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ZITAT »Es wird die Rechtssicherheit sein, die an allen Ecken und Enden wegbröckeln wird.«

    Elli

    Homepage E-Mail

    21.02.2012, 15:30
     

    Es wird wieder mehr gebaut, in den USA

    "Im Nordosten stieg die Neubaurate um 3,7 %, im Süden um 9,1 %, im Westen um 8,4 % und im Norden sogar um 14,1 %."

    Alles läuft wie (mit Geld) geschmiert. :-)

    CalBaer

    21.02.2012, 21:02
    (editiert von CalBaer, 21.02.2012, 21:05)

    @ Elli

    Quelle?

    > "Im Nordosten stieg die Neubaurate um 3,7 %, im Süden um 9,1 %, im Westen
    > um 8,4 % und im Norden sogar um 14,1 %."

    Leider kann ich diese Zahlen so nicht nachvollziehen. Um was handelt es sich bei der "Neubaurate"? Gewoehnlich werden "Building Permits" (Baugenehmigungen), "Starts" (Baubeginne), "Under Construction" (im Bau), "Completions" (Fertigstellungen) angegeben.

    Die Region "Norden" ist mir neu. Es wird bei den Branchenverbaenden und amtlichen Statistiken gewoehlich nur nach "Northeast", "Midwest", "South" und "West" unterschieden.

    Nur ein paar Beispiele*:

    Aenderung Baubeginne
    Period; Northeast; Midwest; South; West
    January 2012 from December 2011; 7.9%; -40.7%; 18.3%; 11.9%
    January 2012 from January 2011; -27.7%; -11.3%; 26.8%; 16.5%


    Aenderung Fertigstellungen
    Period; Northeast; Midwest; South; West
    January 2012 from December 2011; 7.5%; -21.4%; -6.8%; -29.3%
    January 2012 from January 2011; 30.3%; -12.0%; 12.2%; -17.1%

    Das ist eher ein sehr gemischtes Bild.

    Was aber brummt, ist der Bau von Mehrfamilienhaeusern (hier Aenderung von Baugenehmigungen):
    Period; Northeast; Midwest; South; West
    2011 from 2010; 12%, 24%, 40%; 30%

    Allerdings drueckt die Zahl der Einfamilienhaeuser (Aenderung von Baugenehmigungen):
    Period; Northeast; Midwest; South; West
    2011 from 2010; -23%; -7%; -4%; -8%

    ... auf das Gesamtergebnis (Aenderung von Baugenehmigungen):
    Period; Northeast; Midwest; South; West
    2011 from 2010; -11%; 1%; 6%; 3%

    Hintergrund ist, dass die Nachfrage nach billigen Miet-Apartments stark ist, weil viele Eigentuermer ihr Haus in der Zwangsvollstreckung verloren haben oder einfach aufgeben (strategic default) und in ein Apartment zur Miete ziehen.


    Fakt ist zudem, dass man sich auf sehr niedrigem Niveau befindet und die Branchenverbaende wie schon jedes Jahr sehr optimistisch sind nach dem Motto: "This is the bottom".

    [image]
    Quelle: http://eyeonhousing.wordpress.com/2012/02/15/newly-constructed-home-trends-in-2011/

    Als Mieter wuerde ich eine intensives Wachstum der Bautaetigkeit natuerlich begruessen, denn die fertiggestellten Haeuser kommen zu dem Inventar von 4 bis 16 Millionen (je nach Statistik) leerstehenden Haeusern hinzu. Dieses Ueberangebot sollte nachhaltig die Preise druecken.


    * Hier gibt es jede Menge Statistiken:
    http://www.nahb.org/generic.aspx?genericContentID=45409
    http://www.census.gov/construction/nrc/

    ---
    Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.

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    parodoc

    22.02.2012, 08:20

    @ Elli

    Treffer: Elliott Vorhersage USA Hauspreise

    Ach, ja! Und weshalb konnte ich das schon vorhersagen?

