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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Elli

    Homepage E-Mail

    20.03.2017, 16:54
     

    Ich muss mal meinen Frust loswerden

    Man bemüht sich zwar sehr hier in Berlin, aber ich merke immer mehr, dass die meisten Leute mit meiner extremen Pflegebedürftigkeit überfordert sind. Ich kann gar nicht beschreiben, wie es mir geht. Schrecklich, ich bin im wahrsten Sinne des Wortes lebens-müde. Ich bin fest entschlossen, wenn ich wieder zuhause bin, sind meine letzten Wochen angebrochen. Ich will einfach nicht mehr.

    software-engineer

    20.03.2017, 17:18
    (editiert von software-engineer, 20.03.2017, 17:20)

    @ Elli

    Frage

    > Man bemüht sich zwar sehr hier in Berlin, aber ich merke immer mehr, dass
    > die meisten Leute mit meiner extremen Pflegebedürftigkeit überfordert
    > sind. Ich kann gar nicht beschreiben, wie es mir geht. Schrecklich, ich bin
    > im wahrsten Sinne des Wortes lebens-müde. Ich bin fest entschlossen, wenn
    > ich wieder zuhause bin, sind meine letzten Wochen angebrochen. Ich will
    > einfach nicht mehr.

    Sind es ausländische oder deutsche Pflegekräfte?

    Alles Gute!

    Kurz_vor_Schluss

    20.03.2017, 17:27

    @ Elli

    Es ist Deine Entscheidung

    Lieber Elli,
    Deine Entscheidung ist natürlich zu respektieren, wenn sie tatsächlich so ist - aber sprich doch bitte nochmal mit denen, die Dir am Herzen liegen (und umgekehrt). Frage Gaby oder andere, die Du schätzt.
    Denn oft - so scheint es mir - wird die Entscheidung zum Abgang aus Verzweiflung getroffen. Aber Verzweiflung dauert nicht - sie kommt und geht auch wieder. Wenn sie aus Deinem Erleben zu oft kommt - gut, ein Abgang in Würde ist eine Entscheidung.
    Aber vielleicht gibt es ja noch den Funken Hoffnung.... die Tür, die immer noch offen steht.
    Denn die letzte Tür ins Dunkel ist sowieso immer offen - aber ob noch Türen in andere (Lebens)-Räume Dir offenstehen - das weiß ich nicht und ich schätze, Du weißt es wohl auch nicht. Vielleicht ist die Änderung, die Dir hilft, schon ganz nahe....
    Ich wünsche Dir also gute Menschen um Dich - und dann weitersehen.
    Alles Gute!
    Lieben Gruß
    K_v_S

    ---
    Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.
    Karl Valentin

    Falkenauge

    20.03.2017, 17:40

    @ Elli

    Mögliche Folgen bedenken

    > Man bemüht sich zwar sehr hier in Berlin, aber ich merke immer mehr, dass
    > die meisten Leute mit meiner extremen Pflegebedürftigkeit überfordert
    > sind. Ich kann gar nicht beschreiben, wie es mir geht. Schrecklich, ich bin
    > im wahrsten Sinne des Wortes lebens-müde. Ich bin fest entschlossen, wenn
    > ich wieder zuhause bin, sind meine letzten Wochen angebrochen. Ich will
    > einfach nicht mehr.

    Lieber Elli,
    ich kann mir vorstellen, wie schwer alles für Dich ist. Ich weiß auch, dass wir alle gut reden können, die nicht in Deiner Situation sind. Aber ich bin überzeugt, dass Seele und Geist nach dem Tod des Leibes weiterleben und die Selbsttötung dann bereuen werden, weil diese keine Lösung, sondern eine unrechte Flucht ist, die uns in der Entwicklung nur zurückwirft.

    Ich habe hier vor Monaten einen Artikel über die Nahtod-Erlebnisse des George Ritchie verlinkt, den zu lesen ich Dir ans Herz legen möchte. Man muss, meine ich, die Lage nach allen möglichen Seiten bedenken.

    L.G.
    Falkenauge

    Cascabel

    20.03.2017, 18:16
    (editiert von Cascabel, 20.03.2017, 18:26)

    @ Elli

    Spenden!

