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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Mr.Dux

    14.01.2015, 10:16
    (editiert von Rechtschreibkorrektur, 14.01.2015, 11:56)
     

    2015 - Die Zukunft des Bitcoin?!?

    Kurz ein paar Worte zu dem derzeitigen Harakiri am weltweiten Bitcoinmarkt. Seit mehr als einem Jahr sehen wir fast nur noch fallende Kurse des Bitcoin. Man verliert dadurch mehr und mehr den Glauben an eine goldene Zukunft des Bitcoin.

    Es ist natürlich sehr bitter, sein hart verdientes und in Bitcoins und andere Cryptowährungen eingesetztes Geld in so kurzer Zeit schwinden zu sehen. Aber ein Gedanke lässt mich hoffen. Das Großkapital der Welt, sprich die großen Banken und großen Spekulanten waren bisher noch gar nicht richtig beim Bitcoin dabei. Denn wenn sie es gewesen wären, hätten sie den Markt in null komma nichts leer kaufen können und selbst das wären für die nur Peanuts gewesen. Überlegt doch nur mal, wie viel Geld tagtäglich um den Globus reist, da sind Milliarden gar nichts. Die fangen erst bei mehreren Milliarden an zu rechnen.

    Fakt ist, den digitalen Währungen gehört meiner Meinung nach die Zukunft. Schon allein aus dem Grund, weil die Politik und die Weltenlenker im Hintergrund das Bargeld langfristig abschaffen wollen, ob es uns gefällt oder nicht. Demnach werden wohl so einige Verschwörungstheorien in Zukunft Wirklichkeit werden, a la Bezahlchip in der Hand und es kann nur noch derjenige kaufen oder verkaufen, wer das Zeichen 666, a la Barcode bei sich trägt.

    Der Bitcoin ist meiner Meinung nach schon viel zu sehr in der Wirtschaft angekommen und beworben worden, als dass man ihn jetzt wieder fallen lassen würde. Die Märkte der Cryptowährungen sind heutzutage ebenso manipuliert, wie der Ölpreis oder der weit unterbewertete Goldpreis. Ich denke, der Bitcoin wird jetzt so weit runter geprügelt, bis das Großkapital in großem Stil günstig einsteigen kann, um mittelfristig riesige Gewinne aus dem Bitcoin raus zu holen.

    Aber dies ist nur meine unmaßgebliche Meinung als Laie. Der Bitcoin ist nicht tot und wird auch nicht mehr sterben, er steht erst am Anfang einer zukünftigen Entwicklung hin zum digitalen Geld, wo der Bitcoin der Global Player sein wird. Sprich, der Bitcoin ist oder wird einmal das Gold der Cryptowährungen sein.

    sensortimecom

    E-Mail

    14.01.2015, 10:32

    @ Mr.Dux

    Bitcoin & Co.

    Hier wird es IMO noch mal eine riesige Hype geben bevor die verschwinden. Wann die anfängt, und wann die endet? Wahrscheinlich hängt alles mit dem Vertrauen zu den Zentralbanken ab. Wenn die fortgesetzt Billionen für Luftkäufe locker machen, gehen einige in Gold, andere versuchen es mit Bitcoins....

    Ötzi

    14.01.2015, 11:05
    (editiert von Rechtschreibkorrektur, 14.01.2015, 11:57)

    @ sensortimecom

    Habe soeben nachgekauft, aber...

    wenn man derzeit Bitcoins kauft, sollte man sicherheitshalber ca. 20% des investierten Geldes in die grössten Proof-of-stake gesicherten Altcoins tauschen, insbesondere Peercoin und Nxt. Von Bitshares halte ich nichts.

    Grund:
    Wenn der Bitcoinpreis um nochmal 50% fällt, erwarte ich Probleme bei den Minern. Da die Difficulty nur alle 2014 Blöcke (=2 Wochen) angepasst wird, müssten die Miner ihre ASICS dann unter Verlusten weiterlaufen lassen. Und wenn das nur 10% machen, würden aus den 2 Wochen dann bis zu 20 Wochen.
    Und ohne Miner keine Transaktionen.

    Im schlimmsten Fall käme also alles erstmal zum Stillstand, einige Altcoins würde dann im Wert stark zulegen. Auf den Börsen, wo man die grössten Altcoins gegen Fiat tauschen kann, würde dann grosser Reibach gemacht.

    Die Bitcoin-Foundation müsste dann den ersten Hardfork durchführen. Aus so einer Krise könnte Bitcoin allerdings auch gestärkt hervorgehen.

    Zu 95% tritt so eine Krise jetzt noch nicht ein, weil der Preis nicht mehr so weit fällt. Dass diese Krise innerhalb der nächsten paar Jahre irgendwann eintritt, ist aber sehr wahrscheinlich.

