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ZITAT »Ich kriegte in letzter Zeit Depressionen ob dieses Hin- und Hergeschieße mittels Worthülsen. «

    azur

    E-Mail

    26.05.2010, 23:43
    (editiert von azur, 26.05.2010, 23:44)
     

    Zeichen der Zeit: Forderungen wie in Spanien werden wir auch bald hören: Reiche sollen zahlen

    Hi all,

    herausgepflückt (schöner Begriff) aus dem NÜ, weil ich meine, dass wir von diesen Forderungen nicht mehr alzu weit sein können.

    Wenn drastische Sparmaßnahmen kommen, werden die Betroffenen bald sagen: warum wir? Sollen doch die zahlen, die es haben und die am besten in den letzten Jahren Kasse gemacht haben.

    "Haushaltsdrama
    Verschuldetes Spanien plant Steuer für Millionäre
    26. Mai 2010
    Spaniens Millionäre sollen nach dem Wunsch von Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero zur Rettung der Staatsfinanzen beitragen. Schon in wenigen Wochen solle ein Gesetzesentwurf für eine MIllionärssteuer vorliegen, sagte Zapatero. Er gibt damit dem Druck von Linksparteien und Gewerkschaften nach."


    Die Rentnerin z.B. wird mit dem Finger auf Boni-Banker zeigen. Sollen doch die zahlen, die es können und die mächtige Steuererleichterungen in den letzten Jahren bekamen. Wir zahlen nicht für Eure Krise.

    Und dann kommt so etwas: "Gewerkschaften drohen mit Generalstreik
    Proteste in Italien gegen Sparpaket der Regierung Berlusconi" (nzz.ch)

    Vemutlich noch in diesem Jahr.

    Und das ist dann nur der Beginn, denn die Probleme Überverschuldung und zu schwache Wirtschaft und Nachfrage in D und anderenortes bleiben ja.


    Nur als Propheterie gebracht.

    Vielmals freundlichst grüssend

    azur

    ---
    ENJOY WEALTH
    (Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

    Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

    Plutarch

    E-Mail

    26.05.2010, 23:56

    @ azur

    Koalitionäre wollen Rente und Hartz IV kappen

    Hallo Azur,

    Du vergisst, daß wir hier nicht in Spanien - oder Griechenland - sind. Also wird erst einmal auf die "Kleinen" drauf gehauen. Und ich trau mich wetten, daß dies ohne großes Murren und Meckern von sich geht.

    Hartz IV zu kappen - nun, darüber möchte ich mir keine Meinung anmaßen. Die Renten zu kürzen finde ich jedoch mehr als schäbig. Schließlich betrifft das zu einem guten Teil diejenigen, die dieses Land nach dem Krieg wieder aufgebaut haben.

    Es gäbe weiß Gott genug andere Einsparungsmöglichkeiten.

    Ach ja ... hier der Spiegel Artikel, dem ich meine Überschrift entliehen habe:
    Koalitionäre wollen Rente und Hartz IV kappen

    Philip Marlowe

    Location: Europe's Paymaster,
    26.05.2010, 23:57

    @ azur

    "Reichtum" ist relativ. JEDER der irgendwelche liquiden, sichtbaren Mittel hat

    wird demnächst auch bei uns zur Kasse gebeten werden. Und das macht mir Sorge.

    Ich bin eher der sparsame Typ. Ich kenne genug Leute, die sich für z.B. Immobilien hoch verschuldet haben und die auch sonst "auf Kante" leben (andauernd im Urlaub, mehrere PKW in der Familie). Mich beschleicht aber seit gut einem Jahr das ungute Gefühl, dass am Ende o.g. Personen mindestens genauso gut, wenn nicht gar besser dastehen wg. "viel Spaß gehabt" und die eigene Immobilie "besitzen" (wenn auch nicht der formale Eigentümer sein). Schlussendlich kann sich der Staat/die Gesellschaft das Geld nur bei denen holen, bei denen noch etwas zu holen ist. "Griechenland-Bailout" im Kleinformat sozusagen. Wenn ich es einmal auf diese Art und Weise sehe, bin ich der "Deutsche" und habe lauter "Griechen" um mich herum...

    Auch wenn vieles gegen Immobilien und Gold spricht im Deflationsszenario: Was bleibt eigentlich sonst an Möglichkeiten, Vermögen dem Zugriff der Staatskrake zu entziehen. Bargeld sammeln kann's ja nicht sein...

    Sachdienliche Hinweise wirklich erwünscht!

    Gruß,
    Phil.M.

    Dragonfly

    27.05.2010, 00:18

    @ Plutarch

    Und warum sollte man nicht die Renten kuerzen?

    Und warum sollte man nicht die Renten kuerzen?


    > Hartz IV zu kappen - nun, darüber möchte ich mir keine Meinung anmaßen.

    Kann man sehen wir man will. Freund von mir, promoviert, 2000 Euro Brutto pro Monat empfielt fuer junge gesunde Leute eine Suppenkeuche statt Hartz IV

    > Die Renten zu kürzen finde ich jedoch mehr als schäbig. Schließlich
    > betrifft das zu einem guten Teil diejenigen, die dieses Land nach dem Krieg
    > wieder aufgebaut haben.

    Nein, die, die das Land wieder aufgebaut haben, sind jetzt tot. Das waren ja auch in erster Linie die alten Wehrmachtsveteranen. Wem Du jetzt die Renten kuerzen wuerdest, dass sind die, die am meissten von dem wirtschaftlichen Aufbau profitiert haben. Die 68er und "best agers". Irgendwie witzig, dass es die jetzt noch trifft. Haette ich ehrlich gesagt nicht gedacht. Ich dachte, die nehmen jetzt noch die Rente mit und lassen das System erst danach implodieren. Aber erstens kommt es anders und zweitens als gedacht.


    Ich wuerde die Renten auf Sozialhifleniveau kuerzen.

    Bevor Du anfaengst zu Schreien: Google mal die Durchschnittsrente in BRD Ost und West. Du wirst Augen machen!


    > Es gäbe weiß Gott genug andere Einsparungsmöglichkeiten.
    Wo? Bundeswehr? Zweitklassige Armee mit drittklassiger Ausruestung. Du koenntest aus der EU austreten. Von mir aus gerne. Der groesste Posten sind num mal die "Sozialleistungen".

    dieter

    27.05.2010, 00:53

    @ Philip Marlowe

    Maschinen

    Hallo Philip,

    nun kenne ich weder Deine Möglichkeiten noch Deine Interessen. Solltest Du praktisch veranlagt sein, so würde ich Realgüter (Maschinen)kaufen, mit dessen Hilfe man selbst (oder andere) handwerkliche Arbeiten ausführen kann. Dafür sollte man den Markt studieren, welche Maschinen so gut wie kein Wertverlust durch Alter bekommen. - Es gibt in dem Bereich einiges!!!


    Auf diese Weise hat man zweierlei:
    1. Natürlich das notwendige Equipment um ohne fremde Hilfe alles mögliche erstellen zu können (sofern praktisch veranlagt)
    2. Realvermögen mit relativ geringem Wertverlust
    3. Realvermögen welches (sofern privat gekauft) dem orwell´schem im Lande verborgen bleibt.
    4. Die Möglichkeit durch Nutzung oder Verleihe Einkommen zu generieren.

    Allerdings wäre etwas Eigentum wie eine Scheune oder kleine Halle dann hilfreich. Aber zumindest letzteres gibt es für wenig Geld zu kaufen.

    Wenn man allerdings wenig Ahnung vom Handwerk, seinen Tätigkeiten hat bzw. die Veranlagung nicht mitspielt, dann sollte man diesen Vorschlag nicht beherzigen, das ginge sonst nach hinten los.

    In Krisenzeiten (wozu ich auch exorbitante Steuern zähle) haben Kreative und Praktiker sicher Vorteile gegenüber anderen Talenten.

    Gruß Dieter

    Dragonfly

    27.05.2010, 01:24

    @ Philip Marlowe

    Nicht PKW, PKV! Milliardenruecklagen koennen angegriffen werden. oT

    Nicht PKW, PKV! Milliardenruecklagen koennen angegriffen werden. oT

    Taxass

    27.05.2010, 02:11

    @ Dragonfly

    Oder man gibt den Leuten freie Hand

    Sagen wir mal im Osten, wo ganze Dörfer aussterben, ein Gebiet von 1000 km2 könnte ein Anfang sein, alle Arbeitslosen sind willkommen, jeder bekommt ein Stück Land, 10.000 m2 sind nicht zuwenig, um Selbstversorgung zu betreiben.
    100.000 engagierte Leute wären ein Anfang. Niemand bekommt mehr irgendwelche staatlichen Zuwendungen aber auch niemand bezahlt STEUERN. Recht und Ordnung müssen selbst organisiert werden. Eine "Tauschwährung" könnte getestet werden.
    Alles auf freiwilliger Basis; das wäre doch mal ein Experiment, was wir uns leisten könnten, was kein "Geld" kostet und die Eigeninitiative beflügelt.

    Weiterträumend Taxass

    Dragonfly

    27.05.2010, 02:22

    @ Taxass

    Bist Du voellig verueckt?

    > Sagen wir mal im Osten, wo ganze Dörfer aussterben, ein Gebiet von 1000
    > km2 könnte ein Anfang sein, alle Arbeitslosen sind willkommen, jeder
    > bekommt ein Stück Land, 10.000 m2 sind nicht zuwenig, um Selbstversorgung
    > zu betreiben.

    Das waere das Ende der Politk und Kluengelei [[freude]]

    Waere ja noch schoene, wenn da jeder kommen koennte.

    Aber mal im Ernst, das wird niemals toleriert werden. Dabei koennte man es z.B. mit Ruegen versuchen. Jeder bekommt ein kleines Grundstueck, bzw. notfalls mehrere Personen und die muessen dann halt in die Hoehe bauen. Keine Baugenehmigungen/Vorschriften. Keine Einwanderungsbeschraenkungen. Aber auch keine Sozialhilfe oder Steuern. Von mir aus Suppenkueche von der Kirche, denn warum sollte es da keine Kirchen geben?


    Zur Info: Ruegen waere etwa so gross wie Hongkong.

    berkana

    27.05.2010, 04:07
    (editiert von berkana, 27.05.2010, 04:15)

    @ Dragonfly

    Renten kürzen, warum nicht

    die Rentner sind doch eh übrig.
    Und es stimmt, die heutigen Rentner haben das Land nach dem Krieg nicht mehr aufgebaut.
    Nein, sie haben aber dafür gesorgt, dass die nachfolgende Generation alle Entwicklungsmöglichkeiten hatte.
    Sie sorgen heute noch dafür, dass Sohn oder Tochter eigentlich über ihre Verhältnisse leben können, dass die Enkelkinder sich auch ja alle Wünsche erfüllen können, dass sie sich auch ja lange genug „selber finden“ können, und, und.
    Unsachlich und ungerecht? Mag sein.

    Wollte diesen Satz jetzt eigentlich mit – Tut mir leid – beginnen, nein, es tut mir nicht leid, Deine Äußerungen als äußerst arrogant und ignorant zu bezeichnen.

    berkana

    Das tut mir nun leid, Antwort sollte an Draganfly gehen.

    Und warum sollte man nicht die Renten kuerzen?

    verfasst von Dragonfly, 27.05.2010, 00:18

    Dragonfly

    27.05.2010, 04:16

    @ berkana

    Wir leben in verschiedenen Welten.

    > Und es stimmt, die heutigen Rentner haben das Land nach dem Krieg nicht
    > mehr aufgebaut.
    Eben!

    > Nein, sie haben aber dafür gesorgt, dass die nachfolgende Generation alle
    > Entwicklungsmöglichkeiten hatte.
    Du meinst zerfallene und verottetet Universitaeten? Zusammenbrechende oeffentliche Sicherheit (Kriminalitaetsrate bei Immigranten)? Wenige berufliche Chancen?

    > Sie sorgen heute noch dafür, dass Sohn oder Tochter eigentlich über ihre
    > Verhältnisse leben können,
    Wir muessen in Laendern, die beide Deutschland heissen, gelebt haben.

    Eines mag sein: Wenn die Eltern gut verdient haben, lebt man vielleicht gut. Fast alle die ich kenne, die einen sehr gutes Lebensniveau haben, haben dies durch das elterliche Vermoegen. Das habe ich leider nicht.

    > dass die Enkelkinder sich auch ja alle Wünsche erfüllen können,
    Siehst Du, ich kann mir nicht mal Kinder leisten!


    > nein, es tut mir nicht leid, Deine Äußerungen als äußerst arrogant und
    > ignorant zu bezeichnen.

    Das ist meine Meinung, Du hast die Deine. Kannst Du sehen wie Du willst. Aber sagen wir mal so: Es gibt einen Grund warum ich nicht in Deutschland wohne und ich habe Null, wirklich Null Interesse irgendjemand die Rente in Deutschland zu bezahlen.

    Thanks I pass!

    Morpheus

    E-Mail

    27.05.2010, 06:36

    @ berkana

    Hallo, Du sagst es doch selbst, warum gekürzt werden muss

    > die Rentner sind doch eh übrig.
    > Und es stimmt, die heutigen Rentner haben das Land nach dem Krieg nicht
    > mehr aufgebaut.
    > Nein, sie haben aber dafür gesorgt, dass die nachfolgende Generation alle
    > Entwicklungsmöglichkeiten hatte.
    Hallo, schon mal von Pisa gehört. In den 60igern waren die deutschen Lehrlinge international immer die besten. Heute sind wir allenfalls im Mittelfeld. Die Generation der Rentner hat nicht für eine Weiterentwicklung gesorgt, sondern für einen Rückfall.
    In den 50igern konnte ein Facharbeiter von seinem Einkommen ein Haus bauen und mittelfristig abbezahlen. So etwas ist heute undenkbar.
    Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Das Thema mit den "nicht integrierten Ausländern" die teure Sozialprobleme erzeugen wäre auch noch so eins. Also Deutschland wurde rund um runter gewirtschaftet, was allerdings systembedingt ist, wie wir hier wissen. Nur durch die "Rentengarantie" wurden die Rentner an der Misere nicht beteiligt.

    > Sie sorgen heute noch dafür, dass Sohn oder Tochter eigentlich über ihre
    > Verhältnisse leben können, dass die Enkelkinder sich auch ja alle
    > Wünsche erfüllen können, dass sie sich auch ja lange genug „selber
    > finden“ können, und, und.
    > Unsachlich und ungerecht? Mag sein.
    Ja, weil die Zahlungen an die Rentner viel zu hoch sind und den Jungen viel zu viel weg genommen wird. Den heutigen Rentnern wurden insgesamt (AN+AG) 12 Prozent vom Gehalt als Sozialkosten abgezogen. Den Jungen heute mehr als 40%. Davon kann man als Junger Mensch selbst nicht mehr leben und die Rentner, die den größten Teil bekommen halt viel zu lange und viel zu gut.

    >
    > Wollte diesen Satz jetzt eigentlich mit – Tut mir leid – beginnen,
    > nein, es tut mir nicht leid, Deine Äußerungen als äußerst arrogant und
    > ignorant zu bezeichnen.
    Du hast gar nichts kapiert und verdrehst die Fakten voll zu Gunsten der Rentner.
    Überall wurde durch politische Korruption (Wählerbestechung) Geschenke an die Rentner gemacht. Das begann unter Adenauer und ging über Brandt, Schmidt bis zu Kohl bis hin zu Merkel. Mir kommt heute noch das Kotzen, wenn ich die Dinge genauer angucke. Auf die ungedeckten Schecks dieses Systems hat z.B. Biedenkopf seit den Siebzigern hingewiesen und die heutigen Rentner haben es dankend zugelassen und somit eigentlich jegliche Rente verwirkt.
    Kürzen auf H4 finde muss nicht sein, aber eine Reduzierung um 30 Prozent (mit einer Aufstockung auf H4) scheint mir schon angemessen, kombiniert mit deutlichen Kürzungen im Gesundheitssystem (für Rentner!).

    Das kommt so oder so. Weil die Einzahler demnächst einfach fehlen bzw. wegen überhöhter Abgaben verweigern werden. Je früher sich die Rentner drauf einstellen können, desto besser ist es, auch für sie.

    Grüße Morpheus

    ---
    Es läuft der größte Verhaltensversuch der Menschheit und Du bist dabei!
    Leider sind wir wohl inzwischen in die weniger schöne Phase eingetreten.

    Rosa

    E-Mail

    27.05.2010, 07:03

    @ azur

    Renten kürzen und HartzIV

    Guten Morgen in die Runde,

    nun, ich denke HartzIV müsste neu geregelt werden. Es kann nicht sein, dass eine Familie mit Kindern mehr HartzIV bekommt, als eine Familie mit Kindern die einen " Brotverdiener" im unteren Lohnsegment hat.

    Da müsste es eine Höchstgrenze geben. Aber, es kann nicht sein, dass man mit 300 Euro im Monat, als HartzIV Single, seinen Strom selber bezahlen muss und seine Lebensmittel und Hygieneartikel und auch Telefon und Internet.
    Mit 300 Euro geht das einfach nicht mehr.
    Die Nebenkosten sind schon sehr hoch und schiessen bald extrem in die Höhe.

    Jetzt sollte bitte auch keiner schreiben, dass die Hartzer arbeiten sollen.
    Wo denn?
    Ich kenne einige Hartzer, die würden alles an Jobs annehmen, aber es gibt keine Jobs.

    Die Rente kürzen halte ich persönlich für Diebstahl. Die Leute haben für ihre Renten gearbeitet. Jeden Monat ist eine ordentliche Summe vom Gehalt abgezogen worden.

    Warum müssen wir Menschen finanzieren, die noch nie eine Mark oder einen Euro in dieses System eingezahlt haben? Warum wird da nicht gekürzt?

    Warum finanzieren unsere Krankenkassen Menschen, die nie in unserem Land gelebt haben, die einfach eingefolgen werden, um neue Zähne zu bekommen, die wir alle bezahlen?

    Wir finanzieren alle einen Verschwenderstaat, wo Geld mit dem Heuwagen ausgegeben wird, wo Millionen an Euros irgendwo im Nichts versinken.

    Von dem ganzen Verschwender-Irrsinn in Brüssel einmal ganz abgesehn.

    Brauchen wir einen EU-Chefberater für Bürokratieabbau? Wie viele Berater hat er denn noch und wie viele Assistenten und wie viele Assistenten haben denn dann noch ihre Assistenten?

    Einen schönen Tag wünsche ich Euch allen
    Rosa

    Tempora mutantur

    27.05.2010, 07:51

    @ Rosa

    Wer rechnen kann...

    ist im Vorteil.
    Unsere Verschuldung ist so hoch, dass nach und nach alle ausgepresst werden wie Zitronen. Spielt es da wirklich eine Rolle, ob die Rentner oder die Assistenten der Assistenten zuerst erwürgt werden?
    Das System ist dermassen marode, dass die Geldabflüsse immer schneller geschehen (potenziert sich sozusagen) - es ist gewünscht (!) dass wir genau diese Diskussion führen (vielleicht habe ich Glück und es trifft die anderen), denn solange wir aufeinander herumhacken, stehen wir nicht auf und sagen: Schluss!

    Das Problem ist die Geldschöpfung aus dem Nichts- die Spinne frisst ihre Kinder...

    In diesem Sinne

    Tempora

    DcMontain

    27.05.2010, 08:05

    @ azur

    Unsere Politiker definieren dann Wohlstand ab 25.000 EUR Jahresbrutto

    und schon sind die meisten dabei.
    Besonders wenn der zu erwartendende Linksruck bundesweit vollzogen wird.

    Die Erbschaftssteuer ist auch gutes Betätigungsfeld.


    Sofern der Ruck mit grün garniert wird, gibt es als Bonus noch die Ökosteuer2, Sanierungsauflagen, CO2-Zertifikate pro Haushalt und eine Furzsteuer.

    Rosa

    E-Mail

    27.05.2010, 08:10

    @ Tempora mutantur

    Ich bin ganz deiner Meinung!

    .....denn solange wir aufeinander herumhacken, stehen wir nicht
    auf und sagen: Schluss!

    .....aber ich befürchte, dass die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland NIE sagen...Jetzt ist Schluss!

    Die Verantwortlichen werden es nicht tun, da bin ich fast sicher.

    liebe Grüße
    Rosa

    Tob

    27.05.2010, 11:11
    (editiert von Tob, 27.05.2010, 11:12)

    @ berkana

    Dann erkläre mir als jungen Mann mal

    Wie ich das ganze bezahlen soll?

    Die Durschnittsrente beträgt 52% vom Lohn. Da ich bereits zu geburtenschwachen Jahrgängen gehöre, werde ich also als Arbeitnehmer mindestens zwei andere Rentner finanzieren müssen (=104%? Das wird eng). Dazu dann noch das Finanzieren meiner eigenen Kinder? Wie soll das unter diesen Vorraussetzungen gehen?

    Rente 2006: Männer 1076€, Frauen 473€. Wenn ich einen Mann und eine Frau finanziere bin ich also schon über 1500€ die ich jeden Monat erwirtschaften müsste um Renten zu bezahlen. Dazu dann noch Arbeitslose, Kinder, Infrastruktur, Bundeswehr, Gesundheit.

    Wir leben nicht im Paradies, auch wenn es manchen (noch) so vorkommen mag. Die aktuelle Rentner-Generation hat mehr herausbekommen, als eingezahlt. Ist doch klar, dass das auf Dauer nicht gut geht.

    Ich bin nicht bereit als Sklave des Volkes meine Aufgaben zu erfüllen und mich auspressen zu lassen. Unterstützung? Gerne! Aber nur soviel, wie man mir auch zumuten kann. Nicht aber unter gegebenen Úmständen (viel weniger Arbeitnehmer, viel mehr Rentner, keine Kürzungen [ist ja auch doof, stimmentechnisch. Gibt ja soviele])

    [Achtung, Polemik] Die Rentner Lobby ist groß genug! Wieso dürfen Jugendliche erst ab 18 wählen, Rentner aber bis zum Tod? Klar, es braucht Reife um wählen zu können. Aber diese Reife spreche ich auch vielen erwachsenen & älteren Menschen ab. Kindern fehlt die Lobby.

    Tob

    27.05.2010, 11:15

    @ Rosa

    zu den Einzahlungen

    > Die Rente kürzen halte ich persönlich für Diebstahl. Die Leute haben
    > für ihre Renten gearbeitet. Jeden Monat ist eine ordentliche Summe vom
    > Gehalt abgezogen worden.

    Ist es nicht auch Diebstahl, sich mehr Renten auszahlen zu lassen, als man eingezahlt hat? Genau dies ist nämlich zur Zeit der Fall.

    Klaus

    27.05.2010, 11:50

    @ Tob

    Man muß es natürlich intelligent machen!

    > > Die Rente kürzen halte ich persönlich für Diebstahl. Die Leute haben
    > > für ihre Renten gearbeitet. Jeden Monat ist eine ordentliche Summe vom
    > > Gehalt abgezogen worden.
    >
    > Ist es nicht auch Diebstahl, sich mehr Renten auszahlen zu lassen, als man
    > eingezahlt hat? Genau dies ist nämlich zur Zeit der Fall.
    >
    Man muß es nur richtig machen. Das geht so:

    1. Der Rentner wird für systemnotwendig erklärt und daraus abgeleitet, daß er flüssig bleiben muß.
    2. Er erhält deswegen in dem von ihm als notwendig angesehen Umfang Kredit von der Notenbank zu 1%.
    3. Davon kauft er mit 4% verzinste Bundesanleihen oder (noch besser) mit 7% verzinste und durch die Notenbank garantierte griechische Anleihen.

    Auf diese Weise wird nichts von niemand an irgendwen verschenkt oder gar gestohlen.

    Wie man las, standen zuletzt in D (incl. der Beteiligung an einem EU-Projekt) größenordnungsmäßig 1000Mrd. für solche Maßnahmen zur Verfügung, leider nur zugunsten von zahlungsklammen Großrentnern in AG-Form. Die Zinsdifferenz von 3% bzw. 6% erbringt jährlich 30 bzw.- 60 Mrd., d.h. bei 30 Mio. Rentnern 100 bzw. 200 EUR monatlich mehr Einkommen für jeden. Bei Konzentration des Schemas auf Klein(st)rentner ließe sich das sicherlich verdoppeln und für Kleinstrentner-Ehepaare ergäbe sich dann das vierfache. Der daraus entstehende Konjunkturschub würde in den Folgejahren erlauben, weitere Verbesserungen zu finanzieren.

    Gruß
    Klaus

    lowkatmai

    E-Mail

    27.05.2010, 12:01

    @ Tob

    Renten viel zu hoch,

    aber selbstverständlich auch die Pensionen!

    Eingeführt mal als Versicherung falls man zu alt wird.

    Leider/Zum Glück werden heute alle älter.
    D.h. aber die Einzahlungen passen nicht mehr zu den Auszahlungen. An beiden Stellschrauben wmuss gedreht werden.


    Gruß


    l[[zwinker]]

    Klaus

    27.05.2010, 12:06

    @ Tob

    Zukunft nicht so schwarz sehen!

