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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Falkenauge

    06.05.2019, 08:08
     

    Narr oder Held? - Die Jagd der Mächtigen nach Julian Assange, der sie entlarvte

    Niemand sonst wie Julian Assange, der Gründer von WikiLeaks, hat durch die Veröffentlichung von geheimen Dokumenten mit beispiellosem Mut mehr zur Entlarvung der Machenschaften gnadenloser Herrschafts-Eliten beigetragen, die sowohl andere Länder mit Krieg überziehen, als auch die arbeitende Bevölkerung ausbeuten. Daher versuchten sie von Anfang an, seiner mit allen widerrechtlichen Mitteln habhaft zu werden. Die Macht-hörigen Mainstream-Medien tragen durch lückenhafte Berichterstattung, Verdrehungen und Verleumdungen das Ihre dazu bei. Nur die Öffentlichkeit wachsamer alternativer Medien und ihrer wachsender Leserschaft kann ihm noch Schutz gewähren.

    Narr oder Held? Die Jagd der Mächtigen nach Julian Assange

    Michael Krause

    06.05.2019, 10:31

    @ Falkenauge

    Haftbefehl

    Eine ausgezeichnete Zusammenfassung zum Fall Assange.


    Allerdings handelt es sich nach meinem Wissen bei dem von den schwedischen Behörden erlassenen Haftbefehl um einen sog. Vorführhaftbefehl, weil man Assange zu den Vorwürfen befragen wollte und er zu diesem Termin in Schweden nicht erschienen ist. Er befürchtete, an die USA ausgeliefert zu werden. Es handelt sich nach meiner Erinnerung also gerade nicht um einen Haftbefehl wegen dringenden Tatverdachts. (bitte noch einmal überprüfen).

    ---
    Das einzige Recht des Sklaven ist das Recht auf Arbeit und das darf man ihm nicht nehmen.

    Falkenauge

    06.05.2019, 10:53

    @ Michael Krause

    Des Pudels Kern

    > Eine ausgezeichnete Zusammenfassung zum Fall Assange.
    >
    >
    > Allerdings handelt es sich nach meinem Wissen bei dem von den schwedischen
    > Behörden erlassenen Haftbefehl um einen sog. Vorführhaftbefehl, weil man
    > Assange zu den Vorwürfen befragen wollte und er zu diesem Termin in
    > Schweden nicht erschienen ist. Er befürchtete, an die USA ausgeliefert zu
    > werden. Es handelt sich nach meiner Erinnerung also gerade nicht um einen
    > Haftbefehl wegen dringenden Tatverdachts. (bitte noch einmal überprüfen).

    Die Daten sind von Wikipedia übernommen, wo dieser Unterschied nicht gemacht wird. Es kommt darauf auch nicht so an, da für die Briten auf jeden Fall ein schwedischer Haftbefehl mit Auslieferungsersuchen bestand. "Im Dezember 2015 einigten sich Schweden und Ecuador darauf, Assange in der Botschaft in London in Bezug auf die Vergewaltigungsvorwürfe zu verhören." Und 2017 zog Schweden sein Auslieferungsersuchen zurück.

    Das interessierte die britischen Herrscher alles nicht. Sie hielten an ihrem eigenen Verhaftungsgrund fest, den Verstoß gegen die Kautionsauflagen, die er natürlich wegen seiner Flucht in die Botschaft nicht hatte erfüllen können.
    Es ist offensichtlich, dass die britischen Pudel diesen fadenscheinigen Vorwand, dem jetzt völlig die Grundlage fehlte, zugunsten der USA brauchten.

    Tempranillo

    06.05.2019, 11:17
    (editiert von Tempranillo, 06.05.2019, 11:36)

    @ Falkenauge

    Same procedure as every year

    Hallo Falkenauge,

    > Das interessierte die britischen Herrscher alles nicht. Sie hielten an
    > ihrem eigenen Verhaftungsgrund fest, den Verstoß gegen die
    > Kautionsauflagen, die er natürlich wegen seiner Flucht in die Botschaft
    > nicht hatte erfüllen können.
    > Es ist offensichtlich, dass die britischen Pudel diesen fadenscheinigen
    > Vorwand, dem jetzt völlig die Grundlage fehlte, zugunsten der USA
    > brauchten.

    So haben es die Anglodemokraten schon immer gemacht: sie stellen unerfüllbare Bedingungen, um dadurch einen Vorwand für Verhaftungen und große Kriege zu bekommen.

    Am 31. August schlägt Mussolini durch seinen Außenminister Galeazzo Ciano Frankreich und England vor, für den 5. September eine Konferenz zu organisieren, um die Klauseln des Versailler Vertrag zu revidieren. Um 13 Uhr 15 telephoniert der französische Botschafter in London, Corbin, mit dem französischen Außenminister Georges Bonnet. In seinem Tagebuch schreibt er:

    "Botschafter Corbin ruft mich aus London an. Der Premierminister (Chamberlain) habe ihm gesagt, daß er von B. Mussolini das gleiche Angebot erhalten hätte; er ist bereit, es zu akzeptieren, aber nur unter der Voraussetzung einer Demobilisation der Truppen in allen Ländern. Er nimmt an, daß diese Bedingung von Deutschland nicht akzeptiert wird und auf diese Weise die Konferenz zum Scheitern bringen wird."