    Elliott Prognose USA Hauspreise

    Weil ich bei Dir einen Elliott Grundkurs gemacht habe. Es ist und bleibt eine geniale Methode. Erfordert aber auch viel persönlichen Einsatz um zur Meisterschaft zu gelangen. Gutes Beispiel dafür.

    Vielen Dank und beste Grüsse

    parodoc

    ---
    Disclaimer: Die Angaben des Autors stellen keine Handels- oder Tradingempfehlungen dar! Tradingerfahrung: medium plus experienced.

    EM-Financial

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    Singapur,
    22.02.2012, 10:04

    @ parodoc

    Weltweit werden letzte Kraftreserven immobilisiert

    Hallo,

    ich beobachte in Westeuorpa vor allem, dass die Menschen wegen der Nullzinsen keine Alternative mehr in Sparguthaben sehen und darum letzte Kraftreserven mobilisieren - sich teilweise enorm verschulden - um Immobilien zu kaufen. Dies treibt die Preise.

    Europäische Großstädte weisen Preislagen von 5.000 € bis 10.000 € pro Quadratmeter auf.

    Dagegen sind die USA richtig günstig geworden, abgesehen von den Steuern.

    Selbst Müllhaldenlagen werden heute mit 2.000 € pro Quadratmeter gehandelt.

    Unter 1.000 €/qm gibt es nicht einmal in Afrika oder Kambodscha was zu kaufen.

    Allerdings gibt es auch Preislagen, die nach dem Boom wieder zusammenfallen. Budapest zum Beispiel. Dort liegt das Preisniveau um 2.000 €/qm und Wien, die nächste Großstadt, zieht nach oben davon. Der Unterschied ist grotesk.

    Wie wird dies alles enden? Nun, ich glaube, dass die Immobilienkäufer keine schlaue Investition machen. Aber im Vergleich zu Cash, werden sie relativ zufrieden bleiben und man kann ja auch nicht alles in dubiose Aktien stecken.

    Allerdings wird der Markt sich schon bald tot laufen. Wir reden bei Immobilienanlagen schließlich um Größenordnungen, die 20 Jahre oder mehr Sparguthaben umfassen. Das wird irgendwann vorbei sein und dann kommt zumindest in Europa, wegen der Demographie und der qualitativ schlechten Zuwanderung, nichts mehr anständiges nach.

    Am Ende werden die Häuser in 10-15 Jahren wieder auf dem Markt landen.

    Aber in der Zwischenzeit erfüllt der Boom seinen Zweck und lockt die letzten Reserven heraus, bevor die ZBs sich ganz und gar auf das drucken von Geld stürzen müssen.

    Gruß
    EM-Financial

    Dieter

    Didschullen + alto alentejo,
    22.02.2012, 10:26

    @ EM-Financial

    Portugal ist billiger

    Hallo EM-Financial,

    Nach meinen pers. Beobachtungen in Portugal möchte ich folgendes behaupten:

    In Portugal auf dem Lande: zwischen 500 - 1000 Euro
    in Lissabon Kernstadt: ca. 2.000 Euro

    Niveau gleichbleibend seit Jahren.

    Gruß Dieter

    ---
    Konzert-Fado Mariza+Carminho
    http://www.youtube.com/watch?v=7_lK-LKwoj8
    http://www.youtube.com/watch?v=NCbLfmxSt4o
    Morna Cesaria)
    http://www.youtube.com/watch?v=oWYKTiqPvYA
    d. Bilder:
    http://www.youtube.com/watch?v=pdzZBQ9lFJ0&feature=related

    EM-Financial

    Homepage E-Mail

    Singapur,
    22.02.2012, 13:34

    @ Dieter

    Stadtlagen meinte ich

    Danke für den Überblick Dieter.
    Meinte in meinem Vergleich die Preise in den Städten. Auf dem Land gibt es natürlich überall noch entsprechend günstigere Angebote.