    >
    > Die Durschnittsrente beträgt 52% vom Lohn. Da ich bereits zu
    > geburtenschwachen Jahrgängen gehöre, werde ich also als Arbeitnehmer
    > mindestens zwei andere Rentner finanzieren müssen (=104%? Das wird eng).
    >
    Nein das wird ein Klacks verglichen mit dem, was du (wie alle) für die Stützung der dann von Ackermann jun. geführten Supereuropäischen Bank in Frankfurt/Paris/London/Zürich zahlen mußt. Und du wirst es problemlos zahlen können, weil du (wie wir alle) im besten Gesellschaftssytem und effizientesten Wirtschaftssystem mit der höchstentwickelten Technik aller Zeiten lebst, in dem rund um die Uhr gearbeitet wird, damit jeder täglich seine Suppe und die Bank ihre Zinsen kriegt.

    Da in einem solchen perfekten System vorausschauende und gut beratene Politiker die Weichen stellen, werden dann auch die Rentner arbeiten und statt Geld ab 70 eine und ab 78 zwei Stunden Extraschlaf pro Tag kriegen, weil das keine Zinsen kostet.
    >
    > Ich bin nicht bereit als Sklave des Volkes meine Aufgaben zu erfüllen und
    > mich auspressen zu lassen.
    >
    Dagegen gibts die 1789 entwickelte Lösung, 'das Volk' einfach einen Kopf kürzer zu machen. Aber dabei würde ich mich ohne Not nicht engagieren, denn wenn es so weit kommt, ist man besser ganz weit weg, egal obs dort eine Rentenversicherung gibt oder nicht.

    Gruß
    Klaus

    berkana

    27.05.2010, 12:08

    @ Morpheus

    In diesem Forum ist man so stolz darauf,

    sich jenseits der MSM Meinungen zu bilden, mit Recht.
    Aber Deine Argumente zeigen, dass Du voll dem Mainstream aufgesessen bist. Tut mir leid, das sagen zu müssen. Aus ihnen höre ich den Herrn Prof. Miegel u. a.

    Du schreibst,
    „Du hast gar nichts kapiert und verdrehst die Fakten voll zu Gunsten der Rentner.“
    Da hast Du mit Sicherheit recht, ich habe vieles nicht kapiert.

    Ich gehe davon aus, dass Du zu der jüngeren Generation gehörst. Ihr habt Euch in das bequeme, kuschelige Bett gelegt, das man Euch angeboten hat. Habt immer nur erlebt, dass es einem ohne großes Zutun richtig gut gehen kann. Und wundert Euch, dass das nicht ewigen Bestand hat. Gesagt hat man Euch das schon, nur Ihr habt nicht hinhören wollen.


    Teile und herrsche, funktioniert prächtig, merkt Ihr es nur nicht?

    Es macht keinen Sinn, aufeinander einzuhauen, wir sitzen allen in einem Boot.

    „mit deutlichen Kürzungen im Gesundheitssystem (für Rentner!).“

    Das kommt nicht erst, das ist schon angekommen.

    Seit einigen Jahren geistert immer mal wieder der Begriff Neidgesellschaft durch die Lande.
    Wieso muss ich gerade bei dieser Diskussion daran denken?

    Freundliche Grüße, auch wenn darauf kein Wert gelegt werden sollte, von einer Rentnerin,
    und Ossi noch dazu.

    berkana

    berkana

    27.05.2010, 12:59

    @ Tob

    Ganz einfach

    „Die aktuelle Rentner-Generation hat mehr herausbekommen, als eingezahlt.“

    Wo hast Du denn diese Weisheit her?

    Wie Du das bezahlen sollst?
    Ganz einfach, lebe Dein Leben, arbeite, mach Deinen Job und lass Dich nicht von solch „Zahlenspielereien“ verrückt machen.

    Hast Du solche Rechnungen auch angestellt, als es um die Rettung der Banken ging?
    Du bist nicht bereit, als Sklave des Volkes Deine Aufgaben zu erfüllen. Klar, wäre ich auch nicht. Und als Sklave der Banken fühlst Du Dich nicht?

    „Kindern fehlt die Lobby.“
    Hier hast Du meine uneingeschränkte Zustimmung. Und die geringe Wertschätzung der Kinder und Jugendlichen in diesem Lande, das ist für mich ein Skandal.

    Aber so richtig scheint das niemanden aufzuregen.

    berkana

    Sven

    Wiege Sachsens,
    27.05.2010, 13:04

    @ Rosa

    Es war einmal...

    > Es kann nicht sein, dass eine Familie mit Kindern mehr HartzIV bekommt, als eine Familie mit Kindern die einen " Brotverdiener" im unteren Lohnsegment hat.

    Kannst Du das bitte mal vorrechnen?

    > Wir finanzieren alle einen Verschwenderstaat, wo Geld mit dem Heuwagen
    > ausgegeben wird, wo Millionen an Euros irgendwo im Nichts versinken.

    Der Staat verschwendet überhaupt nichts. Es ist DEIN ABGEORDNETER, denn du wann genau das letzte mal in den Allerwertesten getreten hast?

    > Von dem ganzen Verschwender-Irrsinn in Brüssel einmal ganz abgesehn.

    Da wird nichts verschwendet. Das Geld wird doch nicht mit der Schubkarre in den Ärmelkanal vor der belgischen Küste verklappt. Das wird halt in Subventionen und Scheinaktivitäten gesteckt, die dank bisherigen Einstimmigkeitsbeschlüssen auch von der deutschen Regierung abgenickt wurden. Irgendeiner profitiert da schon.^^ Da ist jedenfalls nichts mit einem imaginären Brüssel (aka Staat) oder Eurokraten, die sich einfach mal ein paar Scheine auf das eigene Konto überweisen können. Wann hast Du Dich das letzte Mal bei Deinem Abgeordneten darüber beschwert und Rechenschaft gefordert? Und Deine Bekannten aufgerufen, dort ebenfalls anzuliegen wie der "böhmische Wind"?

    Ich weiß, daß sind rethorische Fragen. Ich wollte v.a. darauf hinaus, daß man es zwischen Arbeit und Kochtopf einfach nicht auf die Reihe bekommt, seinen Abgeordneten die Aufmerksamkeit zu schenken, die dieser für einen ordentlichen Geradeauslauf benötigt. Soll heissen: wir sind z.T. schon selber schuldig.

    Aber die Vergleichsrechnung "H4 > Arbeit" hätte ich doch schon gern.

    ---
    "In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn etwas geschieht, kann man sicher sein, das es auf diese Weise geplant wurde." [Franklin Delano Roosevelt]

    DcMontain

    27.05.2010, 14:35

    @ lowkatmai

    Ob das stimmt? mL

    dazu möchte ich Dir mal dies als Lektüre empfehlen KF

    nur soviel:

    ein 1960 geborener hat eine geschätzte Lebenserwartung von 67 Jahren

    WB D

    Im Nachgang der Rentenreform muss er wie lange arbeiten? Genau 67 Jahre.

    D[[zwinker]] M

    Philip Marlowe

    Location: Europe's Paymaster,
    27.05.2010, 15:03

    @ dieter

    Idee ist sicherlich gut, wenn man Talent, Ahnung und Zeit hat

    Vielleicht würde ich das sogar noch lernen können, aber im Moment fehlt mir leider die Zeit dafür.

    Gruß,
    Phil.M.

    lowkatmai

    E-Mail

    27.05.2010, 15:15
    (editiert von lowkatmai, 27.05.2010, 15:16)

    @ DcMontain

    Lebenserwartung, hier andere Zahlen:

    http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2006/04/PD06__167__12621,templateId=renderPrint.psml


    Gruß


    l[[zwinker]]

    Leserzuschrift

    27.05.2010, 18:52

    @ Dragonfly

    Rentner, die das Land aufgebaut haben

    > Nein, die, die das Land wieder aufgebaut haben, sind jetzt tot.

    Hallo an das DGF,
    da ich bei Euch mitlesen darf, möchte ich meine Meinung zu der Diskussion über die Altersrenten mitteilen. Ich verstehe Ihre Annahme nicht, dass die Menschen, welche nach dem Krieg das Land aufgebaut haben, nicht mehr leben sollen. Davon gibt es noch wesentlich mehr als Sie scheinbar wissen.

    Zum anderen denke ich, ist es unumstritten, dass die jetzigen Rentner einen Anspruch und ein Anrecht auf die Zahlungen haben. Diese bekommen nichts geschenkt, sondern haben sie durch langjährige Beitragszahlung, welche sie geleistet haben, erwirkt. Nun bekommen sie halt den „Gegenwert“. Nicht die Rentner haben andere betrogen, sondern werden jetzt in der Höhe ihrer Renten wesentlich schlechter gestellt als sich je ein Rentner dies gedacht hat. Die Rentner haben die Beiträge der Jahre nicht zweckentfremdet.

    Überlegen Sie doch bitte selbst, ob nicht in Ihrem Bekannten-/Verwandtschaftskreis es auch Menschen gibt, die Rente beziehen, befragen Sie diese nach Ihrer Meinung zu denen von Ihnen verfassten Zeilen. Nur der Glaube, dass Sie evtl. keine Rente mehr bekommen könnten, rechtfertigt nicht Ihre Forderungen der Reduzierung oder der Abschaffung der Renten. Das wäre sicher die erste Bevölkerungsschicht in D, welche Ihnen vormachen könnte, wie man sich dagegen wehrt. Denn was haben Rentner dann, außer Ihrem Leben, noch zu verlieren.

    Sicher ist es an vielen Stellen in D möglich, Gelder einzusparen, die Sparmaßnahmen liegen ja zum Teil offen vor uns allen, nur sehen wollen wir es alle nicht. Also könnte man davon ausgehen, dass man die Diskussion dazu vielleicht noch mal überdenken könnte. Denn Personen, welche die Veränderungen jetzt einfordern, können sich dann jetzt schon trösten, dass Sie, liebe Schreiber, selbst daran Schuld sein könnten, dass Sie keine Zahlungen mehr erhalten - nur wer sagt uns, dass es so kommen muss?

    Dennoch weiter gute Beiträge wünscht sich ein Leser im Ruhestand nach 45 Arbeitsjahren, aber nicht nach Griechischen Verhältnissen.

    Dragonfly

    27.05.2010, 20:19

    @ Morpheus

    Wer die Wahrheit sagt braucht ein schnelles Pferd!

    > Du hast gar nichts kapiert und verdrehst die Fakten voll zu Gunsten der
    > Rentner.

    Du hast mit allen Aussagen vollkommen Recht. Die Leute reagieren allerdings oft sehr aggressiv, wenn man solche Aussagen macht. Ausserdem darfst Du eines nicht vergessen: Es gibt Leute, fuer die sind Deine Aussagen wirklich weltfremd. Wie Du schon sagst, heute einfach so mal nen Haus kaufen und das mit Arbeit abbezahlen ist sehr sehr schwierig. Es gibt aber auch Leute, denen kauft die Familie ein Haus sobald sie Heiraten. Den Job bekommt man durch familiaere Kontakte, macht sich dort nicht tot, hat 30 Tage Urlaub im Jahr, alles laeuft. Die koennten Deine Aussagen und "Vorhersagen" gar nicht verstehen.

    > Das kommt so oder so. Weil die Einzahler demnächst einfach fehlen bzw.
    > wegen überhöhter Abgaben verweigern werden. Je früher sich die Rentner
    > drauf einstellen können, desto besser ist es, auch für sie.

    Die Renter werden die Mehrheit der Waehler stellen. Wie willst Du das korrigieren?

    Romeo

    E-Mail

    Somalia 2.0,
    27.05.2010, 20:41

    @ Dragonfly

    So schnelle Pferde gibts gar nicht, wie man brauchen würde

    > Du hast mit allen Aussagen vollkommen Recht. Die Leute reagieren
    > allerdings oft sehr aggressiv, wenn man solche Aussagen macht.

    > Die Renter werden die Mehrheit der Waehler stellen. Wie willst Du das
    > korrigieren?

    Wenn ich ein schnelles Pferd hätte, dann würde ich sagen:
    man könnte dies mit einer klitzekleinen Wahlrechtsänderung ändern, wenn man denn wollte:
    A: aktiv wahlberechtigt ist jeder Bürger, der seinen Lebensunterhalt selbst verdient, indem sein aktives Einkommen aus Eigenleistung eventuelle öffentliche Transferzahlungen (Kindergeld, Rente, etc) um mindestens das zehnfache übersteigt und dabei im Jahr vor der Wahl Steuern in Höhe von mindestens XXXX Euro gezahlt hat.

    Und wenn wir schon dabei sind, dann im selben Aufwasch gleich diese Regelung hier noch mit dazu:
    B: passiv wählbar sind nur Personen, die nicht im sogenannten öffentlichen Dienst stehen und keine Bezüge aus öffentlichen Kassen erhalten.

    Hey! Das ist Ketzerei!
    Wo ist mein Pferd?

    ---
    "I won't slave for beggars pay, likewise gold and jewels, But I would slave to learn the way to sink your ship of fools." (The Grateful Dead - Ship Of Fools) http://www.youtube.com/watch?v=KBwWpBxu32g - Danke, Jerry Garcia!

    Morpheus

    E-Mail

    27.05.2010, 22:14

    @ Romeo

    Stimmt, Du hast es wirklich auf den Punkt gebracht.

    Hallo Romeo,

    > > Du hast mit allen Aussagen vollkommen Recht. Die Leute reagieren
    > > allerdings oft sehr aggressiv, wenn man solche Aussagen macht.
    >
    > > Die Renter werden die Mehrheit der Waehler stellen. Wie willst Du das
    > > korrigieren?
    >
    > Wenn ich ein schnelles Pferd hätte, dann würde ich sagen:
    > man könnte dies mit einer klitzekleinen Wahlrechtsänderung ändern, wenn
    > man denn wollte:
    > A: aktiv wahlberechtigt ist jeder Bürger, der seinen Lebensunterhalt
    > selbst verdient, indem sein aktives Einkommen aus Eigenleistung eventuelle
    > öffentliche Transferzahlungen (Kindergeld, Rente, etc) um mindestens das
    > zehnfache übersteigt und dabei im Jahr vor der Wahl Steuern in Höhe von
    > mindestens XXXX Euro gezahlt hat.
    ja ja, das würde helfen, aber man wird Dir erklären, das ist UNDEMORKATISCH und berücksichtigt nicht die Würde der Menschen und die Gleichheit aller Menschen und nur wer Geld hat hat Einfluss.
    Letzteres stimmt teilweise, man könnte es eben auch an Zahlungen für öffentliche Belange knüpfen, wie Du es richtig machst. Dann ist die Leistung für die Allgemeinheit das Kriterium und nicht das Geld für eigene Zwecke. Z.B. die Unterstützung wirklich Bedürftiger.


    > Und wenn wir schon dabei sind, dann im selben Aufwasch gleich diese
    > Regelung hier noch mit dazu:
    > B: passiv wählbar sind nur Personen, die nicht im sogenannten
    > öffentlichen Dienst stehen und keine Bezüge aus öffentlichen Kassen
    > erhalten.
    >
    > Hey! Das ist Ketzerei!
    > Wo ist mein Pferd?

    Ich zieh mein Auto vor. Aber schnell fahren muss man da heute noch ganz sicher und es wird vielleicht noch schlimmer werden. Man wird so etwas gar nicht mehr sagen dürfen und auch noch froh sein, wenn wir den Kommunismus wieder haben, bei dem alle gleich arm sind. Weil er unter all den Möglichkeiten vielleicht das kleinere Übel gegenüber einem Zustand der andauernden Bandenkriege ist.
    Nur für die Rentner ist der "Kommunismus ohne Westen" total brutal. Bei einer Zahlung von Gesundheitskosten nach Nützlichkeit werden Operationen für Rentner einfach abgelehnt.

    Naja, hoffen wir das Beste.

    Grüße Morpheus

    ---
    Es läuft der größte Verhaltensversuch der Menschheit und Du bist dabei!
    Leider sind wir wohl inzwischen in die weniger schöne Phase eingetreten.

    Morpheus

    E-Mail

    27.05.2010, 22:27

    @ berkana

    Nicht persönlich sondern sachlich sehen

    > sich jenseits der MSM Meinungen zu bilden, mit Recht.
    > Aber Deine Argumente zeigen, dass Du voll dem Mainstream aufgesessen bist.
    > Tut mir leid, das sagen zu müssen. Aus ihnen höre ich den Herrn Prof. Miegel u. a.
    >
    > Du schreibst,
    > „Du hast gar nichts kapiert und verdrehst die Fakten voll zu Gunsten der
    > Rentner.“
    > Da hast Du mit Sicherheit recht, ich habe vieles nicht kapiert.
    >
    > Ich gehe davon aus, dass Du zu der jüngeren Generation gehörst. Ihr habt
    > Euch in das bequeme, kuschelige Bett gelegt, das man Euch angeboten hat.
    > Habt immer nur erlebt, dass es einem ohne großes Zutun richtig gut gehen
    > kann. Und wundert Euch, dass das nicht ewigen Bestand hat. Gesagt hat man
    > Euch das schon, nur Ihr habt nicht hinhören wollen.
    Sorry, das siehst Du völlig falsch. Ich habe bereits als Schüler gearbeitet. Als Student später wann immer ich konnte und habe mir und meiner Familie den Lebensunterhalt mit extrem viel Arbeit verdient. Da sieht man nur, wie es den jungen Kollegen geht, die engagiert und leistungsfähig sind. Die werden durch die staatlichen Abzüge um ihren fairen Anteil betrogen und ich sehe auf der anderen Seite, dass man es den Rentnern und noch stärker/schlimmer den Pensionären im ÖD in den A…. bläst.
    Man muss nur gucken, wo heute „Besserverdiener“ unterwegs sind. (Gehobene Restaurants, Hotels, Clubs, teuren Kulturveranstaltungen). Es sind da die Alten und nur ganz wenig junge. Das war in den 60igern krass anders. Auch in den siebzigern. Da hatten wir überall noch die „armen Rentner“. Heute sind das die „armen Eltern“. Die Generation meiner Eltern ist super durch das System geschwommen. Die haben den Kreditzyklus optimal getroffen und können jetzt nach einem "super seichten Leben" mit der Krise eben untergehen. Sie waren ab den 70igern die Gutverdiener und sind es jetzt weiterhin. Wobei ich von meinen Eltern nach der Ausbildung gar nichts mehr angenommen habe, weil mir meine Unabhängigkeit sehr wichtig war.

    > Teile und herrsche, funktioniert prächtig, merkt Ihr es nur nicht?
    Nein, die Rentner wollen (zu) viel und manche geben dann ihren Kindern und Enkeln ein paar Almosen. Das kann es doch wohl nicht sein. Teile und herrsche wird hier ganz anders genutzt. Immer für die Bestandssicherung der Alten und gegen die angemessenen Rechte der Jungen. Das läuft immer und überall so. Nur als Beispiel: Die Alten haben 30 Tage Urlaub, die Jungen 25.

    > Es macht keinen Sinn, aufeinander einzuhauen, wir sitzen allen in einem Boot.
    Oh nein, die Jungen werden nicht mehr einzahlen (können oder wollen) und es sind die Alten die dann untergehen. Da kann man sich drehen oder wenden wie man will. Ich mach mir da keine Illusionen. Eine Rente wird es privat oder staatlich wahrscheinlich nicht mehr geben. Sich darauf einzustellen ist die einzige Chance sich einigermaßen „durchzuschlagen“. Wenn es besser kommt, dann habe ich Glück gehabt.

    > „mit deutlichen Kürzungen im Gesundheitssystem (für Rentner!).“
    > Das kommt nicht erst, das ist schon angekommen.
    Das ist bei weitem nicht genug. Leider.

    > Seit einigen Jahren geistert immer mal wieder der Begriff Neidgesellschaft
    > durch die Lande.
    > Wieso muss ich gerade bei dieser Diskussion daran denken?
    Nö, auch hier. Dank von sehr viel Arbeit habe ich keinen Grund neidisch zu sein. Ich bin auch bei den Besserverdienern unterwegs. Nur wenn ich sehe wen ich da treffe und wie die Leute sich bewegen und wofür die ihre Rente bekommen und dann auch sehe, wie junge Leute heute arbeiten müssen, dann weiß ich wer bevorzugt ist. Noch mal ganz klar: Ich bin nicht betroffen und nicht neidisch, aber ich kann beurteilen was läuft.

    > Freundliche Grüße, auch wenn darauf kein Wert gelegt werden sollte, von
    > einer Rentnerin, und Ossi noch dazu.
    Also, Du solltest das genauso wenig persönlich nehmen. Es ist nur weise und gut sich auf eine Veränderung einzustellen, die kommen muss und kommen wird. Das Geld ist auf absehbare Zeit nicht mehr da. Und wenn es über eine Inflationionierung erzeugt wird, ist dies für Rentner nicht weniger grausam. Siehe Russland in den 90igern.

    Grüße Morpheus

    ---
    Es läuft der größte Verhaltensversuch der Menschheit und Du bist dabei!
    Leider sind wir wohl inzwischen in die weniger schöne Phase eingetreten.

    Morpheus

    E-Mail

    27.05.2010, 22:36

    @ Leserzuschrift

    Sie haben ein System zugelassen, das nicht nachhaltig ist

    und deshalb wird es demnächst nur noch eine Mini-Einheits-Rente geben und das ist gerecht so.
    Sie hätten zu ihrer beruflich aktiven Zeit für ein nachhaltiges System eintreten sollen und können oder müssen. Jetzt ist es leider zu spät und wenn wir ein kommunistisches System bekommen, wovon ich mittelfristig ausgehe, dann ist man über jeden Rentner froh, der sein Leben schnell lässt.
    Das hatten Sie doch wohl so oder so ähnlich angesprochen. [[zwinker]]

    Grüße Morpheus

    ---
    Es läuft der größte Verhaltensversuch der Menschheit und Du bist dabei!
    Leider sind wir wohl inzwischen in die weniger schöne Phase eingetreten.

    Dragonfly

    27.05.2010, 23:10

    @ berkana

    Ossi vs. Wessi, Nur mal "Butter bei die Fische"

    > Freundliche Grüße, auch wenn darauf kein Wert gelegt werden sollte, von
    > einer Rentnerin, und Ossi noch dazu.


    Zitat:
    "Hinzu kommt: Das Rentenniveau ist im Osten weiterhin viel höher als im Westen! Im Schnitt kassieren Männer in den neuen Ländern 1043 Euro gesetzliche Rente im Monat, im Westen sind es 967 Euro. Bei Frauen sind es sogar 669 Euro im Osten, nur 468 Euro im Westen."
    http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2009/03/18/rentenunterschiede/warum-gibts-im-osten-mehr-rente.html

    Du siehst, im Osten, einem ehemaligen Pleitestaat, wo es eigentlich GAR KEINE RENTE geben duerfte, gibt es MEHR Rente als im Westen, bei geringeren Lebenshaltungskosten.

    Alle Durschnittsrenten leigen Nahe am, bzw. unter dem Sozialhilfeniveau (wenn man Dinge wie Miete etc. einrechnet).

    Dragonfly

    27.05.2010, 23:15

    @ berkana

    Sogar die Tuerken verlassen das sinkende Schiff (englischer Artikel!) mLoT

    Emigration Up, Birth Rate Down
    Graying Germany Contemplates Demographic Time Bomb

    http://www.spiegel.de/international/germany/0,1518,697085,00.html

    Dragonfly

    27.05.2010, 23:29

    @ berkana

    Kommt drauf an.

    > „Die aktuelle Rentner-Generation hat mehr herausbekommen, als
    > eingezahlt.“
    >

    > Wo hast Du denn diese Weisheit her?

    1. einfacher Arbeiter, von 16-65 -> Weniger rausbekommen
    2. Beamter -> nix eingezahlt, unglaublich hohe Rente rausbekommen

    Dragonfly

    27.05.2010, 23:36

    @ Taxass

    Ich bin dabei! Sonderwirtschaftszone Ruegen.

    "Bergen Eine Sonderwirtschaftszone auf Rügen wird es wohl nicht geben – jedenfalls nicht, wenn Aussagen aus dem Schweriner Wirtschaftsministerium zutreffen. „Das ist ein so gut wie aussichtsloses Thema“, sagte der im Ministerium für den Bereich Wirtschaftsförderung zuständige Abteilungsleiter Hanns Christoph Saur gestern bei einem Arbeitsbesuch im Bergener Hotel Ratskeller, zu dem die SPD-Landtagsabgeordnete Angelika Peters geladen hatte.
    Nach Ansicht Saurs lässt das EU-Recht „keine Steuer-Schlupflöcher dieser Art“ zu. Es gebe verschiedene Möglichkeiten der Förderung für strukturschwache Gebiete wie Rügen, unter anderem die so genannte Ziel-1-Förderung, mit der die am wenigsten wohlhabenden Regionen unterstützt werden sollen. Eine Sonderwirtschaftszone zähle derzeit nicht zum „Instrumentenbaukasten“ der EU-Förderpolitik. "


    Rügen müsste aus EU und Bundesrepublik aussteigen, um Sonderwirtschaftszone zu werden, sagen Mitarbeiter des Wirtschaftsministeriums.


    http://www.spd-bergen-rügen.de/130506.htm


    Gerne! Vielleicht mal die Konditionen anfragen?

    berkana

    28.05.2010, 00:16

    @ Dragonfly

    Rentnerin an @Morpheus und @Dragonfly

    Hallo, Morpheus, hallo Dragonfly.