    Fabio

    Homepage

    München,
    14.01.2015, 15:12

    @ Mr.Dux

    Blockchain Technologie

    Es wird in der "Szene" seit geraumer Zeit darüber debattiert, ob ev. "Bitcoin - die Währung" garnicht so großen Erfolg haben wird, aber "Bitcoin - die Technologie" hingegen schon.
    Die SZ hat dazu einen interessanten Artikel veröffentlicht:

    http://www.sueddeutsche.de/digital/blockchain-prinzip-erst-bitcoin-dann-die-welt-1.2272735

    Zum Preis:
    Ich hatte eigtl. auf den Winklevoss ETF spekuliert, aber der kommt und kommt nicht (also angeblich jetzt schon, aber ich kann nicht finden, ob er wirklich schon gestartet ist).

    LG

    Fabio

    ---
    “We are on strike against the dogma that the pursuit of one’s happiness is evil. We are on strike against the doctrine that life is guilt." John Galt

    ---------------------
    DASH - Digital CASH

    CalBaer

    14.01.2015, 17:50

    @ Ötzi

    Was meinst Du damit?

    > Die Bitcoin-Foundation müsste dann den ersten Hardfork durchführen.

    Bitcoin ist eine dezentrale Angelegenheit, da kann keine Organisation irgendwas bewirken. Es haengt immer davon ab, was eine 51%-Mehrheit der Miner macht.

    ---
    Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.

    1CBaerFK7x55XdXjdU85SXePYqJi7Xu3Ux

    Ötzi

    14.01.2015, 19:01
    (editiert von Ötzi, 14.01.2015, 19:14)

    @ CalBaer

    Erklärung im Detail

    > > Die Bitcoin-Foundation müsste dann den ersten Hardfork durchführen.
    >
    > Bitcoin ist eine dezentrale Angelegenheit, da kann keine Organisation
    > irgendwas bewirken. Es haengt immer davon ab, was eine 51%-Mehrheit der
    > Miner macht.

    Ok richtig müsste es heissen, die Foundation müsste einen Hardfork vorschlagen, nicht durchführen. In diesem Fall eine Protokolländerung der Difficulty-Anpassung, und ein entsprechendes Software-Update ins Netz stellen. Realistischerweise wird sich in einer solchen Notsituation eine breite Mehrheit dafür finden. Vermutlich würde ein Vorschlag, der von Gavin Andresen kommt, sich schnell durchsetzen. Und er wird mit Sicherheit eine Minimaländerung vorschlagen.

    Denn ohne Hardfork gibt es dann kein Mining mehr, ohne Mining keine Transaktionen, und solange es keine Transaktionen mehr gibt, solange gibt es Bitcoin nicht mehr.

    Im schlimmsten Fall gäbe es konkurrierende Vorschläge, beispielsweise wenn renommierte Personen der Cryptoszene alternative Software-Updates ins Netz stellen, und das Netzwerk würde sich spalen. Einen gewissen Einfluss darauf haben auch alle Clienten von Nicht-Minern, die online sind [zum Beispiel ich :)], denn die können die neuen Blöcke zurückweisen. Und bei konkurrierenden Vorschlägen kann ich entscheiden, auf welche Protokolländerung ich upgrade.

    Für eine Protokolländerung zu 100% Proof-of-stake bräuchte man keine 51%-Mehrheit der Miner. Oder auch zu einem anderen Mining-Algorithmus. Feathercoin hat das bereits gemacht, das ist technisch möglich.

    CalBaer

    14.01.2015, 19:42

    @ Ötzi

    Du brauchst immer eine Mehrheit

    > Einen gewissen Einfluss
    > darauf haben auch alle Clienten von Nicht-Minern, die online sind [zum
    > Beispiel ich :)], denn die können die neuen Blöcke zurückweisen.

    Vernachlaessigbar, solange es immer noch genuegend Nodes gibt die diese Bloecke nicht zurueckweisen.

    > Für eine Protokolländerung zu 100% Proof-of-stake bräuchte man keine
    > 51%-Mehrheit der Miner. Oder auch zu einem anderen Mining-Algorithmus.

    Die Miner haben die Freiheit, das Protokoll zu verwenden, welches sie technisch und oekonomisch fuer am sinnvollsten halten. Die Devs koennen zwar die Software aendern, aber die Miner muessen das nicht uebernehmen oder sie aendern das Protokoll (werden selbst zu Devs) so wie sie es fuer am sinnvollsten halten. Durchsetzen wird sich das Protokoll, welches die groesste Hashleistung hat.

    ---
    Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.

    1CBaerFK7x55XdXjdU85SXePYqJi7Xu3Ux

    Ötzi

    14.01.2015, 20:08
    (editiert von Ötzi, 14.01.2015, 20:19)

    @ CalBaer

    Antwort

    > > Einen gewissen Einfluss
    > > darauf haben auch alle Clienten von Nicht-Minern, die online sind [zum
    > > Beispiel ich :)], denn die können die neuen Blöcke zurückweisen.
    >
    > Vernachlaessigbar, solange es immer noch genuegend Nodes gibt die diese
    > Bloecke nicht zurueckweisen.