    Portugal scheint mir daher doch relativ attraktiv zu sein, jedenfalls für Freiberufler.

    Mir gefällt es auch in Spanien noch sehr gut, zumal mir spanisch für mich ein wenig leichter fällt, als portugiesisch.

    > Hallo EM-Financial,
    >
    > Nach meinen pers. Beobachtungen in Portugal möchte ich folgendes
    > behaupten:
    >
    > In Portugal auf dem Lande: zwischen 500 - 1000 Euro
    > in Lissabon Kernstadt: ca. 2.000 Euro
    >
    > Niveau gleichbleibend seit Jahren.
    >
    > Gruß Dieter

    EM-Financial

    Homepage E-Mail

    Singapur,
    22.02.2012, 13:37

    @ EM-Financial

    Günstig mit Potenzial auch Paraguay und Uruguay

    Letztes Jahr habe ich mich auf der ganzen Welt umgesehen. Für Auswanderer ebenfalls ein leichtes Ziel und verhältnismäßig günstig, sind auch Paraguay und Uruguay.

    Selbst Montevideo, was ja nicht so schlecht ist, als Großstadt, hat noch erschwingliche Preise.

    Die Einwanderungsbestimmungen und die Steuern sind zudem noch attraktiver, als Brasilien oder Argentinien. In diesen Ländern ist das Preisniveau zudem teils deutlich höher und die Kriminalität auch.

    CalBaer

    22.02.2012, 20:01
    (editiert von CalBaer, 22.02.2012, 20:02)

    @ parodoc

    HMI sind keine Hauspreise, sondern ein Stimmungsbild von ca. 1000 Bauunternehmern

    Derzeit gibt es eine staerkere Nachfrage nach Mietwohnungen (Apartment Buildings / Multifamily Units) und der Bau scheint sich zu lohnen. Der Trend geht in den USA vom Eigenheim zur Mietwohnung.

    Hier hatte ich etwas dazu schon etwas geschrieben:
    http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=248570
    http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=248474

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    CalBaer

    23.02.2012, 18:15

    @ CalBaer

    Hier mal ein Preisindex

    FHFA House Price Index

    M/M change 0.7 %
    Y/Y change -0.8 %

    Vollstaendiger Bericht (Feb 23,2012):
    http://www.fhfa.gov/webfiles/23396/4Q2011hpi.pdf
    Langfristiger Chart auf S.9.

    Quelle:
    http://www.fhfa.gov/Default.aspx?Page=81

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    CalBaer

    28.02.2012, 17:53
    (editiert von CalBaer, 28.02.2012, 18:03)

    @ CalBaer

    Hauspreise zurueck auf dem Niveau von 2002

    Die Preise gingen in 2011 um 4% zurueck, staerkster Rueckgang seit 2008. Ein Drittel der Haeuserwerte seit dem Platzen der Blase ist schon "verdampft".

    http://finance.yahoo.com/news/home-prices-lowest-since-2002-153300856.html

    Die Durchschnittspreise sehen zwar nach deutschem Empfinden attraktiv aus, allerdings muss man die niedrigeren Baustandards (billigere Bauweise), hoehere Nebenkosten, und starke regionale Unterschiede immer mit beruecksichtigen. In Gegenden mit guten Jobs und urbanem Umfeld (Schulen, Einkaufsmoeglichkeiten etc) zahlt man immer noch sehr viel. In der Bay Area kostet ein durchschnittliches Haus derzeit 5-6 durchschnittliche Familien-Jahreseinkommen.

    Chart Case Shiller 20
    http://www.zerohedge.com/sites/default/files/images/user5/imageroot/2012/02/8%20Months%20Case%20Shiller.jpg
    http://www.zerohedge.com/sites/default/files/images/user5/imageroot/2012/02/Composite%20Top%2020%20Decade.jpg

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