    Hallo, Jürgen

    Wir alle haben uns damit befasst, dass wir eines Tages abtreten müssen und die
    meisten sind wohl der gleichen Meinung: wenn es keinen Sinn mehr macht, macht
    es keinen Sinn mehr. Hast Du entschieden, dass dieser Tag für dich gekommen
    ist, hoffe ich, dass Du eine "humane Lösung" findest. Dennoch graut es mir davor,
    hier zu lesen: Elli, RIP! Tu uns das nach Möglichkeit nicht an.

    In Gedanken sind wir alle bei dir. Wenn es "nur" um deine Pflege geht, dann sage
    ich nochmals: "Lasst uns spenden - und zwar jeden Monat!" Die letzten Tage des
    Systems sollten wir uns alle zusammen ansehen. 5.000 ist doch kein Geld, wenn
    sich das 100 Leute oder mehr teilen.

    Gruß

    Cascabel

    Hinterbänkler

    E-Mail

    Schweiz - tief im Emmental,
    20.03.2017, 18:26

    @ Elli

    Hochachtung

    > Man bemüht sich zwar sehr hier in Berlin, aber ich merke immer mehr, dass
    > die meisten Leute mit meiner extremen Pflegebedürftigkeit überfordert
    > sind. Ich kann gar nicht beschreiben, wie es mir geht. Schrecklich, ich bin
    > im wahrsten Sinne des Wortes lebens-müde. Ich bin fest entschlossen, wenn
    > ich wieder zuhause bin, sind meine letzten Wochen angebrochen. Ich will
    > einfach nicht mehr.

    Danke Jürgen...

    Nicht nur Deine andauernde Leistung, sondern auch Deine Lebensmüdigkeit ist wahrzunehmen, anzuerkennen und zu ehren.
    Sie kommt nicht von ungefähr und ist (D)eine Reaktion Deines 'Systems' auf Deine Realität.
    Jede Entscheidung zieht Folgen nach sich, die wir genau genommen nicht einschätzen können.
    Auch Karma-Glaubenssätze wurden bisher noch von niemandem evaluiert und es gibt zum Glück auch Menschen, die diese verwerfen.
    Die Angst vor Folgen ist manchmal kein guter Ratgeber.
    Mut ist meist der bessere.
    Jedenfalls begrüßen die meisten Menschen Mut, wohingegen Handlungen aus Angst nicht so wertgeschätzt werden.
    Es gibt aktuell zwei Mut-Optionen: Dich weiter Deinem Schicksal zu stellen oder Deine Existenz zu beenden.
    Beide bekommen meine Hochachtung!

    Liebe Grüsse
    Hinterbänkler

    ---
    ...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...

    Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'

    bude

    20.03.2017, 19:13
    (editiert von Rechtschreibkorrektur, 20.03.2017, 19:22)

    @ Elli

    Verständlich

    Lieber Elli,

    das Angebot der Palliative Care hast Du immer noch nicht erkundet. Wie soll eine ambulante Situation im Pott in Berlin geplant werden? Dass es keinen Quick Fix gibt, hast Du doch auch gewusst?

    Einfach damit Deine Sicht nicht zuuuu einseitig bleibt.

    viel Kraft Dir,

    bude

    > Man bemüht sich zwar sehr hier in Berlin, aber ich merke immer mehr, dass
    > die meisten Leute mit meiner extremen Pflegebedürftigkeit überfordert
    > sind. Ich kann gar nicht beschreiben, wie es mir geht. Schrecklich, ich bin
    > im wahrsten Sinne des Wortes lebens-müde. Ich bin fest entschlossen, wenn
    > ich wieder zuhause bin, sind meine letzten Wochen angebrochen. Ich will
    > einfach nicht mehr.

    Elli

    Homepage E-Mail

    20.03.2017, 19:26

    @ bude

    Palliativ-Care

    > Lieber Elli,
    >
    > das Angebot der Palliative Care hast Du immer noch nicht erkundet. Wie
    > soll eine ambulante Situation im Pott in Berlin geplant werden? Dass es
    > keinen Quick Fix gibt, hast Du doch auch gewusst?

    Doch, mit dem Palliativ-Netzwerk habe ich inzwischen Kontakt aufgenommen und es ist auch das meiste vorbereitet. Es muss noch ein bisschen was schriftlich fixiert werden. Was ist ein Quick fix?

    > Einfach damit Deine Sicht nicht zuuuu einseitig bleibt.
    >
    > viel Kraft Dir,
    >
    > bude

    Danke.