    Nur dann vernachlässigbar, wenn sich die Nicht-Minenden Nodes auf keine Alternative einigen (siehe unten).

    >
    > > Für eine Protokolländerung zu 100% Proof-of-stake bräuchte man keine
    > > 51%-Mehrheit der Miner. Oder auch zu einem anderen Mining-Algorithmus.
    >
    > Die Miner haben die Freiheit, das Protokoll zu verwenden, welches sie
    > technisch und oekonomisch fuer am sinnvollsten halten. Die Devs koennen
    > zwar die Software aendern, aber die Miner muessen das nicht uebernehmen
    > oder sie aendern das Protokoll (werden selbst zu Devs) so wie sie es fuer
    > am sinnvollsten halten. Durchsetzen wird sich das Protokoll, welches die
    > groesste Hashleistung hat.

    Wenn die Mehrheit der Nicht-Minenden Nodes eine Änderung zu Proof-of-Stake unterstützt, werden sie selbst zu "Minern" (Stakern/Mintern/Forgern, wie auch immer man es nennen mag), und können Blöcke erzeugen.
    Was die Asic-Miner dann machen, wird alles abgewiesen, die können dann ihre neu erzeugten Bitcoins untereinander handeln für Centbeträge. Eine solche drastische Protokolländerung würde allerdings der Reputation und der Distribution von Bitcoin gewaltig schaden.

    Von den Entscheidungen der Exchanges und deren Nodes hinge es auch ganz wesentlich ab, welche Protokolländerung sich durchsetzt.


    Im Moment geht der Kurs weiter runter, und es könnte noch deutlich weiter runter gehen. Die Blockzeit ist immer noch fast genau 10 Minuten, d.h. es laufen bisher anscheinend alle ASICS kostendeckend weiter, im Vergleich zu vor 2 Tagen. Bis zur nächsten Difficulty-Anpassung sind es noch 12 Tage, es wird also spannend.

    Hat hier jemand einen Überlick, bis zu welchem Preis die ASICS der aktuellsten Generationen bei der aktuellen Difficulty und niedrigst-möglichen Strompreisen profitabel arbeiten können? Habe keine Zeit, das alles zu recherchieren.

    CalBaer

    14.01.2015, 20:42

    @ Ötzi

    Du sagst es

    > Eine
    > solche drastische Protokolländerung würde allerdings der Reputation und
    > der Distribution von Bitcoin gewaltig schaden.

    Es macht oekonomisch eben keinen Sinn.

    ---
    Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.

    1CBaerFK7x55XdXjdU85SXePYqJi7Xu3Ux

    Ötzi

    15.01.2015, 14:30
    (editiert von Ötzi, 15.01.2015, 14:50)

    @ CalBaer

    Habe nun Zahlen gefunden

    http://www.reddit.com/r/Bitcoin/comments/2se3xx/a_miners_perspective_and_ama/cnou1lo

    Hier schreibt ein Miner, der $0.04/kWh bezahlt, und mit dem Antminer s4s bis $62/BTC profitabel bleibt. Allerdings hat er auch noch ältere ASICs laufen.

    Ich würde daher vermuten, dass es derzeit bei Unterschreitung von $100/BTC instabil würde. Da sich der Kurs wieder über $200 bewegt, ist die Sache vorerst gegessen. Bis zum nächsten Crash irgendwann kurz nach einer Difficulty-Anpassung.

    Ich denke, ab einer Blocktime von 20 Minuten (d.h. wenn die Hälfte der Miner abschalten musste) würde es zur Implosion kommen, und zum ersten Hardfork. Zum einen käme es durch die verlängerte Blockzeit zu einem Ping-Pong-Effekt, weil die Difficulty bei der nächten Anpassung dann extrem sinkt, und viele Miner wieder einsteigen, und so ginge es dann hin-und her. D.h. 4 Wochen lang alle 20 Minuten ein Block, dann eine Woche lang alle 5 Minuten ein Block usw.

    Zum anderen würde durch die ausgelöste Panik die Anzahl der Transaktionen steigen bei gleichzeitig verlängerter Blockzeit, so dass das Hardcap von 1 Megabyte pro Block nicht mehr ausreichen würde. Dann würde Chaos herrschen, der Preis noch weiter sinken. Wird irgendwann eintreten, ist nur eine Frage der Zeit.

    Mittelfristig würde es dem Bitcoin gut tun, wenn das eintritt, denn es würde anhand einer Kleinigkeit allen Evangelisten zeigen, dass der Bitcoin eben noch nicht perfekt ist. Und es würde demonstrieren, dass die Community inklusive Foundation handlungsfähig ist.

    Morgen beginnt die Bitcoin-Konferenz in Miami. Bin mal gespannt, ob die dort das Thema ansprechen.

Wandere aus, solange es noch geht.


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