitgeber in Neukölln entlässt zum Jahresende 950 Mitarbeiter. Das Philip Morris-Werk stoppt die Zigarettenproduktion.
    https://www.bz-berlin.de/berlin/philip-morris-stellt-zigarettenproduktion-in-berlin-ein
    http://archive.fo/LKWyC


    Der Chemiekonzern BASF baut in den kommenden zwei Jahren 3.000 Stellen in Deutschland ab, hauptsächlich in Ludwigshafen.
    https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/ludwigshafen/BASF-baut-weltweit-6,basf-116.html
    http://archive.fo/cIQGW


    Stuttgarter Autozulieferer schließt Werk in Öhringen
    Mahle wird sein Werk in Öhringen bis Ende 2020 schließen. Das gab der Stuttgarter Autozulieferer bekannt. Was mit den rund 240 Mitarbeitern geschieht, ist derweil noch unklar.
    Vor allem ein zuletzt schwächelnder Markt in China, sinkende Marktanteile beim Diesel und die weltweite Unsicherheit durch schwelende Handelskonflikte machen dem Autozulieferer zu schaffen. Bei der Vorlage der Bilanz im Mai hatte Mahle bereits angekündigt, an den Standorten in Stuttgart rund 380 von 4300 Stellen zu streichen. Weltweit hat Mahle rund 79.600 Mitarbeiter, in Deutschland sind es gut 13.200.
    https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.sparkurs-von-mahle-stuttgarter-autozulieferer-schliesst-werk-in-oehringen.ad5a295d-4f29-48d6-b13c-5c355d912f43.html?utm_source=dlvr.it&utm_medium=twitter&fbclid=IwAR0SaQFUB0bmZBq0GTXjXwRel9onsSl5_XSipWHS6OIGmPL9l3KDA9-68sE
    http://archive.fo/iaQzL


    Chemiegigant gibt bekannt BASF will 6000 Stellen streichen
    Vom geplanten Stellenabbau bei BASF bis Ende 2021 sind rund 3000 Jobs in Deutschland betroffen. Der überwiegende Teil davon entfalle auf den Standort Ludwigshafen, sagte ein BASF-Sprecher am Donnerstag in Ludwigshafen. Insgesamt will der Konzern 6000 Stellen streichen.
    https://www.focus.de/finanzen/boerse/chemiegigant-gibt-bekannt-basf-will-6000-stellen-streichen_id_10871240.html?fbclid=IwAR0cMn4dmEiz5dOplEwS6PRIVDDT_4Cn7BU7JrFDGYZ1tv2i4ERWcIDxu_o
    http://archive.fo/mXQHH


    Bei Audi stehen 10.000 Jobs auf der Kippe
    Danach könnten bis zum Jahr 2025 10.000 Arbeitsplätze von den derzeit rund 60.000 Stellen an den Standorten Ingolstadt und Neckarsulm wegfallen.
    https://www.focus.de/finanzen/boerse/abgas-skandal-im-news-ticker-schlechte-auslastung-bei-audi-stehen-10-000-jobs-auf-der-kippe_id_10868755.html
    http://archive.fo/YfmRi


    Ford streicht 12.000 Stellen und macht sechs Werke dicht
    Von den geschlossenen sechs Werken befinden sich drei in Russland, außerdem sollen Fabriken in Frankreich und Wales geschlossen werden. Ein Werk in der Slowakei soll an den Automobilzulieferer Magna verkauft werden. Ende 2020 will der Konzern noch 18 Werke in Europa betreiben.
    Nach eigenen Angaben beschäftigt Ford in Europa bislang 51.000 Mitarbeiter, fast ein Viertel der Stellen fällt also weg.
    In Deutschland hatte der Konzern vor einigen Wochen den Abbau von 5000 Jobs angekündigt.
    https://www.focus.de/finanzen/boerse/autobauer-in-der-krise-ford-streicht-12-000-stellen-und-macht-sechs-werke-dicht_id_10870567.html?fbclid=IwAR3YyMMspU-Lmppxtke98MNqWdBUKjcCgRQP-hzCnCwSFJmkhuYF4mSxdDs
    http://archive.fo/eNteL


    Der Fernsehhersteller Loewe ist pleite, kurzfristig wird der Betrieb zum 1.7.19 eingestellt, über 400 Arbeitsplätze gehen verloren, die Mitarbeiter freigestellt, eine kleine 10-15 köpfige Kernmannschaft bleibt übrig
    https://rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/fernsehhersteller-loewe-ist-pleite-und-stellt-betrieb-ein_aid-39663119
    http://archive.fo/HrymS


    Paypal wechselt Standort nach Polen!
    Nach Siemens und Philip Morris jetzt streicht auch Paypal Hunderte Stellen in Berlin
    Der Konzern mit Hauptquartier in San José in Kalifornien und Europazentrale im Steuerparadies Luxemburg war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.
    Gefühlt häufen sich die Ankündigungen von Massenentlassungen bei Unternehmen der Hauptstadtregion.
    Das Jahr begann mit dem Insolvenzantrag des Unternehmens Unser Heimatbäcker, bekannt für seine Kette „Lila Bäcker“: Mindestens 430 von 2700 Jobs in Nord- und Ostdeutschland sollen wegfallen, hieß es Anfang Juni.
    Bei Verdi sei man angesichts der „hervorragenden Unternehmensergebnisse“ von Paypal, an dem die Niederlassung maßgeblichen Anteil gehabt habe, überrascht von dem „Kahlschlag“
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/nach-siemens-und-philip-morris-jetzt-streicht-auch-paypal-hunderte-stellen-in-berlin/24487940.html

    http://archive.fo/lWp7t



    Mahle wird sein Werk in Öhringen bis Ende 2020 schließen. Das gab der Stuttgarter Autozulieferer bekannt. Was mit den rund 240 Mitarbeitern geschieht, ist derweil noch unklar.
    Bei der Vorlage der Bilanz im Mai hatte Mahle bereits angekündigt, an den Standorten in Stuttgart rund 380 von 4300 Stellen zu streichen. Weltweit hat Mahle rund 79.600 Mitarbeiter, in Deutschland sind es gut 13.200.
    https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.sparkurs-von-mahle-stuttgarter-autozulieferer-schliesst-werk-in-oehringen.ad5a295d-4f29-48d6-b13c-5c355d912f43.html?utm_source=dlvr.it&utm_medium=twitter&fbclid=IwAR2qG_5n30tMGw__X4QLgOGoWWyuio89oJruLKTBau2b2-tmfOHH3jCVuEs

    http://archive.fo/TtPKo



    2 Filialen von H&M machen Anfang 2020 dicht wegen zu hoher Mieten in München.
    Kaufinger Str.:„85 Mitarbeiter sind betroffen, die teilweise seit 27 Jahren dort arbeiten. Auch 20 Mütter verlieren ihren Job.“
    Neuhauser Str: 37 Mitarbeitern geht hier der Job flöten.
    https://www.bild.de/regional/muenchen/muenchen-aktuell/muenchen-h-m-in-der-kaufinger-strasse-macht-dicht-62772084.bild.html

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    Ikonoklast

    E-Mail

    12.07.2019, 18:41

    @ Ikonoklast

    Leserzuschrift: Stellenstreichungen

    Falls es noch von interesse ist?!
    Jetzt hat es auch der Roland Tichy zusammengefasst.

    https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/konjunktur-absturz-der-wirtschaft-und-berlin-tanzt-den-klima-tango/

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