    Elli

    Homepage E-Mail

    20.03.2017, 19:28

    @ Cascabel

    Keine Spenden

    > "Lasst uns spenden - und zwar jeden Monat!" Die letzten Tage
    > des
    > Systems sollten wir uns alle zusammen ansehen. 5.000 ist doch kein Geld,
    > wenn
    > sich das 100 Leute oder mehr teilen.
    >
    > Gruß
    >
    > Cascabel

    Nein, das ist nicht nötig. Ist sicherlich gut gemeint, danke, aber das hilft leider nicht (mehr).

    Elli

    Homepage E-Mail

    20.03.2017, 19:42

    @ software-engineer

    Ausländische und deutsche

    Beides, aber alle sind sehr nett.

    bude

    20.03.2017, 19:59

    @ Elli

    Schnelles Wiederherstellen - blödes Ärzte-Sprech

    Zum Thema Pflege,

    ja, Deine Situation ist für die allermeisten Menschen - auch in der Pflege extrem - sich adäquat abgrenzen zu können und trotzdem herzlich und authentisch zu sein - das ist sehr anspruchsvoll auf Dauer. Da braucht es auch für die Pflegenden eine adequate Situation mit Schichtsystem, Supervision etc. das ist auf die Dauer sonst zu viel. In stationärer Palliative Care Situationen ist sowas gegeben, dort hat man nicht nur Erfahrungen für kurzfristige Lebenssituationen, die im Akutkrankenhaus sterben oder in die Rehabilitation gehen - dort wird längerfristig on/off in der Klinik die gleiche Situation betreut und gemeinsam ein Weg begangen, die Patient steht soweit im Mittelpunkt wie es möglich ist.

    Ein Riesen-Unterschied, auch für die Patienten. Wir haben darüber telefoniert und Ich habe Dir mitgeteilt, was ich als Arzt in solchen Situationen kennengelernt habe.

    herzlich,

    bude

    Uwe

    E-Mail

    20.03.2017, 20:59

    @ bude

    @bude an @Elli: 'Einfach damit Deine Sicht nicht zuuuu einseitig bleibt.'

    Hallo, @bude,

    eigentlich genügt dieser Satz, den Du formuliert hast, denn was wäre, wenn man, allein mit seinen Überlegungen immer wieder zum selben Ausgangpunkt gelangt.

    Ich kann Jürgen glaube ich mehr nachempfinden, als er es vielleicht selber ahnt und möchte mich daher auch Deinem Wunsch ihm gegenüber, für viel Kraft, anschliessen.

    Gruß,
    Uwe

    Volker

    E-Mail

    20.03.2017, 21:35

    @ Elli

    Vor einem Jahr warst Du schon mal so weit.

    Hallo Elli, Du kannst nur selbst darüber entscheiden, aber rekapituliere das letzte Jahr. Immerhin bist Du das dritte Mal Opa geworden. Ich denke, daß das Forum in einer gewissen Weise ein Ersatz für "normale" soziale Kontakte darstellt, aber irgendwann will man nicht mehr. Ich kann das gut verstehen. Mark Twain hat gesagt: "Ich fürchte den Tod nicht. Ich war während Milliarden von Jahren tot, bevor ich geboren wurde, und es hat mir nicht die geringsten Unannehmlichkeiten bereitet"
    Treffe Deine Vorbereitungen, dann hast Du das beruhigende Gefühl den Zeitpunkt selbst bestimmen zu können, und dann lebe solange Du willst. Hoffentlich noch sehr lang.
    Viel Kraft!

    Andudu

    20.03.2017, 22:04

    @ Elli

    Was konkret vermisst du?

    Ich habe als Zivi im Pflegeheim gearbeitet und kenne die Situation von der anderen Seite...

    yihi

    21.03.2017, 02:57

    @ Elli

    Vielen Dank - und zwei Ideen

    Lieber Jürgen,

    Ich habe großes Verständnis für Deine Lage. Als Arzt tut es mir sehr leid, dass ‚wir‘ nichts tun können, um Dir ein lebenswertes Dasein zu ermöglichen. Und es tut mir sehr leid, dass Du mit dieser beschissenen Krankheit leben musst, die dazu noch einen solch schweren Verlauf hatte. Ich bewundere Dich und wünsch Dir weiter viel Kraft.

