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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    HuangJin

    E-Mail

    04.08.2011, 11:27
     

    Chart du Jour: was wurde aus 1000 €, angelegt 1959 in Dax, Dow, SP500 und Swiss Market Index?

    Mal wieder eine hoffentlich erhellende Datenspielerei, heute:
    Wenn man Ende 1959 1000 € (damals natürlich DEM) angelegt hätte in Aktienportfolios von Dow Jones Industrial Average, S&P500, Swiss Market Index oder dem Dax... welchen Depotstand hätten wir per heute erreicht?
    Oder anders ausgedrückt: hätten die so vergötterten Amerikaner eine Outperformance gegenüber den europäischen Märkten geschafft?

    [image]

    Anmerkungen dazu:
    * verglichen sind jeweils die Kursindizes, also nur die reinen Aktienpreise ohne jede addierte Ausschüttung und ohne Reinvestition von Ausschüttungen zurück ins Portfolio. Im Falle von DJIA, SP500 und SMI sind das die Indizes selbst, den Dax habe ich wieder wie jüngst schon beschrieben um die im "normalen Daxindex" enthaltenen Dividenden bereinigt.
    * Der SMI wird erst ab 1988 offiziell berechnet und quotiert, es gibt m.W.n. anders als beim Dax keine in die Vergangenheit rückgerechnete Version davon. Ich habe daher den SMI notgedrungen ab 1988 verwendet und ab da mit dem Dax-Portfolio verglichen.

    Mein Fazit (Kritik und Ergänzungen willkommen und erhofft!):
    a) Keinesfalls haben die Amis eine Outperformance gegenüber "Old Europe" erreicht. Wo sind jetzt die 'besseren' Kapitalisten? [[zwinker]]
    b) Die Unterschiede in der Performance der vier Portfolios sind nach immerhin 50 Jahren Anlagedauer minimal.
    c) Die Unterschiede der Portfolio-Preise sind nicht strukturell, sondern meines Erachtens temporär und zum grossen Teil mittelfristig lediglichwechselkursbedingt.
    d) Wenn man sich mal grundsätzlich dazu entschieden hat, für langfristige Vermögensbildung/Altersvorsorge in Aktien (statt z.B. Anleihen) zu investieren, scheint es gehupft wie gehechtelt zu sein, in welchen Primärmarkt man investiert. Hauptsache, drin.

    Einschränkend muss sicherlich gesagt werden, dass es in der Praxis der Portfolioperformance natürlich auch auf die Ausschüttungen und deren kumulativen Effekt ankommt. Aber ich wage (mangels einschlägiger Daten für Dividendenhistorien) anzunehmen, dass sich die Dividendenrenditen in USA, DE und CH langfristig wohl nicht gravierend unterschieden haben.

    @Arndt: danke nochmal für Tipp wg. SMI-Datenquelle - sehr hilfreich!

    Besten Gruss,
    HuangJin

    ---
    故福之為禍,禍之為福,化不可極,深不可測也。 Thence, good fortune turns into bad fortune, and bad fortune turns into good fortune. These changes never reach an end, their complexity can never be fathomed.

    DT

    04.08.2011, 12:59

    @ HuangJin

    Und Gold dazu im Vergleich: von 35 USD auf 1666 USD (mkT)

    Das ist ein Faktor 47. Dh aus 1000 USD wurden 47000 USD.

    Vs. 6000 USD im besten Falle des SMI.

    Man sollte berücksichtigen, daß der DJIA ein Performance Index ist, meines Wissens sind dort die ausgeschütteten Dividenden mit reingerechnet.

    Gold zahlt doch laut Mainstream-Verdummungsposaunen keine Dividenden.

    Bolander

    04.08.2011, 14:21
    (editiert von Chef, 04.08.2011, 14:29)

    @ HuangJin

    Inflationsbereinigte Darstellung?

    Eine inflationsbereinigte Darstellung wäre auch interessant.
    Vielleicht bei Gelegenheit mgl.?

    HuangJin

    E-Mail

    04.08.2011, 16:17
    (editiert von HuangJin, 04.08.2011, 16:25)

    @ Bolander

    Ja,...

    > Eine inflationsbereinigte Darstellung wäre auch interessant.
    > Vielleicht bei Gelegenheit mgl.?

    ...hatte ich auch schon mal angedacht. Gute Idee, und vermutlich ein frustrierender Chart für buyer&holder...

    Chart kommt in ein paar Tagen... spätestens, wenn ich mich mit Zara geeinigt habe...[[freude]]

    LG,
    HJ

    ---
    故福之為禍,禍之為福,化不可極,深不可測也。 Thence, good fortune turns into bad fortune, and bad fortune turns into good fortune. These changes never reach an end, their complexity can never be fathomed.

    HuangJin

    E-Mail

    04.08.2011, 16:23

    @ DT

    Hm...,

    > Das ist ein Faktor 47. Dh aus 1000 USD wurden 47000 USD.
    Hm, ja, aber so ganz fair ist der Vergleich nicht. 1959 war das kein freier Marktpreis für Gold (war also künstlich viel zu billig gehalten), und mein Chart ist auch in €, nicht in $.
    Ich werde mal schauen, ob ich in einen solchen Chart auch noch ein Goldportfolio in Euro irgendwie halbwegs aussagekräftig reinpfriemeln kann. Demnächst in diesem Theater...

    >
    > Man sollte berücksichtigen, daß der DJIA ein Performance Index ist,
    > meines Wissens sind dort die ausgeschütteten Dividenden mit
    > reingerechnet.
    Nein, der DJIA ist tatsächlich auch wie der S&P500 und der SMI ein Kursindex, also ohne Dividenden und andere Ausschüttungen.

    >
    > Gold zahlt doch laut Mainstream-Verdummungsposaunen keine Dividenden.
    Ach pah, wer liest schon MSM...[[freude]]

    Danke & LG,
    HJ

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    故福之為禍,禍之為福,化不可極,深不可測也。 Thence, good fortune turns into bad fortune, and bad fortune turns into good fortune. These changes never reach an end, their complexity can never be fathomed.

    CalBaer

    04.08.2011, 18:15

    @ Bolander

    Bei 4% Inflationrate fast Nullsummenspiel

    4% sind die fuer die USA langfristig durchschnittliche Inflationsrate.

    Nach 52 Jahren entsprechen dann $1.000 in 1952 $7.685 heute (1.04^52=7,686).

    In Deutschland war die Inflationsrate sicher etwas geringer, aber dennoch duerfte ein Grossteil dieser Kursgewinne wieder aufgefressen worden sein.

    Dazu kommen noch die Kosten zur Pflege des Depots, denn die Aktien mussten staendig dem Index angepasst werden oder man ging in einen Index-Fund, der sicher 1% pro Jahr als Gebuehren berappte.

    Einzig die Dividenden (durchschnittliche Dividendenrendite waere mal interessant), die hier nicht mit beruecksichtigt waren, brachten einen Zugewinn. Zudem konnte man sein Geld im Gegensatz zum Sparkonto vor der Inflation schuetzen, aber wesentlich mehr auch nicht. Dagegen ging es oefters stark auf und ab - also starke Nerven braucht man allemal ...und Glueck nicht am Ende eines Superzyklus erwischt zu werden, was den Indizes dieser Tage vermutlich blueht.

    ---
    Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.

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Wandere aus, solange es noch geht.


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