    Uns werden sie vor die Alternative stellen, sofern das hinter verschlossenen Türen nicht längst erfolgt ist, entweder für alle Schulden im gesamten Euroraum zu haften, die EU zu finanzieren und uns widerstandsfrei umvolken zu lassen, oder es gibt Krieg.

    Der Unterschied zu früher besteht lediglich darin, daß Deutschland d.h. die OMF-BRD bereit ist, auch unerfüllbaren Bedingungen ergebenst nachzukommen.

    Tempranillo

    helmut-1

    E-Mail

    Siebenbürgen,
    06.05.2019, 11:43

    @ Falkenauge

    Respekt vor dieser Analyse im Kratzer

    Ich hab das die ganzen Jahre aufmerksam verfolgt. Es stimmt alles, was hier oder im Kratzer dazu gesagt wurde.

    Natürlich muss man sich immer das alte indianische Sprichwort vor Augen halten:

    Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd

    Das ist die eine Seite. Was mich aber äußerst nachdenklich macht, das ist die sog. Volksmeinung. Ich habe mit Erstaunen festgestellt, wie sich das Interesse an Assange und an dem Herrn in Russland kontinuierlich abgeflacht hat. O.k., Watergate war ein erstmaliges Ereignis, da wusste man noch nicht, wie man darauf regieren soll. Sonst hätte man über diese beiden Typen der Washington Post keinen Film mehr gedreht, sondern sie abgemurkst.

    Aber was ist mit Assange und Snowdon? Durch unser Schweigen unterstützen wir ja geradezu die Racheaktion der Mächtigen, sich nicht in die Suppe spucken zu lassen.

    Es stellt sich die Frage, ob wir überhaupt wollen, dass wir wahre und ehrliche Informationen durch die Medien bekommen. Vielleicht wollen wir das, aber wir unterstützen das ziemlich halbherzig.

    Wenns ans Eingemachte geht, lassen wir die Akteure im Regen stehen. Klar hat jeder Wichtigeres zu tun.

    Wie lautet der Monolog des Bischofs in Shakespeares "Weh dem, der lügt"?

    Dein Wort aber sei, ja, ja, .... nein, nein

    Ich brauch das nicht nachschlagen, es blieb mir im Gedächtnis. Die Frage bleibt, - liegt uns was daran? Wahrscheinlich beantwortet sich diese Frage aufgrund des Setzens unserer persönlichen Prioritäten.

    Bin ich anders? Wohl kaum. Wenn in Bukarest eine Demo zugunsten Assange stattgefunden hätte,- wäre ich hingefahren? Wohl kaum.

    Ich bin doch genauso ein Stümper wie alle anderen. Ich fordere etwas, wofür ich absolut nicht bereit bin, etwas zu geben. Vielleicht noch der kleine Unterschied: Ich gebs wenigstens zu, versuche, wenigstens mir gegenüber ehrlich zu sein.

    Michael Krause

    06.05.2019, 15:45

    @ Falkenauge

    Die Dinge sehen wie sie sind

    Was hat Assange nachhaltig verändert? Nichts. Alles läuft weiter wie immer. Deshalb wohl eher Narr statt Held.

    ---
    Das einzige Recht des Sklaven ist das Recht auf Arbeit und das darf man ihm nicht nehmen.

    Falkenauge

    06.05.2019, 16:47
    (editiert von Falkenauge, 06.05.2019, 17:30)

    @ Michael Krause

    Narr?

    > Was hat Assange nachhaltig verändert? Nichts. Alles läuft weiter wie
    > immer. Deshalb wohl eher Narr statt Held.

    Der Narr ist der wahre Held.

    Vielleicht sind seine Taten erfolglos, aber auch das nur zum Teil, vergeblich sind sie nicht. Und wenn sie äußerlich gesehen erfolglos sein sollten - im geschichtlichen Kontext haben sie eine Wirkung auf Millionen von Menschen, so wie die erfolglosen Taten der deutschen Widerstandskämpfer gegen Hitler auch.

    kicker

    06.05.2019, 16:51

    @ Falkenauge

    Der Narr ist der wahre Held ... sehe ich auch so

    so etwas tut man weil man es tun möchte,
    man es für richtig hält,

    CalBaer

    06.05.2019, 20:16

    @ Michael Krause

    "Can't we just drone this guy"

    Ein Narr war er gewiss nicht, denn sein Tun als Spaßmacher fuer Unterhaltung und zur Belustigung zu reduzieren, waere wohl etwas unpassend. Assange hat entscheidend dazu beigetragen, Kriegsverbrechen und die Billigung von Terrorismus fuer aussenpolitische Ziele aufzuzeigen. Belustigend ist sowas nicht, nicht mal Hillary Clinton fand es lustig, wenn auch aus anderem Grund, dass sie ihn sogar toeten wollte.

    "Can't we just drone this guy"
    ~Hillary Clinton

    ---
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    helmut-1

    E-Mail

    Siebenbürgen,
    06.05.2019, 20:57

    @ Falkenauge

    Ich will ja niemanden nötigen

    Aber warum orientiert sich jeder an der Person von Assange?

    Jeder hats mitgekriegt, jeder weiß, was er davon zu halten hat, - warum greift sich denn keiner an die eigene Nase?

    Ich habs im Kommentar weiter oben versucht. Bin ich der Einzige, der die Dinge beim Namen nennt, ohne Rücksicht auf die eigene Person?

    Oder sehe ich da was falsch?

Wandere aus, solange es noch geht.


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