    Auch wenn ich wenig Schlaues geschrieben habe, will ich Dir sagen, dass Du und dieses Forum mein Leben mitgeprägt haben. Ich habe 1999 als Teenager begonnen hier mitzulesen und habe über die Jahre enorm viel profitiert. Mein Interesse an der Börse und an Finanzfragen, insbesondere an Marktzyklen und behavioural finance, ist gereift und ich konnte viele wertvolle Erfahrung sammeln, die mir in meiner (bisher erst kurzen) Hedge Fund Karriere enorm weiterhelfen. Vielen Dank dafür.

    In all den Jahren habe ich niemanden kennengelernt, der auch nur ansatzweise Dein Talent hatte, Marktbewegungen vorherzuahnen. Ich habe in Echtzeit miterlebt, wie Du die entscheidenden Marktbewegungen über die letzten zwei Jahrzehnte vorhergesagt hast. Dies hat angefangen mit dem Dotcom Crash und der großen Gold Rally seit $270 und hat sich seitdem fortgesetzt, bis zur Ansage der Bitcoinrally und der aktuellen Börseneuphorie (mit tagesgenauer Ansage am 7. November). Phänomenal!

    Ich weiß ehrlichgesagt gar nicht, wie ich ohne Deine Markteinschätzungen agieren soll – so essentiell waren Sie für mich, um mein ‚Marco-Weltbild‘ zu konstruieren. Was denkst Du, wie es nach der aktuellen 5 der (5) an den Aktienmärkten weitergeht und wie lange wird sie noch anhalten?

    Auf die Gefahr hin, dass dies nun sehr egoistisch klingt – hättest Du Interesse an so etwas wie einem Vermächtnis zu arbeiten? Ich meine damit vielleicht ein Set von längerfristigen Prognosen und einem Text zu Deiner Methodologie/Deinen Erfahrungen mit den Elliott Waves?

    Der Nachwelt würde dies enorm viel bringen – und wer weiß, vielleicht würde es Dir einen Anreiz geben, doch noch länger zu bleiben um zu sehen, wie sich die Welt um uns herum entwickelt?

    Ich wollte Dich zudem fragen, ob es noch etwas (oder mehrere Dinge) gibt, die Du gerne sehen oder erleben möchtest? Überlege Dir das doch mal und mach eine Liste, wenn Du magst. Ich würde mich gerne als Dank für fast zwei Jahrzehnte der Bereicherung gerne beteiligen. Ich bin mir sicher, dass andere sich gerne ebenfalls engagieren würden, ob mit Tat oder einfach nur finanziell.

    Herzlichen Dank und viel Kraft!

    Daniel

    hanno

    21.03.2017, 10:38

    @ Elli

    Halt durch und rede über Deine Sorgen. (oT)

    [ kein Text ]
    Beo2

    E-Mail

    NRW Witten,
    21.03.2017, 10:55
    (editiert von Beo2, 21.03.2017, 11:00)

    @ Elli

    Wäre dies vlt. einen Versuch wert ..?

    falls nicht schon zu spät:

    Tatjana Lackmann: Paranormale Chirurgie – Selbstheilung durch die Macht des Unterbewußtseins:
    https://www.youtube.com/watch?v=DI-jhOEOMSM

    Tatjana Lackmann: DaoYoga - das Tor zur Selbstheilung (Teil 1): Grundlagenseminar:
    https://www.youtube.com/watch?v=5UMS9Nmm6ZI

    Und hier etwas zum Nachdenken für die übrigen Foristen hier .. Schutz vor Seeleninfarkt (Burnout / Boreout) - Expertengespräch mit Ruediger Dahlke:
    https://www.youtube.com/watch?v=ZdvjVkBzBuY

    Ich wünsche Dir alles Gute!

    Mit Gruß, Beo2

    Elli

    Homepage E-Mail

    21.03.2017, 13:55
    (editiert von Elli, 21.03.2017, 13:55)

    @ yihi

    Das hat mich sehr berührt!

    Lieber yihi,
    ich danke allen, die hier geschrieben haben, auch für die E-Mails, die ich bekommen habe. Dein Beitrag hat mich ganz besonders berührt und tatsächlich wieder ein wenig angespornt, so lange wie möglich weiter zu machen.

    Ich sage „danke“.
    Jürgen

Wandere aus, solange es noch geht.


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