    Ich wollte eigentlich zu dem Thema nichts mehr schreiben. Das polarisiert.
    Na, nun mach ich es doch.
    Neulich las ich hier, „heute ist es von 20-30 unüblich Kinder zu bekommen“, weiß nicht mehr in welchem Beitrag.

    Dann lese ich, man könne es sich nicht leisten, Kinder zu bekommen.

    Und nun dieser „Feldzug“ gegen die Rentner.

    Was ist los mit Euch? Wie frustriert seid Ihr denn nur.
    Um aus der Frustration raus zu kommen, werden Schuldige gesucht, ah, da nehmen wir doch die Rentner, die können sich eh nicht mehr groß wehren?

    Was denkst Du denn, was ich in meinem Leben gemacht habe, wie ich mir die Rente verdient habe, ja, verdient!
    23 Jahre angestellt tätig, nach der Wende 12 Jahre selbstständig, 12 Jahre ohne einen Tag Urlaub, ob Du mir das nun glaubst oder nicht, es war so.

    Und dann kommt @Dragonfly und zitiert die Bildzeitung, Posting 27. 05. 2010, 23:10.

    > Zitat:
    > "Hinzu kommt: Das Rentenniveau ist im Osten weiterhin viel höher als im
    > Westen! Im Schnitt kassieren Männer in den neuen Ländern 1043 Euro
    > gesetzliche Rente im Monat, im Westen sind es 967 Euro. Bei Frauen sind es
    > sogar 669 Euro im Osten, nur 468 Euro im Westen."
    > http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2009/03/18/rentenunterschiede/warum-gibts-im-osten-mehr-rente.html

    Super, die Bildzeitung. Schon die Wortwahl – kassieren – das passt zur Blödzeitung.

    Ja, der jungen Generation kommen die Ziele abhanden, die Zeiten werden rauer, keiner kann sagen, wie es weitergehen wird.
    Hält sich der Kapitalismus, driftet alles nach rechts ab? Oder noch schlimmer, wird der Kommunismus über uns kommen? Oh, Oh.

    @Morpheus, aus Posting 27. 05. 2010, 22:36

    „Sie hätten zu ihrer beruflich aktiven Zeit für ein nachhaltiges System eintreten sollen und können oder müssen. Jetzt ist es leider zu spät und wenn wir ein kommunistisches System bekommen, wovon ich mittelfristig ausgehe, dann ist man über jeden Rentner froh, der sein Leben schnell lässt.“

    Nachhaltigkeit, na das auch noch. Morpheus, vor 20, 30 Jahren hatten wir andere Probleme.
    Gab es da den Begriff Nachhaltigkeit überhaupt schon?
    Wobei ich mit der Nachhaltigkeit sowieso meine Probleme habe. Aber das ist ein anderes Thema.

    Diese Angst vor dem Kommunismus, ach Morpheus.

    Auch in diesem „Pleitesystem“, wie Ihr es nennt, haben wir gelebt. Wir waren jung und haben einfach nur unser Leben gelebt. Jetzt kommt es mir bald so vor, als wären wir zufriedener und glücklicher gewesen, als die junge Generation heute. Kommunismus hin oder her.

    Wovor habt Ihr Angst?

    So, jetzt reicht es.

    Können wir mal so verbleiben.
    Ich denke über die Jungen mehr nach und Ihr über uns Alte?

    Es grüßt freundlichst, berkana.

    throne

    28.05.2010, 01:16

    @ Romeo

    Dein Gaul lahmt gewaltig

    Hi Romeo,

    > Wenn ich ein schnelles Pferd hätte, dann würde ich sagen:
    > man könnte dies mit einer klitzekleinen Wahlrechtsänderung ändern, wenn
    > man denn wollte:
    > A: aktiv wahlberechtigt ist jeder Bürger, der seinen Lebensunterhalt
    > selbst verdient, indem sein aktives Einkommen aus Eigenleistung eventuelle
    > öffentliche Transferzahlungen (Kindergeld, Rente, etc) um mindestens das
    > zehnfache übersteigt und dabei im Jahr vor der Wahl Steuern in Höhe von
    > mindestens XXXX Euro gezahlt hat.

    Selbst dann gibt es niemanden zu wählen. Wen willst Du bestimmen der über Dich bestimmen soll?
    Steig lieber ab. Wähle die Gravitation. Wähle Dich.
    Irgendwas fiept mir hier ganz nervig in den Ohren, ich hör immer Steuern und Zahlungen und so Zeugs.
    Geld ist Energie (die schlechte, harte, materielle Form davon; der weiche Aspekt heisst als abstrakte Vorstellung Besitz oder auch genannt Schuld oder noch anders Zins). Positive (schuldfreie-) Energie gibts ein ganzes Universum voll, für jeden!
    Nur nicht für Leute die jemanden bestimmt haben der darüber bestimmen darf wieviel der Trottel der ihn dazu bestimmt hat über sich zu bestimmen davon abhaben darf und wieviel er dafür ablöhnen muss. Schulden abarbeiten. Kapiert?
    Mit der Abgabe deiner Stimme machst Du Dich sprachlos und mit der Abgabe Deiner Verantwortung machst Du Dich schuldig. Vor dem Bewusstsein, welches gerne mit Dir sprechen möchte. Und das Bewusstsein ist Gott.

    > Und wenn wir schon dabei sind, dann im selben Aufwasch gleich diese
    > Regelung hier noch mit dazu:
    > B: passiv wählbar sind nur Personen, die nicht im sogenannten
    > öffentlichen Dienst stehen und keine Bezüge aus öffentlichen Kassen
    > erhalten.

    Kassen, Bezüge....? Liebe gegen Energie heisst das Motto. Ladungsausgleich. Simpelste Physik.
    Aber wenn Du natürlich lieber Rückenmark und Lebenskraft spendest...Du hast es ja so bestimmt.
    Ich weiss daß ist etwas schwierig zu verstehen.
    Der erste Schritt in Richtung Verständnis wäre aufzuhören damit andere dazu zu bestimmen daß sie über Dich bestimmen.
    Wie Du siehst ist es dann doch eigentlich ganz einfach ;)

    > Hey! Das ist Ketzerei!
    > Wo ist mein Pferd?

    Das war Hetzerei....und Dein Gaul ist nun leider tot.

    Grüße! throne

    Philip Marlowe

    Location: Europe's Paymaster,
    28.05.2010, 01:19

    @ Dragonfly

    Nochmal die Größenordnungen

    http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=111582

    Dazu kommt natürlich noch der jüngste Anteil Deutschlands am Euro-Rettungspaket von über 120 Milliarden Euro. Immer die Größenverhältnisse beachten!

    Gruß,
    Phil.M.

    Tassie Devil

    Tasmania, Australia,
    01.06.2010, 08:55
    (editiert von Tassie Devil, 01.06.2010, 08:58)

    @ berkana

    Vormundschaft?

    > Renten kürzen, warum nicht
    > die Rentner sind doch eh übrig.
    > Und es stimmt, die heutigen Rentner haben das Land nach dem Krieg nicht
    > mehr aufgebaut.

    Ach woher denn, Berkana!

    Selbstverstaendlich leben auch heute noch nicht wenige Rentner, die die BRD nach dem WK II mit wiederaufgebaut haben, ich komme gleich dazu.

    Zunaechst, auch DU als Ossi der DDR vermagst eben nicht ein jegliches Urteil ueber den Wiederaufbau in der BRD abzugeben - so u.a. ueber deren "Wiederaufbauer" -, weil auch DU ganz einfach nicht mit von der Partie warst, sondern im anderen davon abgetrennten Teil Deutschlands namens DDR aufgewachsen bist und lebtest, was Dir jedoch die Kompetenz dazu gibt, ueber den Wiederaufbau in der DDR Deine Feststellungen und Urteile zu treffen.

    Umgekehrt bin auch ich als gebuertiger Wessi des Jahrgangs 1948 im Hinblick auf die Wiederaufbaubelange der BRD und eben nicht der DDR kompetent, ueber letztere vermag ich nur Mutmassungen anzustellen und lasse mich dabei gerne von kompetenteren Leuten belehren.

    Damit wir uns auch hier richtig verstehen, Berkana: Die Pole Ossi-Wessi BRD-DDR auch bei diesem Wiederaufbau-Rentner-Thema hat UEBERHAUPT NICHTS mit der Polarisierung "teile und herrsche" oder einem wie auch immer gearteten "Syndrom" zu tun, nein, sie orientieren sich schlicht pragmatisch am gegebenen Sachverhalt, denn der Wiederaufbau in beiden Teilen Deutschlands war bereits lange Zeit vor 1990 abgeschlossen, wie ich gerade auch im Hinblick auf die DDR sehr stark und wohl zu recht vermute, von der BRD WEISS ich es allerdings.

    Die Feststellung in Dragonfly's Vorbeitrag, dass es zuvoerderst die "alten Wehrmachtsveteranen" gewesen seien, welche den Aufbau (er meinte wohl den Wiederaufbau) Deutschlands nach dem WK II bewerkstelligt haetten, ist schlichter Nonsense mit Kaesegeschmack.

    Hier nachfolgend eine ganz kurze und grobe Zeittafel des Wiederaufbaus in der BRD:

    1950 - Zu diesem Zeitpunkt war mal gerade die ueberwiegende Menge der Schutt- und Aschehalden in den grossen und groessten Staedten beseitigt, insbesondere "wichtige" Gebaeude z.T. nur notduerftig repariert, die Strassen in einen zumindest halbwegs brauchbaren Zustand zurueckversetzt worden, relativ noch sehr wenige Neubauten insbesondere aufgrund noch mangelnder Stadtneuplanungen hochgezogen worden, man behalf sich oftmals mit schnell und unbuerokratisch errichteten Bretterbuden und Einfachstgebaeuden, welche Jahre spaeter dann wieder abgerissen wurden, weil sie den voranschreitenden "richtigen" Neubauplanungen weichen mussten; in den laendlichen Gebieten hingegen war der Massgrad der Kriegszerstoerung ganz erheblich geringer, weshalb das Leben bei den Landbauern damals im Grossen und Ganzen erheblich besser war.

    1960 - Das "Wirtschaftswunder" war bereits vollzogen, der Wirtschaftsaufschwung ein stabil selbsttragender, der Wiederaufbau war vor allem auch aufgrund der in der ersten Haelfte der 1950-er Jahre fertiggestellten Stadtneuplanungen in vollem Gange und zeigte bereits ermutigende Fortschritte; die laendlichen Gebiete waren mit ihren Wiederaufbaubemuehungen jedoch bereits weit vorangeschritten und endeten langsam auslaufend im Verlauf der 2. Haelfte der 1960-er Jahre.

    1970 - Der Wiederaufbau war in den Staedten und Grossstaedten inzwischen weit vorangekommen, aber es gab immer noch unuebersehbare Luecken zum wiederaufbauenden Schliessen; selbstverstaendlich wurden bereits ab etwa Mitte der 1950-er Jahre mit insbesondere in den 1960-er Jahren stark anwachsenden Umfaengen parallel zum Wiederaufbau auch Neusiedlungen errichtet, welche nicht oder kaum in die Schublade des Wiederaufbaus einsortierbar sind.

    1980 - Erst zu diesem Zeitpunkt waren die Wiederaufbauarbeiten auch offiziell fuer beendet erklaert worden oder lagen rest-fallweise in ihren letzten Zuegen.

    Da ich beruflich nach meiner schulischen Ausbildungszeit ab dem Jahr 1968 auch beim Thema Wiederaufbau der BRD noch kraeftigst mitgemischt habe, nehme ich fuer mich selbst in Anspruch, noch mit etwa 12 Jahren meiner Lebenszeit aktiv daran teilgenommen zu haben. Von meinen "beitragenden Wiederaufbauleistungen" beginnend als kleiner Junge bis zu meinem Berufseinstieg will ich hier und jetzt voellig absehen, aber als "alter Kriegsveteran" habe ich mich bis dato noch niemals in meinem Leben gefuehlt.

    Meine eigene leibliche Mutter, Jahrgang 1920, hat kuerzlich ihren 90. Geburtstag bei recht guter Gesundheit in einem guten sueddeutschen Altersheim gefeiert - sie hat mit ihrer Lebensleistung von Anfang bis Ende beim Wiederaufbau der BRD erheblichst mitgeholfen, von "Kriegsveteran" damals hingegen keine Spur!

    Meine eigene Stiefmutter Jahrgang 1936 als 2. Ehegattin meines im Jahr 1988 verstorbenen alten Herrn hat ab Alter 16 nach ihrer Lehre ab 1952 am Wiederaufbau der BRD voll mitgearbeitet, von "Kriegsveteran" gleichfalls keine Spur.

    Mit anderen Worten, auch heute noch leben viele Rentner sowie Noch-nicht-Rentner, welche beim Wiederaufbau der BRD kraeftig rangelangt haben - von "alle schon lange tot" kann deshalb ueberhaupt keine Rede sein...

    ---
    Gruss!
    TD

    Die StaSi tobt und Tassie kichert,
    denn er ist Schaeuble abgesichert!

    berkana

    01.06.2010, 11:39

    @ Tassie Devil

    Tassie Devil, ich glaube,

    soweit auseinander liegen wir doch gar nicht. (Jg. 49)
    Und danke für Deine Ausführungen, die sind gut.

    Ich sollte mich jetzt um das Mittagessen kümmern und nicht am Computer sitzen. Beschwerden diesbezüglich werde ich an Dich weiterleiten.[[zwinker]]

    Ich habe bis 1961 als Kind mit meinen Eltern mehrmals die BRD besucht und erinnere mich an die „Wohnung“ meiner Großmutter. Es war ein Zimmer, von dem noch zwei Türen abgingen. Nur die Türen führten ins Leere, da war nichts, weggebomt. Das war in einer großen Stadt, da hat sie bis Mitte 50er Jahre gewohnt.

    Ich würde am liebsten die ganze Problematik so zusammenfassen.
    Deutschland wurde wieder aufgebaut von unseren Eltern und Großeltern, ein kleines Stück weit auch von unserer Generation. Deutschland wurde auf zwei verschiedene Arten und Weisen wieder aufgebaut, aber es wurde doch gemacht.
    Und ich höre noch meinen Vater (Krieg und dann russische Gefangenschaft) - alles, nur nie wieder Krieg.
    Die Menschen in beiden Teilen haben ihre Arbeit geleistet, und viele mit Herzblut. Konnten die es sich denn alle aussuchen, in welchem Teil sie diese Arbeit leisteten? Hat man sich in den 50er Jahren darüber überhaupt so viele Gedanken gemacht?

    Und wenn ich dann so etwas lese oder höre, die Rentner bekommen zu viel Geld, zu viele Gesundheitsleistungen, wozu brauchen Rentner überhaupt noch das Wahlrecht, was bleibt für uns Jungen, wir Jungen können uns noch nicht einmal mehr Kinder leisten – ja, bitte schön, geht’s noch?

    Tut mir leid, da bekomme ich die Krise.

    Das meine ich übrigens auch, wenn ich immer wieder auf dem Teile und Herrsche rumreite.
    Ich bin der Meinung, dass Jung gegen Alt ausgespielt werden soll, und dass das zunehmend mehr auch ganz gut klappt.

    Da werden Prognoserechnungen verkündet, wie viel Erwerbstätige in 30, 50 Jahren für wie viele Rentner bezahlen müssen usw.
    In den schwärzesten Farben wird das ausgemalt.
    Wer kann sagen, was in 20, oder gar 50 Jahren sein wird?

    Das wissen noch nicht einmal meine Runen, und die wissen schon viel!!![[smile]]

    1980, wie sahen da Prognosen für die BRD aus?
    Hat man da für 2010 prognostiziert, dass sich die Bevölkerung um 16,675 Millioneneinwohner in 30 Jahren vermehrt haben wird?

    Ich habe jetzt erst gesehen, dass hinter Tassie Devil Tasmania, Australia steht.
    Wow, das ist aber ganz schön weit weg.

    Dann wünsche ich einen Guten Tag dorthin, berkana

    Tassie Devil

    Tasmania, Australia,
    11.06.2010, 16:56
    (editiert von Tassie Devil, 11.06.2010, 17:03)

    @ berkana

    Auch zu diesem Beitrag noch ein paar Takte von mir

    > Tassie Devil, ich glaube,
    > soweit auseinander liegen wir doch gar nicht. (Jg. 49)
    > Und danke für Deine Ausführungen, die sind gut.

    Gerne geschehen, Berkana.

    > Ich sollte mich jetzt um das Mittagessen kümmern und nicht am Computer
    > sitzen. Beschwerden diesbezüglich werde ich an Dich
    > weiterleiten.[[zwinker]]

    Auch dieses sehr gerne, denn ich bin ja weit ab vom Schussfeld. [[smile]]

    > Ich habe bis 1961 als Kind mit meinen Eltern mehrmals die BRD besucht und
    > erinnere mich an die „Wohnung“ meiner Großmutter. Es war ein Zimmer,
    > von dem noch zwei Türen abgingen. Nur die Türen führten ins Leere, da
    > war nichts, weggebomt. Das war in einer großen Stadt, da hat sie bis Mitte
    > 50er Jahre gewohnt.

    Ja, so war das damals in den 1950-er Jahren, im Grunde ueberall etwas mehr oder weniger das Gleiche.

    > Ich würde am liebsten die ganze Problematik so zusammenfassen.
    > Deutschland wurde wieder aufgebaut von unseren Eltern und Großeltern, ein
    > kleines Stück weit auch von unserer Generation. Deutschland wurde auf zwei
    > verschiedene Arten und Weisen wieder aufgebaut, aber es wurde doch gemacht.

    Bis auf das Attribut "klein" unterschreibe auch ich Deine Vorgabe ohne weitere Vorbehalte, denn wie will man denn die Grenzen der Umfaenge und individuellen Leistungen der einzelnen Generationen-Jahrgaenge dabei halbwegs ausgeglichen und gerecht ueberhaupt ziehen?

    > Und ich höre noch meinen Vater (Krieg und dann russische Gefangenschaft)
    > - alles, nur nie wieder Krieg.

    Ja, das kenne ich auch alles bestens aus eigenem Erleben in meiner eigenen Verwandschaft aber auch damals nahen Bekanntschaft.

    > Die Menschen in beiden Teilen haben ihre Arbeit geleistet, und viele mit
    > Herzblut. Konnten die es sich denn alle aussuchen, in welchem Teil sie
    > diese Arbeit leisteten?

    Nein.

    > Hat man sich in den 50er Jahren darüber überhaupt so viele Gedanken gemacht?

    Manche schon, aber deren Gedanken kreisten damals vor allem um das politisch-gesellschaftliche System, in welchem sie selbst lebten bzw. leben wollten.

    > Und wenn ich dann so etwas lese oder höre, die Rentner bekommen zu viel
    > Geld, zu viele Gesundheitsleistungen, wozu brauchen Rentner überhaupt noch
    > das Wahlrecht, was bleibt für uns Jungen, wir Jungen können uns noch
    > nicht einmal mehr Kinder leisten – ja, bitte schön, geht’s noch?
    >
    > Tut mir leid, da bekomme ich die Krise.

    Ja, ich aber auch - zumindest fast.

    Der Grund meiner Fast-Krise ist im Grunde allein darin zu suchen, dass die Masse der jungen WarmduscherInnen der BRDDR JETZT fuehlen muessen, nachdem sie lange Zeit nicht den richtigen Warnern sondern den Demagogen zuhoeren wollten und den boesen Buben folgten, OHNE dabei den eigenen Grips zu benutzen, bzw. so etwas wie einen gesunden Menschenverstand aus ihrem ureigensten Interesse fuer sich selbst ueberhaupt zu entwickeln.

    > Das meine ich übrigens auch, wenn ich immer wieder auf dem Teile und
    > Herrsche rumreite.
    > Ich bin der Meinung, dass Jung gegen Alt ausgespielt werden soll, und dass
    > das zunehmend mehr auch ganz gut klappt.

    Ja, auch bei diesem Thema wird zweifellos "von ganz oben" spaltend geteilt und geherrscht, die Gruende weshalb sind m.E. voellig klar und liegen offen zu Tage.

    > Da werden Prognoserechnungen verkündet, wie viel Erwerbstätige in 30, 50
    > Jahren für wie viele Rentner bezahlen müssen usw.
    > In den schwärzesten Farben wird das ausgemalt.
    > Wer kann sagen, was in 20, oder gar 50 Jahren sein wird?

    Niemand.

    > Das wissen noch nicht einmal meine Runen, und die wissen schon
    > viel!!![[smile]]
    >
    > 1980, wie sahen da Prognosen für die BRD aus?

    Nach meiner Erinnerung wurde damals die erste richtig grosse "Pillen-Knick"-Kampagne oeffentlich mit solchen Renterlasten-Projektionen in die Zukunft gefahren, am starken Einbruch der BRD-Geburtenziffern beginnend etwa gegen Ende der 1960-er Jahre war natuerlich dann allein nur "die Pille" schuld.

    [[euklid]] [[euklid]] [[euklid]]

    Die beginnende Massenverdummung Anfang der 1970-er Jahre seitens der Sozen und Liberasten ist Legende.

    > Hat man da für 2010 prognostiziert, dass sich die Bevölkerung um 16,675
    > Millioneneinwohner in 30 Jahren vermehrt haben wird?

    Nein, natuerlich nicht.

    1986 wurde mit n-fachen Millionenaufwaenden in der BRD noch eine "Volkszaehlung" hierin einschliessend eine ganze Latte sozialer, gesellschaftlicher sowie wirtschaftlicher Fragen ("Frage xx: Sind sie intelligent oder arbeiten Sie bei Daimler-Benz?" - "Frage xy: Lassen Sie bei Siemens arbeiten oder beziehen Sie von dort eine Freistellungspension?") natuerlich auf Steuerzahlerkosten durchgezogen, nur 5 Jahre spaeter war das alles allerdings nur noch reine Makulatur.

    > Ich habe jetzt erst gesehen, dass hinter Tassie Devil Tasmania, Australia
    > steht.
    > Wow, das ist aber ganz schön weit weg.

    Ungefaehr 18000 km.

    > Dann wünsche ich einen Guten Tag dorthin, berkana

    Danke, gleichfalls, und freundlichen

    ---
    Gruss!
    TD

    Die StaSi tobt und Tassie kichert,
    denn er ist Schaeuble abgesichert!

    Tassie Devil

    Tasmania, Australia,
    11.06.2010, 17:51
    (editiert von Tassie Devil, 11.06.2010, 17:53)

    @ Morpheus

    Mein lieber Morpheus,...

    ...Deine gesamten Beitraege in diesem Diskussionszweig ueber das Thema Rente und Rentner sind - was ich von Dir ueberhaupt nicht gewohnt bin - eine einzige Rundumschlagorgie unter aller Sau!

    Von den uebelsten Diskriminierungen bis zu totalen Verdrehungen der tatsaechlichen Sachverhalte hast Du dabei nichts ausgelassen!

    Ohne jetzt auf jegliche Details eingehen zu wollen - bist etwa Du und Deine Altersgenossen allzeitig voellig frei von jeglicher Schuld, dieser hoechstleistungskriminellen und schwerstverbrecherischen Staatsmafia der BRDDR auf deren Leim gekrochen zu sein, ODER seid ihr inzwischen auch etwas klueger in Sachen Erfahrung und Erkenntnis geworden, so wie auch Eure Altvorderen?

    Richte insbesondere nicht die Falschen und Unschuldigen auf dem Schafott, auf dass nicht auch DU das gleiche Schicksal erfaehrst!

    Schaem Dich!

    > Grüße Morpheus

    P.S. Waere ich nicht erst seit heute nur halb so alt wie ich heute bin, diese gesamte BRDDR-Junta wuerde bereits in der sibirischen Hoelle schmoren.
    P.P.S. Ich habe im Grunde voellig bewusst keine Kinder gezeugt.

    ---
    Gruss!
    TD

    Die StaSi tobt und Tassie kichert,
    denn er ist Schaeuble abgesichert!

    Moderator

    11.06.2010, 19:03

    @ Tassie Devil

    Mein lieber Tassie Devil

    > eine einzige Rundumschlagorgie unter aller Sau!

    Nein, DEIN Beitrag ist unter aller Sau!

    > Schaem Dich!

    Allerdings!

    Tassie Devil

    Tasmania, Australia,
    12.06.2010, 05:08

    @ Moderator

    Mein lieber Moderator,...

    > > eine einzige Rundumschlagorgie unter aller Sau!
    >
    > Nein, DEIN Beitrag ist unter aller Sau!
    >
    > > Schaem Dich!
    >
    > Allerdings!

    ...si tacuisses philosophus etiam mansisses - fuer Nicht-Lateiner:

    Wenn DU geschwiegen haettest, waerst auch DU Philosoph geblieben!

    ---
    Gruss!
    TD

    Die StaSi tobt und Tassie kichert,
    denn er ist Schaeuble abgesichert!

    Morpheus

    E-Mail

    12.06.2010, 09:04

    @ Tassie Devil

    Mein lieber Tassie Teufel

    ja, ja, wenn ich hier so durch unsere blühenden Landschaften gehe, und die jungen Familien auf der einen Seite und die satten, selbstzufriedenen Rentner auf der anderen Seite sehe, dann habe ich einen ziemlichen Frust.

    Das schlimmste sind die arroganten Sprüche der meisten Rentner, die gar nichts verstanden haben und meinen, sie haben alles persönlich erarbeitet und die jungen Leute können es doch heute einfach genauso machen. Als die heutigen Rentner jung waren, waren die damaligen Rentner die Armen und sie die gut verdienenden Arbeiter. Jetzt sind sie die gute versorgten Rentner und die jungen Familien sind arm. Da ist eine Generation, die es für sich besonders optimal eingerichtet hat.

    Dass die Nachfrage nach Arbeit im Unterschied zu früher einfach nicht mehr da ist, verstehen Rentner einfach nicht. Dass angefangen mit Adenauer alle Regierungen die Rentner zu lasten der normalen Bevölkerung beschenkt (nein: bestochen) haben, wollen sie nicht verstehen. Aktuell wieder keine Rentenkürzungen, aber bei den Jungen die Abgaben erhöhen. Wobei die heutigen Rentner in ihrem Berufsleben anfangs extrem niedrige Abgaben hatten.

    Bei diesen Diskussionen mit Rentnern reagiere ich inzwischen dermaßen allergisch, dass es mir leider oft schwer fällt, ruhig zu bleiben. Insbesondere übertrage ich meine aufgestauten Aggressionen aus den zurückliegenden Diskussionen (auch gar nicht hier im Forum) auf die aktuellen. Das führt zu qualitativ schlechten Beiträgen, weil dem Leser wesentliche Fakten/Aussagen fehlen. So etwas versuche ich sonst immer zu vermeiden.

    Lieber Tassie, ich bin auch nur ein Mensch, der auf Leute die unwissend/unschuldig tun, sich den Zucker in den A.... blasen lassen, aber nicht fragen woher es kommt, sauer reagiert. Das sollte so nicht sein. Ich weiß und versuche mich zu bessern, toleranter zu werden, Dinge hinzunehmen. Keinesfalls meine ich einzelne Leute persönlich.

    Bei mir kommt immer noch so die Sicht durch, es müsste - wenn wir es nur richtig machen würden oder gemacht hätten - doch auch funktionieren. Das dies nicht der Fall ist, wird mir von Woche zu Woche klarer. Damit wird das Ertragen der Situation nicht leichter. Man versteht, dass die Rentner auch nicht wirklich Schuld sind, aber .....

    Eines bleibt mir schon wichtig. Keinesfalls sollte irgendjemand hier denken, auch und insbesondere nicht die Rentner, dass hier alles so bleibt wie es in den letzten 20 Jahren war.

    Ansonsten: ich versuche mich zu bessern.

    Grüße Morpheus

    PS: Viel besser war Dein Beitrag aber auch nicht.[[trost]]

    ---
    Es läuft der größte Verhaltensversuch der Menschheit und Du bist dabei!
    Leider sind wir wohl inzwischen in die weniger schöne Phase eingetreten.

    berkana

    12.06.2010, 13:49

    @ Morpheus

    Bin zwar nicht der liebe Tassie Teufel,

    aber dazu muss ich einfach was sagen.

    Alle Rentner sind reich und alle jungen Familien sind arm. Ist ja toll.

    So viel angestauter Frust, das kann doch nicht gut gehen.

    Ich spekuliere mal. Junge Familien sind arm, weil mit Mitte dreißig immer noch kein abbezahltes schickes Eigenheim da ist, kein Hausboot, geschweige denn Jacht?

    Gut, sicher nicht sachlich und auch nicht verallgemeinerungswürdig.
    Aber Deine Argumente lassen ebenfalls zu wünschen übrig.

    „Dass die Nachfrage nach Arbeit im Unterschied zu früher einfach nicht mehr da ist, verstehen Rentner einfach nicht.“

    Nein, das versteht ein Rentner wirklich nicht. Die Nachfrage nach Arbeit soll nicht mehr da sein?

    „Aktuell wieder keine Rentenkürzungen,….“

    Ist das das Einzige, was Dich an dem „Sparpaket“ stört? Wenn ja, dann hast Du nichts begriffen.
    Außerdem stimmt das so nicht.

    In den „Eckpunkte für die weitere Aufstellung des Haushaltentwurfs 2011 und des Finanzplans bis 2014 …“
    Wird unter „3. Stärkung von Beschäftigungsanreizen und Neujustierung von Sozialleistungen“ folgendes ausgeführt:

    „Wir werden daher sogenannte Pflichtleistungen in Ermessensleistungen umwandeln und den Rentenversicherungsbeitragssatz für SGB II Empfänger abschaffen.“

    Unter „Neujustierung von Sozialgesetzen“ ist in der tabellarischen Übersicht aufgeführt:

    „Wegfall Erstattungen einigungsbedingte Leistungen an die Rentenversicherung
    (§ 291c SGB VI)“

    Das sind Anfänge von Rentenkürzungen, die durch die Hintertür kommen.

    Letzte Bemerkung.
    „……. die satten, selbstzufriedenen Rentner auf der anderen Seite sehe, dann habe ich einen ziemlichen Frust.“

    Geh einfach mal in ein Altenheim, besser noch Pflegeheim und sieh Dir dort die satten, selbstzufriedenen Rentner an. Keine Seniorenresidenz, in die man sich privat einkauft, nein.


    Gruß, berkana.

    Leserzuschrift

    12.06.2010, 17:44

    @ Morpheus

    Wake-up-Call

    Mein lieber Morpheus,

    mein Wake-up-Call war 1990/91, als die Ostrentner in die DRV übernommen wurden und sich plötzlich herausstellte, dass diese im Durchschnitt eine höhere Rente erhielten als meine Eltern, die etwa um diese Zeit das Rentenalter erreichten.

    Es gibt im Grunde 2 Möglichkeiten, die Rentenhöhe zu berechnen:
    Nach Marktkriterien – wer mehr einbezahlt, bekommt entsprechend mehr heraus “leistungsbezogene Rente“ – oder nach Kriterien der politischen Opportunität.

    Der Markt hat damals die Relationen Westmark – Ostmark etwa mit 1:4 bis 1:5 bewertet, die Ostrente hätte danach - bei ansonsten gleichen Voraussetzungen wie Dauer des Arbeitslebens, Qualifikation usw. – etwa ¼ - 1/5 der Westrente betragen müssen.

    Die Politik hat sich aber anders entschieden, das heißt, die Rentenhöhe hat seither mit Leistungsgerechtigkeit nichts mehr zu tun und ist ein rein politisches Konstrukt.

    1990/91, das ist lange her und eigentlich Zeit genug für jeden, sich entsprechend auf die Gegebenheiten einzustellen.

    Letzten Endes hat es jeder in der Hand, selber zu bestimmen, was er einbezahlt, entweder dadurch, dass er die Abgaben seinen Gehaltsforderungen draufschlägt - ich will 1 Mio haben, der Staat fordert aber 50% Abgaben, also verlange ich 2 Mio (Modell Ackermann. Geht aber nur bei entsprechender Marktmacht) oder durch Leistungskürzung - ich leiste für 30.000, der Staat zieht aber 15.000 ab; also reduziere ich meine Leistungsbereitschaft. auf 15.000 (Modell DDR, so hat die DDR funktioniert).

    Ich vermute, dass dein Frust zum großen Teil daher rührt, dass du es versäumt hast, dich entsprechend den von der Politik gesetzten Bedingungen neu zu positionieren.

    Es ist völlig sinnlos, mit Rentnern darüber zu diskutieren, gib ihnen einfach Recht – und zahle nichts ein.

    So wie damals die Rentnerin, die vor mir an der Kasse rumtrödelte, während ich es eilig hatte.
    Hat sie gemosert über meine Hektik.
    Ich darauf, wahrheitswidrig, aber reinsten Gewiss4ens
    „Ja, mir pressierts, weil ich muss noch was arbeiten, damit der Schäuble am Monatsende die Renten auszahlen kann!“
    Da hat sie sich aber aufgemandelt: „Ich habe damals meine Beiträge BEZAHLT! Das steht mir zu!“
    „Ja dann, wenn Sie das sagen“ (ich zögerlich beginnend, sie triumphierend) „ - dann brauch ICH ja nix mehr einzahlen, wenn SIE schon alles eingezahlt haben!“

    Darauf blieb ihr erst mal die Spucke weg.

    Und Gruß

    Morpheus

    E-Mail

    12.06.2010, 21:00

    @ berkana

    Ja, sollte es wie im 4-Sterne-Hotel sein ?

    Hallo Berkana,

    ich will versuchen mich nicht aufzuregen.

    > aber dazu muss ich einfach was sagen.
    >
    > Alle Rentner sind reich und alle jungen Familien sind arm. Ist ja toll.
    >
    > So viel angestauter Frust, das kann doch nicht gut gehen.
    >
    > Ich spekuliere mal. Junge Familien sind arm, weil mit Mitte dreißig immer
    > noch kein abbezahltes schickes Eigenheim da ist, kein Hausboot, geschweige
    > denn Jacht?

    Wie viele junge Familien kennst Du ? Ich kenne jede Menge Akademiker-Familien, die in der IT-Branche arbeiten und eigentlich recht gut verdienen. Die können sich ein Haus leisten, wenn beide voll arbeiten. Sonst nicht. In den 70igern konnten sich fast jeder Akademiker ein Haus auch dann leisten, wenn nur ein Ehepartner gearbeitet hat.

    > Gut, sicher nicht sachlich und auch nicht verallgemeinerungswürdig.
    > Aber Deine Argumente lassen ebenfalls zu wünschen übrig.
    >
    > „Dass die Nachfrage nach Arbeit im Unterschied zu früher einfach
    > nicht mehr da ist, verstehen Rentner einfach nicht.“
    >

    > Nein, das versteht ein Rentner wirklich nicht. Die Nachfrage nach Arbeit
    > soll nicht mehr da sein?
    >
    > „Aktuell wieder keine Rentenkürzungen,….“
    >
    > Ist das das Einzige, was Dich an dem „Sparpaket“ stört? Wenn ja, dann
    > hast Du nichts begriffen.
    > Außerdem stimmt das so nicht.
    >
    > In den „Eckpunkte für die weitere Aufstellung des Haushaltentwurfs 2011
    > und des Finanzplans bis 2014 …“
    > Wird unter „3. Stärkung von Beschäftigungsanreizen und Neujustierung
    > von Sozialleistungen“ folgendes ausgeführt:
    >
    > „Wir werden daher sogenannte Pflichtleistungen in Ermessensleistungen
    > umwandeln und den Rentenversicherungsbeitragssatz für SGB II Empfänger
    > abschaffen.“

    Ja, das betrifft doch wieder nur die zukünftigen Rentner, nicht die aktuellen !

    >
    > Unter „Neujustierung von Sozialgesetzen“ ist in der tabellarischen
    > Übersicht aufgeführt:
    >
    > „Wegfall Erstattungen einigungsbedingte Leistungen an die
    > Rentenversicherung
    > (§ 291c SGB VI)“

    So wie ich es auf die schnelle deute, werden die Steuerzuschüsse gestrichen und dafür müssen zukünftig einfach die Beiträge der Versicherten einstehen. Entsprechende Erhöhungen werden dann folgen. Es steht nämlich in dem zitierten Satz nichts von "Entfall der einigungsbedingten Leistungen". Ob es an anderer Stelle steht, kann ich nicht beurteilen. Die Zeit sich mit dem ganzen "Krempel" auseinander zu setzen habe ich nicht.

    > Das sind Anfänge von Rentenkürzungen, die durch die Hintertür kommen.
    >
    > Letzte Bemerkung.
    > „……. die satten, selbstzufriedenen Rentner auf der anderen Seite
    > sehe, dann habe ich einen ziemlichen Frust.“
    >

    > Geh einfach mal in ein Altenheim, besser noch Pflegeheim und sieh Dir dort
    > die satten, selbstzufriedenen Rentner an. Keine Seniorenresidenz, in die
    > man sich privat einkauft, nein.

    Wie ging es denn den Rentnern in vergleichbarer Lebenssituation in den 80igern in der DDR oder in den 60igern in der Bundesrepublik. Was haben denn die damaligen Beitragszahler den damaligen Rentnern ermöglicht ?

    Was ich bei Dir außerdem sehe ist Anspruchshaltung, Anspruchshaltung, Anspruchshaltung und weder Leistungs- noch Einsparbereitschaft. Ich finde das in Ordnung. So kollabiert das System schneller. Ab dann gibt es wahrscheinlich die doppelte Rente.

    Grüße Morpheus

    PS: Bring doch bitte mal ein paar konkrete Fakten, wo die heutigen Rentner schlechter dastehen, als die vor 20, 30, 40 oder 50 Jahren. Nur ein paar.
    Dass alle Rentner Millionäre sind, werde ich nicht behaupten. Ich argumentiere nur mit der Relation "damals - heute", nie mit der absoluten Lage.

    ---
    Es läuft der größte Verhaltensversuch der Menschheit und Du bist dabei!
    Leider sind wir wohl inzwischen in die weniger schöne Phase eingetreten.

    berkana

    12.06.2010, 23:56

    @ Morpheus

    Bitte nicht schon wieder aufregen,

    tut nicht gut.

    „…. Anspruchshaltung, Anspruchshaltung, Anspruchshaltung …. „

    Stimmt, die habe ich, Du nicht?

    Letzte Bemerkungen, Versuch einer Antwort.

    „Bring doch bitte mal ein paar konkrete Fakten, wo die heutigen Rentner schlechter dastehen, als die vor 20, 30, 40 oder 50 Jahren. Nur ein paar.“


    Die Rentner vor 20, 30, 40 oder 50 Jahren wurden von der nachfolgenden Generation nicht derart angefeindet. Sie hatten nicht das Gefühl, sich entschuldigen zu müssen dafür, dass sie immer noch da sind.
    Das „schlechter dastehen“, lässt sich nicht nur in materiellen Werten messen, dazu gehört mehr.
    Vor 30 Jahren waren Rentner zum großen Teil in Familienverbänden eingebunden. Da ist viel weggebrochen.

    Vor 20, oder 40 Jahren waren die Bedingungen in vieler Hinsicht anders als heute, das kannst Du nicht einfach nur in Zahlen ausdrücken.

    Wann war Deine Ausbildung beendet, wann begann für Dich Dein Berufsleben? Ich meine damit, wie alt warst Du da?
    Mein Start in das Berufsleben begann mit 22 Jahren, ohne mich erst ein, zwei Jahre selber finden zu können. Mein Mann begann seine Ausbildung mit 13 Jahren, Start in den Berufsalltag mit 16 Jahren. Abitur, Meister, Ingenieur, alles berufsbegleitend.


    „Wie viele junge Familien kennst Du ? Ich kenne jede Menge Akademiker-Familien, die in der IT-Branche arbeiten und eigentlich recht gut verdienen. Die können sich ein Haus leisten, wenn beide voll arbeiten. Sonst nicht. In den 70igern konnten sich fast jeder Akademiker ein Haus auch dann leisten, wenn nur ein Ehepartner gearbeitet hat.“

    So, Akademikerfamilien kennst Du, stell Dir vor, ich auch.
    Und die können sich ein eigenes Haus nur leisten, wenn beide voll arbeiten? Gott wie schlimm.
    In den 70igern gab es noch keine IT-Branche, auch nicht für Akademiker. Wie willst Du das vergleichen?

    Würdest Du Dich denn mit einem Haus zufriedengeben, genau so, wie es 1970 als Eigenheim gebaut wurde? Mit einer Einbauküche, einem Bad von 1970? Das wage ich stark zu bezweifeln.

    Ich habe ein Haus, über hundert Jahre alt, Umbau, Sanierung Ende 70, Anfang 80. Für damalige Verhältnisse richtig chic und modern.
    Du würdest doch nicht in so einem Haus wohnen wollen, das glaub ich nie. Du hast doch ganz andere Ansprüche, Vorstellungen, mit Recht.

    O. k., das soll reichen.
    Wünsche einen schönen Sonntag, berkana.

    Tassie Devil

    Tasmania, Australia,
    13.06.2010, 08:49

    @ Leserzuschrift

    Den Ausfuehrungen in diesem Beitrag ist im Grunde nichts mehr hinzuzufuegen (oT)

    [ kein Text ]

    ---
    Gruss!
    TD

    Die StaSi tobt und Tassie kichert,
    denn er ist Schaeuble abgesichert!

    Morpheus

    E-Mail

    13.06.2010, 12:42

    @ Leserzuschrift

    Ja, ein Aspekt der Ungerechtigkeit und tolle Kommunikations-Strategie

    lieber Leser,

    > mein Wake-up-Call war 1990/91, als die Ostrentner in die DRV übernommen
    > wurden und sich plötzlich herausstellte, dass diese im Durchschnitt eine
    > höhere Rente erhielten als meine Eltern, die etwa um diese Zeit das
    > Rentenalter erreichten.
    >
    > Es gibt im Grunde 2 Möglichkeiten, die Rentenhöhe zu berechnen:
    > Nach Marktkriterien – wer mehr einbezahlt, bekommt entsprechend mehr
    > heraus “leistungsbezogene Rente“ – oder nach Kriterien der
    > politischen Opportunität.
    >
    > Der Markt hat damals die Relationen Westmark – Ostmark etwa mit 1:4 bis
    > 1:5 bewertet, die Ostrente hätte danach - bei ansonsten gleichen
    > Voraussetzungen wie Dauer des Arbeitslebens, Qualifikation usw. – etwa ¼
    > - 1/5 der Westrente betragen müssen.
    >
    > Die Politik hat sich aber anders entschieden, das heißt, die Rentenhöhe
    > hat seither mit Leistungsgerechtigkeit nichts mehr zu tun und ist ein rein
    > politisches Konstrukt.

    Das ist sie spätestens seit der massiven Rentenanhebung durch Adenauer. Seit dem hat jede Regierung in diesem Bereich Geschenke verteilt. Kohl hat in guter Tradition die Ost-Rentner bestochen.

    > 1990/91, das ist lange her und eigentlich Zeit genug für jeden, sich
    > entsprechend auf die Gegebenheiten einzustellen.
    >
    > Letzten Endes hat es jeder in der Hand, selber zu bestimmen, was er
    > einbezahlt, entweder dadurch, dass er die Abgaben seinen Gehaltsforderungen
    > draufschlägt - ich will 1 Mio haben, der Staat fordert aber 50% Abgaben,
    > also verlange ich 2 Mio (Modell Ackermann. Geht aber nur bei entsprechender
    > Marktmacht) oder durch Leistungskürzung - ich leiste für 30.000, der
    > Staat zieht aber 15.000 ab; also reduziere ich meine Leistungsbereitschaft.
    > auf 15.000 (Modell DDR, so hat die DDR funktioniert).

    Ja, Marktmacht ist eine Sache, Anstand und Vorbildfunktion eine andere.

    > Ich vermute, dass dein Frust zum großen Teil daher rührt, dass du es
    > versäumt hast, dich entsprechend den von der Politik gesetzten Bedingungen
    > neu zu positionieren.
    >
    > Es ist völlig sinnlos, mit Rentnern darüber zu diskutieren, gib ihnen
    > einfach Recht – und zahle nichts ein.

    Nein, falsch vermutet. Seit wann kann man selbst entscheiden, ob man in die Rente einzahlen will oder nicht. Die gesetzlichen Regelungen sind da leider ziemlich eindeutig.
    Man kann nur für sich selbst persönlich entscheiden, ob man einzahlen will.

    > So wie damals die Rentnerin, die vor mir an der Kasse rumtrödelte,
    > während ich es eilig hatte.
    > Hat sie gemosert über meine Hektik.
    > Ich darauf, wahrheitswidrig, aber reinsten Gewiss4ens
    > „Ja, mir pressierts, weil ich muss noch was arbeiten, damit der
    > Schäuble am Monatsende die Renten auszahlen kann!“
    > Da hat sie sich aber aufgemandelt: „Ich habe damals meine Beiträge
    > BEZAHLT! Das steht mir zu!“
    > „Ja dann, wenn Sie das sagen“ (ich zögerlich beginnend, sie
    > triumphierend) „ - dann brauch ICH ja nix mehr einzahlen, wenn SIE schon
    > alles eingezahlt haben!“

    Die Idee ist zugegebener Maßen toll. Werde ich zukünftig genau so machen.

    > Darauf blieb ihr erst mal die Spucke weg.

    Grüße zurück, Morpheus

    ---
    Es läuft der größte Verhaltensversuch der Menschheit und Du bist dabei!
    Leider sind wir wohl inzwischen in die weniger schöne Phase eingetreten.

    Tassie Devil

    Tasmania, Australia,
    13.06.2010, 13:26
    (editiert von Tassie Devil, 13.06.2010, 13:54)

    @ Morpheus

    Einmal Kopfwaesche mit Foehnen und Legen ;-)

    Nach dem ersten Schreck im Betreff [[zwinker]] sogleich die Beruhigungspille fuer Dich, mein lieber Morpheus: ich bin kein Friseur sondern bestenfalls nur zu einer sanften Kopfmassage befaehigt. [[smile]]

    > ja, ja, wenn ich hier so durch unsere blühenden Landschaften gehe, und die
    > jungen Familien auf der einen Seite und die satten, selbstzufriedenen
    > Rentner auf der anderen Seite sehe, dann habe ich einen ziemlichen Frust.

    Das kann ich Dir sehr gut nachfuehlen.

    Jedoch, was qualifiziert diese satten, selbstzufriedenen und manchmal sicherlich auch noch selbstgerechten aelteren und alten Leute Deiner naeheren und weiteren Umgebung in Deinen Augen, dass es sich bei ihnen zumindest in sehr weitgehenden Umfaengen um Rentner und eben nicht um Pensionaere handelt, oder sogar handeln muss?

    Alle dieser satten, selbstzufriedenen und selbstgerechten Erscheinungen darfst Du nur dann den echten Rentnern und nicht den Pensionaeren zuschlagen, insofern sie ihre Renten-Altersbezuege weder mit den staatsmafiosen Aktivitaeten von Politik und Beamtentum (alimentierte Pensionaere) noch aus deren direkten Dunstkreisen oeffentlicher Dienste etc. (de facto Pensionaere) noch mit beruflicher Selbstaendigkeit und Unternehmerschaft mit ihren eigenen monetaeren Zwangsbeitraegen in die Renten"versicherung" leistungsgerecht fundiert haben.

    Ergo sollten als Zielscheiben Deiner zumindest nicht unberechtigten Frustrationen die richtigen Gestalten - naemlich zuvoerderst das i.d.R. hoechst altersfitte Pensionaerstum und eben nicht die dann bereits staerker gelichteten Restbestaende vorheriger echter Arbeitnehmerschaft - dienen, weil naemlich nicht zuletzt den ersteren und eben nicht den letzteren in zumindest weit ueberwiegenden Umfaengen die katastrophalen Debakel dieser BRDDR insbesondere auch der soeben verstrichenen 2 Jahrzehnte zugeschrieben werden muessen.

    Lass Dich auch nicht von solcherart rein praeventiver Fuersorglichkeit des Pensionaerstums in spe aus ihrem ureigensten Interesse heraus in den BRDDR-Irrgarten (ver)fuehren

    http://dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=166353&page=0&category=0&order=last_answer

    Ueber die Groessenverhaeltnisse der Divisoren der darin propagierten absoluten Zahlen wird hierbei aus verstaendlichem Eigeninteresse hoeflich hinweggeschwiegen.

    > Das schlimmste sind die arroganten Sprüche der meisten Rentner, die gar
    > nichts verstanden haben und meinen, sie haben alles persönlich erarbeitet
    > und die jungen Leute können es doch heute einfach genauso machen.

    Mein lieber Morpheus, egal jetzt ob arrogant-ignoranter Pensionaer oder Rest-Rentner, wie kannst Du soclches von konkaven Perspektiven mit geistigen Punkthorizonten aufgrund deren zuvoerderst mainstream-verursachten Unfaehigkeit zu einem auch nur teilweisen Verstehen und Begreifen erwarten oder sogar verlangen, weisst Du doch selbst mit am Besten, wie es um die langfristige staatsmafiose Agenda der Verdummung wie Verbloedung in dieser BRDDR bestellt ist, oder!?

    Vergiss oder ignoriere am besten solcherart voellig inkompetente Sprueche der Selbstgefaelligkeit, oder - wenn es denn unumgaenglich ist - packe diese fleischgewordene Selbstgerechtigkeit taktisch klug bei ihren eigenen Widerspruechen, das geht i.d.R. ziemlich easy.

    > Als die heutigen Rentner jung waren, waren die damaligen Rentner die Armen
    > und sie die gut verdienenden Arbeiter.

    Ja, aber reich oder wenigstens halbwegs wohlhabend waren letztere deswegen noch gaaanz lange nicht!

    > Jetzt sind sie die gute versorgten Rentner

    Du meinst wohl - weitueberwiegend - Pensionaere!

    > und die jungen Familien sind arm.

    Insoweit kein intra-familiaeres Sponsoring in auf- bzw. absteigender Linie stattfindet, ist dieser Umstand voellig normal, mein Lieber!

    Sieh mal, auch heute noch habe ich das Geheul der armen Familien in meinen Ohren, als es im Jahre 1986 um die erste Reduzierungsrunde beim allerersten Steuer- und Abgaben-Erleichterungspaket nach der sozialistisch-liberastischen Verschwendungsorgie der dann schon etwas laenger zurueckliegenden Dekade der 1970-er Jahre ging.

    Last but not least, als ich im Jahre 1975 im Alter von 27 Jahren meine bessere Haelfte ehelichte, da waren wir beide im Grunde arm wie die Kirchenmaeuse, und auch wir waren damals bei Leibe keine Ausnahmen.

    Allerdings war damals die wirtschaftlich-gesellschaftliche Lage eine ganz erheblich andere wie in den soeben vergangen 1-2 Jahrzehnten.

    > Da ist eine Generation, die es für sich besonders optimal eingerichtet hat.

    Wenn Du damit insbesondere die Pensionaere meinst, welche sich ja inzwischen in weit ueberwiegenden Umfaengen aus der dekadent-verkommenen 68-er Brut der Frankfurter Schule rekrutiert - infolge deren damals erklaertem Ziel der Unterwanderung der staatsmafiosen Institutionen -, dann liegst Du mit Deiner Ansicht zumindest nicht schlecht.

    Die heutige Rest-Truppe der echten Rentner hatte zu jeder Zeit bestenfalls nur einen marginalen Einfluss auf solcherart optimale Einrichtungen, deren staatstragende Aufgabe bestand naemlich zuvoerderst im rotierenden Malochen und Abdruecken zumeist bestaendig wachsender Steuer- und Abgabenquoten, und alles andere war Kino oder Schauspieltheater, was denn sonst!?

    > Dass die Nachfrage nach Arbeit im Unterschied zu früher einfach nicht
    > mehr da ist, verstehen Rentner einfach nicht.

    Zuvoerderst meinst Du wohl die Nachfrage nach hochqualifizierter und qualitativ hochstehender Arbeitsleistung bei gleichzeitig hierfuer angemessener Bezahlung.

    Die Masse der echten Rentner mit ihrer zumeist konkaven Perspektiven-Optik ist in einem Grossumfeld des bestaendigen Niedergangs damit schlicht ueberfordert, Morpheus, sie KOENNEN es einfach nicht begreifen, weil es ihnen an adaequater Geisteskapazitaet schlicht mangelt!

    Bei den Pensionaeren schaut's nach meinem Dafuerhalten wohl besser aus, jedoch operieren diese inzwischen zumeist mit der Strategie: Wir waren die Sintflut und wir sind ihr auch heute immer noch voraus!

    > Dass angefangen mit Adenauer alle Regierungen die Rentner zu lasten der
    > normalen Bevölkerung beschenkt (nein: bestochen) haben, wollen sie nicht
    > verstehen.

    Konrad Adenauer moechte ich - nach wie vor - anlaesslich der fuerchterlichen Rentnerarmut bis weit in die Zeiten des deutschen Wirtschaftswunders 1954-1958 hinein als eine Ausnahmeerscheinung behandelt sehen,

    http://www.dasgelbeforum.de.org/30434/messages/372926.htm + Folgebeitraege

    aber mit der hoechstleistungskriminellen und schwerstverbrecherischen Sozenikone Willy Brandt(stifter) bekam das Uruebel der Hoelle fleischliche Menschengestalt.

    > Aktuell wieder keine Rentenkürzungen, aber bei den Jungen die Abgaben
    > erhöhen.

    Was haelst Du denn eigentlich von drastischen Pensionskuerzungen, denn es waren und sind doch diese Herrschaften, in deren Reihen seit langer Zeit die geradezu katastrophalen Desaster dieser BRDDR eingefaedelt und kontrollierend ausgefuehrt wurden, oder waren das etwa die vielfach getaeuschten und sukkzessive verdummten Rest-Rentnerbestaende von heute als einstmalige unselbstaendige Malocher?

    > Wobei die heutigen Rentner in ihrem Berufsleben anfangs extrem niedrige
    > Abgaben hatten.

    Nein, das stimmt so nicht.

    Diese niedrigen Steuer- und Abgabenquoten wurden nach meiner Erinnerung erst gegen Anfang der 1950-er Jahre etwa 2-3 Jahre vor dem Beginn des deutschen Wirtschaftswunders 1954 eingefuehrt - der strategische Grund dafuer lag letztendlich in der nur seicht dahinschleichenden ER European Recovery nach WK II, zuvor war die Besteuerung sehr hoch.

    > Bei diesen Diskussionen mit Rentnern reagiere ich inzwischen dermaßen
    > allergisch, dass es mir leider oft schwer fällt, ruhig zu bleiben.
    > Insbesondere übertrage ich meine aufgestauten Aggressionen aus den
    > zurückliegenden Diskussionen (auch gar nicht hier im Forum) auf die
    > aktuellen. Das führt zu qualitativ schlechten Beiträgen, weil dem Leser
    > wesentliche Fakten/Aussagen fehlen. So etwas versuche ich sonst immer zu
    > vermeiden.

    Ich bin es von Dir seit jeher gewohnt, durchweg qualitativ wertvolle Beitraege mit gewichtiger Substanz zu lesen, weshalb mein Dich ruegender Beitrag beabsichtigte, Dich schnellstens auf den Pfad Deiner selbstgewaehlten Tugend zurueckzubringen. [[zwinker]]

    > Lieber Tassie, ich bin auch nur ein Mensch, der auf Leute die
    > unwissend/unschuldig tun, sich den Zucker in den A.... blasen lassen, aber
    > nicht fragen woher es kommt, sauer reagiert.

    Weiss ich, verstehe ich voll, Morph.

    Kannst Du Dir vorstellen, wie ich neulich gelacht habe, als ich in einem Beitrag @Berkanas zum ersten Male von der genuesslichen Ossi-Parole anfangs der 1990-er Jahre erfuhr?

    Der Ossi ist schlau und stellt sich dumm - beim Wessi ist es anders rum!

    Das ist der Stoff aus dem jegliche Art von Schlitzohrigkeit hergestellt wird,
    aber die Masse der echten Rentner blickt es m.E. ueberhaupt nicht - weshalb ihr Verhalten zumeist keine gewollte Taeuschung darstellt -, was nicht allein nur aber auch in dieser BRDDR tatsaechlich Sache ist.

    > Das sollte so nicht sein. Ich weiß und versuche mich zu bessern, toleranter
    > zu werden, Dinge hinzunehmen.

    Ja, ok, aber dabei bitte wiederum das andere Extrem vermeiden, die richtige Ausgewogenheit ist immer das Gebot, und das hattest Du nach meinem gusto bisher sehr gut drauf.

    > Keinesfalls meine ich einzelne Leute persönlich.

    In ganz hartnaeckigen Faellen voelligen Starrsinns und unverbesserlicher Uneinsichtigkeit muss man sich den jeweils kandidierenden Delinquenten schon mal mit dem hierfuer geeigneten Verbalientum "zur Brust nehmen", damit die Ausgewogenheit wieder etwas Platz findet. [[zwinker]]

    > Bei mir kommt immer noch so die Sicht durch, es müsste - wenn wir es nur
    > richtig machen würden oder gemacht hätten - doch auch funktionieren.

    Waere alles zumindest einigermassen "richtig" gemacht worden (ich weiss voll was und wie Du das meinst), dann haette "es" auch funktioniert, aber das wiederum war wie zuvor so oft von gewissen Seiten nicht gewollt - und die Massen haben sich seit jeher nicht geaendert und sind die gleichen geblieben, sie haben nix gelernt und nix vergessen.

    > Das dies nicht der Fall ist, wird mir von Woche zu Woche klarer. Damit wird
    > das Ertragen der Situation nicht leichter. Man versteht, dass die Rentner
    > auch nicht wirklich Schuld sind, aber .....

    Die echten Rentner-Reste sind eigentlich durchweg biedere und einfache Leute mit etwas mehr oder weniger konkaven Perspektiven Zeit ihres Lebens, sie sind im Grunde genauso getaeuschte und verfuehrte Opfer wie die heutige Masse der unselbstaendigen Malocher.

    Vor wenigen Monaten hat mir bei einem Telefonat z.B. meine Stiefmutter - Jahrgang 1936, Schule und Lehre beendet 1952, nach 49 Jahren Arbeit ohne jeglichen Unterlass ging sie im Jahr 2001 in ihre wohlverdiente regulaere Altersrente - aus der 2. Ehe meines alten Herrn heftig ihr Leid geklagt: "...und diese Idioten gehen immer noch zum Waehlen - man glaubt es manchmal nicht, wie dumm und bloede viele Leute inzwischen geworden sind...".

    > Eines bleibt mir schon wichtig. Keinesfalls sollte irgendjemand hier
    > denken, auch und insbesondere nicht die Rentner, dass hier alles so bleibt
    > wie es in den letzten 20 Jahren war.

    Das, mein lieber Morpheus, sollten sich insbesondere gerade auch die Pensionaere als tatsaechliche Verursacher der Deutschvolk-Malaisen hinter ihre des oefteren feisten Loeffel schreiben, denn wenn dieser staatsmafiosen Verbrecherbande nicht erheblichst das Selbst-Eingemachte ausgeduennt wird, dann brennt die gesamte BRDDR.

    > Ansonsten: ich versuche mich zu bessern.

    Mach das bitte, kehre zurueck zu Deinem gewohnten Niveau.

    > Grüße Morpheus
    >
    > PS: Viel besser war Dein Beitrag aber auch nicht.[[trost]]

    P.S. Schon mal etwas von Waffengleichheit beim verbalen Florett-Fechten gehoert? [[zwinker]]

    ---
    Gruss!
    TD

    Die StaSi tobt und Tassie kichert,
    denn er ist Schaeuble abgesichert!

    Tassie Devil

    Tasmania, Australia,
    13.06.2010, 21:30
    (editiert von Tassie Devil, 13.06.2010, 21:52)

    @ berkana

    Das gilt jetzt gleichfalls auch fuer Dich, Berkana,...

    > Bitte nicht schon wieder aufregen,
    > tut nicht gut.

    ...wenn ich mal wieder mit den Ossi-Wessi-Polen hier einhake.

    > „…. Anspruchshaltung, Anspruchshaltung, Anspruchshaltung ….
    > „
    >
    > Stimmt, die habe ich, Du nicht?

    Doch, eine solche Anspruchshaltung pflegt auch Morpheus ganz bestimmt, bloss unterscheidet sich seine diesbezuegliche Haltung ganz entscheidend von Dir und sicherlich auch sehr vielen anderen, und zwar wie folgt:

    Familienvater Morpheus stellt keinerlei Ansprueche - wie so viele andere - an die gesamte Gesellschaft dieser BRDDR, diese trage zumindest die soziale Verpflichtung, ihm und seiner gleichfalls jungen Familie zum gemeinsamen Lebensunterhalt angemessen beizutragen, nein, Morpheus ansinnende Anspruchshaltung ist allein damit begruendet und darin zu suchen,

    DASS DIESER GOTTVERDAMMTE MAFIA-DRECKSSTAAT NAMENS BRDDR SAMT SEINER MYRIADEN VON ANSPRUCHSHALTERN WOHER AUCH IMMER DAMIT AUFHOEREN SOLL, IHM UND SEINER NOCH JUNGEN FAMILIE AUCH NOCH DEN DUENNEN BUTTERAUFSTRICH VON IHREN AUSSCHLIESSLICH SELBST ERLEISTETEN BROTEN ZU KRATZEN!

    Vermagst Du diese Anspruchshaltung Morpheus' zumindest ein klein wenig zu verstehen, Berkana?

    Morpheus weiss naemlich eines ganz genau: er kann leistungstechnisch so stark aufspielen wie er will und wie es nur irgendwie geht, er hat zumindest auf eine etwas laengere Sicht hinaus absolut keine Chance, gegen eine "demokratische" Anspruchsgesellschaft wie die dieser unsaeglichen BRDDR gemeinsam mit seiner heute gleichsam noch jungen Familie auch nur halbwegs angemessen zu bestehen!

    > Letzte Bemerkungen, Versuch einer Antwort.
    >
    > „Bring doch bitte mal ein paar konkrete Fakten, wo die heutigen
    > Rentner schlechter dastehen, als die vor 20, 30, 40 oder 50 Jahren. Nur ein
    > paar.“

    >
    >
    > Die Rentner vor 20, 30, 40 oder 50 Jahren wurden von der nachfolgenden
    > Generation nicht derart angefeindet. Sie hatten nicht das Gefühl, sich
    > entschuldigen zu müssen dafür, dass sie immer noch da sind.

    Auch wenn Du hierbei ausschliesslich nur fuer die Gemeinde der Ossis die damals gegebenen Umstaende zu bezeugen vermagst, trifft Deine obige Feststellung auch fuer alle Laender der "alten" BRD, i.e. der Wessis voll den Kern der Dinge.

    > Das „schlechter dastehen“, lässt sich nicht nur in materiellen Werten
    > messen, dazu gehört mehr.

    Auch das ist zweifellos richtig, aber ich koennte auf Anhieb einige wenige jedoch erhebliche Umstaende nennen, welche fuer alte Wessis zumindest vor 20 - 40 Jahren entscheidend besser waren wie in den heutigen BRDDR-Zeiten der Wossis.

    > Vor 30 Jahren waren Rentner zum großen Teil in Familienverbänden
    > eingebunden. Da ist viel weggebrochen.

    Keine Spur eines solchen "Wegbrechens" in der BRD bei den Wessis, auch nicht in einem solchen Zeitraum von 2-3 Jahrzehnten.

    Solcherart "Familienverbaende" loesten sich bei den Wessis ganz allmaehlich seit den fruehen 1960-er Jahren und etwas schneller dann seit den 1970-er Jahren auf.

    Die ollen Wessis hatten jeweils ihr eigenes Zuhause und die dann flueggen Jungen schufen sich sogleich ein solches, auf diese Weise endeten ganz natuerlich diese gemeinsam haushaltenden "Familienverbaende" in der "alten BRD. Jegliche staatsmafiose Wohnraumbewirtschaftung endete spaetestens ganz am Anfang der 1960-er Jahre.

    > Vor 20, oder 40 Jahren waren die Bedingungen in vieler Hinsicht anders als
    > heute, das kannst Du nicht einfach nur in Zahlen ausdrücken.

    Das ist richtig, und das gilt fuer hueben wie drueben.

    > Wann war Deine Ausbildung beendet, wann begann für Dich Dein Berufsleben?
    > Ich meine damit, wie alt warst Du da?
    > Mein Start in das Berufsleben begann mit 22 Jahren, ohne mich erst ein,
    > zwei Jahre selber finden zu können. Mein Mann begann seine Ausbildung mit
    > 13 Jahren, Start in den Berufsalltag mit 16 Jahren. Abitur, Meister,
    > Ingenieur, alles berufsbegleitend.
    >
    >
    > „Wie viele junge Familien kennst Du ? Ich kenne jede Menge
    > Akademiker-Familien, die in der IT-Branche arbeiten und eigentlich recht
    > gut verdienen. Die können sich ein Haus leisten, wenn beide voll arbeiten.
    > Sonst nicht. In den 70igern konnten sich fast jeder Akademiker ein Haus
    > auch dann leisten, wenn nur ein Ehepartner gearbeitet hat.“
    >

    > So, Akademikerfamilien kennst Du, stell Dir vor, ich auch.
    > Und die können sich ein eigenes Haus nur leisten, wenn beide voll
    > arbeiten? Gott wie schlimm.

    Man sollte staatsmafiosen Raeubereien und Diebstaehlen nicht mit Ironie begegnen, Berkana, denn das schwingend-pendelnde Damoklesschwert einer von Fett nur so triefend-satten Staatshypothek schwebt schliesslich heutzutage ueber dem Kopf jedes Eigentuemers seines eigenen Heims dieser BRDDR, von den heute noch quicklebendigen Feinheiten der Ueberleitungsvertraege aus 1954 ueberhaupt keine Rede!

    > In den 70igern gab es noch keine IT-Branche, auch nicht für Akademiker.

    Ja ganz selbstverstaendlich gab es diese IT-Branche bereits seit den 1960-er Jahren bei den Wessis in der BRD, was denn sonst!?

    > Wie willst Du das vergleichen?

    Ganz einfach kann er das: Ich, Tassie Devil, eine einstmalig langjaehrige Eiche der IT-Zuenfte bei den Wessis, durfte mich im Jahre 1972 zu den oberen 5% der Spitzenverdiener mit Spitzeneinkommen dieser damaligen BRD zaehlen, und die Weihen einer Akademikerschaft habe ich mir selbst aus diversen Gruenden gottseidank niemals gegoennt.

    Morpheus hat mit seiner obigen Feststellung vollkommen recht, Berkana!

    Ende der 1950-er und anfangs der 1960-er Jahre vermochten bei einer Annuitaet von unter 3% p.a. sogar stinknormale Arbeitnehmer als Haupt-Familienernaehrer ihr eigenes Haeuschen mit daran anschliessendem Garten zu bauen, und die Gattin war damals i.d.R. mit dem gesamten Erhalt des 4-5-Personenhaushalts als Hausfrau und dem Garten stehkragenvoll ausgelastet!

    > Würdest Du Dich denn mit einem Haus zufriedengeben, genau so, wie es 1970
    > als Eigenheim gebaut wurde? Mit einer Einbauküche, einem Bad von 1970? Das
    > wage ich stark zu bezweifeln.

    Ich eigentlich nicht, solange diese Kiste einigermassen vernuenftig und solide gebaut ist, denn ich schaetze Morpheus mit seinem Drang zu einer moeglichst hohen selbstverantwortlichen Freiheit fuer sich und seine Familie bei weitem hoeher ein als eine Schleckigkeit oder Waehlerischkeit, welche er m.E. ueberhaupt nicht hat.

    > Ich habe ein Haus, über hundert Jahre alt, Umbau, Sanierung Ende 70,
    > Anfang 80. Für damalige Verhältnisse richtig chic und modern.
    > Du würdest doch nicht in so einem Haus wohnen wollen, das glaub ich nie.

    Glauben heisst immer Nicht-Wissen.

    Jetzt allerdings glaube ich zu wissen, Berkana, dass DU als Alt-Ossi niemals die Motive einer der leidergottes viel zu wenigen echten jungen Wessi-Maenner ueberhaupt jemals auch nur halbwegs richtig wirst nachzuvollziehen vermoegen.

    > Du hast doch ganz andere Ansprüche, Vorstellungen, mit Recht.

    Ja, mit Recht und zurecht hat Morpheus seine eigenen Vorstellungen vom Leben mit seiner jungen Familie, und zu allen seinen ganzen Anspruechen an diese Gesellschaft dieser unsaeglichen BRDDR siehe weit oben in meinem Beitrag.

    > O. k., das soll reichen.
    > Wünsche einen schönen Sonntag, berkana.

    ---
    Gruss!
    TD

    Die StaSi tobt und Tassie kichert,
    denn er ist Schaeuble abgesichert!

    berkana

    14.06.2010, 01:25

    @ Tassie Devil

    Antwort, ganz unaufgeregt.

    „Jetzt allerdings glaube ich zu wissen, Berkana, dass DU als Alt-Ossi niemals die Motive einer der leidergottes viel zu wenigen echten jungen Wessi-Maenner ueberhaupt jemals auch nur halbwegs richtig wirst nachzuvollziehen vermoegen.“

    Der Satz hat mich beeindruckt und amüsiert, echt.
    Mein Gott, Tassie Devil, Mann ist Mann.
    Und als Alt-Ossi, wobei hierbei die Betonung auf Alt liegt, was ich nun mal bin, sage ich Dir, Männer, richtige Männer, wo gibt es die denn noch? Die sind doch alle weichgespült. Das hat auch nichts mit Ossi oder Wessi zu tun. Eher mit dem ganzen Emanzipationsgelaber.
    Und ein „echter junger Wessi-Mann“, nein das vermag ich wirklich nicht nachzuvollziehen. Aber nicht, weil ich Ossi bin, sondern weil ich eine Frau bin.
    Ich lasse mal Irmgard Keun für mich sprechen:
    „……….., habe ich – von wenigen Ausnahmen abgesehen – Männer lieber als Frauen. Meine Gründe dafür sind mannigfaltig. Ich selbst möchte kein Mann sein. Der Gedanke, dann eine Frau heiraten zu müssen, schreckt mich.“

    Hätten doch mehr Männer Esther Vilar gelesen, dann gäbe es vielleicht noch mehr von ihnen,
    eben einfach nur Männer.
    Esther Vilar:
    „Frauen sind Kriegsschiffe, die sich als Lazarette tarnen.“

    Ansonsten gebe ich Dir in fast allem Recht, Deinen Beitrag betreffend. Und aufgeregt hat er mich nicht.

    Ich denke aber, das weiter auszuführen, gehört dann schon nicht mehr zum eigentlichen Ausgangspunkt der Diskussion.

    Was ich mich frage, warum schreibst Du immer von „dieser unsaeglichen BRDDR“.
    Ich habe beide Teile kennengelernt, in beiden Teilen einfach nur mein Leben gelebt, und ob Du es glaubst oder nicht, ich lebe gern in diesem Land. Es liegt doch in erster Linie an mir, was ich daraus mache.

    Ich glaube jetzt hab ich es, ich bin weder Ossi noch Wessi, ich bin Opportunist, in dem Sinne:
    „Im allgemeinen Sprachgebrauch wird damit eine Person bezeichnet, die zweckmäßig handelt, um sich der jeweiligen Lage anzupassen und einen Vorteil daraus zu ziehen . ..“

    Ja, und ist das nun schlimm?


    Grüße, berkana.

    Tassie Devil

    Tasmania, Australia,
    15.06.2010, 11:26
    (editiert von Tassie Devil, 15.06.2010, 11:41)

    @ berkana

    Gesunder/krankhafter Opportunismus

    > „Jetzt allerdings glaube ich zu wissen, Berkana, dass DU als Alt-Ossi
    > niemals die Motive einer der leidergottes viel zu wenigen echten jungen
    > Wessi-Maenner ueberhaupt jemals auch nur halbwegs richtig wirst
    > nachzuvollziehen vermoegen.“
    >

    > Der Satz hat mich beeindruckt und amüsiert, echt.

    Das war ja auch meinerseits beabsichtigt. [[smile]]

    > Mein Gott, Tassie Devil, Mann ist Mann.

    Aus einer mehr sozialistisch/kommunistischen Perspektive auf eine determinierte dumpfe Masse fokusiert: JA.
    Hingegen aus einer mehr kapitalistischen Perspektive auf eine determinierte individuelle Masse fokusiert: NEIN.

    > Und als Alt-Ossi, wobei hierbei die Betonung auf Alt liegt, was ich nun
    > mal bin, sage ich Dir, Männer, richtige Männer, wo gibt es die denn noch?
    > Die sind doch alle weichgespült.

    Das sozialistisch-kommunistische Massen-Schicksal setzt den Hobel an und hobelt alles gleich: aus dieser Deiner langjaehrig erlernten Perspektive muss ich Dir recht geben, weil m.E. inzwischen die Anzahl der Neutrinos aka der weichgespuelten maskulinen Warmduscher insbesondere mit kulturdeutschem Hintergrund bei weitem ueberwiegend die gesamte Szenerie fuellt, in dieser BRDDR allemal.

    Die andere Perspektive, naemlich die kapitalistische individuelle, differenziert wohlweisslich und findet in den Schweinetroegen nebst dem weichgespuelten Massenfrass durchaus noch einige, inzwischen allerdings herzlich wenige Edelstahl-Perlen vor, welche i.d.R. um ihre Breduille bestens Bescheid wissen (ansonsten waeren sie nicht aus diesem Material geschnitzt).

    > Das hat auch nichts mit Ossi oder Wessi zu tun.

    Weniger, es geht hierbei schlicht um die 2 gegensaetzlichen - und von mir hier extrem dargestellten - Pole des individuellen Kapitalismus einerseits und des vermassten Sozialismus/Kommunismus andererseits, beides sind staatsmafiose Bastarde.

    > Eher mit dem ganzen Emanzipationsgelaber.

    Das auch, Gendermainstreaming nicht zu vergessen.

    Letztens hast Du in einem Beitrag mehr rhetorisch die Frage gestellt, ob bei einem Szenario, bei welchem Frauen politisch mitmischten, jemals etwas Gescheites dabei herausgekommen waere - in meinem Kurzantwortbeitrag empfahl ich optische Vergroesserungshilfen zur Beantwortung Deiner Frage.

    Wir Wessi-Jungen pflegten bereits im Alter von 10-12 Jahren (1958-60) folgenden Spruch:

    Frau am (politischen) Steuer - ungeheuer! [[smile]]

    Auch er entstand keinesfalls voellig grundlos, dieser Ketzer-Spruch.

    > Und ein „echter junger Wessi-Mann“, nein das vermag ich
    > wirklich nicht nachzuvollziehen. Aber nicht, weil ich Ossi bin, sondern
    > weil ich eine Frau bin.

    Primaer ja, sekundaer jedoch spielen Deine ersten 40 Lebensjahre im Sozialismus dabei durchaus auch mit hinein, fuer mich keine Frage.

    > Ich lasse mal Irmgard Keun für mich sprechen:
    > „……….., habe ich – von wenigen Ausnahmen abgesehen – Männer
    > lieber als Frauen. Meine Gründe dafür sind mannigfaltig. Ich selbst
    > möchte kein Mann sein. Der Gedanke, dann eine Frau heiraten zu müssen,
    > schreckt mich.“
    >
    > Hätten doch mehr Männer Esther Vilar gelesen, dann gäbe es vielleicht
    > noch mehr von ihnen, eben einfach nur Männer.
    > Esther Vilar:
    > „Frauen sind Kriegsschiffe, die sich als Lazarette tarnen.“

    Blonde Frauen sind Flugzeugtraeger, fast ausschliesslich fuer das Schoenwetter-Skipping konstruiert. [[zwinker]]

    Esther Vilar habe ich zwar nie gelesen, aber auch sie und ihre Thematiken sind mir durchaus gelaeufig.

    Letztlich fuehrt das alles auf ein erst kuerzlich wieder hier im Forum kurz behandeltes Thema zurueck:

    http://12koerbe.de/arche/genesis3.htm

    Warum war es im Paradies Adam's Weib und nicht Adam selbst, welcher die Schlange (serpens serpentis maskulinum! die! Schlange) den Griff zum Apfel als symbolisiertes Boese/Schlechte riet, und welcher auf diesem Weg schliesslich bei Adam landete, und warum nahm der Apfel nicht den anderen umgekehrten Weg?

    Hast Du dafuer vielleicht eine Erklaerung?

    > Ansonsten gebe ich Dir in fast allem Recht, Deinen Beitrag betreffend. Und
    > aufgeregt hat er mich nicht.
    >
    > Ich denke aber, das weiter auszuführen, gehört dann schon nicht mehr zum
    > eigentlichen Ausgangspunkt der Diskussion.
    >
    > Was ich mich frage, warum schreibst Du immer von „dieser unsaeglichen
    > BRDDR“.
    > Ich habe beide Teile kennengelernt, in beiden Teilen einfach nur mein
    > Leben gelebt, und ob Du es glaubst oder nicht, ich lebe gern in diesem
    > Land.

    Oh, das glaube ich Dir sofort und gerne, auf's Wort!

    > Es liegt doch in erster Linie an mir, was ich daraus mache.

    Jaja, jeder ist seines eigenen Glueckes Schmied, und unser Staat, das sind wir ja doch alle!

    [[ironie]] [[ironie]] [[ironie]]

    Ich moechte es mal so sagen, Berkana: Auch Du hast eine ganze Menge Glueck dabei gehabt - manche nennen das einen riesigen Dussel, andere wiederum mords Schwein -, dass auch Du selbst heute noch in Deinem Alter an die primaere Wirksamkeit dieser ersten Linie glaubst!

    Meine Diktion der "unsaeglichen BRDDR" zielt jedoch - im Gegensatz zu Dir - auf die hoechstleistungskriminelle und schwerstverbrecherische STAATSMAFIABANDE dieser unsaeglichen BRDDR ab!

    Erkennst Du jetzt die gravierenden Unterschiede in unser beider Perspektiven?

    > Ich glaube jetzt hab ich es, ich bin weder Ossi noch Wessi, ich bin
    > Opportunist, in dem Sinne:
    > „Im allgemeinen Sprachgebrauch wird damit eine Person bezeichnet, die
    > zweckmäßig handelt, um sich der jeweiligen Lage anzupassen und einen
    > Vorteil daraus zu ziehen . ..“

    Heute bist Du ein Wossi [[zwinker]] mit Ossi-Schatten, zeitlebens warst Du nach Deinem eigenem Bekunden jetzt eine Opportunistin.

    > Ja, und ist das nun schlimm?

    Opportunismus per se ist nicht schlimm, ganz im Gegenteil, ein "gesunder" d.h. ein ausgewogener Opportunismus ist m.E. geradezu ueberlebensnotwendig.

    Ein "krankhafter" Opportunismus hingegen ist schlimm wie schlecht, auch er verhaelt sich und wirkt wie ein Krebsgeschwuer.

    Letztlich entscheidet die Massgraedlichkeit und die Zielobjekte bei der Ausuebung von Opportunismus darueber, ob dieser als "gesund" oder "krankhaft" zu charakterisieren ist.

    Wie Du siehst, auch beim Opportunismus macht - wie ueberall - immer nur die Menge - i.e. zuviel oder zuwenig - das Gift.

    Ob Du zeitlebens nun ueber einen gesunden oder krankhaften Opportunismus verfuegt hast, das wird sich vermutlich und hoechstwahrscheinlich noch zu Deinen Lebzeiten herausstellen...

    > Grüße, berkana.

    ---
    Gruss!
    TD

    Die StaSi tobt und Tassie kichert,
    denn er ist Schaeuble abgesichert!

    berkana

    16.06.2010, 14:19

    @ Tassie Devil

    Erklärungsversuche

    Ich versuche jetzt die letzten Postings zusammen zufassen.


    Einmal Ossi - immer Ossi ;-)

    So schlau ist der Ossi nun auch wieder nicht - GG, FDGO – woher soll ich wissen, was das heißt? Keine Sorge, ich hab es raus bekommen.

    [i]„…., hatte die jeweils besuchende Westverwandschaft in der DDR dann die Funktion der den Schaufenstern des Westsystems entsprungenen Schaufensterpuppen zum "richtig Antatschen" fuer die Ossis uebernommen,…“
    [/i]
    Stimmt, und diese Besuche in der Zone waren außerdem hervorragend geeignet, das eigene Ego aufzuwerten. Und nicht zu vergessen der Nervenkitzel. Es lauerte doch überall der Russe, und diese Gefahren hatte man zu überstehen.

    Dass beide deutschen Staaten eine „Vorbildfunktion“ hatten, stimmt. In einem irrst Du und unterschätzt die Spezies des „gemeinen“ Ossi einmal mehr. Beileibe nicht alle, aber es gab schon Ossis, die sich darüber auch im Klaren waren.

    Deine Ausführungen zu den Umständen, Entwicklungen, insbesondere der Parteienlandschaft, sehr interessant.
    Nur klammerst Du das rote Spektrum und nicht zu vergessen die Grünen völlig aus.

    In einem Witz wurde mal erzählt, wie ein Amerikaner, ein Franzose und ein Deutscher sich über Bedeutung und Gefährlichkeit der Atombombe unterhielten. Hier nur die Pointe.
    Der Deutsche:“ Wir brauchen die gar nicht. Wir haben die Grünen, die richten mehr Schaden an als Ihr mit Eurer Atombombe.“

    Also, was ist mit den Grünen, den Roten?

    Und was war denn gut an/in der Entwicklung? Das muss es doch auch gegeben haben. Wieso siehst Du nur das Negative? Zumindest kommt es so bei mir an.

    „Ich hoffe, Du weisst jetzt nach meinen hintergruendlichen Erlaeuterungen auch diese Wiesel-Begriffsschoepfung der SPD-Sozen der fruehen 1970-er Jahre "Sozialkompetenz" richtig einzuklassifizieren: ein fuer den Massenkonzum aus dem blauen Himmel gezogenes Verbalgeschoepf ohne jegliche Substanz infolge voellig fehlender Definition - klingt aber gut, interessant und irgendwie auch professionell: die Sozen hatten ihre einstige Taktik des sich-dumm-stellens und des voellig-harmlos-tun zu Gunsten einer proaktiven Verdummungstaktik wie soeben erklaerend ausgefuehrt aufgegeben.“

    Genau, Kompetenz, klingt gut, damit kann man Eindruck machen, und heute gibt es überall Kompetenzen. Auch schön, Gender- und Diversity-Kompetenz.
    Ich staune insbesondere immer mehr über die Kompetenzen, die sich im Bereich Bildung und Erziehung inflationär breitgemacht haben.
    Menschen hatten Fähigkeiten, besaßen Fertigkeiten, Wissen und Können.
    Damit ist es vorbei.
    Die Erziehungs- und Lehrkonzepte der industriellen Epoche des 19./20.Jahrhunderts wurden abgelöst durch zukunftsorientierte kulturelle Bildung. Super, jetzt sind wir alle kompetent.
    Lese ich Materialien der Kultusministerkonferenz, Veröffentlichungen der Länder zur Bildung und Erziehung, es wimmelt nur so von Kompetenzen.
    In einer 12-seitigen Infobroschüre der Privatschule „PHORMS“ findet sich das Wort Kompetenz lediglich dreimal.
    Das zu kommentieren, dazu bin ich nicht kompetent genug.


    Gesunder/krankhafter Opportunismus

    „und von mir hier extrem dargestellten - Pole des individuellen Kapitalismus einerseits und des vermassten Sozialismus/Kommunismus andererseits, beides sind staatsmafiose Bastarde.“

    Und wie oder was ist nun besser, richtig?

    „Warum war es im Paradies Adam's Weib und nicht Adam selbst, welcher die Schlange (serpens serpentis maskulinum! die! Schlange) den Griff zum Apfel als symbolisiertes Boese/Schlechte riet, und welcher auf diesem Weg schliesslich bei Adam landete, und warum nahm der Apfel nicht den anderen umgekehrten Weg?

    Hast Du dafuer vielleicht eine Erklaerung?“



    „ Und es sprach JHWH Gott zur Frau: Was (das) da tatest du?“
    „Und sie sprach, die Frau: die Schlange täuschte mich und ich aß.“

    http://12koerbe.de/arche/genesis3.htm

    Ich denke die Erklärung liegt hierin, das ist der Knackpunkt, das ist für mich der Schlüsselsatz.

    Muss man das noch erklären?

    Und zum Opportunismus, da nehme ich für mich in Anspruch, dass der Meine gesund ist.
    Er ist erwachsen geworden und sehr gesund in der Zeit der Wende. Als ich erlebt habe, wie schnell ein Gesellschaftssystem, nicht kippt, nein, einfach in sich zusammenfällt, einfach so, plötzlich ist nichts mehr da. Wie die „führenden“ Genossen einfach die Pfoten aufgemacht haben und alles laufen ließen, nur noch erstaunt zugesehen haben.
    Und niemand schien darauf vorbereitet zu sein. Auch die nicht, die dieses Vakuum füllen wollten und sollten.
    Keiner wusste, wohin das alles führen wird, der Staat hatte fertig.
    Gab es Chaos? Nein, irgendwie hatten wir keine Staatsmacht mehr, eine Neue noch nicht, aber das Leben ging weiter, in doch eigentlich recht ordentlichen Bahnen.

    Schlussfolgerung? Da bin ich mit mir noch nicht so einig.

    Gruß, berkana.

    Angel

    16.06.2010, 15:28

    @ Dragonfly

    Ost West Vergleich

    > Zitat:
    > "Hinzu kommt: Das Rentenniveau ist im Osten weiterhin viel höher als im
    > Westen! Im Schnitt kassieren Männer in den neuen Ländern 1043 Euro
    > gesetzliche Rente im Monat, im Westen sind es 967 Euro. Bei Frauen sind es
    > sogar 669 Euro im Osten, nur 468 Euro im Westen."
    > http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2009/03/18/rentenunterschiede/warum-gibts-im-osten-mehr-rente.html

    > Du siehst, im Osten, einem ehemaligen Pleitestaat, wo es eigentlich GAR
    > KEINE RENTE geben duerfte, gibt es MEHR Rente als im Westen, bei geringeren
    > Lebenshaltungskosten.

    Hallo,

    Und woran liegt das?
    Während hier im Osten die Frauen Arbeitsjahre gesammelt haben, waren die Westfrauen häufig ganz zu Hause oder nur teilzeitbeschäftigt, wo soll denn da der Rentenanspruch herkommen? Das spricht doch komplett gegen das vielgepriesene Leistungsprinzip. [[zwinker]]
    Und während man im Osten schonmal 40 Arbeitsjahre sammeln konnte, kommt im Westen der Abzug durch Arbeitslosigkeit, Frühverrentung etc. hinzu.
    Ach und das steht ja auch in dem Artikel, kommt eben drauf an was man zitiert.

    Die DDR war nun aber mal nicht pleite, aber anderes Thema
    DDR Wirtschaft

    Viel schlimmer finde die Aussage zu den Lebenshaltungskosten, der Bundesstaat mit den höchsten Lebenshaltungskosten im Vergleich zum Einkommen ist Thüringen.
    Oder kostet der Sprit im Westen zwischenzeitlich 5,40€/l ?
    Wo sitzen denn die Spitzenbekommer?
    Lohnvergleich

    mehr netto?

    Ich kann das echt nicht mehr hören.

    Und worüber wird sich hier eigentlich beschwert, die DDR war das China der Bundesrepublik. Es wurden riesige Warenbestände zu Spottpreisen in den Westen verkauft um an Devisen zu kommen, zudem wurden nach der Wiedervereinigung 17Mio freudige kredithungrige Kunden zugeführt, sonst hätte schon die Bundesbirne Pleite anmelden müssen.

    Grüße,
    Angel

    Tassie Devil

    Tasmania, Australia,
    16.06.2010, 17:50
    (editiert von Tassie Devil, 16.06.2010, 17:56)

    @ Angel

    ROOOFL - Als haette ich es vorausgeahnt!

    Kaum habe ich meinen - wie ich hoffnungsfroh und -voll dachte - zumindest vorlaeufig letzten Beitrag in einer ganzen Serie von Beitraegen zum Thema Staatsbankrott der DDR Ende 1989 gepostet

    http://dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=170317&page=0&category=0&order=last_answer

    und schon kommt wieder einer der neunmalklugen Ossi-Engel dahergeschwebt und erklaert mit aeusserst transparenten Pseudo-Argumenten, dass die einstige DDR-Sonne tatsaechlich quadratisch gewesen sei, um welche sich die BRD-Erde umlaufend drehen musste.

    [[euklid]] [[euklid]] [[euklid]]

    > > Zitat:
    > > "Hinzu kommt: Das Rentenniveau ist im Osten weiterhin viel höher als im
    > > Westen! Im Schnitt kassieren Männer in den neuen Ländern 1043 Euro
    > > gesetzliche Rente im Monat, im Westen sind es 967 Euro. Bei Frauen sind es
    > > sogar 669 Euro im Osten, nur 468 Euro im Westen."
    > >
    > http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2009/03/18/rentenunterschiede/warum-gibts-im-osten-mehr-rente.html
    >
    > > Du siehst, im Osten, einem ehemaligen Pleitestaat, wo es eigentlich GAR
    > > KEINE RENTE geben duerfte, gibt es MEHR Rente als im Westen, bei
    > > geringeren Lebenshaltungskosten.
    >
    > Hallo,
    >
    > Und woran liegt das?
    > Während hier im Osten die Frauen Arbeitsjahre gesammelt haben,

    Ja richtig, das Sammeln von Arbeitsjahren der Ossis in der DDR ueber Jahrzehnte hinweg war vom Prinzip her mit dem Beerensammeln einer Wessi-Familie bei ihrem Sonntagsausflug vergleichbar.

    Frueh morgens fuhr diese Wessi-Familie zum Beerensammeln fort und kehrte am spaeten Abend vom Beerensammeln mit gefuellten Koerben zurueck. Der gesamte Tag war mit allen seinen Pausen, Picknick, Mittagschlaefchen, Kaffeerast usw. und nicht zuletzt auch der gesamten Fahrt mit Beerensammeln angefuellt, auch wenn zeitweilig tatsaechlich keine Beeren dabei gesammelt wurden.

    In der DDR gab es per staatsraisionierter Definition keine Arbeitslosigkeit, und ergo war jeder Ossimann und jede Ossifrau jeden Tag "im Arbeitseinsatz", 24 Stunden pro Tag, 365 Tage im Jahr, 40 Jahre der Ewigkeit.

    Temporaere Freistellungen aus den verschiedensten Gruenden als da waren Kindergeburt, Krankheit, Ausbildung, Fortbildung, Urlaub usw. usf. waren kein Grund, sich nicht "im Arbeitseinsatz der sozialistischen Werktaetigen" zu befinden, denn wie zuvor bereits ausgefuehrt, es gab im "sozialistischen Arbeiter- und Bauernparadies" den Zustand der Arbeitslosigkeit schlicht ueberhaupt nicht, weshalb der Ossi pausenlos im Dienst dieser sozialistischen Werktaetigen stand.

    > waren die Westfrauen häufig ganz zu Hause oder nur teilzeitbeschäftigt,

    Oooch, das waren nicht zuletzt die Ossi-Frauen auch, wenn z.B. immer mal wieder die nicht gerade seltenen Lieferschwierigkeiten irgendwelcher Vormaterialen lachten, oder der Plan erfuellt war, oder sonst irgendetwas nicht ganz plangemaess lief, oder irgendwo Schlange gestanden wurde usw. usf.

    Und im uebrigen, die sozialistisch Werktaetigen haben sich allesamt bei ihren Arbeitseinsaetzen insbesondere in den VEBs der DDR garantiert nicht ihre Fuesse herausgerissen sondern locker vom Hocker dahingewurschtelt - ein Umstand, der bei den Wessis sich i.d.R nur die verbeamteten Sesselpupser und
    -reibaer...e zu erlauben vermochten.

    Im Unterschied zu den per Definition staendig sich "im Arbeitseinsatz" befindenden Ossi-Frauen waren die Wessi-Frauen nur dann "im Arbeitseinsatz", wenn sie als Arbeitnehmer einen Arbeitsvertrag in ihrer Tasche hatten und vertragsgemaess ihre Arbeit erfuellten, alles andere war ansonsten reines Privatvergnuegen.

    > wo soll denn da der Rentenanspruch herkommen?

    Voellig richtig, ein solcher kommt ausschliesslich vom staatsmafios politischen Willen her, und eben nicht durch echte Arbeitsleistung.

    http://dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=169606&page=0&category=0&order=last_answer

    > Das spricht doch komplett gegen das vielgepriesene Leistungsprinzip.
    > [[zwinker]]

    Ja, diese Rentenregelungen zu Gunsten nicht zuletzt auch der Ossi-Frauen widerspricht dem ehemaligen Leistungsprinzip in der Vor-BRDDR, es spricht allerdings vor allem fuer die Perfidie der hoechstleistungskriminellen und schwerstverbrecherischen STAATSMAFIA dieser unsaeglichen BRDDR, welche mit den Rentenregelungen 1990 nicht zuletzt den Wessi-Frauen seither staendig voll abwatschend in deren Gesichter schlaegt.

    > Und während man im Osten schonmal 40 Arbeitsjahre sammeln konnte, kommt
    > im Westen der Abzug durch Arbeitslosigkeit, Frühverrentung etc. hinzu.
    > Ach und das steht ja auch in dem Artikel, kommt eben drauf an was man
    > zitiert.
    >
    > Die DDR war nun aber mal nicht pleite, aber anderes Thema
    > DDR
    > Wirtschaft

    Vergiss am allerbesten sogleich auch diese vorstehende Nicht-Bankrottmaerchen-Legende der DDR, denn gemaess meines Links ganz oben in diesem Beitrag hatte die DDR Ende 1989 fix und fertig!

    Auch dieser nachfolgende Beitrag beschreibt an seinem Ende interessante Details vom bankrotten Ende der DDR

    http://dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=170356&page=0&category=0&order=last_answer

    > Viel schlimmer finde die Aussage zu den Lebenshaltungskosten, der
    > Bundesstaat mit den höchsten Lebenshaltungskosten im Vergleich zum
    > Einkommen ist Thüringen.
    > Oder kostet der Sprit im Westen zwischenzeitlich 5,40€/l ?
    > Wo sitzen denn die Spitzenbekommer?
    > Lohnvergleich
    mehr
    > netto?


    Hierzu vermag ich nichts beizutragen, weil ich die aktuellen Verhaeltnisse nicht kenne.

    > Ich kann das echt nicht mehr hören.

    Ohropax verschafft Frieden. [[zwinker]]

    > Und worüber wird sich hier eigentlich beschwert, die DDR war das China
    > der Bundesrepublik.

    [[euklid]] [[euklid]] [[euklid]] [[euklid]] [[euklid]]

    > Es wurden riesige Warenbestände zu Spottpreisen in den Westen verkauft um
    > an Devisen zu kommen,

    Nach der ersten Kreditsimulation 1984 i.H.v. 1 Milliarde DM war doch die DDR zu solchen Westdevisen gekommen, warum hat das den DDR-Genossen eigentlich keine 5 Jahre gereicht?

    Und Deine "riesigen Warenbestaende zu Spottpreisen" packst Du am allerbesten sogleich wieder ein, denn Du willst doch nicht ernsthaft behaupten, die knapp 17 Millionen Ossis haetten auf irgendeine Art und Weise ueberhaupt gegen China zu konkurrieren vermoegen?

    [[euklid]] [[euklid]] [[euklid]] [[euklid]] [[euklid]]

    > zudem wurden nach der Wiedervereinigung 17Mio freudige kredithungrige
    > Kunden zugeführt, sonst hätte schon die Bundesbirne Pleite anmelden müssen.

    Ja, genau, die Ossis haben 1990 tatsaechlich die BRDDR vor ihrem Bankrott gerettet... [[ironie]] [[ironie]] [[ironie]]

    [[euklid]] [[euklid]] [[euklid]] [[euklid]] [[euklid]]

    > Grüße,
    > Angel

    ---
    Gruss!
    TD

    Die StaSi tobt und Tassie kichert,
    denn er ist Schaeuble abgesichert!

    Angel

    16.06.2010, 19:28

    @ Tassie Devil

    du musst auch denken

    in der DDR hat niemand gearbeitet, die gebratenen Tauben flogen herum und Wein floss allerorten, den man umständlich in Wasser verwandeln musste wenn man Blumen giessen wollte.

    > Kaum habe ich meinen - wie ich hoffnungsfroh und -voll dachte - zumindest
    > vorlaeufig letzten Beitrag in einer ganzen Serie von Beitraegen zum Thema
    > Staatsbankrott der DDR Ende 1989 gepostet
    >
    > http://dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=170317&page=0&category=0&order=last_answer
    >
    > und schon kommt wieder einer der neunmalklugen Ossi-Engel dahergeschwebt
    > und erklaert mit aeusserst transparenten Pseudo-Argumenten, dass die
    > einstige DDR-Sonne tatsaechlich quadratisch gewesen sei, um welche sich die
    > BRD-Erde umlaufend drehen musste.
    >

    nein, nur eine ehrliche Meinung ohne Meinungsmache. Ich hab beide Systeme miterlebt, kannst Du sicher auch behaupten.

    >
    > > > Zitat:
    > > > "Hinzu kommt: Das Rentenniveau ist im Osten weiterhin viel höher als
    > im
    > > > Westen! Im Schnitt kassieren Männer in den neuen Ländern 1043 Euro
    > > > gesetzliche Rente im Monat, im Westen sind es 967 Euro. Bei Frauen
    > sind es
    > > > sogar 669 Euro im Osten, nur 468 Euro im Westen."
    > > >
    > >
    > http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2009/03/18/rentenunterschiede/warum-gibts-im-osten-mehr-rente.html
    > >
    > > > Du siehst, im Osten, einem ehemaligen Pleitestaat, wo es eigentlich
    > GAR
    > > > KEINE RENTE geben duerfte, gibt es MEHR Rente als im Westen, bei
    > > > geringeren Lebenshaltungskosten.
    > >
    > > Hallo,
    > >
    > > Und woran liegt das?
    > > Während hier im Osten die Frauen Arbeitsjahre gesammelt haben,
    >
    > Ja richtig, das Sammeln von Arbeitsjahren der Ossis in der DDR ueber
    > Jahrzehnte hinweg war vom Prinzip her mit dem Beerensammeln einer
    > Wessi-Familie bei ihrem Sonntagsausflug vergleichbar.
    >
    > Frueh morgens fuhr diese Wessi-Familie zum Beerensammeln fort und kehrte
    > am spaeten Abend vom Beerensammeln mit gefuellten Koerben zurueck. Der
    > gesamte Tag war mit allen seinen Pausen, Picknick, Mittagschlaefchen,
    > Kaffeerast usw. und nicht zuletzt auch der gesamten Fahrt mit Beerensammeln
    > angefuellt, auch wenn zeitweilig tatsaechlich keine Beeren dabei gesammelt
    > wurden.
    >
    > In der DDR gab es per staatsraisionierter Definition keine
    > Arbeitslosigkeit, und ergo war jeder Ossimann und jede Ossifrau jeden Tag
    > "im Arbeitseinsatz", 24 Stunden pro Tag, 365 Tage im Jahr, 40 Jahre der
    > Ewigkeit.
    >
    > Temporaere Freistellungen aus den verschiedensten Gruenden als da waren
    > Kindergeburt, Krankheit, Ausbildung, Fortbildung, Urlaub usw. usf. waren
    > kein Grund, sich nicht "im Arbeitseinsatz der sozialistischen Werktaetigen"
    > zu befinden, denn wie zuvor bereits ausgefuehrt, es gab im "sozialistischen
    > Arbeiter- und Bauernparadies" den Zustand der Arbeitslosigkeit schlicht
    > ueberhaupt nicht, weshalb der Ossi pausenlos im Dienst dieser
    > sozialistischen Werktaetigen stand.

    Dir ist sicher klar, dass diese Zeiten für Ostdeutsche auch bei der Rentenberechnung West rausgenommen wurden oder? Es wurde ein durchschnittliches West Einkommen angenommen, also nicht mehr als andere auch.

    > > waren die Westfrauen häufig ganz zu Hause oder nur
    > teilzeitbeschäftigt,
    >
    > Oooch, das waren nicht zuletzt die Ossi-Frauen auch, wenn z.B. immer mal
    > wieder die nicht gerade seltenen Lieferschwierigkeiten irgendwelcher
    > Vormaterialen lachten, oder der Plan erfuellt war, oder sonst irgendetwas
    > nicht ganz plangemaess lief, oder irgendwo Schlange gestanden wurde usw.
    > usf.
    >
    > Und im uebrigen, die sozialistisch Werktaetigen haben sich allesamt bei
    > ihren Arbeitseinsaetzen insbesondere in den VEBs der DDR garantiert nicht
    > ihre Fuesse herausgerissen sondern locker vom Hocker dahingewurschtelt -
    > ein Umstand, der bei den Wessis sich i.d.R nur die verbeamteten
    > Sesselpupser und
    > -reibaer...e zu erlauben vermochten.
    >
    > Im Unterschied zu den per Definition staendig sich "im Arbeitseinsatz"
    > befindenden Ossi-Frauen waren die Wessi-Frauen nur dann "im
    > Arbeitseinsatz", wenn sie als Arbeitnehmer einen Arbeitsvertrag in ihrer
    > Tasche hatten und vertragsgemaess ihre Arbeit erfuellten, alles andere war
    > ansonsten reines Privatvergnuegen.

    [ironie]
    Japp, hast recht, Arbeitszeit begann früh um 9 bis 12 je nach Gutdünken, dann wurde einem das Frühstück ans Bett gebracht, bevor man zu seiner Arbeitstelle vor dem Fernseher gefahren wurde. Raus brauchte man ja nicht, war ja eh alles vergittert und dann die ganzen 80% Stasi Leute die einen immer hinterhältig gefragt haben wann's denn endlich in den güldenen Westen geht.
    Während die hart arbeitende Westfrau schwere Kataloge wälzen musste, um herauszufinden wo man den Yoghurt heute 3 Pfennige billiger bekommt
    [/ironie]

    Ich denk gearbeitet wurde hier wie da, nur, dass das Erwirtschaftete damals eher gleichverteilt wurde, während heute abgesahnt wird ohne Ende und für einen Reichen sehr viele arm sein _müssen_.

    > > wo soll denn da der Rentenanspruch herkommen?
    >
    > Voellig richtig, ein solcher kommt ausschliesslich vom staatsmafios
    > politischen Willen her, und eben nicht durch echte Arbeitsleistung.
    >
    > http://dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=169606&page=0&category=0&order=last_answer

    Kann da nichts draus erkennen, das ist doch einfach nur der Thread hier.

    > > Das spricht doch komplett gegen das vielgepriesene Leistungsprinzip.
    > > [[zwinker]]
    >
    > Ja, diese Rentenregelungen zu Gunsten nicht zuletzt auch der Ossi-Frauen
    > widerspricht dem ehemaligen Leistungsprinzip in der Vor-BRDDR, es spricht
    > allerdings vor allem fuer die Perfidie der hoechstleistungskriminellen und
    > schwerstverbrecherischen STAATSMAFIA dieser unsaeglichen BRDDR, welche mit
    > den Rentenregelungen 1990 nicht zuletzt den Wessi-Frauen seither staendig
    > voll abwatschend in deren Gesichter schlaegt.
    >
    > > Und während man im Osten schonmal 40 Arbeitsjahre sammeln konnte,
    > kommt
    > > im Westen der Abzug durch Arbeitslosigkeit, Frühverrentung etc. hinzu.
    > > Ach und das steht ja auch in dem Artikel, kommt eben drauf an was man
    > > zitiert.
    > >
    > > Die DDR war nun aber mal nicht pleite, aber anderes Thema
    > > DDR
    > > Wirtschaft
    >
    > Vergiss am allerbesten sogleich auch diese vorstehende
    > Nicht-Bankrottmaerchen-Legende der DDR, denn gemaess meines Links ganz oben
    > in diesem Beitrag hatte die DDR Ende 1989 fix und fertig!
    >
    > Auch dieser nachfolgende Beitrag beschreibt an seinem Ende interessante
    > Details vom bankrotten Ende der DDR
    >
    > http://dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=170356&page=0&category=0&order=last_answer

    Wenn du meinst die DDR war rein politisch am Ende, ja natürlich volle Zustimmung. Obwohl ja die Mehrheit eine Reform des Sozialismus wollte und nicht einfach nur annekt.. ähh angeschlossen werden.

    >
    > Nach der ersten Kreditsimulation 1984 i.H.v. 1 Milliarde DM war doch die
    > DDR zu solchen Westdevisen gekommen, warum hat das den DDR-Genossen
    > eigentlich keine 5 Jahre gereicht?

    na die hochgejubelten 1 Mrd hätte man sich sparen können, wenn man die Kredite aus den "Bruderländern" zurückbekommen hätte. Die 6 Mrd von Russland hat wohl die Nachfolgeregierung eingestrichen, wer das wohl war.

    > Und Deine "riesigen Warenbestaende zu Spottpreisen" packst Du am
    > allerbesten sogleich wieder ein, denn Du willst doch nicht ernsthaft
    > behaupten, die knapp 17 Millionen Ossis haetten auf irgendeine Art und
    > Weise ueberhaupt gegen China zu konkurrieren vermoegen?
    >

    Na lies mal das pdf, mit China sicher nicht, das ist wohl etwas übertrieben das sollte selbst Dir auffallen.

    >
    > > zudem wurden nach der Wiedervereinigung 17Mio freudige kredithungrige
    > > Kunden zugeführt, sonst hätte schon die Bundesbirne Pleite anmelden
    > müssen.
    >
    > Ja, genau, die Ossis haben 1990 tatsaechlich die BRDDR vor ihrem Bankrott
    > gerettet...

    Zumindest einen gewissen Aufschub ja, immerhin ein Haufen neuer Konsumenten für den ganzen Klicki-Bunti-Mist den keiner braucht nicht wahr?

    Grüße, Angel

    Tassie Devil

    Tasmania, Australia,
    18.06.2010, 17:50
    (editiert von Tassie Devil, 18.06.2010, 18:08)

    @ berkana

    Von in recht ordentlichen Bahnen trabenden Ossi-Gaeulen ;-)

    > Ich versuche jetzt die letzten Postings zusammen zufassen.

    Ok.

    > Einmal Ossi - immer Ossi ;-)

    Einmal Wessi - immer Wessi [[zwinker]]

    Aber bitteschoen, davon nur das Orginal und kein Plagiat! [[zwinker]]

    > So schlau ist der Ossi nun auch wieder nicht - GG, FDGO – woher soll ich
    > wissen, was das heißt?

    Suchet, so werdet ihr finden...

    > Keine Sorge, ich hab es raus bekommen.

    ...klopfet an... noee, Sorgen haette ich mir auch deshalb keine gemacht. [[zwinker]]

    > [i]„…., hatte die jeweils besuchende Westverwandschaft in der DDR
    > dann die Funktion der den Schaufenstern des Westsystems entsprungenen
    > Schaufensterpuppen zum "richtig Antatschen" fuer die Ossis
    > uebernommen,…“
    >
    [/i]
    > Stimmt, und diese Besuche in der Zone waren außerdem hervorragend
    > geeignet, das eigene Ego aufzuwerten.

    Ja logisch, ganz klar!

    Und diese Ego-Trips waren gelegentlich ganz entscheidend und wohl zumeist mit entscheidend, dass diese Westbesuche in der DDR ueberhaupt stattfanden, zumindest entschied diese Ego-Show ganz entscheidend ueber deren Haeufigkeit.

    Nachdem die Anzahl der Vollzeit-Arbeitslosen in der BRD Mitte der 1970-er Jahre die 1/2 Million-Marke ueberschritten hatte, wurden - bei diesbezueglich weiterhin recht strammen Zahlenwachstum - alljaehrlich in den suedeuropaeischen Laendern folgende Sommerfestspiele aufgefuehrt:

    Die Arbeitslosen rekrutierten sich in diesen Zeiten zumeist aus arbeitslosen Familienvaetern von 3-5-koepfigen Familien, welchen - um auch ihren Arbeitslosenstress im Kreise ihrer Lieben abbauen zu koennen - 1 Mal p.a. amtlicherseits gestattet war, mittels einer 3-4 woechigen suedeuropaeischen Urlaubsreise sich von den Strapazen ihrer Arbeitslosigkeit zu erholen.

    In den Urlaubslaendern trieben gerade auch diese Familien dann mit ihren muskelprotzigen Erzaehlungen einschliesslich der augenscheinlichen Beweise ihres arbeitslosen Wohlstandsdaseins zuweilen den dortigen Einheimischen die Traenen in deren Augen, weil fuer diese das Schlaraffenland Germania einerseits so nah und andererseits doch wiederum so fern war - bis halt eines Tages deren Roesselspruenge dorthin dann doch von Erfolg gekroent waren...

    > Und nicht zu vergessen der Nervenkitzel. Es lauerte doch überall der Russe,
    > und diese Gefahren hatte man zu überstehen.

    Ja, auch dabei wurde erheblich uebertrieben, aber so ganz ohne jegliche Gefahr war diese Angelegenheit nun nicht - sie bestand naemlich darin, auf manipuliert krummen Wegen letztendlich als Informant des MfS im "goldenen Westen" zu enden.

    > Dass beide deutschen Staaten eine „Vorbildfunktion“ hatten, stimmt. In
    > einem irrst Du und unterschätzt die Spezies des „gemeinen“ Ossi einmal
    > mehr. Beileibe nicht alle, aber es gab schon Ossis, die sich darüber auch
    > im Klaren waren.

    Klar, sobald eine Gruppe eine gewisse Groessenordnung erreicht hat sind es nie alle davon, weshalb es wesentlich sinnvoller ist, dann von Trends und Tendenzen zu reden.

    @MausS hat in einem seiner Beitraege vor wenigen Wochen aufgezeigt, dass sich - einmal sehr konservativ ausgedrueckt - nicht wenige Ossis auch ueber die Nachhaltigkeit der DDR so ihre Gedanken gemacht hatten und sich ueber deren Konsequenzen gleichfalls im Klaren waren.

    http://dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=163345

    > Deine Ausführungen zu den Umständen, Entwicklungen, insbesondere der
    > Parteienlandschaft, sehr interessant.

    Das glaube ich Dir sofort - es war ja auch sehr interessant fuer mich, damals dort dabei zu sein.

    > Nur klammerst Du das rote Spektrum und nicht zu vergessen die Grünen
    > völlig aus.

    Der Grund dafuer liegt ausschliesslich darin, dass weder die roten noch die gruenen Kommunisten vor dem Jahr 1980 ueberhaupt eine Rolle gespielt haben, die Gruenen waren im Zeitraum 1975 - 1979 eine Bewegung, aber keine Partei, und die DKP lief seit ihrer Gruendung stets unter "ferner liefen" weit abgeschlagen am Ende mit.

    > In einem Witz wurde mal erzählt, wie ein Amerikaner, ein Franzose und ein
    > Deutscher sich über Bedeutung und Gefährlichkeit der Atombombe
    > unterhielten. Hier nur die Pointe.
    > Der Deutsche:“ Wir brauchen die gar nicht. Wir haben die Grünen, die
    > richten mehr Schaden an als Ihr mit Eurer Atombombe.“

    Ich wuerde das nicht als einen Witz auffassen wollen sondern als triefenden Sarkasmus mit schaeumender Ironie.

    > Also, was ist mit den Grünen, den Roten?

    Nach dem Verbot der KPD im Jahre 1956

    http://de.wikipedia.org/wiki/KPD-Verbot

    war in der BRD vorlaeufig mal fuer alle K-Parteien und K-Gruppen Vollzeit-Pause angesagt, welches erstmals im Jahr der schwerdekadenten 68-er Brut der Frankfurter Schule wiederum hierdurch aufgehoben wurde

    http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Kommunistische_Partei

    jedoch spielte - mit Ausnahme von lokalen Rabbatz-Events - das K in der BRD bis Ende der 1980-er Jahre nie eine auch nur ein klein wenig groessere Rolle.

    Die Wohlstandspartei "Die Gruenen" wurde erst im Jahre 1980 gegruendet

    http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_von_B%C3%BCndnis_90/Die_Gr%C3%BCnen

    und nach deren Spaltung in Fundis und Realos sowie deren Entscheidung im Jahre 1985 Pro-MultiKulti und Pro-Einwanderungsland musste eigentlich auch dem Allerduemmsten dieser BRD klar geworden sein, dass der Umweltschutz nur ein vorgeschobenes Schutzschild einer weiteren Kommunistengruppe jedoch mit weit hoeheren Potenzialen wie dem K jemals zuvor war.

    > Und was war denn gut an/in der Entwicklung? Das muss es doch auch gegeben
    > haben.

    Oh, bis etwa Ende der 1960-er Jahre hatte sich recht vieles gut entwickelt, sodass in zunehmenden Umfaengen Raum fuer weniger gute Entwicklungen geschaffen werden konnte und wurde.

    > Wieso siehst Du nur das Negative? Zumindest kommt es so bei mir an.

    Dann schalte am besten mal Deinen Negativ-Filter aus. [[zwinker]]

    >
    > „Ich hoffe, Du weisst jetzt nach meinen hintergruendlichen
    > Erlaeuterungen auch diese Wiesel-Begriffsschoepfung der SPD-Sozen der
    > fruehen 1970-er Jahre "Sozialkompetenz" richtig einzuklassifizieren: ein
    > fuer den Massenkonzum aus dem blauen Himmel gezogenes Verbalgeschoepf ohne
    > jegliche Substanz infolge voellig fehlender Definition - klingt aber gut,
    > interessant und irgendwie auch professionell: die Sozen hatten ihre
    > einstige Taktik des sich-dumm-stellens und des voellig-harmlos-tun zu
    > Gunsten einer proaktiven Verdummungstaktik wie soeben erklaerend
    > ausgefuehrt aufgegeben.“
    >

    > Genau, Kompetenz, klingt gut, damit kann man Eindruck machen, und heute
    > gibt es überall Kompetenzen. Auch schön, Gender- und Diversity-Kompetenz.
    > Ich staune insbesondere immer mehr über die Kompetenzen, die sich im
    > Bereich Bildung und Erziehung inflationär breitgemacht haben.
    > Menschen hatten Fähigkeiten, besaßen Fertigkeiten, Wissen und Können.
    > Damit ist es vorbei.

    So ist es.

    > Die Erziehungs- und Lehrkonzepte der industriellen Epoche des
    > 19./20.Jahrhunderts wurden abgelöst durch zukunftsorientierte kulturelle
    > Bildung. Super, jetzt sind wir alle kompetent.
    > Lese ich Materialien der Kultusministerkonferenz, Veröffentlichungen der
    > Länder zur Bildung und Erziehung, es wimmelt nur so von Kompetenzen.

    Naja, mit irgend etwas muss das neuzeitlich geschaffene Vakuum doch gefuellt werden, und sei es mit Kompetenzschaum, oder?

    > In einer 12-seitigen Infobroschüre der Privatschule „PHORMS“ findet
    > sich das Wort Kompetenz lediglich dreimal.
    > Das zu kommentieren, dazu bin ich nicht kompetent genug.

    ...

    > Gesunder/krankhafter Opportunismus
    >
    > „und von mir hier extrem dargestellten - Pole des individuellen
    > Kapitalismus einerseits und des vermassten Sozialismus/Kommunismus
    > andererseits, beides sind staatsmafiose Bastarde.“
    >

    > Und wie oder was ist nun besser, richtig?

    Etwas besseres wie die soziale Marktwirtschaft der BRD etwa im Zeitraum der Jahre 1958 - 1967 kann es nicht geben.

    > „Warum war es im Paradies Adam's Weib und nicht Adam selbst, welcher
    > die Schlange (serpens serpentis maskulinum! die! Schlange) den Griff zum
    > Apfel als symbolisiertes Boese/Schlechte riet, und welcher auf diesem Weg
    > schliesslich bei Adam landete, und warum nahm der Apfel nicht den anderen
    > umgekehrten Weg?
    >
    > Hast Du dafuer vielleicht eine Erklaerung?“
    >
    >

    >
    > „ Und es sprach JHWH Gott zur Frau: Was (das) da tatest
    > du?“
    > „Und sie sprach, die Frau: die Schlange täuschte mich und
    > ich aß.“
    >

    > http://12koerbe.de/arche/genesis3.htm
    >
    > Ich denke die Erklärung liegt hierin, das ist der Knackpunkt, das ist
    > für mich der Schlüsselsatz.
    >
    > Muss man das noch erklären?

    Nein, bis vielleicht auf den Umstand, dass es nicht die strategisch nachhaltig denkende (und planende) Schlange war, welche die Frau taeuschte, sondern es war die machtausuebende Frau, welche - trotz des goettlichen Verbots - tatsaechlich zunaechst sich selbst taeuschte, mit den weiteren bekannten Folgen.

    Frauen lieben es i.d.R Macht auszuueben - die grosse Krux jedoch liegt immer in dem Umstand, dass sie wiederum i.d.R. im Grunde ueberhaupt keine Ahnung von Strategie und Nachhaltigkeit haben, geschweige denn, Geschicklichkeit oder Faible dafuer zu haben.

    > Und zum Opportunismus, da nehme ich für mich in Anspruch, dass der Meine
    > gesund ist.

    Klar doch, logisch, wer wuerde das nicht von sich selbst sagen wollen!? [[zwinker]]

    > Er ist erwachsen geworden und sehr gesund in der Zeit der Wende.

    Ja, diese Zeit hielt auch fuer Dich ein sehr gutes Uebungsfeld dafuer bereit.

    > Als ich erlebt habe, wie schnell ein Gesellschaftssystem, nicht kippt, nein,
    > einfach in sich zusammenfällt, einfach so, plötzlich ist nichts mehr da.
    > Wie die „führenden“ Genossen einfach die Pfoten aufgemacht haben und
    > alles laufen ließen, nur noch erstaunt zugesehen haben.
    > Und niemand schien darauf vorbereitet zu sein. Auch die nicht, die dieses
    > Vakuum füllen wollten und sollten.

    Ja, aber was Du dabei erlebt hast, das ist im Grunde voellig normal, dieses - selbstverstaendlich auch im "goldenen Westen" - gespielte Spiel nennt sich

    Ha(h)nemann - geh' Du voran!

    Bei den Genossen verhaelt sich diese Angelegenheit wie im Debitismus, bloss um 180 Grad anders herum verdreht.

    Fehlen im Debitismus ploetzlich die geeigneten Nachschuldner, dann schmiert das System mit GO ab, fehlen hingegen im Sozialismus/Kommunismus ploetzlich die richtigen Vor-Leute, dann schmieren die Genossen mit GO ab.

    > Keiner wusste, wohin das alles führen wird, der Staat hatte fertig.

    Auch hier im Forum gibt es immer noch solche Leute, welche - anders wie Du jetzt - faelschlicher Weise nach wie vor die Ansicht vertreten, der DDR-Staat sei Ende 1989 nicht fertig und enthauptet - also ohne Kopf - gewesen, weshalb ein Staatsbankrott zu diesem Zeitpunkt keinesfalls zutreffen koenne.

    > Gab es Chaos? Nein, irgendwie hatten wir keine Staatsmacht mehr, eine Neue
    > noch nicht, aber das Leben ging weiter, in doch eigentlich recht
    > ordentlichen Bahnen.
    >
    > Schlussfolgerung? Da bin ich mit mir noch nicht so einig.

    Ich leiste Dir dabei ein wenig Hilfestellung: Die Aussicht - i.e. die Hoffnung und das Vertrauen - auf schon greifbar baldig bessere Zeiten gemessen am seehr langen Zeitraum zuvor, das waren die ganz entscheidenden Zuegel dafuer, dass die Ossi-Gaeule

    > in doch eigentlich recht ordentlichen Bahnen

    weitergetrabt sind, und gottseidank nicht wild scheuend durch die mitteldeutschen Lande rasten...

    > Gruß, berkana.

    ---
    Gruss!
    TD

    Die StaSi tobt und Tassie kichert,
    denn er ist Schaeuble abgesichert!

    berkana

    19.06.2010, 19:20

    @ Tassie Devil

    Erklärungsversuch zum zweiten

    >
    > Oh, bis etwa Ende der 1960-er Jahre hatte sich recht vieles gut
    > entwickelt, sodass in zunehmenden Umfaengen Raum fuer weniger gute
    > Entwicklungen geschaffen werden konnte und wurde.
    >


    Aus eigener Erinnerung könnte ich Gleiches für die DDR sagen, in den 60er Jahren konnte man das Gefühl haben, es geht voran. Eben anders, als Du es meintest.

    >
    > Etwas besseres wie die soziale Marktwirtschaft der BRD etwa im Zeitraum
    > der Jahre 1958 - 1967 kann es nicht geben.
    >


    Vorsicht, man sollte niemals nie sagen.

    >
    > Frauen lieben es i.d.R Macht auszuueben - die grosse Krux jedoch liegt
    > immer in dem Umstand, dass sie wiederum i.d.R. im Grunde ueberhaupt keine
    > Ahnung von Strategie und Nachhaltigkeit haben, geschweige denn,
    > Geschicklichkeit oder Faible dafuer zu haben.
    >


    Oh, auch da muss ich sagen – Vorsicht! Ob Du Dich da mal nicht täuschst, bzw. hast täuschen lassen?

    Ich will es mal mit Martin Walser sagen.

    In „Ein liebender Mann“ sagt er über Christiane, Goethes Ehefrau, „Es gab keine Situation, die sie nicht durch Unterwerfung beherrschte.“

    Noch Fragen?

    Und noch ein anderes Beispiel?

    Kennst Du das letzte wahre Matriarchat, im Süden Chinas, bei den Mosuo?

    Wenn nicht, hier zwei Links dazu.

    Aus dem Artikel in der „Welt“ zum Matriarchat – „Die Männer sind glücklich, sie verteidigen ihr System.“!!!

    http://www.welt.de/politik/article3336370/Wie-ist-es-wenn-Frauen-die-Macht-haben.html

    http://www.chinatoday.com.cn/chinaheute/2005n/d0512/4p1.htm#

    Und Gruß, berkana.

    Tassie Devil

    Tasmania, Australia,
    20.06.2010, 15:09
    (editiert von Tassie Devil, 20.06.2010, 15:29)

    @ Angel

    Gelbes Wissen zum Bankrott der DDR

    > du musst auch denken
    > in der DDR hat niemand gearbeitet, die gebratenen Tauben flogen herum und
    > Wein floss allerorten, den man umständlich in Wasser verwandeln musste
    > wenn man Blumen giessen wollte.

    Ganz genau so verlief das Leben der Ossis ueber mehrere Jahrzehnte hinweg in ihrem Arbeiter- und Bauernparadies namens Deutsche Demokratische Republik - natuerlich nur in ihren Koepfen beim Traeumen, und insbesondere auch dann, wenn sie genussheischend traeumerisch in die schutzwall-abgeschotteten imperialistischen Schaufenster des "goldenen Westens" ihrer "reichen" Schwestern und Brueder blickten, was ihnen wiederum nicht nur alle Gewaesser in ihren Muendern und Goschen geradezu stroemend plaetschern liess...

    > > Kaum habe ich meinen - wie ich hoffnungsfroh und -voll dachte - zumindest
    > > vorlaeufig letzten Beitrag in einer ganzen Serie von Beitraegen zum Thema
    > > Staatsbankrott der DDR Ende 1989 gepostet
    > >
    > >
    > http://dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=170317&page=0&category=0&order=last_answer
    > >
    > > und schon kommt wieder einer der neunmalklugen Ossi-Engel dahergeschwebt
    > > und erklaert mit aeusserst transparenten Pseudo-Argumenten, dass die
    > > einstige DDR-Sonne tatsaechlich quadratisch gewesen sei, um welche sich
    > > die BRD-Erde umlaufend drehen musste.
    > >
    >
    > nein, nur eine ehrliche Meinung ohne Meinungsmache. Ich hab beide Systeme
    > miterlebt, kannst Du sicher auch behaupten.

    Aso, Du hast beide Systeme miterlebt?

    Wann hast Du denn dann bei noch stehender Mauer aus der Ost-Schaufenster DDR in die West-Schaufenster BRD "'rueber gemacht"?

    http://dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=170356&page=0&category=0&order=last_answer plus Folgebeitraege

    Ich habe auch beide Systeme miterlebt, naemlich die BRD und die BRDDR, letztere allerdings nicht sehr lange und so ausfuehrlich wie erstere.

    > > > > Zitat:
    > > > > "Hinzu kommt: Das Rentenniveau ist im Osten weiterhin viel höher als
    > > > > im Westen! Im Schnitt kassieren Männer in den neuen Ländern 1043 Euro
    > > > > gesetzliche Rente im Monat, im Westen sind es 967 Euro. Bei Frauen
    > > > > sind es sogar 669 Euro im Osten, nur 468 Euro im Westen."
    > > > >
    > > >
    > >
    > http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2009/03/18/rentenunterschiede/warum-gibts-im-osten-mehr-rente.html
    > > >
    > > > > Du siehst, im Osten, einem ehemaligen Pleitestaat, wo es eigentlich
    > > > > GAR KEINE RENTE geben duerfte, gibt es MEHR Rente als im Westen, bei
    > > > > geringeren Lebenshaltungskosten.
    > > >
    > > > Hallo,
    > > >
    > > > Und woran liegt das?
    > > > Während hier im Osten die Frauen Arbeitsjahre gesammelt haben,
    > >
    > > Ja richtig, das Sammeln von Arbeitsjahren der Ossis in der DDR ueber
    > > Jahrzehnte hinweg war vom Prinzip her mit dem Beerensammeln einer
    > > Wessi-Familie bei ihrem Sonntagsausflug vergleichbar.
    > >
    > > Frueh morgens fuhr diese Wessi-Familie zum Beerensammeln fort und kehrte
    > > am spaeten Abend vom Beerensammeln mit gefuellten Koerben zurueck. Der
    > > gesamte Tag war mit allen seinen Pausen, Picknick, Mittagschlaefchen,
    > > Kaffeerast usw. und nicht zuletzt auch der gesamten Fahrt mit
    > > Beerensammeln angefuellt, auch wenn zeitweilig tatsaechlich keine Beeren
    > > dabei gesammelt wurden.
    > >
    > > In der DDR gab es per staatsraisionierter Definition keine
    > > Arbeitslosigkeit, und ergo war jeder Ossimann und jede Ossifrau jeden Tag
    > > "im Arbeitseinsatz", 24 Stunden pro Tag, 365 Tage im Jahr, 40 Jahre der
    > > Ewigkeit.
    > >
    > > Temporaere Freistellungen aus den verschiedensten Gruenden als da waren
    > > Kindergeburt, Krankheit, Ausbildung, Fortbildung, Urlaub usw. usf. waren
    > > kein Grund, sich nicht "im Arbeitseinsatz der sozialistischen
    > > Werktaetigen" zu befinden, denn wie zuvor bereits ausgefuehrt, es gab im
    > > "sozialistischen Arbeiter- und Bauernparadies" den Zustand der
    > > Arbeitslosigkeit schlicht ueberhaupt nicht, weshalb der Ossi pausenlos im
    > > Dienst dieser sozialistischen Werktaetigen stand.
    >
    > Dir ist sicher klar, dass diese Zeiten für Ostdeutsche auch bei der
    > Rentenberechnung West rausgenommen wurden oder?

    Dir ist sicher klar, dass Du auch hier die Unwahrheit sagst, oder?

    > Es wurde ein durchschnittliches West Einkommen angenommen, also nicht mehr
    > als andere auch.

    Eine der vielen rein staatsmafios verfuegten Annahmen der BRDDR-STAATSMAFIA.

    Die Errechnung des durchschnittlichen Einkommens West nach meiner jetzigen Erinnerung: Einkuenfte ("Brutto-Einnahmen") minus Werbungskosten gleich
    (Brutto-)Einkommen. Hiervon abzueglich die nur in begrenzten Umfaengen abzugsfaehigen Sonderausgaben (insbesondere die Zwangsbeitraege zu den Sozialversicherungen) sowie die unbegrenzt abzugsfaehigen Sonderausgaben (dem jeweiligen Steuerzahlerindividuum solcherart zwangslaeufig und unumgaenglich entstandene Kosten, welche ansonsten der "normale und durchschnittliche" Steuerzahler nicht zu schultern hatte). Das Resultat hieraus nannte bzw. nennt sich das "zu versteuernde Einkommen", welches um den jeweils individuell zutreffenden Steuersatz zum "versteuerten Einkommen" aka (Netto-)Einkommen vermindert wird, welches schliesslich zur Auszahlung gelangt(e).

    Zwischen dem Brutto-Einkommen und dem Netto-Einkommen selbst des Durchschnittsverdieners West liegen indes seit den 1970-er Jahren Welten, sodass die unbestreitbar wesentlich hoeheren Ossi-Renten stark vermutlich darauf zurueckzufuehren sind, dass ihnen das durchschnittliche Brutto-Einkommen und nicht das durchschnittliche Netto-Einkommen zugrunde liegen - womit die Wessi-Rentner natuerlich doppelt staatsmafios gekniffen sind.

    > > > waren die Westfrauen häufig ganz zu Hause oder nur teilzeitbeschäftigt,
    > >
    > > Oooch, das waren nicht zuletzt die Ossi-Frauen auch, wenn z.B. immer mal
    > > wieder die nicht gerade seltenen Lieferschwierigkeiten irgendwelcher
    > > Vormaterialen lachten, oder der Plan erfuellt war, oder sonst irgendetwas
    > > nicht ganz plangemaess lief, oder irgendwo Schlange gestanden wurde usw.
    > > usf.
    > >
    > > Und im uebrigen, die sozialistisch Werktaetigen haben sich allesamt bei
    > > ihren Arbeitseinsaetzen insbesondere in den VEBs der DDR garantiert nicht
    > > ihre Fuesse herausgerissen sondern locker vom Hocker dahingewurschtelt -
    > > ein Umstand, der bei den Wessis sich i.d.R nur die verbeamteten
    > > Sesselpupser und -reibaer...e zu erlauben vermochten.
    > >
    > > Im Unterschied zu den per Definition staendig sich "im Arbeitseinsatz"
    > > befindenden Ossi-Frauen waren die Wessi-Frauen nur dann "im
    > > Arbeitseinsatz", wenn sie als Arbeitnehmer einen Arbeitsvertrag in ihrer
    > > Tasche hatten und vertragsgemaess ihre Arbeit erfuellten, alles andere war
    > > ansonsten reines Privatvergnuegen.
    >
    > [ironie]
    > Japp, hast recht, Arbeitszeit begann früh um 9 bis 12 je nach Gutdünken,
    > dann wurde einem das Frühstück ans Bett gebracht, bevor man zu seiner
    > Arbeitstelle vor dem Fernseher gefahren wurde. Raus brauchte man ja nicht,
    > war ja eh alles vergittert und dann die ganzen 80% Stasi Leute die einen
    > immer hinterhältig gefragt haben wann's denn endlich in den güldenen
    > Westen geht.
    > Während die hart arbeitende Westfrau schwere Kataloge wälzen musste, um
    > herauszufinden wo man den Yoghurt heute 3 Pfennige billiger bekommt
    > [/ironie]

    Deine wiederholte traeumerische Ironie verfehlt auch an dieser Stelle weit ihren Zweck, mehr ist dazu nicht zu sagen.

    > Ich denk gearbeitet wurde hier wie da,

    Das denke ich allerdings auch:

    http://dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=142780

    Nachfolgende Erlaeuterung @Onkel Ottos fasse ich ziemlich locker auf:

    > >Die DDR produzierte gemaess Staatsplanung, ergo war sie eine
    > > arbeitsteilige Marktproduktion ohne Arbeitslose.

    > na aber doch nur zu unseren Kurzbesuchen und Saufgelagen im VEB.


    diese von ihm nehme ich jedoch sehr ernst:

    weißt Du was wir nach Feierabend gerissen haben - wenn wir nicht ständig die Probleme mit dem Vormaterial gehabt hätten, wäre die Wertschöpfung nach Feierabend höher gewesen als das BSP der DDR!

    Ossi @Onkel Otto in personam untermauerte damit sehr eindrucksvoll meine obige These:

    > >Und im uebrigen, die sozialistisch Werktaetigen haben sich allesamt > > bei ihren Arbeitseinsaetzen insbesondere in den VEBs der DDR garantiert
    > > nicht ihre Fuesse herausgerissen sondern locker vom Hocker
    > > dahingewurschtelt...


    denn wenn der Ossi Wertschoepfung nach ihrem Feierabend als sozialistisch Werktaetige nur recht unwesentlich unter dem BSP der DDR lag, dann vermochten sie schon mal aus rein koerperlich begruendeten Umstaenden diese Leistungen nur gemaess meiner vorstehenden Vorlage zu stemmen.

    Insbesondere auch im Hinblick auf die Wessi-Frauen waren solche Verhaeltnisse bis Ende der 1980-er Jahre im Grunde voellig undenkbar, und Deine Behauptung

    > Während die hart arbeitende Westfrau schwere Kataloge wälzen musste,
    > um herauszufinden wo man den Yoghurt heute 3 Pfennige billiger bekommt


    verzerrt als eine bodenlose Unverschaemtheit voellig masslos die damalige Realitaet.

    > nur, dass das Erwirtschaftete damals eher gleichverteilt wurde,

    In der DDR ganz sicher, denn diese hing seit Anfang der 1970-er Jahre in keinesfalls nur marginalen Umfaengen gleichfalls am Infusionstropf der Wessi-Steuerzahler und -zahlerinnen.

    > während heute abgesahnt wird ohne Ende und für einen Reichen sehr viele arm
    > sein _müssen_.

    So verlaeuft diese Chose halt im seiner Schaufensterfunktionen beraubten EURO-Sozialismus.

    > > > wo soll denn da der Rentenanspruch herkommen?
    > >
    > > Voellig richtig, ein solcher kommt ausschliesslich vom staatsmafios
    > > politischen Willen her, und eben nicht durch echte Arbeitsleistung.
    > >
    > >
    http://dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=169606&page=0&category=0&order=last_answer
    >
    > Kann da nichts draus erkennen, das ist doch einfach nur der Thread hier.

    Wer lesen und zu begreifen vermag, der darf sich auf einen im Grunde unbezahlbaren Vorteil stuetzen:

    Es gibt im Grunde 2 Möglichkeiten, die Rentenhöhe zu berechnen:
    Nach Marktkriterien – wer mehr einbezahlt, bekommt entsprechend mehr heraus “leistungsbezogene Rente“ – oder nach Kriterien der politischen Opportunität.

    Der Markt hat damals die Relationen Westmark – Ostmark etwa mit 1:4 bis 1:5 bewertet, die Ostrente hätte danach - bei ansonsten gleichen Voraussetzungen wie Dauer des Arbeitslebens, Qualifikation usw. – etwa ¼ - 1/5 der Westrente betragen müssen.

    Die Politik hat sich aber anders entschieden, das heißt, die Rentenhöhe hat seither mit Leistungsgerechtigkeit nichts mehr zu tun und ist ein rein politisches Konstrukt.


    > > > Das spricht doch komplett gegen das vielgepriesene Leistungsprinzip.
    > > > [[zwinker]]
    > >
    > > Ja, diese Rentenregelungen zu Gunsten nicht zuletzt auch der Ossi-Frauen
    > > widerspricht dem ehemaligen Leistungsprinzip in der Vor-BRDDR, es spricht
    > > allerdings vor allem fuer die Perfidie der hoechstleistungskriminellen und
    > > schwerstverbrecherischen STAATSMAFIA dieser unsaeglichen BRDDR, welche mit
    > > den Rentenregelungen 1990 nicht zuletzt den Wessi-Frauen seither staendig
    > > voll abwatschend in deren Gesichter schlaegt.
    > >
    > > > Und während man im Osten schonmal 40 Arbeitsjahre sammeln konnte, kommt
    > > > im Westen der Abzug durch Arbeitslosigkeit, Frühverrentung etc. hinzu.
    > > > Ach und das steht ja auch in dem Artikel, kommt eben drauf an was man
    > > > zitiert.
    > > >
    > > > Die DDR war nun aber mal nicht pleite, aber anderes Thema
    > > > DDR
    > > > Wirtschaft
    > >
    > > Vergiss am allerbesten sogleich auch diese vorstehende
    > > Nicht-Bankrottmaerchen-Legende der DDR, denn gemaess meines Links ganz
    > > oben in diesem Beitrag hatte die DDR Ende 1989 fix und fertig!
    > >
    > > Auch dieser nachfolgende Beitrag beschreibt an seinem Ende interessante
    > > Details vom bankrotten Ende der DDR
    > >
    > >
    http://dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=170356&page=0&category=0&order=last_answer
    >
    > Wenn du meinst die DDR war rein politisch am Ende, ja natürlich volle
    > Zustimmung.

    "Rein politisch" schliesst "rein wirtschaftlich" mit ein, denn das eine ist untrennbar mit dem anderen verbunden, d.h. Politik UND Wirtschaft sind beides Staatsbastarde, stirbt der eine dann muss auch der andere mit daran glauben.

    > Obwohl ja die Mehrheit eine Reform des Sozialismus wollte und nicht einfach
    > nur annekt.. ähh angeschlossen werden.

    Wieso, das verstehe ich jetzt allerdings nicht!?

    Die Mehrheit der Ossis hat doch mit dieser BRDDR ihre Reform des Sozialismus bekommen - das ist der EURO-Sozialismus Willy Brandt'scher Praegung, ihm fehlen halt nur die frueheren Schaufensterfunktionen, diese braucht es seit 1990 nicht mehr!

    > > Nach der ersten Kreditsimulation 1984 i.H.v. 1 Milliarde DM war doch die
    > > DDR zu solchen Westdevisen gekommen, warum hat das den DDR-Genossen
    > > eigentlich keine 5 Jahre gereicht?
    >
    > na die hochgejubelten 1 Mrd hätte man sich sparen können, wenn man die
    > Kredite aus den "Bruderländern" zurückbekommen hätte.

    Der Ossi Brueder im Ostblock waren - genau wie sie in der DDR selbst - halt gleichfalls bankrott und vermochten genau deshalb die Kredite der DDR leider nicht zurueckzubezahlen, oder etwa nicht!?

    > Die 6 Mrd von Russland hat wohl die Nachfolgeregierung eingestrichen, wer
    > das wohl war.

    In welcher Waehrung waren denn die 6 Milliarden Kredit der DDR an die Russen notiert?

    Ostmark oder Rubel?

    Dass die Russen zum Jahresende 1991 dann gleichfalls mit der weissen Fahne ueber dem Kreml in Moskau ihren Bankrott weltweit signalisierten, sollte sich inzwischen auch zu Dir durchgesprochen haben.

    Und erzaehl' mir bitte jetzt bloss nichts von Westvalutas!

    > > Und Deine "riesigen Warenbestaende zu Spottpreisen" packst Du am
    > > allerbesten sogleich wieder ein, denn Du willst doch nicht ernsthaft
    > > behaupten, die knapp 17 Millionen Ossis haetten auf irgendeine Art und
    > > Weise ueberhaupt gegen China zu konkurrieren vermoegen?
    > >
    >
    > Na lies mal das pdf,

    Das Lesen auch dieses auf reinen Hypothesen fundierten Pamphlets muss ich mir fuerwahr nicht mehr antun, denn es ignoriert z.B. schlicht den Schabowski-Zettel zum Ende der DDR im November 1989.

    > mit China sicher nicht, das ist wohl etwas übertrieben das sollte selbst
    > Dir auffallen.

    Ich habe mich nur an Deine eigene Diktion gehalten

    http://dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=170373&page=0&category=0&order=last_answer

    Und worüber wird sich hier eigentlich beschwert, die DDR war das China der Bundesrepublik.

    Dass die BRD in den 1980-er Jahren u.a. auch mit der VR China in nicht gerade marginalen Umfaengen Aussenhandel betrieb, das ist Dir doch hoffentlich bekannt!?

    > > > zudem wurden nach der Wiedervereinigung 17Mio freudige kredithungrige
    > > > Kunden zugeführt, sonst hätte schon die Bundesbirne Pleite anmelden
    > > > müssen.
    > >
    > > Ja, genau, die Ossis haben 1990 tatsaechlich die BRDDR vor ihrem Bankrott
    > > gerettet...
    >
    > Zumindest einen gewissen Aufschub ja, immerhin ein Haufen neuer
    > Konsumenten für den ganzen Klicki-Bunti-Mist den keiner braucht nicht
    > wahr?

    Du solltest auch von kontextlichen Verfaelschungen von Beitraegen absehen, denn ich hatte in meinem Vorbeitrag geschrieben:

    Ja, genau, die Ossis haben 1990 tatsaechlich die BRDDR vor ihrem Bankrott gerettet... [[ironie]] [[ironie]] [[ironie]]

    Zur Sache selbst: jeder Staat kaempft nach seinem konstituierenden Erheben staendig mal etwas weniger mal etwas mehr gegen seinen eigenen Untergang, welcher letztendlich - wenn es wieder einmal soweit ist - schon immer durch das oekonomische Portal als Staatsbankrott hereingebraust kommt - die historische Geschichte ist prallvoll damit abgefuellt.

    Kreditunfaehige weil bankrotte/insolvente Konsumenten - woher sie auch immer kommen - vermoegen i.d.R. weder einen Staatsbankrott zu verhindern noch einen solchen aufzuschieben, weil auch die Erklaerung eines solchen letztendlich dem Willen der STAATSMAFIA unter- wie obliegt.

    Last but not least, solcherart Klicki-Bunti-Mist war bereits in den 1970-er Jahren als Wohlstandsturbo durchwegs massig heiss begehrt:

    "Ach schau mal her, Vati - nur draifuemnoinzig!" "Ja, Schatz - da packen wir am besten auch gleich fuenf davon in unsern Wagen. Meiers und Muellers muessen doch auch zu sehen kriegen, dass wir schon wieder gut einkaufen warn!" "Pappi, Pappi - ICH WILL das und das da!" "Ooch ja, Vati, unser Heinzi muss ja auch was von haben - sonst denken die anderen Kinder, wir seien arm und koennten uns nix leisten..."

    Mehr als 2 Einkaufsbummel in Gross-Supermaerkten bzw. Konsum-Einkaufszentren p.a. habe ich mir seit den fruehen 1970-er Jahren niemals angetan, denn es war fuer mich stets eine schwere Tortur in jeder Beziehung.

    Gelbes Wissen zum Bankrott der DDR:

    http://dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=146553 plus Folgebeitraege

    http://dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=154743

    http://dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=159984

    http://dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=164346 plus Folgebeitraege

    http://dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=170317

    > Grüße, Angel

    ---
    Gruss!
    TD

    Die StaSi tobt und Tassie kichert,
    denn er ist Schaeuble abgesichert!

    Tassie Devil

    Tasmania, Australia,
    22.06.2010, 13:57
    (editiert von Tassie Devil, 22.06.2010, 14:28)

    @ berkana

    Die Domaenen von Strategie und Taktik

    > >
    > > Oh, bis etwa Ende der 1960-er Jahre hatte sich recht vieles gut
    > > entwickelt, sodass in zunehmenden Umfaengen Raum fuer weniger gute
    > > Entwicklungen geschaffen werden konnte und wurde.
    > >
    >

    >
    > Aus eigener Erinnerung könnte ich Gleiches für die DDR sagen, in den
    > 60er Jahren konnte man das Gefühl haben, es geht voran. Eben anders, als
    > Du es meintest.

    Was meinte ich Deiner Meinung nach?

    Und was ging in der DDR voran?

    Ich habe auch darueber nachgedacht, ob diese aus meiner Sicht weit mehrheitlich positiven Entwicklungen insbesondere mit meinem damals jugendlichen Alter korrelierten, bin aber zu dem Entschluss bzw. der Einsicht gelangt, dass meine damals jugendliche Sichtweise nicht der Treiber nur vermeintlicher positiver Entwicklungen gewesen ist, d.h. mein Alter spielte bei der Beurteilung zumindest nicht die primaer wesentliche Rolle.

    > >
    > > Etwas besseres wie die soziale Marktwirtschaft der BRD etwa im Zeitraum
    > > der Jahre 1958 - 1967 kann es nicht geben.
    > >
    >

    >
    > Vorsicht, man sollte niemals nie sagen.

    Da hast Du natuerlich vollkommen recht.

    Ein waschechter Blackout meinerseits bei dieser Feststellung, zumal ich dieses Statement zuvoerderst aus kollektivistischer und nicht bzw. kaum aus persoenlich individueller Sicht schrieb.

    > >
    > > Frauen lieben es i.d.R Macht auszuueben - die grosse Krux jedoch liegt
    > > immer in dem Umstand, dass sie wiederum i.d.R. im Grunde ueberhaupt keine
    > > Ahnung von Strategie und Nachhaltigkeit haben, geschweige denn,
    > > Geschicklichkeit oder Faible dafuer zu haben.
    > >
    >

    >
    > Oh, auch da muss ich sagen – Vorsicht! Ob Du Dich da mal nicht
    > täuschst, bzw. hast täuschen lassen?

    Kaum - natuerlich bestaetigen auch hierbei Ausnahmen die Regel, ich wiederhole mich: ab einer gewissen Gruppengroesse sind es nie alle Gruppenmitglieder, welche dieses gleichartige Regel-Attribut inne haben.

    > Ich will es mal mit Martin Walser sagen.
    >
    > In „Ein liebender Mann“ sagt er über Christiane, Goethes
    > Ehefrau, „Es gab keine Situation, die sie nicht durch Unterwerfung
    > beherrschte.“
    >
    > Noch Fragen?

    Nein, aber Antworten - auch fuer Dich: [[zwinker]]

    Ad 1: Walser erwaehnt hierbei eines von nicht gerade sehr seltenen (Ehe-)Paaren elitaerer oder gehobenster Spielligen, man koennte deren symbiotische Rollenverteilung sogar durchaus als "Standard" bezeichnen;

    Ad 2: Christiane glaenzte hierbei stets durch die Taktik ihrer eigenen Unterwerfung - und das ist etwas ganz anderes als Strategie -, weshalb es keine (zeitlich begrenzte) Situation gab, welche sie nicht durch ihre Machtausuebung beherrschte: Zur richtigen Ausuebung der Macht bedarf es einer jeweils angemessenen Menge Taktik - nicht jedoch Strategie -, was verbal u.a. mit taktischen Finessen, Raffinessen etc. oder aber auch Maetzchen etc. bezeichnet wird, von Korruption etc. ganz zu schweigen; Machtausuebung und Taktik ist die Domaene der Frau bzw. der Weiblichkeit;

    Ad 3: Johann Wolfgang hingegen war der Stratege, welcher mit weitreichend angemessener Strategie den Machterhalt sicherte, hierzu bedarf es jedoch keiner bzw. kaum Taktik; Machterhalt und Strategie ist die Domaene des Mannes bzw. der Maennlichkeit.

    Bei Paaren mit vertauschten Positionen oder Rollen (bspw. Maggie und Dennis Thatcher - Sie: machtausuebende englische PM im Vordergrund, ER: machterhaltender Partner im Hintergrund) treten dabei fast schon zwangslaeufig gelegentliche Irritationen oder Fehlleistungen auf ("I want my money back!").

    Personen, welche im gleichen Zeitraum beide Rollen - Strategie und Taktik, Machterhalt und Machtausuebung - einnehmen, gehoeren m.E. zumeist der Gruppe der zu recht gefuerchteten PathologInnen an.

    Die Schlange im Paradies haette sich wohl an Adam ihre Zaehne bei dem Versuch ausgebissen, ihm den Apfel anzudrehen.

    > Und noch ein anderes Beispiel?
    >
    > Kennst Du das letzte wahre Matriarchat, im Süden Chinas, bei den Mosuo?

    @Zara hat vor laengerer Zeit bereits in einem seiner Beitraege solche Links
    gepostet, ich hatte sie mir angesehen.

    > Wenn nicht, hier zwei Links dazu.
    >
    > Aus dem Artikel in der „Welt“ zum Matriarchat – „Die Männer sind
    > glücklich, sie verteidigen ihr System.“!!!

    Nuja, jedem Tierchen sein Plaisierchen, chacun a son gout.

    > http://www.welt.de/politik/article3336370/Wie-ist-es-wenn-Frauen-die-Macht-haben.html
    >
    > http://www.chinatoday.com.cn/chinaheute/2005n/d0512/4p1.htm#
    >

    Fuer meiner Mutter Sohn waere solches nicht sein "Ding" - zumindest nicht (mehr) in diesem Leben...

    > Und Gruß, berkana.

    ---
    Gruss!
    TD

    Die StaSi tobt und Tassie kichert,
    denn er ist Schaeuble abgesichert!

    berkana

    24.06.2010, 21:20

    @ Tassie Devil

    @Tassie Devil – ich passe,

    nach reiflichen, langen Überlegungen.

    Akzeptiert [[top]] , ich habe nichts mehr hinzuzufügen.

    Herzliche Grüße, berkana.

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